Geschichte haben. Zukunft schreiben.

Was macht die Gegenwart zur Geschichte? Die Zeit. So gesehen, definiert sich Geschichte lediglich dadurch, vorbei zu sein. Scheinbar ist Geschichte einfach alles von gestern, sie ist vorüber. Doch ist dies wirklich der Kern von Geschichte?

Raiffeisen ist stolz auf die eigene Geschichte. Vor genau 200 Jahren erblickte Friedrich Wilhelm Raiffeisen das Licht der Welt und mit ihm eine Idee von unglaublicher Strahlkraft. Er verspürte den tiefen Wunsch, etwas in der Welt zu verändern, Ungerechtigkeiten zu verhindern und den Menschen in seiner Nähe zu einem besseren Leben zu verhelfen. Es ging nicht darum, den Leuten Geld auszuschütten. Dieses war nicht vorhanden – und wäre es das gewesen, wäre der Effekt des Geldregens in Kürze verpufft. Raiffeisen ging es darum, den Menschen das Werkzeug in die Hand zu geben, selbst für eine gute, gemeinsame Zukunft zu sorgen. Eigenverantwortung trifft in seiner Idee mit Teamgeist zusammen: Was einer nicht kann, das vermögen viele. Die Idee Raiffeisen war gefasst. Viele fühlten sich von ihr angesprochen, ahmten sie nach, aktualisierten sie und setzten sie in die Tat um. Allerorts entstanden zu den unterschiedlichsten Themen Kooperationen nach diesen Vorstellungen – auch in Vorarlberg mit den Vorarlberger Raiffeisenbanken, der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg und den vielen weiteren Genossenschaften im Land.

Das alles ist Geschichte. Doch was interessiert sie uns, wenn sie schon vorbei ist? Wir schreiben das Jahr 2018. Wir leben zwei Jahrhunderte nach Friedrich Wilhelm Raiffeisen – eine lange Zeitspanne. Wir agieren in einer neuen Welt unter neuen Bedingungen, neuen Herausforderungen und mit neuen Zielsetzungen. Doch eines ist geblieben: Was einer nicht kann, das vermögen viele. Die Idee Raiffeisen hat nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Die heimischen Raiffeisenbanken leben sie ebenso wie die über 100 Genossenschaften unserer Region, zu denen im vergangenen Jahr wiederum neue dazugekommen sind.

Was das alles deutlich macht? Die Geschichte von Raiffeisen ist mehr als nur vergangen. Sie ist lebendig wie nie zuvor – und sie geht weiter. Sie wird laufend gestaltet – von vielen Menschen, von Vorarlbergern, die Ideen haben, mitanpacken und miteinander etwas bewegen wollen, von Unternehmen, die Ziele haben und diese umsetzen möchten, und von den Vorarlberger Raiffeisenbanken und der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, die den Lebens- und Wirtschaftsraum voranbringen wollen. Wir haben Geschichte. Wir schreiben Zukunft.

KommR Betriebsökonom
Wilfried Hopfner

Vorstandsvorsitzender

Mag. Michael Alge
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter

WP Mag. Dr. Jürgen Kessler
Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter