Wasser das verbindet
Klares, frisches Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis engagierter Menschen. In Steinbach übernimmt die Gemeinde selbst die Verantwortung, während Ober- und Untergründburg ihre Versorgung über eigenständige Wassergenossenschaften organisieren.
Im Interview gaben die Verantwortlichen Einblicke in ihre Arbeit, ihre Gedanken zur Zukunftssicherheit und zum Verantwortungsvollen Umgang mit unserer wichtigsten Ressource.
Zwei Gemeinden, eine gemeinsame Aufgabe!
Woher stammt das Trinkwasser in ihrer Gemeinde?
Die Wassergenossenschaft Untergrünburg gewinnt ihr Trinkwasser aus Quellfassungen in Wagenhub und St. Nikola. Das Wasser wird in Hochbehältern gespeichert und über das Leitungsnetz an die Haushalte verteilt.
In Obergrünburg erfolgt die Wasserversorgung über die Wassergenossenschaft Obergrünburg. Als Wasserquellen bzw. Gewinnungsanlagen werden die Quelle Steyrlehner in Pernzell und zwei Tiefbrunnen genutzt.
Die Wasserversorgung in Steinbach wird aus vier Quellen beim Anwesen Bauhofer (Steiner), acht Quellen im Leinerberger Wald und einem Tiefbrunnen im Steinfellner Wald gespeist. Das gewonnene Wasser wird über die Hochbehälter in das Ortswasserleitungsnetz eingespeist und an die Haushalte verteilt.
Welche technischen Erneuerungen oder Investitionen gab es oder sind geplant, um die Wasserversorgung zu sichern?
Schönberger: In Untergrünburg läuft derzeit ein umfangreiches Sanierungsprogramm. Wir setzen dabei fünf Infrastrukturprojekte um. Betroffen sind Hochbehälter und Versorgungsleitungen. Kern der Maßnahmen sind die Modernisierung und die Verbesserung der technischen Ausfallsicherheit.
Voscac: 2025 wurde ein Investitionsprojekt als Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit vorgestellt. Im Rahmen dieses Projekts hat die Wassergenossenschaft Obergrünburg einen zweiten Bohrbrunnen errichtet.
Mitterhuber: Wir investieren ständig. 2021 wurde der Hochbehälter Bauhofer als Trinkwasserspeicher mit drei Kammern zu je 80 Kubikmetern neu gebaut. Zusätzlich wurden die Quellschutzgebiete, technische Anlagen und Überwachungseinrichtungen laufend verbessert. Ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft war die vollständige Digitalisierung unserer Wasserversorgung. Seit heuer sind alle Wasserzähler digital und aus der Ferne auslesbar.
Wie schätzen Sie die langfristige Auswirkung des Klimwandels auf die Wasserversorgung in unserer Region ein?
Voscac, Aigner: Wie sich unser Klima weiter verändert, ist heute schwer abzuschätzen. Unsere Quellen liefern naturgemäß kontinuierlich Wasser und bilden eine verlässliche Grundlage für die Trinkwasserversorgung. Der heiße Sommer 2026 konnte auch dank der guten Zusammenarbeit zwischen unseren Wassergenossenschaten gut überbrückt werden.
In Obergrünburg betrug 2026 die höchste abgegebene Wassermenge 220.000 Liter/Tag.
Mitterhuber: Die Wasserversorgung in Steinbach ist gut für die Zukunft gerüstet. In den vergangenen Jahren wurde kontinuierlich und vorausschauend in die Anlagen investiert. Gerade in Sommern wie diesem zeigt sich, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu planen und die Versorgung laufend weiterzuentwickeln. Wie hoch der Wasserverbrauch an heißen Tagen sein kann, zeigte der 31. Juli dieses Jahres: Mit 319.800 Litern wurde der höchste jemals aufgezeichnete Tagesverbrauch der Wasserversorgungsanlage in Steinbach erreicht.