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Gesundheitsausgaben im Alter – so bereiten Sie sich finanziell vor

Mit zunehmendem Alter steigt nicht nur der Wunsch nach einem gesunden Leben, sondern oft auch die Sorge: Was, wenn die Gesundheitskosten zu einer Belastung werden? In Österreich nehmen medizinische Ausgaben, Medikamente und Pflegekosten im Alter deutlich zu. Wer frühzeitig plant, kann sich und seine Familie finanziell absichern und dem Älterwerden gelassener entgegensehen. 

Welche Gesundheitskosten entstehen im Alter?

Wenn die Pension näher rückt, verändern sich die monatlichen Ausgaben. Während Fixkosten wie Miete oder Energie oft stabil bleiben, steigen die Gesundheitsausgaben. Viele Menschen sind überrascht, wie viel das tatsächlich ausmacht. 

Typische Kosten im Alter:

BereichDurchschnittliche monatliche Kosten (2025, Richtwerte)
Medikamente und Heilbehelfe60 bis 120 €
Arztkosten (Privatordinationen, Zahnkontrollen etc.)100 bis 250 €
Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz500 bis 3.000 € (einmalig)
Physiotherapie und Reha40 bis 100 € pro Einheit
Pflege- oder Betreuungskostenab 1.500 € monatlich

💡 Tipp: Halten Sie jährlich Rücksprache mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin, um zu prüfen, welche Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen die Sozialversicherung übernimmt. 

Pflegekosten in Österreich – ein unterschätzter Faktor

Wenn gesundheitliche Einschränkungen zunehmen, können Pflege- oder Betreuungskosten schnell zur größten finanziellen Herausforderung werden.
In Österreich gibt es dafür staatliche Unterstützung in Form von Pflegegeld. Es wird in sieben Stufen gewährt und ist unabhängig vom Einkommen. Es richtet sich nach dem so genannten Pflegebedarf. 

PflegestufeMonatlicher Betrag (Stand 2025)
Stufe 1200,80 €
Stufe 2370,30 €
Stufe 3577,00 €
Stufe 4865,10 €
Stufe 51.175,20 €
Stufe 61.641,10 €
Stufe 72.156,60 €

💡 Hinweis: Diese Beträge decken nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten ab. Bei einer 24-Stunden-Betreuung oder Heimunterbringung fallen oft zusätzliche Ausgaben von mehreren hundert Euro pro Monat an. 
Mehr Infos findest du auf sozialministerium.gv.at oder auf oesterreich.gv.at 

Finanzielle Unterstützungen und Förderungen

Österreich bietet verschiedene Förderungen und Entlastungen, um Gesundheitskosten im Alter zu reduzieren: 

1. Pflegegeld:

monatliche Unterstützung ab Pflegestufe 1

 

2. Rezeptgebühren-Befreiung:

bei niedrigem Einkommen oder chronischer Krankheit.

 

3. Steuerliche Absetzbarkeit:

außergewöhnliche Belastungen wie Zahnersatz oder Pflegekosten können abgesetzt werden. 

 

3. Steuerliche Absetzbarkeit:

außergewöhnliche Belastungen wie Zahnersatz oder Pflegekosten können abgesetzt werden. 

 

3. Steuerliche Absetzbarkeit:

außergewöhnliche Belastungen wie Zahnersatz oder Pflegekosten können abgesetzt werden. 

 

4. Zuschüsse der Sozialversicherung:

 z. B. für Heilbehelfe oder Reha-Maßnahmen.

 

5. Landes- oder Gemeindezuschüsse:

je nach Bundesland unterschiedlich (Pflege- oder Energiekostenzuschüsse). 

 

💡 Tipp: Informieren Sie sich jährlich über aktuelle Förderungen. Die Kriterien ändern sich häufig, und viele Ansprüche verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig beantragt werden. 

Zusatzversicherungen – wann sie sinnvoll sind

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet in Österreich eine grundlegende medizinische Versorgung. Eine private Zusatzversicherung übernimmt auch die Kosten für zusätzliche Leistungen, die nicht abdeckt sind. 

Typische Leistungen:

  • Aufenthalt im Einbettzimmer im Krankenhaus (Sonderklasse) 
  • Freie Arztwahl (Wahlarztkosten) 
  • Zahnbehandlungen und Zahnersatz 
  • Alternative Heilmethoden (z. B. Osteopathie, Akupunktur) 

💡 Tipp: Vergleichen Sie mehrere Anbieter und prüfen Sie, ob bestehende Polizzen angepasst werden müssen. Für ältere Personen kann auch eine Pflegeversicherung oder ein Gesundheitskonto sinnvoll sein, um laufende Kosten abzufedern. 

Wie kann man Gesundheitskosten steuerlich absetzen?

Viele Menschen wissen nicht, dass Gesundheitsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Dazu zählen: 

  • Kosten für Arztbesuche und Medikamente 
  • Pflege- und Betreuungskosten Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz 
  • Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen 
  • Fahrtkosten zu Behandlungen 

Diese werden als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt.

💡 Tipp: Sammeln Sie Rechnungen das ganze Jahr über, so behalten Sie den Überblick und können alles gesammelt bei der Arbeitnehmerveranlagung einreichen. (Details siehe bmv.gv.at

Finanzielle Vorbereitung auf Gesundheitsausgaben

Wer früh beginnt, Rücklagen zu bilden, kann später Kosten leichter stemmen. Wichtig ist, das Thema Gesundheit in die eigene Finanzplanung zu integrieren. Mit diesen Tipps gelingt die Vorbereitung: 

Monatliches Gesundheitsbudget einplanen

Richten Sie ein separates Konto oder Unterkonto für Gesundheitskosten ein (z. B. „Gesundheitskonto“). Schon 50 bis 100 € monatlich schaffen Sicherheit. 

Notgroschen aufbauen

Mindestens drei Monatsausgaben sollten jederzeit verfügbar sein, auch für unerwartete Arzt- oder Medikamentenkosten.

Beratung nutzen

Ein Gespräch mit Ihrer Bank oder einem Finanzberater kann helfen, passende Vorsorgeprodukte zu finden – etwa Pflegekonten, Fonds oder Sparpläne mit Gesundheitsfokus.

Vorsorge ernst nehmen

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Krankheiten früh zu erkennen und zu behandeln und sparen langfristig Geld.

Typische Fehler bei der Planung

  • Zu spät mit der finanziellen Vorsorge beginnen 
  • Keine Rücklagen für unvorhergesehene Pflegefälle 
  • Fehlende Übersicht über Förderungen 
  • Bestehende Versicherungen nicht prüfen oder doppelt bezahlen 
  • Steuerliche Vorteile ungenutzt lassen 

Wer diese Punkte beachtet, hat im Ernstfall mehr Spielraum bei den Gesundheitskosten im Alter.

Fazit: Mit Planung bleiben Gesundheitskosten leistbar

Gesundheit ist unbezahlbar – doch wer sich früh Gedanken macht, kann viel Druck rausnehmen und Sorgen zerstreuen. Gesundheitsausgaben im Alter müssen keine Belastung sein, wenn man Schritt für Schritt vorsorgt: durch Rücklagen, Versicherungen und bewusste Finanzplanung. 

💡 Tipp: Wenn Sie Ihre finanzielle Vorsorge prüfen oder ergänzen möchten, kann ein Gespräch über Pflege- oder Gesundheitskonten in der Bank sinnvoll sein. So bleiben Sie auch im Alter finanziell gesund. 

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Vor allem Medikamente, Zahnersatz, Sehhilfen, Pflege- und Reha-Kosten. Viele dieser Ausgaben entstehen ab dem 60. Lebensjahr.

Je nach Pflegestufe zwischen 200,80 € und 2.156,60 € monatlich.

Neben dem Pflegegeld gibt es Zuschüsse und Steuererleichterungen. Bei niedrigen Einkommen kann auch Sozialhilfe beantragt werden. 

Ja, viele Kosten gelten als außergewöhnliche Belastungen. Belege sorgfältig sammeln und in der Steuererklärung anführen.

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung kann eine Zusatz- oder Pflegeversicherung zusätzliche Leistungen sichern.

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