Mutter und Tochter sitzen auf der Couch. Die Tochter zeigt der Mutter etwas auf ihren Smartphone.
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Wissen Sie wofür Ihr Kind Geld ausgibt?

Kinder wachsen heute mit kontaktlosem Bezahlen, Online‑Shopping und Apps auf. Viele Eltern stellen sich daher die berechtigte Frage: Wie kann mein Kind den Umgang mit Geld lernen, ohne dass ich die Kontrolle verliere? Ein Jugendkonto ist genau dafür gedacht. Es verbindet finanzielle Selbstständigkeit für Ihr Kind mit klaren Regeln und Sicherheit für Sie als Eltern. 

Warum ein Jugendkonto sinnvoll ist – und warum es nicht kompliziert sein muss

Zwei Jungs schauen sich etwas am Smartphone an.
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Ein Jugendkonto ist wie ein Trainingsplatz fürs echte Leben: Ihr Kind sammelt Schritt für Schritt Alltagserfahrungen, etwa beim Bezahlen kleiner Einkäufe, beim Sparen auf einen Wunsch oder beim Einzahlen von Geldgeschenken.

 

Gerade in einer digitalen Welt ist es wichtig, dass Kinder früh verstehen:

  • Geld ist begrenzt
  • Ausgaben haben Konsequenzen
  • Sparen braucht Zeit
  • Übersicht schafft Sicherheit


Das Jugendkonto bietet dafür einen geschützten Rahmen, in dem Ihr Kind üben kann – und Sie als Eltern die Kontrolle behalten und den Lernprozess aktiv begleiten.

Kann ich sehen, wofür mein Kind Geld ausgibt?

Lieber wissen statt vermuten: Mit einem Jugendkonto sehen Sie transparent und nachvollziehbar, was sich Ihr Kind kauft. Sie können:

 

  • Kontostand und Umsätze einsehen
  • Ausgaben nachvollziehen
  • Finanzielle Themen gemeinsam besprechen

So entstehen Gespräche über Geld ganz natürlich – ohne Vorwürfe, sondern als Teil des Lernprozesses.

Kann mein Kind unkontrolliert Geld ausgeben oder das Konto überziehen?

Nein. Beim Jugendkonto gelten Karten‑ und Auszahlungslimits, die Sie als Eltern festlegen – mit Tages- und Wochenlimits. Diese Limits:
 

  • schützen vor hohen oder ungewollten Ausgaben
  • können jederzeit von den Eltern angepasst werden

 

Ihr Kind lernt dadurch, mit einem festen Rahmen umzugehen – ähnlich wie bei Taschengeld – während Eltern jederzeit sicher sein können, dass alle Transaktionen innerhalb der vereinbarten Grenzen bleiben. Es gibt auch keinen Überziehungsrahmen. Schulden sind damit ausgeschlossen.

Online & digital: Was darf mein Kind – und was nicht?

Online‑Banking und Online‑Shopping gehören für Jugendliche heute ganz selbstverständlich dazu. Beim Raiffeisen Jugendkonto ist dabei klar geregelt, was möglich ist – und was nicht.

 

Je nach Alter stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung:

  • Kinder von 10 bis unter 14 Jahren
    Ihr Kind kann das Konto einsehen und so ein besseres Gefühl für Einnahmen und Ausgaben entwickeln. Überweisungen sind ausschließlich den Eltern vorbehalten.
  • Jugendliche ab 14 Jahren (Mündige Minderjährige)
    Ab dem 14. Geburtstag dürfen Jugendliche im Rahmen der vorhandenen Kontodeckung selbst Überweisungen tätigen. Die definierten Wochen- und Tageslimits und der Ausschluss einer Überziehung bleiben bestehen. So wächst die Selbstständigkeit Schritt für Schritt – altersgerecht und sicher.


Online‑Shopping ist ebenfalls möglich – aber auch nur im Rahmen der von den Eltern festgelegten Limits. Auf Wunsch kann die E-Commerce-Funktion auch deaktiviert werden.

Junge sitzt mit Tablet auf einer Couch.
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Junge Frau hält smartphone in die Kamera. Auf dem Bildschirm ist die Startoberfläche von Mein ELBA abgebildet.
Braucht mein Kind für die Nutzung eine App?

Die Nutzung vom Internetbanking Mein ELBA oder der Raiffeisen JUNIOR App ist kein Muss, sondern ein freiwilliges Lern‑ und Serviceangebot. Ihr Kind kann das Jugendkonto aber auch ohne App und Online Banking nutzen – zum Beispiel nur mit der Debitkarte für kleinere Einkäufe.

 

Welche Lösung für Ihr Kind sinnvoll ist, hängt vom Alter und vom gewünschten Maß an Selbstständigkeit ab – und wird am besten gemeinsam in der Beratung geklärt.

Ist das Jugendkonto kostenlos?

Ja. Sowohl Kontoführung, Debitkarte als auch die Nutzung vom Internetbanking Mein ELBA, inklusive eigener Mobile Banking App, sind beim Raiffeisen Jugendkonto kostenlos. Raiffeisen übernimmt die Kontokosten während der Schul- und Lehrzeit bis zum 19. und während der Studienzeit bis zum 27. Geburtstag (bei regelmäßiger Vorlage der Inskriptionsbestätigung).

 

Damit entstehen für Familien keine laufenden Kosten in der Schul‑ und Ausbildungszeit.

Was passiert mit dem Jugendkonto, wenn mein Kind 18 wird?

Mit dem 18. Geburtstag wird Ihr Kind volljährig und führt das Jugendkonto eigenständig weiter.
Es bleibt bestehen und läuft zunächst ganz normal weiter. Ab dem 18. Geburtstag endet der automatische Zugriff der Eltern auf das Konto. Eltern können weiterhin eingebunden bleiben, wenn das Kind ihnen eine entsprechende Vollmacht erteilt.

 

Ab 19 Jahren greift – sofern keine aufrechte Inskriptionsbestätigung vorliegt – die Raiffeisen Jugendstaffel mit vergünstigten Kontoführungsgebühren. Im Rahmen eines Volljährigkeitsgesprächs werden diese Themen üblicherweise gemeinsam besprochen.

Fazit: Ein sicherer Schritt in Richtung Selbstständigkeit

Zwei junge Frauen sitzen an einem Tisch, eine dritte person hält einen zahlungsterminal entgegen und eine der jungen Frauen zahlt mit ihrer Debitkarte am Smartphone.
© Westend61 / Josep Suria

Ein Jugendkonto ist somit kein Risiko, sondern eine Chance:

  • Ihr Kind lernt verantwortungsvoll mit Geld umzugehen
  • Sie behalten den Überblick und setzen klare Grenzen
  • Schulden sind ausgeschlossen
  • Das Jugendkonto ist kostenlos*
  • Und es gibt sogar ein Kontoeröffnungsgeschenk**

 

Kurz gesagt: Ein Jugendkonto ist eine Win‑Win‑Win‑Lösung für Familien – einfach, sicher und gut für die finanzielle Zukunft Ihres Kindes.

*Solange der Vorrat reicht. In allen teilnehmenden Raiffeisenbanken.

** Raiffeisen übernimmt die Kontokosten während der Schul- und Lehrzeit bis zum 19. und während der Studienzeit bis zum 27. Geburtstag (bei regelmäßiger Vorlage der Inskriptionsbestätigung).