Brauner Rasen nach dem Sommer? So bringen Sie ihn wieder zum Grünen
Ein sattgrüner Rasen ist das Herzstück vieler Gärten. Doch Hitze und lange Trockenperioden setzen ihm oft zu und hinterlassen braune, kahle Stellen. Mit der richtigen Pflege lässt sich die Rasenfläche jedoch gezielt regenerieren und für kommende Hitzewellen stärken.
Erste Bestandsaufnahme
Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, sollten Sie den Zustand Ihres Rasens prüfen. Ziehen Sie vorsichtig an einigen trockenen Grashalmen. Bleiben die Wurzeln fest im Boden verankert, bestehen gute Chancen auf eine natürliche Erholung. Lösen sich die Pflanzen hingegen leicht heraus, sind die Gräser meist abgestorben und eine Nachsaat wird notwendig.
Richtig bewässern
Der häufigste Fehler bei Trockenheit ist falsches Gießen. Statt täglich kleine Wassermengen auszubringen, sollte der Rasen seltener, dafür gründlich bewässert werden. So gelangt das Wasser tiefer in den Boden und regt die Wurzeln an, ebenfalls tiefer zu wachsen. Gegossen wird idealerweise in den frühen Morgenstunden oder am Abend, um Verdunstungsverluste zu vermeiden.
Den Rasen schonen
Während Hitzeperioden sollte der Rasen nicht zu kurz gemäht werden. Experten empfehlen eine Schnitthöhe von etwa sechs Zentimetern. Längere Halme beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und schützen die Wurzeln vor weiterer Austrocknung. Außerdem sollte stark beanspruchter Rasen möglichst wenig betreten werden, solange er sich regeneriert.
Kahle Stellen nachsäen
Sind einzelne Bereiche dauerhaft braun geblieben, hilft eine Nachsaat. Lockern Sie die betroffenen Stellen leicht auf, entfernen Sie abgestorbenes Pflanzenmaterial und bringen Sie frische Rasensamen aus. Anschließend muss die Fläche über mehrere Wochen gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Keimlinge erfolgreich anwachsen können.
Düngen und Boden verbessern
Ein gesunder Rasen übersteht Trockenperioden deutlich besser. Nach einer Regenerationsphase kann eine angepasste Düngung helfen, den Rasen zu stärken. Organische Rasendünger fördern die Wurzelbildung und verbessern die Widerstandskraft gegenüber Hitze und Wassermangel. Bei stark verdichteten Böden kann zusätzliches Vertikutieren oder Belüften sinnvoll sein, um die Wasseraufnahme zu verbessern.
Fazit
Auch wenn ein ausgetrockneter Rasen zunächst verloren wirkt, steckt oft noch Leben in den Wurzeln. Mit gezielter Bewässerung, angepasster Mähhöhe, Nachsaat und einer guten Nährstoffversorgung lässt sich die Grünfläche meist wieder in einen gesunden Zustand versetzen. Wer seinen Rasen zudem dauerhaft pflegt und auf kommende Hitzeperioden vorbereitet, wird auch in trockenen Sommern lange Freude an einem sattgrünen Garten haben.
Quelle: REKUBIK Magazin: „Was tun, wenn der Rasen ausgetrocknet ist?“ [rekubik.de]
Neudorff: „Rasenpflege bei Trockenheit“ [neudorff.de]
myHOMEBOOK: „Kann man vertrockneten Rasen noch retten?“ [myhomebook.de]
Garten-Unser: „Rasen nach Trockenheit regenerieren“ [garten-unser.de]
Mein Schöner Garten: „Rasen vertikutieren: Wann und wie man es macht“ [mein-schoe...-garten.de]