125 Jahre Raiffeisen Landesbank Kärnten
Dieses Jubiläum ist ein besonderer Anlass, um jenen zu danken, die diesen Weg möglich gemacht haben: den Mitgliedern, Kund:innen und Mitarbeiter:innen. Die genossenschaftliche Idee ist zeitgemäßer denn je. Sie verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für die Gemeinschaft und schafft nachhaltige Perspektiven. Aufbauend auf dieser Basis hat sich die Raiffeisen Landesbank Kärnten zum führenden Bankpartner in Kärnten entwickelt und dabei ihre Werte stets bewahrt.
125 Jahre sind nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Als Teil der Raiffeisen Bankengruppe Kärnten wird die Raiffeisen Landbank Kärnten weiterhin Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung Kärntens setzen und zugleich den Menschen in der Region nahe bleiben.
Wir gestalten Zukunft seit 125 Jahren.
1900 – 1925 | UNSERE ANFÄNGE
Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.
Im 19. Jahrhundert standen viele bäuerliche Betriebe in Kärnten vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen: Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten, niedrige Erträge und die Abhängigkeit von oft wenig fairen privaten Geldgebern erschwerten das Leben am Land. Um sich gegenseitig zu unterstützen, entstanden zahlreiche Spar- und Darlehenskassenvereine sowie landwirtschaftliche Warengenossenschaften, die sich erfolgreich als solidarische Selbsthilfeeinrichtungen etablierten. Bald wurde klar, dass es für die vielen eigenständigen Genossenschaften eine zentrale Stelle braucht, um ihre Interessen zu bündeln und wirkungsvoll zu vertreten.
Aus diesem Bedürfnis heraus entstand am 13. Dezember 1900 der „Landesverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Kärnten“ – der Grundstein für die heutige Raiffeisen Landesbank Kärnten. Mit der Gründung wurde eine Organisation geschaffen, die auf Solidarität, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung setzte. Der Verband übernahm von Beginn an zentrale Aufgaben:
Er führte Revisionen durch, beriet fachlich und bot Schulungen für Buch- und Kassenführer an. Die Funktion des gesetzlich anerkannten Revisionsverbandes war seit jeher eine tragende Säule für die Entwicklung des Verbandes und bildet bis heute eine zentrale Grundlage für Stabilität und Fortschritt. Durch die kontinuierliche Arbeit des Verbandes wurden die einzelnen Genossenschaften gestärkt und der Zusammenhalt gefördert.
1925 – 1950 | KONSOLIDIERUNG UND NEUANFANG
Das Jahr 1925 markierte den Beginn einer kurzen Phase wirtschaftlicher Stabilisierung. Der Landesverband zählte inzwischen über 170 Mitgliedsgenossenschaften. Die Zusammenarbeit wurde intensiver, Verbandstage fanden regelmäßig statt und die Schulungsangebote wurden weiter ausgebaut. Auch das Kreditwesen gewann zunehmend an Bedeutung. Bereits wenige Jahre später stellte die Weltwirtschaftskrise viele Genossenschaften vor enorme Herausforderungen. In dieser schwierigen Zeit erwies sich der Verband erneut als stabilisierende Kraft. Er sicherte die Liquidität, unterstützte seine Mitglieder durch Beratung und schuf gezielte Maßnahmen zur gegenseitigen Absicherung.
Neben dem Kreditwesen war auch der Warenbereich ein wichtiger Bestandteil der genossenschaftlichen Arbeit. Die Warenabteilung sorgte für die Versorgung der landwirtschaftlichen Betriebe mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Düngemitteln und Futtermitteln. Ebenso wurde die Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gemeinschaftlich organisiert. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten war diese Unterstützung für viele bäuerliche Betriebe von großer Bedeutung.
Ein markanter Einschnitt erfolgte im Jahr 1940: Der Waren- und Geldbereich wurden organisatorisch getrennt – eine Maßnahme, die in einem von politischen und wirtschaftlichen Zwängen geprägten Umfeld notwendig wurde. Für den Warenhandel entstand die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft Kärnten, während sich die neu gegründete Raiffeisen-Zentralkasse Kärnten ausschließlich dem Bankgeschäft widmete.
Während des Zweiten Weltkriegs war die Arbeit des Verbandes durch gesetzliche Einschränkungen und Personalmangel stark beeinträchtigt. Dennoch gelang es, den operativen Betrieb – auch im Warenbereich – aufrechtzuerhalten. Die landwirtschaftlichen Mitgliedsgenossenschaften trugen wesentlich dazu bei, die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
Unmittelbar nach Kriegsende wurde mit großer Entschlossenheit an einer Neuordnung des Genossenschaftswesens gearbeitet. Diese Anstrengungen mündeten 1949 in einen entscheidenden Schritt: Die zuvor getrennten Bereiche wurden wieder zusammengeführt. Es entstand ein neuer, gemischter Verband – der Landesverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Kärnten. Damit war der Weg frei für einen gemeinsamen Neustart.
1950 – 1975 | WACHSTUM UND MODERNISIERUNG
Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.
Im 19. Jahrhundert standen viele bäuerliche Betriebe in Kärnten vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen: Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten, niedrige Erträge und die Abhängigkeit von oft wenig fairen privaten Geldgebern erschwerten das Leben am Land. Um sich gegenseitig zu unterstützen, entstanden zahlreiche Spar- und Darlehenskassenvereine sowie landwirtschaftliche Warengenossenschaften, die sich erfolgreich als solidarische Selbsthilfeeinrichtungen etablierten. Bald wurde klar, dass es für die vielen eigenständigen Genossenschaften eine zentrale Stelle braucht, um ihre Interessen zu bündeln und wirkungsvoll zu vertreten.
Aus diesem Bedürfnis heraus entstand am 13. Dezember 1900 der „Landesverband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Kärnten“ – der Grundstein für die heutige Raiffeisen Landesbank Kärnten. Mit der Gründung wurde eine Organisation geschaffen, die auf Solidarität, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung setzte. Der Verband übernahm von Beginn an zentrale Aufgaben:
Er führte Revisionen durch, beriet fachlich und bot Schulungen für Buch- und Kassenführer an. Die Funktion des gesetzlich anerkannten Revisionsverbandes war seit jeher eine tragende Säule für die Entwicklung des Verbandes und bildet bis heute eine zentrale Grundlage für Stabilität und Fortschritt. Durch die kontinuierliche Arbeit des Verbandes wurden die einzelnen Genossenschaften gestärkt und der Zusammenhalt gefördert.
Neben wirtschaftlichen Themen gewannen auch kulturelle und gemeinschaftliche Initiativen an Bedeutung. 1962 wurde der MGV Raiffeisen gegründet, der das Kärntner Liedgut pflegte und weit über die Bank hinaus wirkte. 1973 kam die Betriebssportgemeinschaft Raiffeisen (BSG) hinzu. Dieses Angebot für sportlich engagierte Mitarbeiter:innen stärkt bis heute das Miteinander im Unternehmen.
Ein symbolträchtiger Höhepunkt war die Eröffnung des neuen Raiffeisenhauses in Klagenfurt im Jahr 1975. Das moderne Bank- und Verwaltungsgebäude wurde zum sichtbaren Zeichen für den Aufbruch und die Leistungsfähigkeit der Organisation.
1975 – 2000 | DIGITALISIERUNG UND STRATEGISCHER WANDEL
Mit dem Beginn der elektronischen Datenverarbeitung setzte der Raiffeisenverband Kärnten ab Mitte der 1970er Jahre einen technologischen Meilenstein. 1976 wurde im neuen Raiffeisenhaus ein eigenes Rechenzentrum aufgebaut und im selben Jahr wurden die ersten IT-Systeme eingeführt. Bis 1979 waren alle Kärntner Raiffeisenbanken IT-mäßig verbunden und konnten zentral Informationen abrufen. Das war ein bedeutender Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit im gesamten Bundesland.
1982 folgte der nächste technologische Schritt: Am Kardinalplatz in Klagenfurt ging der erste Raiffeisen Bankomat in Betrieb.
Anfang der 1990er Jahre erfolgte eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation: Die Warengeschäfte wurden aus dem Verband ausgegliedert und in die eigenständige „Unser Lagerhaus Warenhandelsgesellschaft m.b.H.“ überführt.
Dieser Schritt war ein wichtiger Meilenstein für die strategische Weiterentwicklung der Bank und die klare Positionierung im Kärntner Bankenwesen. Die Lagerhäuser wurden als eigenständige Handelsunternehmen weitergeführt. Nach der Ausgliederung blieb der Raiffeisenverband Kärnten über eine Beteiligung weiterhin eng und partnerschaftlich mit der „Unser Lagerhaus Warenhandelsgesellschaft m.b.H.“ verbunden. Wenige Jahre später erfolgte die Umbenennung in Raiffeisen Landesbank Kärnten – Rechenzentrum und Revisionsverband, ein Name, der die organisatorische Neuausrichtung unterstrich.
Das Internetbanking wurde im Jahr 1997 eingeführt und ermöglichte den Kund:innen erstmals einen sicheren und ortsunabhängigen Zugang zu ihren Konten. Diese Entwicklung markierte den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung und eröffnete neue Möglichkeiten der Kommunikation und Information.
Mit dem Strategieprojekt Vertrieb wurde 1998 ein tiefgreifender Strukturwandel eingeleitet. Ziel war es, das Primärkundengeschäft von der Zusammenarbeit mit den Kärntner Raiffeisenbanken zu trennen. Mit dem Drei-Banken-Modell entstanden spezialisierte Einheiten für Privatkund:innen, Firmenkund:innen und Servicebereiche.
All diese Entwicklungen gipfelten im Jahr 2000 in einem besonderen Ereignis: Die Raiffeisen Landesbank Kärnten feierte ihr 100-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das auf eine bewegte Geschichte zurückblickte und zugleich den Aufbruch in ein neues Jahrhundert bedeutete.
2000 – HEUTE | DIE ZUKUNFT IM BLICK
Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends rückte die Raiffeisen Landesbank Kärnten noch stärker an ihre Kund:innen heran. Das Kundengeschäft wurde gezielt weiterentwickelt, gleichzeitig wurde das Dienstleistungsangebot für die Kärntner Raiffeisenbanken kontinuierlich ausgebaut. Schwerpunkte lagen in den Bereichen Personalmanagement, Risikosteuerung, Informationstechnologie und der Umsetzung regulatorischer Anforderungen, wodurch die Zusammenarbeit im Verbund weiter gestärkt wurde.
Die digitalen Angebote entwickelten sich stetig weiter. Internet- und Mobile-Banking, SB-Zonen, kontaktloses Bezahlen und digitale Beratungskanäle eröffneten neue Möglichkeiten der Banknutzung und trugen zu mehr Flexibilität und Nähe bei. Damit unterstrich die Raiffeisen Landesbank Kärnten ihre Rolle als Impulsgeberin für den digitalen Wandel im gesamten Kärntner Raiffeisensektor.
Auch das eigene Kundengeschäft wurde ausgebaut. Ein wichtiger Meilenstein war die Integration der Raiffeisen-Bezirksbank Klagenfurt, die 2018 erfolgreich abgeschlossen wurde. Damit wurde die Präsenz in der Landeshauptstadt deutlich gestärkt. Neue Kompetenzzentren – etwa das WohntraumCenter oder das Firmenkundenzentrum – erweiterten das Angebot und schufen spezialisierte Beratung für unterschiedliche Zielgruppen. Ergänzend dazu wurde auch das grenzüberschreitende Geschäft verstärkt, wobei insbesondere der slowenische Markt als potentieller Wachstumsmarkt in den Fokus rückte.
WIR GESTALTEN ZUKUNFT SEIT 125 JAHREN
Was uns seit jeher antreibt, gilt heute mehr denn je: Wir wollen wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Lebensqualität in den Regionen fördern. Mit einer klaren Haltung, modernen Lösungen und dem Vertrauen in eine Idee, die sich über Generationen bewährt hat.
Ein sichtbares Zeichen für diesen Anspruch entsteht in Kürze am Raiffeisenplatz in Klagenfurt. Dort errichten wir unseren neuen Hauptsitz – ein Ort für moderne Unternehmenskultur, für Zusammenarbeit und für gelebte Nachhaltigkeit. Dieses Gebäude steht sinnbildlich für unser Selbstverständnis: offen für Wandel, verbunden mit den Menschen, entschlossen in der Gestaltung von morgen.
Im Jubiläumsjahr 2025, das weltweit der Genossenschaftsidee gewidmet ist, bekennen wir uns bewusst zu unseren Wurzeln und richten den Blick nach vorne. Denn Zukunft entsteht dort, wo Werte gelebt werden und neue Ideen Raum bekommen.
NEUE ARBEITSWELTEN – RAUM FÜR INNOVATION
Mit dem Neubau entsteht nicht nur ein Gebäude, sondern eine neue Form des Arbeitens. Flexible Arbeitsbereiche, Begegnungszonen und moderne Kommunikationstechnologien fördern Kreativität und interdisziplinären Austausch – über Teams, Generationen und Funktionsbereiche hinweg. Gleichzeitig wird das neue Haus der zentrale Treffpunkt für das Genossenschaftswesen in Kärnten sein.
Die nachhaltige Bauweise reduziert den Energieverbrauch deutlich und schafft gleichzeitig eine angenehme, gesunde Umgebung für Mitarbeiter:innen und Besucher:innen. Damit setzt die Raiffeisen Landesbank Kärnten ein sichtbares Zeichen für eine Arbeitskultur, die auf Zusammenarbeit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet ist.