Zwei Arbeitsleben für die Bank

Mit Kornelia Moosbrugger und Kaspar Bär verabschieden wir zwei Koryphäen der Raiffeisenbank Mittel- und Hinterbregenzerwald in den Ruhestand. Gemeinsam bringen sie es auf 79 Dienstjahre bei Raiffeisen. Ihr Arbeitsleben spiegelt auch die Geschichte und Entwicklung der Bank wider.

Kornelia Moosbrugger

Kornelia Moosbrugger in jungen Jahren im Kreis

Keine Frauen, keine Computer: Als Kornelia Moosbrugger 1983 bei der damaligen Raiffeisenbank Au in Argenau startete, war die Welt noch eine andere. Sie war die erste weibliche Angestellte und Digitalisierung noch Science-Fiction. „Wir haben Krediturkunden mit der Schreibmaschine geschrieben und Tippfehler von Hand ausgebessert. Mein erster Chef hat mir Briefe mündlich diktiert. Ich habe sie per Stenografie erfasst und abgetippt. Das ist heute alles unvorstellbar“, erinnert sie sich. Im Laufe der Jahre erlebte Kornelia die Modernisierung des Bankgeschäfts aus nächster Nähe. So zog etwa das Faxgerät ins Büro ein und verabschiedete sich auch wieder. Der Wandel wurde für die Schaltermitarbeiterin zum Arbeitsmotto. „Wichtig war, sich nie vor dem Neuen zu verschließen und gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden an den Herausforderungen zu wachsen. Dazu musste ich ein Gefühl für die Bedürfnisse der Menschen entwickeln“, erzählt sie. 

Der Siegeszug des Computers habe vieles vereinfacht und den Blick fürs Wesentliche geschärft, meint Kornelia: „Alle Kundendaten sind über Programme schnell abrufbar. Dennoch muss jeder und jede selbst auf die Wünsche und Anliegen der Kundinnen und Kunden eingehen. Das war mir immer ein Bedürfnis.“ 1992 kam das erste Kind, zwei weitere folgten. 2005 kehrte Kornelia zurück in die Bank – erst in Teilzeit im Zahlungsverkehr, dann in Vollzeit als Vorstandsassistentin und Kundenberaterin. Die Modernisierung der Bank-stelle Lisse mit Zwischenstopp im Container und die Bankfusion waren für sie große organisatorische Aufgaben. Nach 32 Dienstjahren hat sich Kornelia nun von der Kassa und ihren Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. „Der Arbeitsalltag und das Miteinander bei der Raiba wird mir stets in guter Erinnerung bleiben“, sagt sie. 

Kornelia Moosbrugger im Kreis
© GABRIELA METZLER

Vom Lageristen zum Leiter – Kaspar Bär

Kaspar Bär mit 2 Kollegen
Kaspar Bär mit Kolleg:innen in einer Lokalität

47 Jahre Raiffeisen – das soll Kaspar Bär erst mal jemand nachmachen. Am 9. Juli 1979 nahm er als junger Mann seine Tätigkeit im Warenlager in Andelsbuch auf – und blieb Raiffeisen und Andelsbuch bis zum Pensionsantritt treu. Mit viel Fleiß und Einsatz arbeitete sich Kaspar im Laufe der Zeit zum Lagerhaus-Leiter hoch. 1996 machte er den nächsten Schritt und wechselte ins Geldgeschäft der Bank. Nebenbei half er weiter in „seinem“ Warenlager aus – bis zu dessen Schließung im Jahr 1999. 

Auch in der Bankstelle Andelsbuch war Kaspar Bär die große Konstante. 2007 übernahm er schließlich die Leitung und prägte das Bild der Bank nach innen und außen. Während der Fusion steuerte er seine wertvolle Erfahrung und Expertise bei. Im Mai 2026 übergab Kaspar die Bankstellenleitung an Klemens Metzler und trat seinen wohlverdienten Ruhestand an. Oder, um es mit seinen Worten zu sagen: „Jetzt sind die Jungen an der Reihe.“

Generationenwechsel in Andelsbuch

Klemens Metzler tritt als neuer Bankstellenleiter in die Fußstapfen von Kaspar Bär. Seit sechs Jahren ist der 32-Jährige aus Egg als Privatkundenbetreuer eine fixe Größe. Abseits der Bank glänzt er beim MEVO FC Schwarzenberg auch auf dem Rasen. 

Seine Kollegin Juliana Düringer ist seit 2019 in Andelsbuch dabei. Mit Johanna Greber und Fabian Lang haben die beiden kürzlich Verstärkung bekommen. Mehr Komfort kam ebenfalls dazu. Das Viererteam berät und begleitet in modernisierten Räumlichkeiten.

Mitarbeiter:innen Team Andelsbuch