Menschen retten - zu jeder Tages- und Nachtzeit
Unverzichtbare Helfer
Gut ausgebildete und hoch motivierte Sicherheitskräfte vor Ort, die in der Lage sind, professionell und rasch Hilfe zu leisten: das zeichnet Bergretter aus. Momentan zählt die Salzburger Bergrettung stolze 1.500 aktive Mitglieder. In vielen Fällen arbeiten die Einsatzkräfte ehrenamtlich. Martin Malter, Ortsstellenleiter der Gollinger Bergretter erzählt von seiner Arbeit als Mitglied der Salzburger Bergrettung und seinem Beitrag zur Gemeinde.
"Das Schönste an meiner Arbeit ist eine gut funktionierende Ortsstelle, in der alle mit vollem Einsatz an einem Strang ziehen. Das ist für mich der Lohn für harte Arbeit und macht mich zufrieden." Bereits seit Jugendtagen ist Martin begeisterter Bergsteiger. Mit 17 trat er schließlich der Bergrettung bei. Obwohl seine Eltern anfangs nicht begeistert waren, setzte er seinen Willen, etwas zur Gemeinde beizutragen, durch. Mittlerweile setzt sich Martin seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich bei der Bergrettung Golling ein. Im Zivilberuf ist er Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Golling.
Was einer nicht kann, können viele
600 Einsätze im Jahre sind ein schöner Erfolg und Beweis dafür, dass die Organisation der Bergrettung ausgezeichnet funktioniert. Es ist wichtig, dass den Menschen ein realistisches Bild vermittelt wird, sagt Martin. Nur so ist es möglich, weiterhin Mitglieder und Unterstützer der Bergrettung zu finden und die Menschen über die Gefahren beim Bergsteigen aufzuklären.
Das Ehrenamt als Lebensretter
Zu Weihnachten 2010 ist Martin im Hagengebirge auf 2.000 Metern abgestürzt und hat sich schwer verletzt. Unter schwierigen Wetterbedingungen und bei minus 15 Grad wurde er selbst mit dem Hubschrauber geborgen. Diese Erfahrung hat seinen Wunsch gestärkt, anderen zu helfen und einen Beitrag in der Gemeinde zu leisten: "Ich habe einen Einsatz am eigenen Leib verspürt und dadurch einen anderen Zugang zur Bedeutung von Rettungsorganisationen bekommen. Wie wichtig und unverzichtbar Rettungsorganisationen sind, ist mir seitdem noch klarer."
Man muss mit dem Herzen dabei sein
Martins Wunsch für die Zukunft der Salzburger Bergrettung ist, dass sich weiterhin junge Leute für die Organisation interessieren und die Rettungstätigkeit mit Liebe und Professionalität durchführen. "Der Nachwuchs ist sehr wichtig, es darf hier keine Lücke entstehen", betont der Tennengauer. Allen, die sich entschließen, ehrenamtlich tätig zu sein, gibt Martin mit auf den Weg: "Die Einstellung muss von Kopf bis Fuß passen. Engagement muss zu 100 Prozent da sein. Konsequenz, Disziplin und Verlässlichkeit sind unabdingbar, und man muss mit dem Herzen dabei sein."
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