Kund:innen-Beziehung
Wir informieren Sie hiermit über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten und die Ihnen zustehenden datenschutzrechtlichen Ansprüche und Rechte. Der Inhalt und Umfang der Datenverarbeitung richtet sich maßgeblich nach den jeweils von Ihnen beantragten beziehungsweise mit Ihnen vereinbarten Produkten und Dienstleistungen.
Informationen zum Datenschutz der Raiffeisenbankengruppe Burgenland finden Sie unter: Datenschutz | Raiffeisenbankengruppe Burgenland
Informationen zum Datenschutz der Raiffeisenbanken/-kassen in Niederösterreich finden Sie unter: Datenschutz | Raiffeisenbankengruppe Niederösterreich-Wien
Stand: September 2026
Datenschutzrechtliche Informationen zur Datenverarbeitung nach Art 13 und 14 DSGVO
Für die Datenverarbeitung verantwortlich
Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1
1020 Wien
Firmenbuchnummer: 203160s
Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien
Telefon +43 5 1700-900
E-Mail: info@raiffeisenbank.at
Der Datenschutzbeauftragte der Bank
datenschutz@raiffeisenbank.at
Telefon +43 5 1700-91680
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien
Eine Datenübermittlung in Drittstaaten (Staaten außerhalb der Europäischen Union – EU bzw des Europäischen Wirtschaftsraums – EWR) oder an eine internationale Organisation findet nur statt, soweit dies zur Ausführung Ihrer Aufträge (zB Zahlungs- und Wertpapieraufträge) erforderlich, gesetzlich vorgeschrieben ist, Sie uns gesondert Ihre Einwilligung erteilt haben oder einer der Ausnahmetatbestände der Art 44 ff DSGVO erfüllt ist.
Es ist sichergestellt, dass im Einzelfall ein ausreichendes Schutzniveau bei Datenübermittlungen auf Grundlage eines Angemessenheitsbeschlusses (Art 45 DSGVO) oder durch entsprechend geeignete Garantien, zB Standarddatenschutzklauseln gem Art 46 Abs 2 lit c DSGVO, gewährleistet ist sowie etwa durch zusätzliche technische und vertraglich besicherte Sicherheitsmaßnahmen.
Beispielsweise können Zahlungen und Bargeldbehebungen mit Debit- und Kreditkarten zur notwendigen Einbeziehung internationaler Kartenorganisationen und damit allenfalls zur Datenverarbeitung durch diese Kartenorganisationen in Drittstaaten führen.
Über Einzelheiten werden wir Sie, sofern gesetzlich vorgegeben, gesondert informieren.
Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten, soweit erforderlich, für die Dauer der gesamten Geschäftsbeziehung (von der Anbahnung über die Abwicklung bis hin zur Beendigung eines Vertrags) gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten sowie im Einzelfall darüber hinausgehend auch für die Ausübung, Verteidigung oder Geltendmachung von Rechtsansprüchen.
Gesetzliche Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten finden sich unter anderem im Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch, dem Unternehmensgesetzbuch, der Bundesabgabenordnung, dem BWG, dem FM-GwG, dem GMSG, dem WAG 2018 und der GewO.
In der Regel ist die umfangreichste und längste anzuwendende Verpflichtung im § 21 FM-GwG zu finden, die uns vorschreibt, den Großteil der Kundendaten für 10 Jahre nach dem Ende der Geschäftsbeziehung evident zu halten. Nach Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungsfristen werden die entsprechenden Daten automatisiert gelöscht.
Sie haben das Recht auf Auskunft (Art 15 DSGVO), Berichtigung (Art 16 DSGVO), Löschung (Art 17 DSGVO) oder Einschränkung der Verarbeitung Ihrer gespeicherten Daten (Art 18 DSGVO) sowie ein Recht auf Datenübertragbarkeit (Art 20 DSGVO), jeweils gemäß den Voraussetzungen des Datenschutzrechts. Weiters haben Sie die Möglichkeit, eine erteilte Einwilligung zu widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung bis zum Widerruf der Einwilligung wird davon nicht berührt. Diesbezügliche Anträge richten Sie an den oben genannten Datenschutzbeauftragten. Davon unberührt bleibt Ihr Recht, sich bei der zuständigen Datenschutzbehörde zu beschweren (www.dsb.gv.at).
Im Rahmen der Geschäftsbeziehung müssen Sie diejenigen personenbezogenen Daten bereitstellen, die für die Aufnahme und Durchführung der Geschäftsbeziehung erforderlich sind und zu deren Erhebung wir gesetzlich verpflichtet sind. Wenn Sie uns diese Daten nicht zur Verfügung stellen, werden wir den Abschluss des Vertrags oder die Ausführung des Auftrags in der Regel ablehnen oder einen bestehenden Vertrag nicht mehr durchführen können und somit beenden müssen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, hinsichtlich für die Vertragserfüllung nicht relevanter bzw gesetzlich oder regulatorisch nicht erforderlicher Daten eine Einwilligung zur Datenverarbeitung zu erteilen.
Zur Begründung und Durchführung der Geschäftsbeziehung nutzen wir grundsätzlich keine automatisierte Entscheidungsfindung nach Art 22 DSGVO. Sollten wir diese Verfahren in Einzelfällen einsetzen, werden wir Sie hierüber gesondert informieren, sofern dies gesetzlich vorgesehen ist.
Im Zusammenhang mit online abzuschließenden Produkten kann es zu einer automatisierten Ablehnung des Abschlusses kommen, wenn Ihre Angaben den für den Online-Abschluss des Produkts definierten Anforderungen nicht entsprechen. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte an eine:n Kundenbetreuer:in.
Bei einer Kreditvergabe wird eine Bonitätsprüfung (Kredit-Scoring) durchgeführt. Bei diesem Kredit-Scoring wird mithilfe statistischer Vergleichsgruppen das Ausfallrisiko von Kreditsuchenden bewertet. Der errechnete „Score-Wert“ soll eine Prognose ermöglichen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein beantragter Kredit voraussichtlich zurückbezahlt wird. Zur Berechnung dieses Score-Werts werden Ihre Stammdaten (zB Familienstand, Anzahl der Kinder, Dauer der Beschäftigung, Arbeitgeber), Angaben zu den allgemeinen finanziellen Verhältnissen (zB Einkommen, Vermögen, monatliche Ausgaben, Höhe der Verbindlichkeiten, Sicherheiten etc) und zum Zahlungsverhalten (zB ordnungsgemäße Kreditrückzahlungen, Mahnungen, Daten von Kreditauskunfteien) herangezogen. Ist das Ausfallrisiko zu hoch, kann es zu einer Ablehnung des Kreditantrags kommen.
Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art 6 Abs 1 lit f DSGVO (zur Wahrung berechtigter Interessen) erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmung gestütztes Profiling.
Die Bank ist durch das FM-GwG im Rahmen ihrer Sorgfaltspflichten zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung dazu verpflichtet, von Personen bei Begründung der Geschäftsbeziehung oder anlässlich einer gelegentlichen Transaktion bestimmte Dokumente und Informationen einzuholen und aufzubewahren.
Die Bank hat gemäß FM-GwG ua die Identität von Kund:innen, wirtschaftlichen Eigentümer:innen von Kund:innen oder allfälligen Treugeber:innen des:der Kund:in festzustellen und zu prüfen, den vom:von der Kund:in verfolgten Zweck und die vom:von der Kund:in angestrebte Art der Geschäftsbeziehung zu bewerten, Informationen über die Herkunft der eingesetzten Mittel einzuholen und zu prüfen sowie die Geschäftsbeziehung und die in ihrem Rahmen durchgeführten Transaktionen kontinuierlich zu überwachen.
Das FM-GwG räumt der Bank die gesetzliche Ermächtigung iSd DSGVO zur Verwendung der genannten Daten der Kund:innen im Rahmen der Ausübung der Sorgfaltspflichten zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung ein, zu denen die Bank gesetzlich verpflichtet ist und die dem öffentlichen Interesse dienen. Die Datenverarbeitungen im Rahmen der beschriebenen Sorgfaltspflichten beruhen auf einer gesetzlichen Verpflichtung der Bank. Die Bank hat alle personenbezogenen Daten, die sie ausschließlich auf der Grundlage des FM-GwG für die Zwecke der Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verarbeitet bzw speichert, nach Ablauf einer Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren nach Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem:der Kund:in oder einer gelegentlichen Transaktion zu löschen, es sei denn, Vorschriften anderer Bundesgesetze erfordern oder berechtigen zu einer längeren Aufbewahrungsfrist oder die FMA hat längere Aufbewahrungsfristen durch Verordnung festgelegt.
Personenbezogene Daten, die von der Bank ausschließlich auf der Grundlage des FM-GwG für die Zwecke der Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verarbeitet werden, dürfen nicht in einer Weise weiterverarbeitet werden, die mit diesen Zwecken unvereinbar ist. Diese personenbezogenen Daten dürfen nicht für andere Zwecke, wie beispielsweise für kommerzielle Zwecke, verarbeitet werden.
Das GMSG verpflichtet die Bank, die steuerliche(n) Ansässigkeit(en) ihrer Kund:innen festzustellen und dabei die Daten ihrer Kund:innen (natürliche Personen und juristische Personen) zu prüfen bzw steuerliche Selbstauskünfte ihrer Kund:innen einzuholen. Bei Feststellung einer steuerlichen Ansässigkeit in einem anderen Staat, der am automatischen Informationsaustausch zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung teilnimmt, sind von der Bank bestimmte Daten der Kund:innen (Name, Geburtsdatum/-ort/-land, Hauptwohnsitzadresse, Land/Länder der steuerlichen Ansässigkeit(en), Steueridentifikationsnummer(n), Konto-/Depotnummer(n), Kontoart (zB Einlage- oder Verwahrkonto), Kontostatus (Neu- oder Bestandskonto), Anzahl aller Kontoinhaber:innen bei Gemeinschaftskonten, Kontosaldo/en und Depotwert(e), Bruttoerträge (Zinsen und im Fall von Wertpapierdepots auch Dividenden und andere Erträge), Bruttoerlöse sowie die Information, ob eine gültige Selbstauskunft vorgelegt wurde) jährlich bis zum 31. Juli an die österreichischen Finanzbehörden zu melden, die diese an die zuständigen ausländischen Finanzbehörden weiterleiten.
Bei passiven Rechtsträgern umfasst eine Meldung zusätzlich die melderelevanten Daten der meldepflichtigen beherrschenden Personen (Name, Geburtsdatum/-ort/-land, Hauptwohnsitzadresse, Land/Länder der steuerlichen Ansässigkeit(en), Steueridentifikationsnummer(n), Rolle(n)/Funktion(en) von meldepflichtigen beherrschenden Personen sowie die Information, ob eine gültige Selbstauskunft vorgelegt wurde).