Namirial
© Yulia Reznikov
WEB INK STATT WET INK – VOM SIEGEL ZUR E-SIGNATUR

#zukunftgestalten

Web Ink statt Wet Ink

Vom Siegel zur E-Signatur

Die Geschichte der Unterschrift ist beinahe so alt wie die Geschichte der Schrift selbst: Die frühesten „Unterschriften“ von Menschen werden in etwa in die Zeit 3200 v. Chr. datiert. Gleich ist den Unterschriften von früher und heute der Zweck – eine Beglaubigung durch einen eindeutigen Identitätsnachweis. Der Aufwand der betrieben werden musste, um Dokumente mit einer Signatur zu versehen, könnte aber nicht unterschiedlicher sein. Waren damals Handwerker nötig um kunstvolle Siegel herzustellen, reichen jetzt gefühlte drei Mausklicks und ein Fingerscan am Handy. Aber der Reihe nach: 

Ein Zeichen setzen

Lange bevor die Unterschrift etwas mit dem eigenen Namen zu tun hatte, wurden Zeichen unter Schriftstücke gesetzt. Als Trägermaterial nahm man Knochen, Holz oder Steine, in die Figuren oder Inschriften eingraviert wurden. Abgerollt in Tontafeln oder aufgestempelt auf Papyrusrollen dienten sie in den Hochkulturen Mesopotamiens bis ins Römische Reich als Ersatz für eine eigenhändige Signatur. Bis ins 13. Jahrhundert jedenfalls war das siegeln den Reichen und Mächtigen vorbehalten, erst dann finden sich auch Bürgersiegel.

Vom MonoGramm zum Autogramm

Parallel zu den „Bullen“, schweren Metallsiegeln mit denen Wachs oder Siegellack geprägt wurde, kamen im Mittelalter die Monogramme auf. Schreiber malten kunstvoll die Anfangsbuchstaben des Namens unters Dokument, der Herrscher bestätigte lediglich mit einem einzigen Punkt aus eigener Hand die Echtheit. Vom Beginn der Neuzeit um 1500 bis heute gilt in Europa die handschriftliche Unterzeichnung vor Zeugen als rechtsverbindliche Unterschrift. 

 

E wie Einfach

Trotz elektronischer Datenverarbeitung blieb es lange bei einer unzufriedenstellenden Hybridlösung und Verträge mussten immer noch analog unterfertigt werden – genauer gesagt: Sie wurden ausgedruckt, unterschrieben, eingescannt, per Mail oder Post verschickt, auf Echtheit geprüft, abgelegt und dann gelagert. Die elektronische Signatur entfernt alle diese Zwischenschritte und automatisiert die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger. Sie ist sicher, vermeidet Fehlerquellen, schont Ressourcen und spart Zeit. 

digitale Signatur

Österreich als Vorreiter

Dabei ist die qualifizierte e-Signatur laut Gesetz genauso rechtswirksam und bindend wie die handschriftliche Unterschrift. Österreich war im Jahr 2000 nämlich das erste Land in der EU, dass eine EU-Richtlinie zu e-Signaturen dahingehend umsetzte.

Die Vorteile der elektronischen Unterschrift kommen seitdem gut an: 2019 besitzt rund die Hälfte der ÖsterreicherInnen ein Handy mit Handy-Signatur, Tendenz steigend (1).

Österreich als Vorreiter der dig. Handy Signatur

NAMIRIAL UND A-TRUST

Raiffeisen Oberösterreich arbeitet mit den zertifizierten Vertrauensdienstanbietern A-Trust und Namirial zusammen, um KundInnen die Abwicklung ihrer Bankgeschäfte so bequem und sicher wie möglich zu machen. Durch die Einführung des Bankensiegels ist ein rasches Setzen der Bankunterschrift mit Namirial, zB unter Kreditverträge, möglich.