Öl und Gas – Spielball der Weltpolitik
Historisch führen starke Ölpreisanstiege oft zu kurzfristiger Panik an den Finanzmärkten – langfristig beruhigen sich die Märkte aber meist wieder.
Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten lässt Öl- und Gaspreise stark steigen. Ein rasches Ende ist noch nicht absehbar, was Inflation und Zinsen erneut anfachen könnte. Aktienmärkte reagieren bereits mit teils deutlichen Kursrückgängen.
Ein Blick in die Geschichte
1970er Jahre: Zwei schwere Ölkrisen
1973: stoppte die Opec wegen des Jom-Kippur-Kriegs Öllieferungen: Ölpreise explodierten, Aktien brachen um bis zu 40 % ein, Inflation und Zinsen stiegen stark, Gold legte massiv zu.
1978/79: lösten die iranische Revolution und der Iran-Irak-Krieg einen zweiten Schock aus. Erneut stiegen Preise, Zinsen und Gold, während Anleihen stark litten.
1990: Zweiter Golfkrieg
Irak greift Kuwait an, Ölpreis verdoppelt sich kurzzeitig. Aktien verlieren zunächst 20 %, erholen sich aber rasch nach Beginn der US-Militäraktion wieder.
2022: Russlands Angriff auf die Ukraine
Europa erlebt eine Energiekrise, Brent steigt auf über 120 US-Dollar, Aktien fallen wegen Zinsängsten, Anleihen brechen ein, Gold steigt kurzzeitig auf über 2.000 US-Dollar.
Hohe Ölpreise führen immer wieder zu Trendwenden an den Märkten
1970er: Ölaktien boomen, Wachstumsaktien kollabieren.
1990er: Nach kurzem Schock beginnt der Nasdaq seine große Boomphase.
Nach 2022: KI-Hausse überlagert Rohstoffzyklus, Ölwerte hinken vorerst hinterher.
Aktuelle Situation
Märkte erwarten noch keinen dauerhaften Ölpreisanstieg, doch falls die Preise hoch bleiben, könnte eine neue Phase für eine positive Entwicklung der Energieaktien einsetzen. Speziell der Nasdaq würde wegen steigender Zinsen und Energiepreise unter Druck geraten.
Wertentwicklungen der Vergangenheit ermöglichen keine verlässliche Prognose für die Zukunft.
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