Der feine Unterschied
Acht Teams und eine außergewöhnliche Aufgabe: Beim Sommertreff 2026 der Raiffeisen Landesbank Kärnten wurden rund 120 Unternehmer:innen selbst zu Duftentwickler:innen. Gemeinsam mit dem renommierten Parfümeur Yogesh Kumar entstanden im Konzerthaus Klagenfurt acht individuelle Duftkreationen – mit eigener Rezeptur, eigenem Namen und eigener Geschichte. Ein Nachmittag voller Kreativität, überraschender Entdeckungen und vor allem persönlicher Begegnungen.
Wie entsteht eigentlich ein Duft? Warum nehmen Menschen ein und dieselbe Komposition völlig unterschiedlich wahr? Und was passiert, wenn daraus in einem Team eine gemeinsame Idee werden soll? Genau das konnten die Gäste des diesjährigen Sommertreffs am 18. September selbst erleben.
Unter dem Motto „Wenn Unsichtbares sichtbar wird. – Der feine Unterschied.“ lud die Raiffeisen Landesbank Kärnten zu einem Format, das bewusst anders war: nicht zuhören und konsumieren, sondern selbst ausprobieren, diskutieren, entscheiden und gestalten.
Den Einstieg in die Welt der Düfte gestaltete Yogesh Kumar, einer der erfahrensten Parfümeure Österreichs. Nach seinem Impuls ging es direkt ans Werk: Acht Teams starteten mit denselben sechs Ausgangskompositionen – Vertrauen, Mut, Weitblick, Balance, Präzision und Leidenschaft – und hatten 70 Minuten Zeit, daraus ihre eigene Duftkreation zu entwickeln. Dazu gehörten nicht nur die richtige Mischung und eine exakte Rezeptur, sondern auch ein Name, eine Geschichte, ein Moodboard und schließlich die Präsentation vor Publikum und Jury.
Das Ergebnis: acht Teams, dieselben Voraussetzungen – und acht vollkommen unterschiedliche Duftwelten.
Für Gastgeber und Marktvorstand Manfred Wilhelmer ist der Sommertreff vor allem eines: eine Gelegenheit für Begegnungen abseits des klassischen Bankgeschäfts.
„Unsere Kundinnen und Kunden treffen jeden Tag Entscheidungen, tragen Verantwortung und gestalten mit ihren Unternehmen die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Beim Sommertreff wollen wir ihnen ganz bewusst etwas zurückgeben: Zeit für Begegnung, neue Impulse und den Austausch mit Menschen aus unterschiedlichsten Branchen. Gute Kundenbeziehungen entstehen für mich nicht allein am Besprechungstisch. Entscheidend ist das echte Interesse an den Menschen und ihren Unternehmen.“
Wenn die Nase anders entscheidet
Dass Wahrnehmung höchst individuell ist, wurde an diesem Nachmittag schnell deutlich. Was für die einen frisch, vertraut oder harmonisch roch, löste bei anderen ganz andere Assoziationen aus.
Für Yogesh Kumar, der sich seit fast vier Jahrzehnten professionell mit Düften beschäftigt, liegt genau darin ihre besondere Faszination:
„Jeder Duft erzählt eine ganz persönliche Geschichte. Für den einen weckt er eine längst vergessene Erinnerung, für den anderen lässt er innere Bilder entstehen oder berührt eine ganz bestimmte Emotion. Deshalb gibt es beim Riechen kein Richtig oder Falsch – nur die eigene Wahrnehmung. Und genau das macht einen Duft so einzigartig und faszinierend.“
Diese Erfahrung wurde für die Teams zur ersten Herausforderung. Denn aus individuellen Vorlieben musste innerhalb kurzer Zeit eine gemeinsame Kreation entstehen.
Von vielen Meinungen zu einer Entscheidung
Es wurde gerochen, kombiniert, verworfen und neu ausprobiert. Welche Komposition bekommt mehr Gewicht? Welche weniger? Wann ist ein Duft fertig? Und vor allem: Wann ist ein Team mit seinem Ergebnis wirklich zufrieden?
Für Uta Kogler-Maier, Risikovorständin der Raiffeisen Landesbank Kärnten, zeigte sich darin eine interessante Parallele zur Zusammenarbeit im beruflichen Alltag:
„Menschen können auf dieselbe Ausgangslage schauen und zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Entscheidend ist nicht, dass von Beginn an alle derselben Meinung sind. Entscheidend ist, andere Sichtweisen ernst zu nehmen, sie abzuwägen und daraus gemeinsam eine tragfähige Entscheidung zu entwickeln. Genau davon lebt gute Zusammenarbeit.“
Nach und nach nahmen die acht Kreationen Gestalt an. Aus Tropfen und ersten Versuchen wurden exakte Rezepturen. Die Teams gaben ihren Düften Namen, entwickelten Geschichten und übersetzten ihre Ideen in Moodboards.
Eine gute Idee muss auch andere erreichen
Damit war die Aufgabe noch nicht beendet. Denn am Abend mussten die Teams ihre Kreationen den anderen Gästen und der Jury präsentieren.
Für Georg Messner, Vorstand Treasury & Service, war gerade diese Verbindung von Produkt und Geschichte spannend:
„Eine Idee gewinnt an Kraft, wenn andere verstehen, wofür sie steht. Das war heute sehr schön zu beobachten: Aus einer Duftkomposition entstand durch Namen, Bilder und Geschichten eine eigene Identität. Auch im Unternehmertum reicht eine gute Idee allein nicht – man muss Menschen dafür gewinnen und sie überzeugend vermitteln können.“
Wie viel Know-how wiederum hinter einem Produkt steckt, das im Alltag ganz selbstverständlich verwendet wird, überraschte auch Gerhard Oswald, Aufsichtsratsvorsitzender der RLB Kärnten:
„Wir verwenden Düfte ganz selbstverständlich und machen uns kaum Gedanken darüber, wie viel Wissen, Erfahrung und wie viele einzelne Entscheidungen hinter einer Komposition stehen. Selbst einmal in diesen Prozess einzutauchen, verändert den Blick. Oft erkennt man erst dann, wie viel Qualität und Arbeit hinter einem wirklich guten Ergebnis stecken.“
Was Unternehmertum mit einer guten Nase verbindet
Für Manfred Wilhelmer lag die Verbindung zum unternehmerischen Alltag nicht im fertigen Duft, sondern vor allem im Weg dorthin.
„Heute konnte man im Kleinen vieles beobachten, was Unternehmerinnen und Unternehmer jeden Tag leisten: neugierig bleiben, Ideen entwickeln, ausprobieren, Entscheidungen treffen und einen eingeschlagenen Weg gegebenenfalls auch wieder verändern. Und irgendwann muss man sagen: Das ist unser Ergebnis – dafür stehen wir.“
Gerade unter sich rasch verändernden Rahmenbedingungen gebe es im Unternehmertum selten für jede Entscheidung eine eindeutige Vorlage.
„Unternehmertum bedeutet nicht, von Anfang an alle Antworten zu kennen. Es bedeutet, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und aus den vorhandenen Möglichkeiten etwas zu machen. Oft sind es viele kleine Entscheidungen, die langfristig den Erfolg eines Unternehmens prägen.“
Für Wilhelmer gilt das auch für die Rolle einer Bank. Standardlösungen greifen dort zu kurz, wo Geschäftsmodelle, Ziele und Herausforderungen unterschiedlich sind.
„Für mich beginnt eine gute Kundenbeziehung mit dem Zuhören. Wir wollen verstehen, wohin ein Unternehmen will, was die Menschen dahinter bewegt und wo Chancen oder Herausforderungen liegen. Erst dann können wir Lösungen entwickeln, die wirklich zum Unternehmen passen. Genau das bedeutet für uns: IHR BUSINESS ZÄHLT.“
Damit knüpft der Sommertreff unmittelbar an den Anspruch der RLB Kärnten an, Unternehmen nicht punktuell, sondern über unterschiedliche Entwicklungsphasen hinweg zu begleiten und dabei Geschäftsmodell und Menschen dahinter zu verstehen.
Acht Düfte – und einer macht den feinen Unterschied
Am Abend gehörte die Bühne den Teams. In jeweils wenigen Minuten präsentierten sie ihre Kreationen, erzählten von ihren Ideen und davon, wie sie als Gruppe zu ihrem Ergebnis gekommen waren.
Die Jury rund um Manfred Wilhelmer, Uta Kogler-Maier, Georg Messner, Gerhard Oswald und Yogesh Kumar bewertete Duft, Idee, Gesamteindruck und Präsentation. Zusätzlich entschied jedes Jurymitglied persönlich, welche drei Kreationen für sie oder ihn den „feinen Unterschied“ ausmachten.
Am Ende setzte sich Team Orange mit seiner Kreation „Eau de Succès – The Daily Deal“ durch und holte den Gesamtsieg. Dicht dahinter landete Team Pink mit „Phantera Onca“ auf Platz zwei, gefolgt von Team Hellblau mit „L’Amour Céleste“ auf Platz drei.
Doch auch die weiteren Teams standen den Sieger:innen in Sachen Kreativität um nichts nach: Team Türkis präsentierte „Giebelgold – Eau de Konto“, Team Lila „Purple Universe“, Team Grün „Jaune – Noir – L’Epi“, Team Gelb „Spring No. 5“ und Team Azurblau „Believe in Vision – by Azur“.
Mit leeren Händen – oder besser gesagt: ohne Duft – ging an diesem Abend niemand nach Hause. Die Rezepturen wurden direkt vor Ort vervielfältigt und jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer füllte einen persönlichen Flakon der eigenen Teamkreation ab.
Was bleibt, sind die Begegnungen
So unterschiedlich die acht Düfte am Ende waren, eines hatten sie gemeinsam: Sie waren das Ergebnis von Menschen, die sich aufeinander eingelassen und gemeinsam etwas entwickelt hatten.
Für das Vorstandsteam der Raiffeisen Landesbank Kärnten ist genau das der Gedanke, der weit über die Challenge hinausreicht:
„Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Gäste einen außergewöhnlichen Nachmittag erleben. Entscheidend sind aber die Begegnungen, die daraus entstehen. Wenn Unternehmerinnen und Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen miteinander ins Gespräch kommen, neue Kontakte knüpfen und Gedanken austauschen, für die im Geschäftsalltag oft wenig Zeit bleibt, dann erfüllt der Sommertreff genau seinen Zweck.“
Seit mehr als drei Jahrzehnten schafft die Raiffeisen Landesbank Kärnten mit dem Sommertreff einen solchen Raum für persönlichen Austausch und Vernetzung. Auch die bisherigen Veranstaltungen waren bewusst darauf ausgerichtet, Kund:innen außerhalb klassischer Geschäftstermine zusammenzubringen.
Und vielleicht war der persönliche Duftflakon, den die Gäste an diesem Abend mit nach Hause nahmen, deshalb mehr als nur eine Erinnerung: ein kleines Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Menschen ihre Ideen zusammenbringen – und gemeinsam ihren ganz eigenen feinen Unterschied schaffen.
Die Highlights vom Sommertreff 2026
Ein Abend, acht Düfte, 120 kreative Köpfe: Beim Sommertreff 2026 der Raiffeisen Landesbank Kärnten wurde im Konzerthaus Klagenfurt experimentiert, komponiert und kreiert. Gemeinsam mit Parfümeur Yogesh Kumar entstanden ganz persönliche Duftwelten – jede mit eigener Rezeptur und eigener Geschichte.