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Studium finanzieren in Österreich – so klappt’s mit der Studienfinanzierung

Ein neues Kapitel beginnt: Studienbeginn, neue Stadt, erste Wohnung – und plötzlich auch finanzielle Eigenverantwortung. Viele Studierende stehen am Anfang vor der gleichen Frage: Wie kann ich mein Studium finanzieren, ohne ständig in Geldstress zu geraten? Hier erfährst du, welche Möglichkeiten es in Österreich gibt: Von Förderungen und Stipendien bis zu Nebenjobs und Bildungskrediten. So findest du Schritt für Schritt die passende Strategie für dich. 

Welche Möglichkeiten gibt es, ein Studium zu finanzieren?

Wenn du mit dem Studium startest, ist eines klar: Jeder Weg zur Finanzierung sieht ein bisschen anders aus. Manche werden von den Eltern unterstützt, andere arbeiten nebenbei oder nutzen staatliche Beihilfen. Das Wichtigste ist, deine Optionen zu kennen. 

Die häufigsten Finanzierungswege für Studierende in Österreich: 

  • Studienbeihilfe: staatliche Unterstützung für Studierende mit geringerem Einkommen. 
  • Stipendien: finanzielle Förderung auf Basis von Leistung, Bedarf oder speziellen Kriterien. 
  • Nebenjobs: flexibel arbeiten und gleichzeitig Erfahrung sammeln. 
  • Bildungskredit: finanzielle Überbrückung bei hohem Studienaufwand oder Auslandssemester. 
  • Elternunterstützung und Familienbeihilfe: steuerliche Vorteile und monatliche Unterstützung. 💡 Tipp: Kombiniere mehrere Möglichkeiten, z. B. Beihilfe, Nebenjob und Stipendium. So schaffst du dir eine stabile Grundlage. 

💡 Tipp: Kombiniere mehrere Möglichkeiten, z. B. Beihilfe, Nebenjob und Stipendium. So schaffst du dir eine stabile Grundlage. 

Studienbeihilfe in Österreich: Voraussetzungen und Höhe

Die Studienbeihilfe ist eine der wichtigsten Förderungen für Studierende in Österreich. Sie soll helfen, die Lebenshaltungskosten während des Studiums zu decken, besonders dann, wenn die Eltern wenig verdienen.

  • österreichische Staatsbürgerschaft (oder andere unter bestimmten Voraussetzungen) 
  • ordentliches Studium an Universität, FH oder Pädagogischer Hochschule (auch bei Vorbereitung auf Studienberechtigungs- oder Zusatzprüfung) 
  • Beginn des Studiums vor dem 33. Geburtstag (in Ausnahmefällen 38. Geburtstag)
  • Leistungsnachweis nach dem ersten Studienjahr Soziale Bedürftigkeit (nach bestimmten Kriterien) 
  • Kein abgeschlossenes Studium (Ausnahme Master- und Doktoratsstudium) 
  • Höchstens zwei Studienwechsel 
  • Einhaltung einer bestimmten Studienzeit (lt. Studienförderungsgesetz StudFG) 

Die Höhe hängt von Einkommen, Familienverhältnissen und Wohnsituation ab. 

SituationMonatliche Beihilfe (ca.)
Studierende im Elternhaushalt300 bis 500 €
Studierende mit eigenem Haushalt500 bis 950 €
Selbsterhalter:innenbis zu 1.200 €

💡 Tipp: Prüfe deine Anspruchshöhe mit dem Online-Rechner auf stipendienrechner.at 

Stipendien in Österreich – nicht nur für die Besten

Viele glauben, Stipendien seien nur für Einser-Studierende. Das stimmt nicht. In Österreich gibt es zahlreiche Stipendien für unterschiedliche Lebenslagen: 

Leistungsstipendien

Für überdurchschnittliche Studienleistungen.

 

Bedarfsstipendien

Für Studierende mit geringem Einkommen.

 

Spezielle Förderstipendien

Etwa für Auslandssemester, Abschlussarbeiten oder soziale Engagements. 

 

💡 Tipp: Auf stipendium.at findest du eine Übersicht aller Stipendien inklusive Fristen und Voraussetzungen. 

Arbeiten neben dem Studium – was ist erlaubt, was sinnvoll?

Viele Studierende in Österreich finanzieren sich über einen Nebenjob. Das kann einerseits wertvolle Berufserfahrung bringen, aber andererseits auch die Studiendauer verlängern, wenn die Arbeitsbelastung zu groß wird.

Wichtige Punkte: 

  • Zuverdienstgrenze bei Studienbeihilfe: max. 17.212 € pro Jahr (Stand 2025). 
  • Geringfügigkeitsgrenze: 551,10 € monatlich (in der Regel für Arbeitnehmer lohnsteuerfrei und ohne eigene Sozialversicherungsbeiträge). 
  • Teilzeitjobs oder Werkstudentenstellen ermöglichen flexible Arbeitszeiten. 

💡 Tipp: Plane realistisch: Ein Job mit 10 bis 15 Stunden pro Woche ist oft gut mit dem Studium vereinbar. 

Bildungskredit in Österreich – finanzielle Überbrückung

Wenn die Förderungen und Nebenjobs nicht ausreichen, kann ein Bildungskredit helfen, das Studium zu finanzieren. Das macht vor allem bei Vollzeitstudien, teuren Studienrichtungen oder Auslandssemestern Sinn. 

Merkmale eines Bildungskredits:

  • Laufzeit meist 5 bis 10 Jahre 
  • Rückzahlung erst nach Studienende 
  • Flexible monatliche Raten (oft zwischen 300 und 800 €) 
  • Zweckgebunden, z. B. für Studiengebühren, Miete oder Lernmaterialien 

💡 Tipp: Vergleiche Konditionen genau. Banken bieten unterschiedliche Zinssätze und Rückzahlungsmodelle. 

Studienkosten und Lebenshaltung: Womit du rechnen musst

Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Studienort und Lebensstil ab. Neben Studiengebühren fallen meist Fixkosten für Wohnen, Verpflegung und Mobilität an. 

AusgabenbereichDurchschnitt pro Monat (ca.)
Miete (WG, Studentenzimmer)400 bis 600 €
Lebensmittel250 bis 350 €
Öffis / Mobilität50 bis 100 €
Lernmaterialien, Bücher50 bis 100 €
Freizeit, Versicherung, Sonstiges100 bis 200 €
Gesamt:850 bis 1.350 €

💡 Tipp: Erstelle zu Studienbeginn eine Haushaltsrechnung, damit kannst du dein Budget realistisch einschätzen und Überziehungen vermeiden. 

Studieren über 30 – welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?

Wenn du dein Studium erst später beginnst, ist das kein Hindernis. Auch über 30 gibt es Unterstützung, vor allem für Studierende mit Familie oder Berufserfahrung. 

Mögliche Förderungen:

  • Studienbeihilfe bekommst du auch über 30, konkret bei Beginn des Studiums vor dem 33. Geburtstag und in Ausnahmefällen sogar, wenn du vor dem 38. Geburtstag beginnst.  
  • Ein Selbsterhalter-Stipendium (Studienbeihilfe nach Selbsterhalt) bietet Unterstützung für jene, die zuvor mindestens vier Jahre gearbeitet und sich damit “selbst erhalten” haben. Informiere dich am besten über die aktuellen Voraussetzungen (Alter und Dauer der Berufstätigkeit, Verdienstgrenzen). 
  • Wenn du berufstätig bist oder dich neu orientieren möchtest, gibt es Förderungen für Weiterbildung, Umschulung oder berufsbegleitende Studiengänge. Diese Programme werden je nach Bundesland über das AMS, die Arbeiterkammer oder Landesförderstellen abgewickelt.  

💡 Tipp: Auf Plattformen wie erwachsenenbildung.at oder studieren.at kannst du gezielt nach aktuellen Förderungen in deinem Bundesland suchen, gefiltert nach Alter, Berufserfahrung oder Studienform. 

Spartipps für Studierende

Gerade am Anfang hilft es, das eigene Budget im Griff zu behalten. Diese Tipps machen das Studentenleben finanziell leichter: 

Nutze Studentenrabatte (Öffi-Tickets, Kultur, Freizeit).

Plane monatliche Fixkosten in einer App oder Tabelle.

Achte auf Gratis- oder Gebrauchtangebote bei Büchern und Möbeln.

Vermeide es, mit deinem Konto ins Minus zu gehen, der Überziehungsrahmen ist teuer.

Richte dir ein Studentenkonto ein, viele Banken bieten kostenlose Kontoführung und Startboni.

💡 Lies auch unseren Artikel zum ersten Studentenkonto eröffnen.

Fazit: Mit Planung und Überblick durchs Studium

Ein Studium ist eine Investition in deine Zukunft, aber auch eine finanzielle Herausforderung. Wer sich früh informiert, Förderungen nutzt und realistisch plant, kann das Studium entspannt finanzieren. 

💡 Merke: Eine kluge Finanzplanung bringt nicht nur Sicherheit, sondern schenkt dir auch Freiheit: Zeit fürs Lernen, Reisen oder einfach fürs Leben. 

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Je nach Wohnort und Lebensstil zwischen 850 € und 1.350 € pro Monat. 

Studienbeihilfe, Stipendien, Familienbeihilfe und Bildungskredite zählen zu den häufigsten Unterstützungen. 

Durch Kombination aus Beihilfe, Nebenjob und eventuell Bildungskredit. 

Selbsterhalter-Stipendium, Bildungskredit oder AMS-Förderungen – abhängig von deiner Lebenssituation. 

Ja, wenn du dein Studium ohne Unterbrechung abschließen willst. Aber vergleiche Konditionen sorgfältig. 

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Weiterführende Links und Ressourcen