BUSINESS FRÜHSTÜCK 2026
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In diesem Jahr gibt Matthias Reith, langjähriger Ökonom im Team von Raiffeisen Research, einen Einblick zum Thema:
Österreich: Globaler Gegenwind & nationale Herausforderungen bremsen Aufschwung
Die österreichische Wirtschaft ist im ersten Halbjahr kaum gewachsen. Gestiegene Energiepreise, Zinsen und Unsicherheit treffen alle Länder in Europa, gebremst wurde die Konjunktur aber fast nirgends stärker als in Österreich. Während die Euro-Wirtschaft die Fahrtgeschwindigkeit trotz Gegenwinds halten konnte, hat die heimische Konjunktur eine Vollbremsung hingelegt. Der im Vorjahr begonnene Industrieaufschwung hat sich verlangsamt, die Rezession in der Bauwirtschaft geht heuer in das 8. Jahr, die Dienstleistungsschwäche bleibt ein wesentliches Merkmal der jüngeren konjunkturellen Vergangenheit.
Zwar hat sich die Stimmungslage der Unternehmen in den letzten Monaten gebessert. Das zweite Halbjahr sollte daher besser ausfallen als das erste. Im Gesamtjahr sollte Österreich dennoch nur etwa ein halbes Prozent wachsen – deutlich weniger als die Eurozone. Zwar dürfte das konjunkturelle Tempo 2027 und 2028 mit etwa einem Prozent höher ausfallen als 2026. Damit würde Österreichs Wirtschaft aber immer noch langsamer expandieren als die gesamte Eurozone und auch Deutschland. Die gesunkene Profitabilität der Unternehmen dämpft den langfristigen Investitionsausblick und damit die Aussicht, ein höheres Produktivitätswachstum zu erzielen. Auch von den Kredit- und Finanzierungskonditionen ist kaum Rückenwind für die Investitionen zu erwarten. Zur Verhinderung von Zweitrundeneffekten bei der Inflation dürfte die EZB die Leitzinsen in den kommenden Monaten mindestens noch einmal anheben. Während nachlassende Inflationsraten der EZB 2027 Raum für behutsame Zinssenkungen geben sollten, dürften Sorgen um die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen in den USA & Europa Rückgange bei langfristigen Kapitalmarktzinsen stark eingrenzen. Umso drängender sind nachhaltige Reformen zur Verbesserung der Investitions- und Wettbewerbsbedingungen in Österreich.
Die in den letzten Jahren deutlich schneller gestiegenen Lohnstückkosten (ggü. der Eurozone) haben die preisliche Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Firmen verringert und sollten das Exportwachstum bremsen. Die für 2027 und 2028 unterstellte moderate Konjunkturbelebung dürfte daher in geringerem Maße Investitions- und Exportgetrieben sein als frühere Aufschwungsphasen.
Anmeldung zum Business Frühstück 2026
- Termin
Mittwoch, 14. Oktober 2026
Beginn: 8.30 Uhr
- Location
CASINEUM
Am Corso 17
9220 Velden am Wörthersee
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