Konjunkturkurve zeigt ab 2021 wieder nach oben

Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek prognostizierte beim virtuellen Business Frühstück der Raiffeisen Landesbank Kärnten ein Wachstum von 3,6 Prozent für 2021. Das Zinsniveau bleibt bis auf weiteres unverändert.

Foto (vlnr): Raiffeisen Chefanalyst Peter Brezinschek, DI Christina Fromme-Knoch AR Vorsitzende Wietersdorfer, Walter Jarz McDonald's, Peter Gauper Vorstand Raiffeisen Landesbank Kärnten.
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Foto (v. l. n. r.): Raiffeisen Chefanalyst Peter Brezinschek, DI Christina Fromme-Knoch AR Vorsitzende Wietersdorfer, Walter Jarz McDonald's, Peter Gauper Vorstand Raiffeisen Landesbank Kärnten.

Nach dem Motto „Abstand halten ist gut, in Verbindung bleiben ist besser“ ging das Business Frühstück der Raiffeisen Landesbank Kärnten am 22. Oktober 2020 über die Bühne. Rund 100 Kärntner Unternehmer nahmen mittels Live-Stream teil. „Unsere Aufgabe ist es gerade jetzt, die Unternehmer bestmöglich zu unterstützen. Bisher haben wir über 600 Überbrückungsfinanzierungen und 700 Stundungen unbürokratisch und rasch abgewickelt,“ so Peter Gauper, Vorstand der Raiffeisen Landesbank Kärnten. Und er wartet mit zwei guten Nachrichten auf: „Die Zinsbelastung bleibt historisch tief. Und zweitens: die aktuellen Fördermaßnahmen sind überaus attraktiv.“

Hohe Sparquote und niedrige Finanzierungskonditionen

„Seit dem 2. Weltkrieg gab es keinen Wirtschaftseinbruch von 10 Prozent“, veranschaulichte Peter Brezinschek die Corona-Auswirkungen. Der Raiffeisen Chefanalyst erwartet, dass die Wirtschaft Anfang 2023 das Niveau des vierten Quartals 2019 erreicht. Wobei sich Industrienationen wie Deutschland rascher erholen werden als Länder wie Italien, Spanien oder Kroatien. Österreich liege mit einem Einbruch um 7 Prozent knapp besser als der EU-Schnitt. Mit einem Minus von 30 bis 35 Prozent sei der heimische Dienstleistungsbereich besonders betroffen. „IT-Kommunikation und Gesundheitswesen verzeichnen aber sogar leichte Gewinne“, so Brezinschek. Aktuell sei aber der Konsum ein „echter Stimmungsverderber“. Das merke man an der auf 13 Prozent gestiegenen Sparquote. Positiv ist, dass Kärnten im Vergleich zu den Bundesländern Tirol, Vorarlberg oder Salzburg noch gut da steht. Mit den aktuell besonders niedrigen Finanzierungkonditionen stehen Unternehmen attraktive Möglichkeiten zur Auswahl.

Keine Angst vor Börsencrash – im Gegenteil!

Brezinschek klärte auf, warum sich der Aktienmarkt so schnell wieder erholt hat: „Wir sehen an der Börse das Spiegelbild der vorhandenen Unternehmenserwartungen. Die Weltaktienentwicklung liegt mit 6,6 Prozent deutlich über der Inflation.“ Deshalb seien Aktien langfristig die einzige Möglichkeit, reale Renditen zu erreichen.

Ergänzende Unterlagen zum Business Frühstück