Nachhaltigkeits-ABC
A bis Z unseres Nachhaltigkeits-ABCs der Raiffeisenlandesbank OÖ
A wie Auszeichnungen
Das Österreichische Umweltzeichen zeichnet Unternehmen aus, die hohe ökologische und soziale Standards erfüllen. Die Auszeichnung bestätigt den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, den Einsatz regionaler und saisonaler Produkte, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen sowie energie- und umweltbewusstes Wirtschaften. Für die RLB OÖ steht das Umweltzeichen nicht nur für eine Anerkennung bereits gesetzter Maßnahmen, sondern auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung nachhaltiger Angebote und Dienstleistungen. Ausgezeichnet sind unter anderem der Standort Europaplatz 1a in Linz sowie das Palais Kaufmännischer Verein für ihr nachhaltiges Catering- und Veranstaltungsangebot. Darüber hinaus wurde auch die hausinterne Druckproduktion des Einkaufsmanagements mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert.
B wie Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ermöglicht allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Produkten, Dienstleistungen und Informationen. Mit dem österreichischen Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), das den European Accessibility Act umsetzt, werden insbesondere digitale Angebote wie Websites, Apps, Online-Banking und Selbstbedienungsgeräte barrierefrei gestaltet. Für Raiffeisen sind Barrierefreiheit und Inklusion wichtige Bestandteile einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung – sowohl in den Bankstellen als auch auf digitalen Kanälen.
C wie CSRD
Im Zuge der CSRD-Richtlinien wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung um detailliertere Berichtspflichten erweitert und es wird sichergestellt, dass große Unternehmen Informationen zu Nachhaltigkeitsfragen wie Umwelt, Soziales und Governance veröffentlichen müssen.
Mit dieser Richtlinie wandert der Nachhaltigkeitsbericht verpflichtend in den Lagebericht und wird somit zukünftig auch von einem Wirtschaftsprüfer geprüft.
D wie Dekarbonisierung
Dekarbonisierung bedeutet im Zusammenhang mit dem Klimaschutz die Umstellung des Energiesystems (umfasst Umwandlung, Speicherung, Transport/Verteilung und Verbrauch von Energie), um letztendlich die Nutzung der klimaschädlichen fossilen Energieträger Kohle, Gas und Erdölprodukte vollständig zu vermeiden.
Daher ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse hierfür von großer Bedeutung auch der Einsatz von kohlenstoffhaltiger Energie kann insbesondere durch den großflächigen Einsatz von Elektrofahrzeugen sowie durch den Einsatz „saubererer“ Technologien reduziert werden. Eine abnehmende Kohlenstoffintensität wird es ermöglichen, die Netto-Null-Emissionsziele früher zu erreichen.
E wie Energiemanagementsystem
Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich setzt seit vielen Jahren auf ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Damit werden Energieverbräuche systematisch erfasst, analysiert und laufend optimiert, um die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Im Rahmen einer Matrix-Zertifizierung können auch Tochterunternehmen am gemeinsamen Energiemanagementsystem teilnehmen. Sie profitieren von einheitlichen Standards, zentraler Betreuung und einem effizienten Zertifizierungsprozess.
„Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem macht Energieeffizienz messbar und unterstützt Unternehmen dabei, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden.“
F wie Female Empowerment
Vielfalt, Chancengleichheit und gegenseitige Wertschätzung sind wichtige Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Mit gezielten Maßnahmen fördern wir die berufliche Entwicklung von Frauen und schaffen Rahmenbedingungen, die vielfältige Karrierewege unterstützen.
Schwerpunkt 2026: Female Empowerment
Um das Potenzial aller Mitarbeitenden bestmöglich zu nutzen, setzen wir einen besonderen Fokus auf die Förderung von Frauen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Gründung des Frauennetzwerks möglichMACHERIN im Februar 2026. Bereits mehr als 200 Mitarbeiterinnen der RLB OÖ und ihrer Tochtergesellschaften engagieren sich im Netzwerk. Durch Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung entstehen neue Perspektiven, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und Impulse für die aktive Gestaltung des eigenen Karrierewegs.
G wie Governance
Governance bezeichnet die verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung. Sie umfasst unter anderem Compliance, Risikomanagement, Unternehmensethik sowie die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in strategische Entscheidungen. Eine starke Governance ist die Grundlage für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und verantwortungsvolles Handeln.Die Bedeutung von Governance spiegelt sich auch in den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) wider, die dem Thema mit dem Standard ESRS G1 „Business Conduct“ einen eigenen Schwerpunkt widmen.
H wie High Level Expert
Die „High Level Expert Group on Sustainable Finance“ (HLEG; dt. „Hochrangige Sachverständigengruppe zur Nachhaltigen Finanzierung“) wurde von der Europäischen Kommission im Dezember 2016 eingesetzt. Sie bestand aus 20 hochrangigen Entscheidungsträgern aus Zivilgesellschaft, Finanzsektor und Wissenschaft.
Die HLEG war beauftragt, ein umfassendes Konzept für Reformen entlang der gesamten Investitionskette auszuarbeiten. Konkret hat sie der EU-Kommission Empfehlungen vorgelegt, wie öffentliche und private Finanzströme in nachhaltige Investitionen gelenkt werden können. Ferner hat die HLEG vorgeschlagen, welche Schritte Finanzdienstleister und Aufsichtsbehörden unternehmen sollten, um das Finanzsystem vor Umwelt- bzw. Klimarisken zu schützen. Diese Empfehlungen und Vorschläge sind die Basis für Richtlinien und Verordnungen auf einer gesamteuropäischen Ebene.
I wie Inklusion
Inklusion beschreibt eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen.
In der inklusiven Gesellschaft gibt es keine definierte Normalität, die jedes Mitglied dieser Gesellschaft anzustreben oder zu erfüllen hat. Normal ist allein die Tatsache, dass Unterschiede vorhanden sind. Diese Unterschiede werden als Bereicherung aufgefasst und haben keine Auswirkungen auf das selbstverständliche Recht der Individuen auf Teilhabe. Aufgabe der Gesellschaft ist es, in allen Lebensbereichen Strukturen zu schaffen, die es den Mitgliedern dieser Gesellschaft ermöglichen, sich barrierefrei darin zu bewegen.
J wie Job-Fahrradleasing
Beim Fahrrad-Leasing in Kooperation mit LeaseMyBike handelt es sich um die Überlassung eines Fahrrades zur privaten Nutzung. Die Mitarbeiter:innen radeln, wann immer sie wollen: zur Arbeit, im Alltag oder in der Freizeit und die Mitarbeiter haben eine Ersparnis gegenüber einem herkömmlichen Kauf.
Als Erweiterung des Mobilitätskonzepts der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich bieten wir unseren Mitarbeiter:innen das Fahrrad-Leasing an.
K wie Kreislaufwirtschaft
IT-Equipment enthält wertvolle Rohstoffe, deren Gewinnung mit hohem Aufwand und erheblichem Ressourceneinsatz verbunden ist. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich setzt daher bewusst auf einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Ressourcen: Altgeräte werden nicht einfach entsorgt, sondern ihre Lebensdauer – soweit möglich – gezielt verlängert.
Wenn Geräte aufgrund von End-of-Life oder auslaufendem Herstellersupport ausgemustert werden, folgt der nächste Schritt im Sinne der Kreislaufwirtschaft: die Wiederaufbereitung über ein gemeinnütziges Unternehmen. Die Geräte werden professionell überarbeitet und anschließend wiederverwendet. Das Ergebnis spricht für sich: 99 % der Geräte können einer zweiten Nutzung zugeführt werden, lediglich 1 % wird recycelt. Dadurch werden wertvolle Rohstoffe geschont und gleichzeitig Treibhausgasemissionen reduziert – ein konkreter Beitrag zum Umweltschutz und zu mehr Nachhaltigkeit im digitalen Alltag.
L wie Lieferkette
Die nachhaltige Lieferkette konzentriert sich auf das Management von Menschenrechts-, Umwelt- und Governance-Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei stehen sowohl die eigenen Geschäftstätigkeiten als auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Geschäftspartnern im Fokus.
Mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) hat die EU einen verbindlichen Rahmen für unternehmerische Sorgfaltspflichten geschaffen. Die Richtlinie trat 2024 in Kraft und verpflichtet große Unternehmen künftig schrittweise dazu, negative Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu identifizieren, zu verhindern und zu minimieren. Die ersten Unternehmen werden die Anforderungen ab 2029 umsetzen müssen.
Für österreichische Unternehmen gewinnen Transparenz, Risikoanalysen und nachhaltige Beschaffungsprozesse dadurch zunehmend an Bedeutung. Auch Unternehmen, die nicht direkt von der Richtlinie betroffen sind, werden über ihre Geschäftsbeziehungen verstärkt in entsprechende Nachhaltigkeits- und Sorgfaltsprüfungen eingebunden.
M wie Mobilität
Die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf den Straßen wächst rasant. Dieser Trend trägt maßgeblich dazu bei, die CO2-Emissionen langfristig zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Für eine flächendeckende Adoption der Elektromobilität ist der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidend. In diesem Hinblick wurde auch der Standort der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich am Europaplatz 1a mit knapp 70 E-Ladestationen ausgestattet, wobei die Kapazitäten bedarfsgerecht und stetig erweitert werden.
Die Bereitstellung dieser Ladepunkte ist jedoch nur ein Teil einer umfassenden Energiestrategie, bei der die eigene Stromerzeugung eine zentrale Rolle spielt. Die Photovoltaikanlagen am Standort der RLB OÖ haben insgesamt eine Nennleistung von knapp 400 kWp. Seit Aufzeichnungsbeginn wurden damit etwa 234.000 kg CO₂-Emissionen eingespart. Damit setzt die RLB OÖ ein deutliches Zeichen für ökologische Verantwortung und gestaltet den Weg in eine klimaneutrale Zukunft aktiv mit.
N wie Nachhaltigkeitsbericht
Der Nachhaltigkeitsbericht auch genannt NFI-Bericht (Nichtfinanzieller Bericht) entstand als Weiterentwicklung der in den 1990er Jahren von Unternehmen veröffentlichten Umweltberichte. Sie stellen die Tätigkeiten und Leistungen der Unternehmen im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung dar.
Der Nachhaltigkeitsbericht ist neben dem Geschäftsbericht ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Er deckt die Informationsbedürfnisse unserer Stakeholder und der Öffentlichkeit ab und sorgt damit für Transparenz nach außen. Zum anderen wirkt die Berichterstattung auch nach innen: Der Geschäftsführung dient sie als zentrales Instrument zur Steuerung aller Aktivitäten im Nachhaltigkeitsmanagement; gleichzeitig rückt Nachhaltigkeit ins Bewusstsein der Mitarbeiter:innen.
N wie Neubau der Konzernzentrale der RLB OÖ
Mit dem Neubau ihrer Konzernzentrale setzt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ein klares Zeichen für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen. Die moderne Holz-Hybrid-Bauweise, ein innovatives Energiekonzept mit Photovoltaik und Geothermie sowie die Entsiegelung und Begrünung von rund 5.000 m² leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Ergänzt durch den Ausbau der E-Lade- und Fahrradinfrastruktur verbindet das Projekt ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit und schafft einen nachhaltigen Mehrwert für den Standort Oberösterreich.
O wie Offenlegung
Durch die wachsenden regulatorischen Anforderungen in den vergangenen Jahren stiegen auch die ESG-spezifischen Offenlegungsverpflichtungen für Unternehmen.
Im Zusammenhang mit der EU-Taxonomie-Verordnung müssen derzeit jene Unternehmen, die unter die NFRD-Richtlinie (zukünftig CSRD) fallen KPIs offenlegen, welche einen Überblick über die Anteile an ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten transparent widerspiegeln.
Für Nicht-Finanzunternehmen ist dies der Anteil an Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben.
Finanzinstitute und Stakeholder verwenden diese Kennzahlen um Informationen über „grüne“ Wirtschaftsaktivitäten zu erfassen und künftig in Entscheidungen miteinzubeziehen.
P wie Psychische Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden
Die RLB OÖ und ihre Tochterunternehmen setzen sich aktiv für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden ein. Seit 1. April 2026 wird dieses Engagement durch die Einführung des Mavie „Employee Assistance Program“ erweitert. Dieses Programm ergänzt die bestehende Unterstützung durch Arbeitspsychologen und bietet eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu fördern.
Das Mavie „Employee Assistance Program“ ist ein kostenloses Angebot, das psychosoziale Beratung und Coaching für persönliche, familiäre und berufliche Themen bereitstellt. Dazu gehören unter anderem: Unterstützung bei Beziehungsproblemen & Trauerbegleitung, Zwischenmenschliche Spannungen am Arbeitsplatz , Beratung zu Erziehungsfragen und Familienangelegenheiten und Anwaltliche Beratung zu Scheidungs- und Erbrechtsthemen (aktuell nur in Österreich verfügbar).
Q wie Quantifizieren - Nachhaltigkeit messen
Wie lässt sich Nachhaltigkeit quantifizieren und messen? Grundsätzlich ist es wie im Finanzbereich: Voraussetzung ist ein solides Accounting, das Kennzahlen (KPIs) festlegt, Daten sammelt, aufbereitet und auswertet. Immer mit dem Ziel, am Ende besser steuern und entscheiden zu können. Das Nachhaltigkeitsaccounting ist Basis der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Mithilfe der festgelegten Kennzahlen (z.B. THG-Emissionen, Abfall, Energieverbrauch, Mitarbeiterzufriedenzeit, Gender Pay Gap, Ausgaben in Aus- u. Weiterbildung, Verhältnis Männer/Frauen, Kund:innenzufriedenheit, …) kann ich die Strategie, die gesetzten Ziele und Maßnahmen beurteilen und gegebenenfalls anpassen. KPIs sind also ein Instrument, um bessere Entscheidungen zu treffen.
R wie Regionalität
‚Regio‘ (lat.) bedeutet ursprünglich Herrschaftsgebiet. Durch die Industrialisierung veränderte sich der Raumbezug der Menschen. Entfremdung und eine anschließende Rückbesinnung auf die Heimat und die eigene Region waren die Folge.
Authentische Regionalität erfordert einen nachhaltigen Kreislauf in der Region, von der Erzeugung der Rohstoffe über deren Bearbeitung.
Die Wertschöpfung verbleibt in der Region und wirkt der Abwanderung entgegen, schont die Ressourcen und die Kultur; Traditionen werden für nachfolgende Generationen bewahrt.
S wie Strompool
Der Strompool der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist ein zentrales Instrument zur nachhaltigen Energieversorgung. Über ihn wird ausschließlich Strom aus 100 % nachhaltigen Quellen eingekauft. Der Pool wird von der Tochtergesellschaft Real-Treuhand Bau- und Facilitymanagement GmbH betreut und versorgt nicht nur die RLB OÖ selbst, sondern auch Tochterunternehmen und steht damit für eine gemeinschaftliche, verantwortungsvolle Beschaffung von Energie.
„Der Strompool der RLB OÖ steht für gelebte Nachhaltigkeit: Gemeinsam nutzen wir unsere Stärke, um erneuerbare Energie effizient und verantwortungsvoll für die gesamte Unternehmensgruppe zu beschaffen.“
T wie Treibhausgas-Bilanzierung
Die Treibhausgas-Bilanzierung (THG-Bilanz) macht die Klimaauswirkungen der RLB OÖ und ihrer Tochterunternehmen transparent. Sie erfasst direkte Emissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1), indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) sowie Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3). Auf Basis dieser Daten können gezielte Maßnahmen zur Emissionsreduktion entwickelt und die Vorgaben der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung erfüllt werden.
Die erste konzernweite THG-Bilanz wurde für das Geschäftsjahr 2023 gemeinsam mit dem Umweltbundesamt erstellt. Sie bildet die Grundlage für den künftigen Transitionsplan und unterstützt das Ziel der RLB OÖ, bis 2035 in den Bereichen Scope 1 und Scope 2 klimaneutral zu werden.
U wie Umweltmanagementsystem
Mit dem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 verfolgt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich das Ziel, Umweltauswirkungen zu reduzieren und Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen. Umweltrelevante Themen werden systematisch bewertet und durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen nachhaltig weiterentwickelt.
Auch Tochterunternehmen haben die Möglichkeit, sich über eine Matrix-Zertifizierung in das bestehende Umweltmanagementsystem zu integrieren. Dadurch profitieren sie von bewährten Prozessen, fachlicher Unterstützung und einer gemeinsamen Ausrichtung auf nachhaltiges und umweltbewusstes Wirtschaften.
„Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem schafft Transparenz durch belastbare Zahlen, Daten und Fakten und bildet damit die Grundlage für fundierte Entscheidungen und eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung.“
V wie Vielfalt
Hinter dem Begriff „Vielfalt“ steckt in diesem Fall mehr – gemeint ist der bewusste Umgang mit Vielfalt in unserer Gesellschaft.
Ziel von Diversity ist die Gleichbehandlung aller Menschen – es geht nicht nur um geschlechtliche Gleichbehandlung (Frau, Mann, Divers, Inter etc.), wie oftmals angenommen wird, sondern darum, dass gesellschaftliche Barrieren überwunden werden müssen – dafür ist die Entfaltung jeder und jedes Einzelnen notwendig.
W wie Welterschöpfungstag
Der Earth Overshoot-Day oder Welterschöpfungstag verbildlicht die ökologischen Grenzen unseres Planeten. An diesem Tag wurden die natürlichen Ressourcen verbraucht, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren können.
Die Menschheit nutzt ab diesem Tag mehr Ressourcen, als ihr zusteht. Die Folgen sind zum Beispiel Rückgang der Biodiversität, Bodenverlust durch Erosion oder Klimawandel mit dessen Folgeschäden.
W wie Wir Machts Sozial
Soziales Engagement ist ein fester Bestandteil der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Mit der Initiative Hashtag#WirMachtsSozial wird dieser Einsatz gezielt gestärkt.
Seit 2024 erhalten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, sich einen ganzen bezahlten Arbeitstag pro Jahr sozialen Projekten zu widmen. Ob Unterstützung in sozialen Einrichtungen, Mithilfe bei Charity-Aktionen oder eigene Projekte im regionalen Umfeld – jeder Beitrag zählt.
Gleichzeitig wird der Teamgeist gefördert, da viele Aktivitäten gemeinsam umgesetzt werden.
Das Feedback zeigt: Soziales Engagement schafft Sinn, stärkt die Identifikation mit dem Unternehmen und erhöht die Zufriedenheit im Job. Ganz im Sinne des Mottos „WIR macht’s möglich“ entsteht so ein wertvoller Beitrag für die Gesellschaft.
X wie eXterne Prüfung
Eine externe Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung bedeutet, dass ein externes Unternehmen oder eine externe Organisation die Angaben des Unternehmens in Bezug auf seine ESG Leistungen überprüft.
Diese Prüfung beinhaltet, dass die Angaben des Unternehmens validiert und überprüft werden, um festzustellen, ob sie dem ESG Standard entsprechen. Es ist wichtig, dass die externe Prüfung durch eine neutrale Partei durchgeführt wird, um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse objektiv sind.
Y wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Personalpolitik. Mit Angeboten für Mitarbeiter:innen in Karenz, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und der laufenden Weiterentwicklung familienfreundlicher Maßnahmen schafft die RLB OÖ Rahmenbedingungen, die unterschiedliche Lebensphasen bestmöglich berücksichtigen. Nach der erfolgreichen Rezertifizierung mit dem Audit Beruf & Familie im Jahr 2024 setzt die Projektgruppe Beruf & Familie weitere Schwerpunkte. Dazu zählen zusätzliche Stay-in-Contact-Maßnahmen für Mitarbeiter:innen in Karenz sowie der Ausbau von Unterstützungsangeboten im Bereich der Kinderferienbetreuung. Neue Mitglieder bringen dabei zusätzliche Impulse und Perspektiven in die Projektarbeit ein.
Y wie Year-on-Year
So bezeichnet man auch Jahresvergleiche. Sie sind für das Nachhaltigkeitsreporting, also die transparente Information aller Anspruchsgruppen, enorm wichtig - als Erfolgsmessung für gesetzte Maßnahmen und als Standortbestimmung.
Relevante Erkenntnisse aus erhobenen Daten im Vergleich zu den im Vorjahr erhobenen Datensätzen ermöglichen eine effektive Steuerung der Ziele in der Betriebsökologie.
Z wie Zero Waste
Zero Waste ist die Bewahrung aller Ressourcen mittels verantwortungsvoller Produktion, Konsum, Wiederverwendung und Rückgewinnung von Produkten, Verpackungen und Materialien ohne Verbrennung und ohne Absonderungen zu Land, Wasser oder Luft, welche die Umwelt oder die menschliche Gesundheit bedrohen.