Auslandsüberweisung Raiffeisen » Geld überweisen ins Ausland

Eine Auslandsüberweisung ist umgangssprachlich eine Überweisung, bei der Geld an ein Konto im Ausland überwiesen wird.

Zwei Arten der Auslandsüberweisung

1. SEPA-Überweisung ins Ausland

Als SEPA-Überweisung wird Ihre Überweisung eingestuft, wenn
 

  • Sie in SEPA-Länder überweisen und
  • diese Überweisung in Euro stattfindet.

Die Überweisung erfolgt dann zu denselben Kriterien wie bei einer nationalen Überweisung (in Euro) und dauert max. 1 Tag.

2. Auslandsüberweisung

Als Auslandsüberweisung wird Ihre Überweisung eingestuft, wenn 
 

  • Sie außerhalb der SEPA-Länder überweisen und/oder
  • Sie nicht in Euro überweisen (egal wohin).

Die Überweisung erfolgt dann mit höheren Entgelten und Umrechnungskursen und dauert durchschnittlich 4 Bankwerktage.

SEPA Auslandsüberweisung - Geld ins Ausland überweisen

Was wird für eine SEPA-Auslandsüberweisung in ein Land in der EU benötigt?

Für eine SEPA-Auslandsüberweisung in ein innereuropäisches Land,

  1. müssen Sender und Empfänger in der EU (bzw. innerhalb der SEPA-Länder) sein.
  2. muss der Überweisungsbetrag in Euro sein.
  3. muss der IBAN des Empfängers korrekt angegeben sein.

Innerhalb des SEPA-Zahlungsraumes ist beim Überweisen von Geld ins Ausland kein BIC bzw. SWIFT-Code mehr notwendig. Welche Länder aktuell zum SEPA-Raum gehören, können Sie in der Fragebox weiter unten auf dieser Seite nachlesen.

Wie lange dauert eine SEPA-Auslandsüberweisung?

Wie lange dauert eine SEPA Auslandsüberweisung bei Raiffeisen?

Eine Auslandsüberweisung innerhalb des SEPA-Zahlungsraumes, welche mit Mein ELBA beauftragt wurde, dauert maximal einen Bankwerktag. Mit der Raiffeisen Express-Überweisung (Instant Payment) verkürzt sich die Überweisungsdauer sogar auf wenige Sekunden. Damit das klappt, müssen die Bank des Zahlenden und des Empfängers Echtzeit-Überweisungen anbieten.

Eine Überweisung, die mittels Zahlungsbeleg beauftragt wird, erreicht den Empfänger oder die Empfängerin innerhalb von zwei Bankwerktagen.

Achtung: Beachten Sie die „Cut-off“-Zeiten!

Wenn der Überweisungsauftrag nach Ende der „Cut-off“-Zeit (d.h. nach Annahmeende am Bankwerktag) bei der Bank einlangt, dann gilt der Auftrag, als würde er erst am nächsten Tag einlangen. Dadurch verlängert sich die Überweisungsdauer um einen Tag. Die Cut-off-Zeitpunkte finden Sie hier:

Cut-Off-Zeiten
©New Africa - stock.adobe.com

Wie funktioniert eine SEPA-Auslandsüberweisung?

Wie funktioniert eine Auslandsüberweisung innerhalb deS SEPA-Raums und in EUro?

Eine Auslandsüberweisung in ein EU-Land können Sie wie folgt durchführen:

  • Mein ELBA: In Mein ELBA lassen sich EU-Auslandsüberweisungen genau wie eine Standardüberweisung durchführen. 
  • SB-Überweisungsschalter: In Service-Terminals der Banken können SEPA-Überweisungen ebenfalls problemlos durchgeführt werden.
  • Überweisungsformular: Wer einen Beleg für seine Überweisung benötigt, kann die SEPA-Überweisung direkt am Schalter der Raiffeisenbank vornehmen.

Wie kann ich Geld überweisen in Mein ELBA per SEPA Auslandsüberweisung?

In Mein ELBA wählen Sie hierfür, wie bei der Standardüberweisung den Punkt „Überweisung“ und füllen sowohl IBAN, als auch Empfängername aus. Bei Klick auf weitere Eingaben können Sie auch die Durchführungsart „Expressüberweisung“ (Instant Payment) auswählen.
Beachten Sie: Nicht jede Empfängerbank bietet die Expressüberweisung ebenfalls an. 

Entgelte und Gebühren: WAS KOSTET EINE SEPA-AUSLANDSÜBERWEISUNG

Welche Gebühren gibt es bei SEPA Auslandsüberweisungen bzw. was kostet eine Auslandsüberweisung bei einer Raiffeisenbank?

Überweisungen in Euro ins EU-Ausland werden zu den gleichen Gebühren wie im Inland durchgeführt.

Aufpassen bei Überweisungen nicht in Euro

Überweisen Sie Geld in einer anderen Währung ist dies keine SEPA-Überweisung, sondern eine klassische Auslandsüberweisung. Sie müssen dann auch Wechselkurse und Auslandszahlungsverkehrsgebühren berücksichtigen.

SEPA steht für Single Euro Payments Area. Damit wird ein einheitlicher Zahlungsraum in Europa bezeichnet. Durch die Einführung von SEPA soll der Geld- und Zahlungstransfer innerhalb der Eurozone vereinfacht werden.
Wird Geld innerhalb des SEPA-Raumes in Euro überweisen , wird die SEPA-Überweisung genutzt. Bei Überweisungen in andere Länder gelten andere Regeln.

Alle 27 EU-Mitgliedsländer:

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweden
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Zypern
  • die EWR-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen
  • Andorra, Großbritannien, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Monaco, San Marino, Schweiz, Vatikan 

Beachten Sie: Ausserhalb der EU/EWR Länder fallen höhere Überweisungsgebühren an

IBAN bedeutet Internationale Bankkontonummer. Die IBAN ist notwendig, um eine SEPA-Überweisung durchführen zu können und auch für klassische Auslandsüberweisungen zu empfehlen (sofern es im Empfängerland eine IBAN gibt). Damit erfolgen Überweisungen in Länder des SEPA-Zahlungsraumes zu den Konditionen einer Inlandsüberweisung.

In Österreich hat die IBAN 20 Stellen. Bankleitzahl und Kontonummer sind Teil der IBAN. Sie besteht aus folgenden Elementen:

  • ISO-Ländercode der Bankverbindung (für Österreich AT)
  • 2-stellige Prüfziffer (zur Kontrolle für die Banken, zB 52)
  • 5-stellige Bankleitzahl (BLZ) der kontoführenden Bank (zB 34000)
  • 11-stellige Kontonummer des Kontoinhabers (zB 1234 5678 912)

Eine Beispiel-IBAN wäre zB: AT52 3400 0123 4567 8912

Wenn die IBAN fachlich falsch ist, wird Ihr Geld im Regelfall retour gesendet und dafür werden Ihnen ggf. Entgelte von der rücksendenden Bank verrechnet.

Der BIC (Business Identifier Code; SWIFT-Code) ist die weltweit eindeutige Kurzbezeichnung einer Bank. Er kann 8 oder 11 Stellen haben und besteht aus folgenden Elementen:

  • 4-stellige Bezeichnung der Bank, bei Raiffeisen OÖ zB: RZOO
  • 2-stelliger Ländercode für zB. Österreich = AT
  • 2-stellige Orts- bzw. Regionsangabe, zB OÖ = 2L
  • Die letzten 3 Stellen der Banklzeitzahl, zB 450

Ein Beispiel-BIC wäre zB für die RLB OÖ: RZOOAT2L oder für die oö. Raiffeisenbanken: RZOOAT2L450

Sie finden Ihren BIC auf Ihrer Raiffeisen Debitkarte und auf Ihren Kontoauszügen. Gerne können Sie auch Ihre KundenbetreuerIn kontaktieren.

Unser Tipp

Auch auf der Homepage Ihrer Raiffeisenbank können Sie den BIC im Impressum finden.

Grundsätzlich gibt es kein Limit für Auslandsüberweisungen - am Schalter (und mit ELBA business) können Sie jeden verfügbaren Betrag überweisen. Mit Mein ELBA ist die Auslandsüberweisung je verwendetem TAN mit 100.000 EUR limitiert.

Auslandsüberweiseung
Die klassische Auslandsüberweisung

Auslandsüberweisung außerhalb des SEPA-Raums (oder nicht in Euro)

Im Unterschied zur SEPA-Überweisung wählen Sie hier aus, in welcher Währung und in welches Land der Betrag überwiesen werden soll.

 

Was benötige ich für eine Auslandsüberweisung, was muss ich beachten und was muss ich angeben?

Für eine klassische Auslandsüberweisung außerhalb der SEPA-Länder oder nicht in Euro benötigen Sie folgende Daten & Informatonen:

  1. Name, Vorname des Zahlungsempfängers und eventuell die Empfängeradresse
  2. IBAN oder Kontonummer des Zahlungsempfängers
  3. BIC der Bank des Empfängers (in Mein ELBA können Sie ganz bequem den BIC der betreffenden Bank suchen) oder Bankleitzahl mit Bankname oder den Banklangtext
  4. Zielland
  5. Gewünschte Währung
  6. Gebührenaufteilung (Anker auf Abschnitt)

WIE LANGE DAUERT EINE Auslandsüberweisung?

Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung (Kein SEPA-Land bzw. nicht in euro)?

Wird Geld in einer Fremdwährung oder in ein Land außerhalb des SEPA-Raumes überwiesen, dauert es im Durchschnitt vier Bankwerktage, bis der Empfänger den Geldbetrag erhalten hat.

Achtung: Beachten Sie auch hier die „Cut-off“-Zeiten!

Wenn der Überweisungsauftrag nach Ende der „Cut-off“-Zeit (d.h. nach Annahmeende am Bankgeschäftstag) bei der Bank einlangt, dann gilt der Auftrag, als würde er erst am nächsten Bankwerktag einlangen. Dadurch verlängert sich die Überweisungsdauer um einen Tag. Die Cut-off-Zeitpunkte finden Sie hier:

Cut-Off-Zeiten
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Warum dauern Auslandsüberweisungen so lange?

Auslandsüberweisungen werden nicht über eine zentrale Stelle abgewickelt, sondern über ein Korrespondenzbankensystem. Zahlungen laufen ggf. über mehrere Banken, bis diese beim Empfänger sind - dies kann eine längere Zeit in Anspruch nehmen (z.B. wegen Zeitverschiebungen, etc.)

WIE FUNKTIONIERT EINE AUSLANDSÜBERWEISUNG?

Wie funktioniert eine Auslandsüberweisung ausserhalb des SEPA-RAUMS bzw. nicht in euro?

Eine Auslandsüberweisung können Sie wie folgt durchführen:

  • Mein ELBA (abhängig von Ihrem ELBA Paket - in Mein ELBA Premium & Mein ELBA Premium Plus)
  • Überweisung am Schalter

Wie kann ich Geld überweisen in Mein ELBA per Auslandsüberweisung?

In Mein ELBA Premium bzw. Premium Plus wählen Sie statt der Standardüberweisung die Auslandsüberweisung aus. Dort können Sie IBAN, Adresse des Empfängers und zusätzlich den BIC eintragen. Sollten Sie den BIC nicht wissen, können Sie den BIC der betreffenden Bank ganz bequem in Mein ELBA suchen.

Wählen Sie dann noch das Land und die gewünschte Währung aus und befüllen Sie den Überweisungsbetrag. Nun können Sie wählen, wie die Gebühren verrechnet werden. (Teilung, Begünstigter, Auftraggeber)

Entgelte und Gebühren: WAS KOSTET EINE AUSLANDSÜBERWEISUNG?

Welche Gebühren gibt es bei Auslandsüberweisungen (ausserhalb des SEPA-Raums bzw. nicht in Euro)?

Überweisungsgebühren: Standardentgelte finden Sie im Preisblatt in der Fußzeile der Homepage (Abschnitt Schalteraushang).

Hinweis: Wechselkurse berücksichtigen

Banken können Gebühren für die Umrechnung, sowie den Devisenan- und -verkauf verlangen. Außerdem kann ein ungünstiger Kurs bei der Überweisung für höhere Kosten sorgen.

Wer trägt die Kosten bei einer Auslandsüberweisung / Wer zahlt die Gebühren?

Derjenige, der die Überweisung in Auftrag gibt kann angeben, wie die Gebühren aufgeteilt werden sollen.

Sie haben die Wahl aus:

  • Auftraggeber: Hier trägt der Überweisende die Kosten. Er zahlt die anfallenden Gebühren der Empfängerbank bzw. des Empfängers im Voraus. Der volle Überweisungsbetrag wird am Empfängerkonto gutgeschrieben.
  • Teilung: Die Gebühren für die Auslandsüberweisung werden zwischen Empfänger und Sender geteilt. Jeder der beiden zahlt die Gebühren, die die eigene Bank für die Überweisung erhebt. Diese Variante ist die häufigste. Etwaige Zwischenbanken können sich vom Überweisungsbetrag Entgelte abziehen.
  • Begünstigter: In diesem Fall bezahlt der Empfänger alle Gebühren.