Chronik

Erleben Sie hier die Geschichte der Raiffeisenbank Tannheimertal

1906, am 28. Februar versammeln sich über hundert Bauern, Handwerker, Lehrer und Geistliche des ganzen Tales in Tannheim und beschließen die Gründung des Spar- und Darlehenskassenvereines für das Tannheimer Tal. Weiters wird der Anschluss der Genossenschaft an den Zentralverband für Tirol beschlossen und der Beginn der Geschäftstätigkeit mit 1. Mai 1906 festgesetzt. Die Kassastunden werden auf Sonntag 12.00 bis 14.00 Uhr festgelegt. Als Kassenlokal wird ein Raum im Hause Oberhöfen 55, heute Kreuzgasse 1, gemietet.

Anlässlich der 3. Vollversammlung am 28. Februar 1907 kommt es zu einer regen Debatte über die Möglichkeit der Finanzierung eines Elektrizitätswerkes, von Hochdruckleitungen und einer möglicherweise zu gründenden Hausindustrie.

Die Ausleihungen vor dem 1. Weltkrieg wurden für Grundkauf, Milchgeldzahlungen, für Schuldentilgungen und insbesondere für die Abwendung von Exekutionen verwendet.

1914, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges werden viele ins Feld berufen. Das wirtschaftliche Leben erleidet vorerst keine Einbußen. Erst mit Ende des Krieges offenbart sich die wirtschaftliche Notlage im Tal. So werden Darlehen zum Ankauf von Mehl und Lebensmittel gewährt.

In den Jahren 1922 – 1924 kennzeichnet die galoppierende Inflation die Wirtschaft. Anfang 1922 bekommt der Zahlmeister eine Entschädigung von 50.000,00 Kronen pro Jahr am Ende des Jahres 1923 beträgt diese Entschädigung 2 Milliarden Kronen.

1925 kam der Geldsektor wieder ins Lot. Am 5. April 1925 wird die erste „Goldbilanz“ gelegt. Der Geschäftsanteil wird  mit einem Schilling festgesetzt. Der steigende Geldwert manifestiert sich im Fallen der Zinsen, 1931 wird der Einlagezins auf  6%, 1933 auf 5% und 1934 auf 3% gesenkt. Die Zinsen für Darlehen sinken bis 1936 auf 4%, dies lässt den Schluss zu, dass die Wirtschaft stagniert.

 

Tannheim im Sommer
© TVB Tannheimer Tal
Tannheim im Sommer
© TVB Tannheimer Tal
Tannheim im Sommer
© TVB Tannheimer Tal

 

Nach dem Anschluss an das „Dritte Reich“ im Frühjahr 1938 erscheinen zur Vollversammlung am 13. März 1938 nur 18 Mitglieder. Diese Vollversammlung findet keine Anerkennung bei der inzwischen gegründeten „Ortsgruppe“ und muss daher neuerdings einberufen werden, was am 4. September desselben Jahres geschieht. Die zur Wahl stehenden Funktionäre müssen von der „Ortsgruppe“ genehmigt werden.

1939 wird erstmals die Aufnahme des Warenverkehrs in Erwägung gezogen. 1941 wird die alte Sennerei, Oberhöfen 77, heute Vilsalpseestraße 17,  zum Preis von 5.000 Reichsmark gekauft.  1942 wird dort ein Warenlager errichtet. Die Erweiterung der Schalterstunden auf jeweils Dienstag und Freitag einer Woche, unterstreicht die steigende Bedeutung der Kasse. 1945 lassen die Wirren des Zusammenbruches eine Vollversammlung nicht zu.

Im Dezember 1946 wird wieder eine Vollversammlung abgehalten. Es wird die Renovierung des Kassenlokales beschlossen, sie muss aber wegen fehlendem Baumaterial aufgeschoben werden.1952 wird abermals das Kassenlokal umgebaut  und der Parteienverkehr wird auf die Vormittagsstunden  eines jeden Tages ausgedehnt. Zudem wird im selben Jahr der An- und Verkauf von Devisen und Valuten aufgenommen und damit ein Geschäftszweig eröffnet, der im Verlauf der Jahre ungeahnte Entwicklung erfahren sollte.

1957 wird der Warenverkehr aufgelassen und das Gebäude zu einem repräsentativen Kassengebäude umgebaut. Das neue Lokal wird 1958 in Betrieb genommen. 1961 wird in Nesselwängle eine Zweigstelle errichtet. 1963 werden die Einheitssatzungen für Raiffeisenkassen in Österreich beschlossen. Die stetige Aufwärtsentwicklung im Wirtschaftsleben, vor allem der steigende Fremdenverkehr, zeigt sich darin, dass von 1966 bis 1968 der Einlagestand um 40% gestiegen ist.

Am 16.2.1971 wird der Pfarrwidum, Unterhöfen 21, heute Höf 35 gekauft und in den Jahren 1972 und 1973 wird dort ein neues Bankgebäude errichtet. Dieses wird im 12.2.1974 in Betrieb genommen. 

Im Jahre 1975 wird ein Fernschreiber angeschafft, um den internationalen Geldverkehr effizienter abwickeln zu können.

Der wachsende Geschäftsbetrieb macht sich auch in der Ausweitung der Sponsortätigkeit bemerkbar, so etwa in der Beschilderung der Loipen, die immer von mehr Gästen in Anspruch genommen werden. 1978 wird in Kooperation mit den Liftgesellschaften des Tales erstmals ein EDV-Liftkarten-Verbund errichtet.

Im Jahre 1978 wird die Zweigstelle Nesselwängle renoviert und im Dezember 1978 wird die Zweigstelle Schattwald eröffnet. Ihr folgt im Frühjahr 1979 die Zweigstelle Grän.

Im Jahre 1989 wird die Zweigstelle Schattwald in das Gemeindehaus Schattwald verlegt.

1991 wird im Tourismusgebäude in Tannheim in Kooperation mit der Sparkasse ein Bankomat eingerichtet. 1997 folgt ein weiterer im Foyer der Hauptstelle Tannheim und in weiterer Folge ein Raikamat im Foyer der Zweigstelle Grän.

Am 31.12.1999 wird der EURO als Buchwährung eingeführt. Der Kurs wird mit 13,7603 Schilling festgesetzt.

Das Jahr 2001 steht ganz im Zeichen der Bargeldumstellung vom Schilling zum Euro, damit fällt das Geldwechselgeschäft für die Raiffeisenbank Tannheimertal fast zur Gänze weg.

2003 wird im Ortszentrum von Tannheim das alte Frühmesserhaus von der Gemeinde Tannheim renoviert. Mit finanzieller Unterstützung der Raiffeisenbank Tannheimertal wird in diesem Haus die Raiffeisen Galerie Augenblick untergebracht.

Im Jahre 2006 übernimmt die Raiffeisenbank Tannheimertal die Liftgesellschaft Schattwald zur Gänze in ihr Eigentum.

2008 wird die Mehrheit an der Tannheimer Liftgesellschaft übernommen. Die Rohnenlifte Zöblen werden von dieser gekauft und gemeinsam mit der Liftgesellschaft Schattwald  zu den Tannheimer Bergbahnen GmbH & CO KG zusammengeschlossen. An dieser Gesellschaft hält die Raiffeisenbank Tannheimertal mehr als die absolute Mehrheit.

Im Jahre 2012 wird der Firmenwortlaut und die Adresse auf Raiffeisenbank Tannheimertal eGen | Höf 35 | 6675  Tannheim geändert.

Unser Team

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