Geschichte

Die Anfänge der Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald

Rheinüberschwemmung

Die Zeit um 1880 war geprägt von Armut, Not und Landflucht. Immer kleinere Höfe und Missernten führten zu Hungersnöten und Notverkäufen. 

Acht Jahre später kommt zu der Armut eine folgenschwere Rheinüberschwemmung. Ganze Dörfer waren unter Wasser, Hab und Gut war verloren. Geld für den Wiederaufbau war nirgends zu bekommen.
  

Das Ende der Armut

1889 wurde von Bauern, Handwerkern und Arbeitern in Lustenau die erste "Raiffeisenkasse" gegründet. Das Prinzip geht auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen zurück und war einfach wie genial:

Hilfe zur Selbsthilfe - jeder haftete mit seinem Vermögen und ermöglichte so für sich und andere Mitglieder günstige Darlehen für den Wiederaufbau und das Saatgut. Aus kleinen, bescheidenen Anfängen führte der Weg bald in die große Welt. Heute ist Raiffeisen auf allen großen Handelsplätzen der  Erde ein gefragter Partner. Ein Erfolg, der auf klaren Werten und viel Know-how beruht.

GESCHICHTE - Eine Idee wird zum Erfolg

Eine Idee wird zum Erfolg

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) war Bürgermeister in einer von Hungersnöten und Armut geprägten Gemeinde im Westerwald. Er stellte sich die Aufgabe, die große wirtschaftliche Not der Bevölkerung zu lindern. 1862 schuf Raiffeisen einen Darlehenskassen-Verein in Anhausen (Deutschland) und legte den Grundstein für die heute weltumspannende Organisation der Raiffeisengenossenschaften.

Die Anfänge der Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald

Die Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald ist 1993 aus dem Zusammenschluss der damals selbstständigen Raiffeisenkassen Hittisau, Krumbach und Langenegg hervorgegangen. Im Jahr 2000 kam die Raiffeisenkasse Sibratsgfäll hinzu. Diese Raiffeisenkassen wurden vor über 100 Jahren als "Spar- und Darlehenskassenvereine" gegründet:

Hittisau, Langenegg, Krumbach: 1895
Sibratsgfäll: 1905

In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens wurden die Kassen im Haus des jeweiligen "Zahlmeisters" betrieben. Erst später wurden Geschäftslokale bezogen und auf Tagesverkehr - inkl. Sonntagsöffnung - umgestellt. (Hittisau etwa 1927, Langenegg 1949)

Dieses Bild zeigt das imposante "Hotel Dorner" in Hittisau, in dem die Raiffeisenkasse von 1927 bis 1962 untergebracht war.
Dieses Bild zeigt das imposante "Hotel Dorner" in Hittisau, in dem die Raiffeisenkasse von 1927 bis 1962 untergebracht war.
Raiffeisenkasse Langenegg
Auf diesem Foto aus dem Jahre 1959 ist das erste "eigene" Gebäude der ehemaligen Raiffeisenkasse Langenegg zu sehen, das im Jahr 1949 errichtet und bezogen wurde. Nach einem Umbau im Jahre 1972 wurde das Objekt 1994 wiederum generalsaniert und modernisiert.
Raiffeisenkasse Sibratsgfäll
Die ehemalige Raiffeisenkasse Sibratsgfäll befand sich von 1941 bis zum Beginn der Siebziger Jahre - gemeinsam mit dem Gemeindeamt - im Gebäude der heutigen Volksschule.

Prägende Ereignisse im Überblick

Folgende Ereignisse bzw. Zeitabschnitte in der Geschichte der Kassen waren für diese sehr prägend:

Was hinter dem Giebelkreuz steckt

Raiffeisen steht für Sicherheit und Stabilität. Das wird auch durch unser Markenzeichen symbolisiert. Das gemeinsame, alle Aktivitäten verbindende Zeichen der Raiffeisen-Gruppe ist das Giebelkreuz. Das Giebelkreuz war ursprünglich das germanische Symbol für ein behütetes Haus und wurde früher am Dachgiebel zum Schutz der Bewohner vor Gefahren angebracht.

Die Raiffeisenorganisation hat dieses Schutzzeichen zu ihrem Symbol gewählt, weil sich ihre Mitglieder durch den Zusammenschluss in der Genossenschaft vor wirtschaftlichen Gefahren selbst schützen. Heute ist das Giebelkreuz eine der bekanntesten Marken Österreichs und die führende Marke unter den österreichischen Finanzdienstleistern.