Marktanteile und Eigenmittel gestärkt - Raiffeisen stützt Wirtschaft mit Expertise und Liquidität

Rainer Stelzer und Martin Schaller stehend

[Graz, 17. Jänner 2025] Beim mittlerweile traditionellen Jahresauftaktgespräch von Raiffeisen Steiermark standen die Herausforderungen für Privatkund:innen und Unternehmen im Fokus. Generaldirektor Martin Schaller und Marktvorstand Rainer Stelzer beleuchteten die aktuelle Wirtschaftslage und skizzierten, wie Raiffeisen in Zeiten steigender Unsicherheiten als Partner agiert. Mit einer Stärkung der Eigenmittelquote, Lichtblicken im Bereich des Wohnbaues und einem Fokus auf Grüne Produkte geht Raiffeisen optimistisch in das Jahr 2025.

Verlässliche Partnerschaften nun besonders wichtig

„Anspruchsvolle Zeiten meistert man am besten mit verlässlichen Partnerschaften, wir haben gesehen, dass 2024 der Bedarf nach umfassenden und intensiven Beratungsgesprächen besonders hoch war. Wir waren mit unseren 40 regionalen Raiffeisenbanken und der Raiffeisen-Landesbank Steiermark dabei stets vor Ort bei unseren Kundinnen und Kunden – das unterstreicht unsere Rolle als führende Bankengruppe in der Region“, so Schaller. Vor diesem Hintergrund konnte die Eigenmittelquote auf 26,33 % (RBG Steiermark, UGB) sowie 22,0 % (RLB Steiermark, IFRS) weiter gestärkt werden. Die Quote sei laut Schaller auch im internationalen Vergleich auf sehr hohem Niveau. „Damit können wir die heimische Wirtschaft im herausfordernden Umfeld bestmöglich begleiten“, sagt Schaller.

 

54 Mrd. Euro gemanagte Kund:innengelder sind Beleg für großes Vertrauen 

Die Summe der von Raiffeisen Steiermark verwalteten Kund:innengeldern – darin sind sämtliche Kredite sowie Guthaben, Wertpapier-Veranlagungen und Rückkaufswerte von Versicherungen zusammengefasst – ist im Vorjahr angestiegen und liegt nun bei 54 Milliarden Euro. Davon sind 29,5 Milliarden Euro Kund:innenvermögen (Spar- und Giroeinlagen, Wertpapiere, Bausparen und Lebensversicherungen). „Die steirischen Raiffeisenkundinnen und -kunden haben damit ein gutes finanzielles Polster für 2025. Das Kund:innenvermögen ist freilich auch wegen der zurückhaltenden Investitionslaune angewachsen“, erklärt Stelzer. Im vergangenen Jahr hat Raiffeisen Steiermark rund 2,6 Mrd. Euro an frischen Finanzierungen für die Gesellschaft und Wirtschaft ermöglicht. Das bedeutet 10,5 Millionen Euro jeden Tag an frischem Geld für Investitionen der Betriebe und Privatkund:innen.

 

Wohnfinanzierung: Leichte Entspannung bei Leistbarkeit

Besonders die Leistbarkeit von Wohnraum bleibt ein zentrales Thema für viele Steirerinnen und Steirer. 2024 lag das neue Finanzierungsvolumen weiterhin deutlich unter dem Normal-Niveau. 2025 gibt es Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Denn die gestiegenen Löhne und die gesunkenen Zinsen sorgen bei gleichzeitig stabilen Immobilienpreisen für leichte Entspannung bei der Leistbarkeit von Wohnraum. Unterstützend wirkt die Wohnraumoffensive des Landes. „Wir sehen die Talsohle bei den Finanzierungsvolumina durchschritten und stehen unseren Kundinnen und Kunden mit maßgeschneiderten Wohnpaketen und Beratungen zur Seite“, betont Stelzer. Zusätzlich zur Förderberatung, wodurch die Investitionskosten für Wohnraum deutlich gesenkt werden können, unterstützt Raiffeisen Steiermark mit dem sogenannten „Jungfamilienbonus“. Damit wird die Grunderwerbsteuer bis zu einem maximalen Betrag von 5000 Euro bei Neuabschluss einer Wohnraumfinanzierung erstattet. Kundinnen und Kunden erhalten in der Regel binnen 24 Stunden einen Beratungstermin.

 

Unterstützung für Unternehmen in unsicherem Umfeld 

Unternehmen sehen sich indes mit mannigfaltigen Herausforderungen konfrontiert, darunter steigende Kosten, volatile Energiepreise und das unsichere wirtschaftspolitische Umfeld. „Raiffeisen ist der Blutkreislauf der heimischen Wirtschaft und so können wir Stabilität und Zeit bieten, damit sich Unternehmen finanziell festigen können“, erklärt Stelzer. Mit einem breiten Beratungsangebot und zielgerichteten Instrumenten hilft Raiffeisen Steiermark, Liquidität sicherzustellen und langfristige finanzielle Strategien für Unternehmen zu entwickeln. 95 % der Kreditvolumina von Unternehmen liegen in sehr guten, guten und ausreichenden Bonitäten.

 

Plus bei Bargeld und bargeldlosem Bezahlen 

Die Nutzung von bargeldlosen Zahlungssystemen hat im vergangenen Jahr um 12,86 % zugenommen, während die Zahl der ELBA-Nutzerinnen und -Nutzer um 3,18 % auf über 400.000 gestiegen ist. „Die Kundinnen und Kunden erwarten eine flexible Kombination aus digitalem und persönlichem Banking, und wir setzen alles daran, diese Wahlfreiheit zu gewährleisten“, so Stelzer.

 

Energie, Bildung und Nachhaltigkeit als strategische Zukunftsthemen 

Raiffeisen Steiermark verfolgt darüber hinaus strategische Zukunftsthemen. 2024 wurden einige Meilensteine erreicht, so wurden im Energiebereich bereits 12 regionale Energiegenossenschaften gegründet. „Diese gewährleisten unabhängig vom internationalen Strommarkt faire Preise sowie Versorgungssicherheit und fördern damit gleichzeitig die regionale Wertschöpfung“, sagt Schaller. 

 

Ferner wird die finanzielle Bildung durch Initiativen wie dem Finanzsimulator „fit2invest“ bereichert, das Jugendkonzept „Bank2School“ steht kurz vor dem Rollout. 

„Besonders stolz sind wir auch auf die im Herbst etablierten Nachhaltigkeits-Produkte“, erklärt Schaller. Dies sind ein grünes Jugendkonto, grünes Studentenkonto sowie grünes Onlinesparen-fix. Raiffeisen Steiermark ist es als erster Bankengruppe in Österreich gelungen, ein gemeinsames Pooling für diese mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifizierten Produkte zu erreichen. Somit fließen alle in diesen Produkten veranlagten Gelder nachweislich in grüne Investitionen – „ein wichtiger Beitrag zu einer zukunftsfähigen Steiermark“, so Schaller.

 

Fotocredit: RLB Steiermark/Riedler

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17.01.2025 - Jahr 2025