„IT-Sicherheit ist eine Daueraufgabe“

Mit zunehmender Digitalisierung und KI wächst die Gefahr von Cybercrime für Unternehmen. 

Stefan Rebenklauber von SIKON Sicherheitskonzepte warnt: Gerade kleinere Betriebe geraten aufgrund neuer Methoden und KI  vermehrt ins Visier von Cyberkriminellen. Er rät zu rechtzeitiger Risikoanalyse, ganzheitlicher IT-Sicherheit und regelmäßigen Schulungen. Unser Firmenkundenbetreuer Marco Feuerstein hat sich mit dem Experten unterhalten.  

 

Wie gelingt ein effizienter Schutz?

Stefan Rebenklauber: IT-Sicherheit ist eine Daueraufgabe. 
Klassische Maßnahmen wie Firewall und Backup reichen nicht mehr. Effektive IT-Sicherheit erfordert ein ganzheitliches Sicherheitskonzept vom System über Anwendungen bis zum Datenzugriff. Interne Prozesse und Sicherheitsrichtlinien müssen konsequent auf dieses Konzept abgestimmt werden. Wer seine Daten richtig schützt, schützt auch sein Unternehmen und das Vertrauen seiner Kund:innen und Partner:innen.

Stefen Rebenklauber und Marco Feuerstein
Stefan Rebenklauber von SIKON (links) mit Marco Feuerstein, Leitung Firmenkund:innenbetreuung bei der Raiffeisenbank Hohenems.

Welche Rolle spielt der Mensch?

Cyberkriminelle manipulieren beim sogenannten Social Engineering Mitarbeitende, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Man muss also immer wachsam bleiben und sollte regelmäßig IT-Sicherheitsschulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchführen. Security Awareness Tests – simulierte Angriffe – helfen bei der Entdeckung von Schwachstellen.

 

Wie sieht so ein Angriff aus?

Ein Beispiel für präventive Sicherheitsmaßnahmen ist der „IBAN-Name-Check“. Damit kann eine besonders perfide Betrugsmasche verhindert werden. Cyberkriminelle verschaffen sich Zugang zum System oder fangen E-Mails ab. Dann ändern sie den IBAN. Zahlungen der Kund:innen landen nun auf fremden Konten. Das Geld der Kundin oder des Kunden ist weg und die Firma hat nichts erhalten.