Emerging Markets: Die nächste große Chance für Ihr Portfolio?

Investments in Schwellenländer (Emerging Markets) bescherten Investor:innen lange Zeit überdurchschnittliche Erträge. Doch in den letzten Jahren schafften das speziell bei den Aktienmärkten nur noch einzelne Schwellenländer. Kehren die guten Zeiten wieder zurück?

Warum sind Emerging Markets interessant?
Viele Schwellenländer weisen überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten auf.

• Einige von ihnen sind auf dem Weg, von einst rückständigen Ländern zu führenden Wirtschaftsnationen der Erde zu werden.

• Zugleich lebt in den Schwellenländern bei weitem der größte Teil der Bevölkerung, mit einem entsprechend großen Markt und einer großen Zahl an Arbeitskräften.

• Die kaufkräftige Mittelschicht wächst kräftig, was den Binnenkonsum antreibt und die Exportabhängigkeit verringert.

Aktien von Schwellenländer-Unternehmen können in Verbindung mit hohen Kursschwankungen von diesem Ertrags- und Wachstumspotenzial profitieren. Zugleich sind die allermeisten Aktienmärkte der Schwellenländer deutlich günstiger bewertet als die großen Aktienmärkte der Industrienationen, und dies lässt sich nur teilweise durch größere politische, wirtschaftliche und regulatorische Risiken begründen.

Trotz dieses langfristigen fundamentalen wirtschaftlichen Rückenwindes war es in den vergangenen 10 Jahren vor allem der US-Aktienmarkt, der rasant nach oben kletterte und dabei auch die meisten Schwellenländerbörsen hinter sich ließ.

 

US-Aktien hängen viele Schwellenländer ab
Dies lässt sich vor allem auf die vielen Technologiegiganten zurückführen, die in dieser Zeit in den USA heranwuchsen, und auf das Thema Künstliche Intelligenz, das zu einem massiven Faktor auf den Aktienmärkten und speziell in der US-Volks-wirtschaft geworden ist. Anlagekapital floss im Zuge dessen in großem Umfang in die USA. Auch der starke US-Dollar ist im Normalfall nicht förderlich für Aktien und Anleihen der Schwellenländer.

Gleichzeitig verdauten und verdauen die chinesischen Aktien das massive Wachstum der vorangegangenen Jahrzehnte, die größenbedingt abnehmenden Wachstumsraten und die Nachwirkungen einer gewaltigen Immobilienblase.

 

Comeback der Emerging Markets?
Einzelne Sektoren, wie Technologie und Finanz sowie zum Teil auch Konsum, zeigen starkes Wachstum bei Umsätzen, Gewinnen und zum Teil auch bei den Aktienkursen. Und in einer wachsenden Zahl von Branchen und Produktlinien übernehmen Unternehmen aus den Schwellenländern führende Positionen auf den Weltmärkten.

Auch deshalb spricht für die kommenden Jahre einiges dafür, dass sich Schwellenländeraktien insgesamt wieder besser entwickeln könnten als die entwickelten Aktienmärkte. Und es gibt weitere Argumente dafür.

Zum einen sind die allermeisten Schwellenländer-Aktienmärkte erheblich günstiger bewertet. Zum anderen haben Emerging Markets in der Vergangenheit oft dann überdurchschnittlich gut abgeschnitten, wenn sie deutlich stärker wuchsen als die Industrienationen und dies von Zinssenkungen in den USA und einem schwächeren Dollar begleitet wurde. Dieses Umfeld zeichnet sich auch aktuell ab. Auch der politische Kurswechsel in den USA könnte dazu beitragen, indem internationale Investor:innen verstärkt nach Investmentalternativen außerhalb der USA und des Dollars suchen.

Eine Garantie für eine Outperformance der Schwellenländer in den kommenden Jahren ist das nicht, aber in jedem Fall eine gute Voraussetzung dafür. Und einmal mehr muss betont werden, dass den höheren Ertragspotenzialen auch höhere Risiken gegenüberstehen. 

 

Aktienauswahl ist ein Schlüsselfaktor
So wichtig grundlegende volkswirtschaftliche und globale Betrachtungen für die großen Trends auf den Schwellenländer-Aktienmärkten auch sind, kaum minder wichtig ist eine gute Auswahl von Unternehmen, Branchen und Ländern. Sie ist sogar mehr denn je ein zentraler Erfolgsfaktor. Das gilt nicht zuletzt mit Blick auf den rasanten technologischen Wandel und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für Unternehmen als auch im Hinblick auf (geo-)politische Veränderungen und Trends (z. B. Handelskonflikte und Neuordnungen von Lieferketten).

Genau hier setzen spezialisierte Fonds an, die gezielt auf nachhaltige und zukunftsorientierte Unternehmen in dynamischen Regionen setzen. Beispiele dafür sind der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien, der in nachhaltige Unternehmen aus globalen Schwellenländern investiert, sowie der Raiffeisen-Asia-Opportunities-ESG-Aktien, der Chancen in den asiatischen Märkten nutzt.

Kommentar

Emerging Markets: Wachstumspotenzial für langfristige Anleger 

Schwellenländer sind ein zentraler Treiber der globalen Wirtschaft. Junge Bevölkerungen, steigender Konsum und technologische Fortschritte sorgen für Dynamik. Märkte wie Indien oder Indonesien gewinnen zunehmend an Gewicht, während die Bewertungen im Vergleich zu Industrieländern attraktiv bleiben. Kurzfristig können politische Risiken und Währungsschwankungen für Volatilität sorgen, doch langfristig eröffnen sich interessante Anlagechancen. 

Mein Tipp: Investieren Sie mit einem Zeithorizont von mindestens zehn Jahren und kombinieren Sie Emerging Markets mit etablierten Märkten. Breite Streuung über Fonds reduziert Risiken und erschließt Chancen in unterschiedlichen Regionen und Branchen. Geduld ist entscheidend – besonders in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Lateinamerika.

Günter Smodic,  Raiffeisenbank Lech am Arlberg
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Günter Smodic Raiffeisenbank Lech am Arlberg

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Bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen, lesen Sie bitte den veröffentlichten Prospekt bzw. die Informationen für Anleger:innen gemäß § 21 AIFMG sowie das Basisinformationsblatt des betreffenden Fonds, die unter rcm.at (Website der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH) in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Eine Zusammenfassung der Anleger:innenrechte steht in deutscher und englischer Sprache unter dem Link: rcm.at/corporategovernance zur Verfügung. Die Fonds Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien und Raiffeisen-Asia-Opportunities-ESG-Aktien weisen eine erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können. Die angeführten Informationen sind unverbindlich und ersetzen kein Beratungsgespräch. Sie dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder ein Angebot noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung oder eine Anlageanalyse bzw. Finanzanalyse dar. Es wird keinerlei Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der angegebenen Daten übernommen. Informieren Sie sich vor dem Erwerb von Wertpapieren über die damit verbundenen Chancen und Risiken bei Ihrem:Ihrer Wertpapierberater:in. Druckfehler vorbehalten. Stand: Jänner 2026.