Macht Geld glücklich? – Ein Blick auf Studien und Forschung

Die Frage, ob Geld glücklich macht, beschäftigt Wissenschaft und Gesellschaft seit Jahrzehnten. Die kurze Antwort: Geld kann zum Glück beitragen – aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Als Bank begleiten wir Menschen auf ihrem finanziellen Weg. Uns interessiert, wie finanzielle Sicherheit das Leben angenehmer machen kann und wie wir unsere Kund:innen dabei unterstützen können – denn: WIR macht’s möglich.

Zahlreiche Studien zeigen zunächst einen klaren Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit. Menschen mit höherem Einkommen berichten im Durchschnitt von größerer Zufriedenheit, da finanzielle Sicherheit Stress reduziert, gesellschaftliche Teilhabe erleichtert und Zugang zu besserer Gesundheitsversorgung ermöglicht [1].

Eine der bekanntesten Untersuchungen stammt von Daniel Kahneman und Angus Deaton (2010). In ihrer Studie analysierten sie Daten von über 450.000 US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern. Das Ergebnis: Das emotionale Wohlbefinden steigt mit dem Einkommen – allerdings nur bis zu einem bestimmten Grenzwert. Dieser lag bei rund 75.000 US-Dollar Jahreseinkommen [2].

Lego Figur Dagobert Duck mit Zylinder und Geld

Auf europäische Verhältnisse übertragen ergibt sich daraus häufig ein Plateauwert zwischen 60.000 und 70.000 Euro jährlich. In populärwissenschaftlichen Zusammenfassungen und Sekundäranalysen wird oft ein Richtwert von etwa 65.000 Euro pro Jahr genannt. Ab diesem Einkommen nimmt der Zugewinn an alltäglichem Glück laut Forschung deutlich ab [3].

Der Grund dafür ist plausibel: Mit steigendem Einkommen lassen sich Grundbedürfnisse wie Wohnen, Gesundheit, Sicherhaeit und Freizeitgestaltung leichter erfüllen. Sobald diese gesichert sind, gewinnen andere Faktoren an Bedeutung – etwa soziale Beziehungen, Sinnhaftigkeit der Arbeit oder körperliche und psychische Gesundheit [1].

Allerdings ist die Studienlage nicht vollständig einheitlich. Neuere Untersuchungen, etwa von Matthew Killingsworth (2021), zeigen, dass Lebenszufriedenheit auch über frühere Grenzwerte hinaus weiter steigen kann – wenn auch schwächer. Die Forschung diskutiert daher, ob es ein fixes Glücks-Plateau überhaupt gibt oder ob der Effekt lediglich abflacht [4].

Bei Fragen zur finanziellen Sicherheit


THOMAS OBERNBERGER
 

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Obernberger

Quellen

[1] World Happiness Report (jährlich), Sustainable Development Solutions Network.

[2] Kahneman, Daniel & Deaton, Angus (2010): High income improves evaluation of life but not emotional well-being. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

[3] Sekundäranalysen und europäische Einkommensvergleiche auf Basis von Kahneman/Deaton (2010).

[4] Killingsworth, Matthew A. (2021): Experienced well-being rises with income. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).