Zinsfrei für landwirtschaftliche Betriebe für zusätzliche Liquidität. Alle Infos in Ihrer Raiffeisenbank.
Raiffeisen OÖ unterstützt Landwirte mit Soforthilfe in der Dürrekrise
Die anhaltende Dürre setzt die oberösterreichische Landwirtschaft massiv unter Druck. Raiffeisen OÖ unterstützt Landwirte in dieser Krisensituation rasch und unbürokratisch und bietet ab sofort mit der „Raiffeisen OÖ Dürre-Soforthilfe" eine zinsfreie Liquiditätsüberbrückung in Höhe von bis zu 10.000 Euro.
„Wer rasch hilft, hilft doppelt“, ist Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer überzeugt: „Die aktuelle Dürresituation trifft viele landwirtschaftliche Familienbetriebe in einer ohnehin herausfordernden Zeit. Mit unserer Soforthilfe zu Nullzinsen schaffen wir rasch Liquidität, um etwa Zusatzkosten für Futterzukauf, Saatgut oder Wasserversorgung abzufedern.“
Die Soforthilfe kann in den oberösterreichischen Raiffeisenbanken in Form eines zinsfreien Kredits bis zu 10.000 Euro pro Betrieb beantragt werden und wird bis zum diesjährigen Hauptauszahlungstermin der EU-Agrargelder durch die Agrarmarkt Austria (voraussichtlich am 18.12.2026) gewährt.
Mit dieser Maßnahme übernimmt Raiffeisen OÖ einmal mehr Verantwortung und bekräftigt das klare Bekenntnis zur Region und zum heimischen Agrarsektor. Mit einem Marktanteil von 85 Prozent bei landwirtschaftlichen Betrieben ist Raiffeisen OÖ der mit Abstand wichtigste Finanzpartner der heimischen Landwirtschaft.
Häufige Fragen zur Dürre-Soforthilfe
Warum hat sich Raiffeisen OÖ für einen zinsfreien Kredit als Soforthilfe für die Bäuerinnen und Bauern entschieden?
Die aktuelle Dürre trifft viele bäuerliche Familienbetriebe in einer wirtschaftlich herausfordernden Situation. Als führender Finanzpartner der Landwirtschaft in Oberösterreich sehen wir es als unsere Verantwortung, rasch und unbürokratisch zu helfen, ganz nach dem Motto „Wer rasch hilft, hilft doppelt“. Die „Raiffeisen OÖ Dürre-Soforthilfe" ist eine zinsfreie Liquiditätsüberbrückung in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Betrieb. Damit schaffen wir rasch die notwendige Liquidität, um etwa Zusatzkosten für Futterzukauf, Saatgut oder Wasserversorgung abzufedern. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität unserer bäuerlichen Familienbetriebe und damit auch der regionalen Lebensmittelversorgung.
Welches Signal möchten Sie mit dieser Unterstützung den bäuerlichen Familienbetrieben geben, die heuer massive Ertrags- und Futterausfälle verkraften müssen?
Unser Signal ist klar: Die Landwirtschaft kann sich auf Raiffeisen verlassen. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, was eine echte Partnerschaft bedeutet. Wir stehen an der Seite der Bäuerinnen und Bauern und übernehmen Verantwortung für unsere Regionen. Als Finanzpartner von rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Oberösterreich ist es für uns selbstverständlich, rasch und konkret zu unterstützen.
Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob ein Betrieb die Soforthilfe erhält - braucht es dafür konkrete Nachweise von Dürreschäden?
Unser Ziel ist es, schnell und möglichst unbürokratisch zu helfen. Daher steht die Dürre-Soforthilfe allen landwirtschaftlichen Betrieben offen. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt gemeinsam mit den Beratern vor Ort, die die regionale Situation und die Bedürfnisse der Betriebe genau kennen. Vergeben werden zins- und spesenfreie Kredite bis maximal 10.000 Euro pro Betrieb mit einer Laufzeit bis zum Hauptauszahlungstermin der EU-Agrargelder durch die Agrarmarkt Austria, voraussichtlich am 18.12.2026.
Braucht es einen Nachweis der Investitionen wie z.B. Rechnungen für Futtermittelzukauf oder andere benötigte Betriebsmittel?
In einer Krisensituation darf Hilfe nicht an Bürokratie scheitern. Deshalb setzen wir auf das persönliche Gespräch: Die individuelle Situation, also das Ausmaß der Einkommenseinbußen oder die Zusatzkosten zum Beispiel für Futterkauf, Saatgut oder Wasserversorgung, wird vertraulich und persönlich mit den Beratern in den regionalen Raiffeisenbanken besprochen. Davon wird der Liquiditätsbedarf abgeleitet und die Höhe der kostenlosen Soforthilfe festgelegt. Belege in Form von Rechnungen sind für die Inanspruchnahme der „Raiffeisen OÖ Dürre-Soforthilfe“ nicht notwendig.
Ist der Kredit nur für bestehende Agrarkunden von Raiffeisen oder auch für Neukunden erhältlich?
Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der Unterstützung benötigt, kann sich an eine Raiffeisenbank vor Ort wenden.
Wie viele landwirtschaftliche Betriebe werden diesen schätzungsweise in Anspruch nehmen und wie hoch ist das Gesamtvolumen, das Raiffeisen OÖ bereitstellt?
Der tatsächliche Bedarf wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Für uns steht jedoch fest: Die Unterstützung ist nicht mit einem Budget gedeckelt. Wo Hilfe benötigt wird, werden wir helfen. Mit der Dürre-Soforthilfe setzen wir ein klares Zeichen, dass wir in dieser Ausnahmesituation an der Seite der bäuerlichen Familienbetriebe stehen.
Welche Entwicklungen beobachten Sie derzeit bei Ihren landwirtschaftlichen Kunden: Haben Anfragen zu Betriebsmittelkrediten oder Stundungen schon zugenommen?
Im ersten Halbjahr 2026 sehen wir eine stabile Entwicklung und damit kaum Stundungsansuchen oder zusätzlichen Finanzierungsbedarf über die eingeräumten Kreditrahmen hinaus. Wir stehen ohnehin laufend in engem Austausch mit unseren Kunden, um bei Bedarf rasch reagieren zu können.
Welche Auswirkungen sehen Sie auf Grund der aktuellen Dürresituation auf die wirtschaftliche Lage der oberösterreichischen Bäuerinnen und Bauern?
Die in diesem Ausmaß noch nie dagewesene Hitze und Trockenheit setzt die oberösterreichische Landwirtschaft wirtschaftlich massiv unter Druck. Die Auswirkungen werden heuer im Verlauf des zweiten Halbjahres schlagend werden. Klar ist: Die Landwirtschaft trägt das Wetterrisiko für uns alle. Deshalb braucht sie in außergewöhnlichen Situationen auch die Unterstützung von uns allen. Die Dürre-Soforthilfe von Raiffeisen OÖ ist in dieser gemeinsamen Kraftanstrengung ein wichtiger Baustein.
Reicht eine Liquiditätshilfe der Banken aus oder braucht es jetzt zusätzliche öffentliche Unterstützungsmaßnahmen von Bund und Land?
Wir gehen davon aus, dass es in Kürze auch weitere Unterstützungsmaßnahmen geben wird. Entscheidend ist, dass Politik, Interessenvertretungen und Finanzwirtschaft gemeinsam – aber vor allem schnell – handeln, um die betroffenen Betriebe bestmöglich zu unterstützen.