Stabilisierung der Wirtschaft – Finanzierungen wieder mit kräftigem Wachstum

Martin Schaller und Ariane Pfleger

Graz, 16. Jänner 2026 – Beim Jahresauftaktgespräch von Raiffeisen Steiermark standen die konjunkturellen Herausforderungen sowie die Perspektiven für 2026 im Fokus. Generaldirektor Martin Schaller und Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger präsentierten zentrale Finanzierungs- und Digitalisierungskennzahlen und betonten die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Schaller: „Nicht warten, sondern starten“

„Aktuell nimmt die Konjunkturlokomotive langsam wieder Fahrt auf, wenn auch noch viel Nebel die Aussichten und die Stimmung trüben“, zeichnet Generaldirektor Martin ein Bild der aktuellen Wirtschaftslage und ergänzt: „Konjunktur, das sind wir alle. Es braucht einen gemeinsamen Kraftakt, Mut zu Investitionen und einen konsequenten Abbau von Bürokratie. Die 39 regionalen Raiffeisenbanken und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark sind dazu bestens vorbereitet und stehen an der Seite der Kundinnen und Kunden. Das unterstreicht unsere Rolle als führende Bankengruppe in der Steiermark“.
 

Positive Entwicklung trotz herausforderndem Umfeld

Trotz des insgesamt schwachen wirtschaftlichen Umfelds zeigt sich bei Raiffeisen Steiermark eine positive Dynamik im Kundengeschäft. Die verwalteten Kundengelder – dazu zählen Kredite, Einlagen, Wertpapierveranlagungen und Rückkaufswerte von Versicherungen – stiegen auf 56,1 Milliarden Euro (+3,8%). Im Jahr 2025 ermöglichte Raiffeisen Steiermark zudem 3,2 Milliarden Euro an frischen Finanzierungen für Unternehmen und Private. Die Neuvolumina liegen noch unter den Spitzenniveaus von 2022, mit 21% Wachstum gesamthaft für alle Segmente gegenüber 2024 scheint die Talsohle durchschritten. Umgerechnet wurden somit 12,8 Millionen Euro pro Tag für Investitionen bereitgestellt.
 

Frische Finanzierungen: Plus 19% bei Firmen, plus 28% bei Wohnvorhaben

Im Firmenkundengeschäft wuchsen die 2025 neu vergebenen Finanzierungen um 19% auf rund 2,3 Milliarden Euro. Haupttreiber waren Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien, die Pharmaindustrie sowie der Wintertourismus. Auch im Privatkundensegment zog die Nachfrage deutlich an: Das Neu-Volumen an Finanzierungen konnte gegenüber 2024 um 26% auf rund 909 Millionen Euro gesteigert werden. Insbesondere die Wohnbaufinanzierung entwickelte sich wieder dynamischer, diese legte um 28,1 Prozent zu.
 

Beteiligungen: bis zu 100 Mio. Euro für langfristiges Engagement

Neben der klassischen Kreditfinanzierung investiert Raiffeisen Steiermark gezielt auch über strategische Beteiligungen in den Wirtschaftsstandort. Geplant ist ein Beteiligungsvolumen von bis zu 100 Millionen Euro über mehrere Jahre, rund 40 Millionen Euro wurden bereits investiert. Der Fokus liegt auf zukunftsrelevanten Branchen in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Energie, Kreislaufwirtschaft, Food & Agro sowie auf klassischen Beteiligungen. „Wir verstehen Beteiligungen als langfristigen Wertbeitrag für den Standort. Es geht darum, Unternehmen in ihrer Entwicklung zu stärken, Innovation zu ermöglichen und nachhaltige Wertschöpfung in der Region zu sichern“, betont Schaller.
 

Pfleger: „Digitalisierung prägt das Bankgeschäft immer stärker“

„Der Trend zu digitalen Bankdienstleistungen hält ungebrochen an. 99,6 Prozent aller Zahlungen werden bei Raiffeisen mittlerweile digital beauftragt“, erläutert Ariane Pfleger, Vorstandsdirektorin für IT, Zahlungsverkehr, Personal und Infrastruktur. Raiffeisen Steiermark investiert daher seit vielen Jahren konsequent in digitale Lösungen wie Mein ELBA, E-Commerce-Anwendungen oder Mobile Payment. 2026 werden neue digitale Lösungen den Markt prägen: So wird – ergänzend zu Apple Pay – im Frühsommer Google Pay eingeführt. Mit der Innovation „Click to pay“ bietet Raiffeisen hochsicheres und komfortables Bezahlen im Internet ohne manuelle Eingabe von Karten- oder Anmeldedaten.
 

8,7 Mio. Euro Investitionen in digitale Kundenservices

Allein 2026 investiert die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark rund 8,7 Millionen Euro in den Betrieb, die Weiterentwicklung und insbesondere auch die Sicherheit jener digitalen Systeme, die allen Kund:innen 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Der Großteil davon wird österreichweich gemeinsam mit den Verbundpartnern entwickelt. „Unser Anspruch ist die flexible Kombination aus digitalem und persönlichem Banking“, so Pfleger.
 

182 Mio. Euro ermöglichen qualitätsvolle Beratung und dichtestes Banknetz

Mit 39 Raiffeisenbanken, 249 Bankstellen und rund 1.500 Berater:innen ist Raiffeisen Steiermark weiterhin tief in der Region verankert. Insgesamt betreut die Bank mehr als 831.000 Kund:innen. „Die regionale Struktur bleibt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal unserer Bankengruppe. Wir investieren laufend in unser Bankstellennetz, in die technische Infrastruktur sowie in Berater:innen vor Ort und deren Ausbildung“, betont Pfleger. Insgesamt fließen dafür jährlich rund 182 Millionen Euro. „Keine andere Bank erbringt diese Leistungen in diesem Umfang.“

 

Fotocredit: RLB Steiermark

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16.01.2026 - Jahr 2026
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