Raiffeisenlandesbank Oberösterreich erzielt starkes Halbjahresergebnis und baut Kapitalstärke weiter aus

  • Steigerung des Geschäftsvolumens: Wachstum in zentralen Kundensegmenten
  • Aktuelles Bankenranking bestätigt: RLB OÖ ist stärkste Förderbank
  • Kapitalausstattung weiter ausgebaut: Gesamtkapitalquote steigt auf 21,1 Prozent
  • Finanzierungsvolumen wächst um drei Prozent und liegt per 30. Juni 2026 bei 26,5 Milliarden Euro
  • Deutlicher Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern auf 846,8 Mio. Euro
  • Beteiligungen mit Fokus auf Geschäft außerhalb von Österreich und Deutschland tragen wesentlich zu starkem Ergebnis bei

Linz, 28. August 2026 | Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) blickt auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Neben einer stabilen operativen Geschäftsentwicklung prägte insbesondere die starke Wertentwicklung der at-equity-Beteiligungen (wie z.B. voestalpine, RBI, Raiffeisen Tschechien, etc.) das Ergebnis. 

„Das erste Halbjahr 2026 war für die RLB OÖ äußerst erfolgreich. Wir konnten unsere Kapitalbasis weiter stärken, im operativen Geschäft wachsen und gleichzeitig wesentliche Zukunftsprojekte vorantreiben. Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung unserer Beteiligungen, allen voran der Raiffeisen Bank International. Sie unterstreicht die Qualität unseres Beteiligungsportfolios und schafft zusätzlichen Spielraum für die weitere strategische Ausrichtung der Bank“, so Reinhard Schwendtbauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Reinhard Schwendtbauer
RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer

Kapitalstärke weiter ausgebaut

Die Kapitalausstattung der RLB OÖ konnte auch im ersten Halbjahr 2026 weiter gestärkt werden. Die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) stieg auf 19,6 Prozent (+0,3 Prozentpunkte gegenüber 31.12.2025), die Gesamtkapitalquote auf 21,1 Prozent (+0,1 Prozentpunkte). Bei der unterjährigen Gewinnanrechnung wurde für das erste Halbjahr 2026 ein vorsichtiger Ansatz gewählt. Hätte man das volle Halbjahresergebnis angerechnet, würde die CET1-Ratio per 30.6.2026 bei 20,6 Prozent bzw. die Gesamtkapitalquote bei 22,1 Prozent liegen. Damit verfügt die Bank unverändert über eine deutlich über den regulatorischen Anforderungen liegende Kapitalbasis.

„Unsere hohe Kapitalstärke ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Sie schafft Sicherheit und Vertrauen und ermöglicht es uns gleichzeitig, Unternehmen und Privatkunden auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten als verlässlicher Partner zu begleiten“, betont Reinhard Schwendtbauer.


Operatives Geschäft entwickelt sich stabil

Die operative Geschäftsentwicklung verlief im ersten Halbjahr 2026 weiterhin erfreulich. Das Finanzierungsvolumen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2025 um drei Prozent auf 26,5 Milliarden Euro und blieb damit auf einem konstant hohen Niveau. Die RLB OÖ setzt damit ihren Wachstumskurs in zentralen Kundensegmenten weiter fort. Die gute Entwicklung des operativen Geschäftes zeigt sich weiters am Zinsüberschuss (+1,4 Prozent auf 274,5 Mio. Euro) sowie am Provisionsüberschuss (+10,2 Prozent auf 123,5 Mio. Euro).


Periodenüberschuss vor Steuern: 846,8 Millionen Euro

Die wesentlichen Ergebnis-Kennzahlen im Überblick:

  • Der Periodenüberschuss vor Steuern belief sich auf 846,8 Millionen Euro (+573,7 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025).
  • Das gesamte Periodenergebnis erhöhte sich auf 833,2 Millionen Euro (+452,6 Millionen Euro).
  • Das Betriebsergebnis lag bei 879,0 Millionen Euro, was einer Steigerung um 611,8 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht.
  • Die Konzernbilanzsumme der Raiffeisenlandesbank OÖ konnte gegenüber dem Jahresende 2025 leicht gesteigert werden und befindet sich per Ende Juni 2026 mit 49,2 Milliarden Euro weiterhin auf hohem Niveau.
  • Die Entwicklung der Einlagen (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden) in der RLB OÖ ist weiterhin stabil, sie befinden sich zur Jahresmitte bei 14,0 Milliarden Euro.


Größter Marktanteil bei erp-Krediten im Bankenranking: RLB OÖ ist stärkste Förderbank in Österreich

Laut einem aktuellen Bankenranking des Austria Wirtschaftsservice (aws) hat die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 223 aws erp-Kredite (Abkürzung von European Recovery Program = Europäisches Wiederaufbau-Programm) mit einem Gesamtvolumen von 84,8 Millionen Euro abgewickelt. Mit 28 Prozent der insgesamt 797 Zusagen ist die RLB OÖ damit klarer Marktführer in Österreich.
„Die Auswertung des Austria Wirtschaftsservice zeigt, dass wir sowohl bei der Anzahl als auch beim vergebenen Kreditvolumen den größten Marktanteil halten und somit als Nummer 1 die stärkste Förderbank in Österreich sind“, sagt RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Ein erp-Kredit ermöglicht über unterschiedliche Modelle langfristige Finanzierungen mit einem fixen und damit kalkulierbaren Zinssatz. Unternehmen profitieren von den deutlich unter dem Marktzinssatz liegenden Zinssätzen des erp-Fonds und von tilgungsfreien Zeiten. Zusätzlich können die erp-Kredite mit aws-Garantien (= Haftung durch den Bund) oder mit Landes-/Bundes- oder EU-Zuschüssen kombiniert werden. Die RLB OÖ fungiert als Schnittstelle zwischen den Unternehmen, den oberösterreichischen Raiffeisenbanken und dem aws und wickelt als erp-Treuhandbank den gesamten Prozess ab. Der erp-Kredit steht grundsätzlich allen Branchen offen und kommt bei der Begleitung von Unternehmensgründungen, bei Expansionsplänen oder Innovationsvorhaben im Inland zum Einsatz.


Strategische Zukunftsprojekte erfolgreich vorangetrieben

Neben der positiven Geschäftsentwicklung setzte die RLB OÖ im ersten Halbjahr 2026 zahlreiche strategische Initiativen um. Ein besonderer Meilenstein war der Baustart der neuen Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel. Mit dem Spatenstich im Mai 2026 wurde eines der bedeutendsten Holzbauprojekte im urbanen Raum Österreichs gestartet. Die neue Konzernzentrale vereint Nachhaltigkeit, moderne Arbeitswelten und innovative Architektur und wird künftig Platz für bis zu 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten.

Darüber hinaus engagierte sich die RLB OÖ intensiv bei der Weiterentwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs. Gemeinsam mit weiteren Raiffeisenbanken beteiligte sich die Bank an der European Payments Initiative (EPI) und unterstützt damit die Entwicklung der europaweiten Zahlungslösung „Wero“. Gleichzeitig wurde die Position im Payment-Bereich durch die Beteiligung am österreichischen Zahlungsdienstleister hobex weiter gestärkt.

Auch am Kapitalmarkt war die RLB OÖ erfolgreich aktiv. Die Platzierung einer besicherten Benchmark-Anleihe über 500 Millionen Euro stieß bei internationalen Investoren auf großes Interesse und unterstreicht das hohe Vertrauen des Kapitalmarkts in die Stabilität und Strategie der Bank.


Organisation für weiteres Wachstum ausgerichtet

Im Firmenkundengeschäft wurde eine umfassende organisatorische Neuausrichtung umgesetzt, um Verantwortlichkeiten zu bündeln, Synergien zu heben und die Umsetzung der Strategie „IMPULS 2030“ zu beschleunigen. Parallel dazu wurde die Marktpräsenz in Deutschland weiter gestärkt und die bisherige Zweigniederlassung Süddeutschland zur „Niederlassung Deutschland“ weiterentwickelt. Mit diesen Maßnahmen schafft die RLB OÖ die Voraussetzungen für weiteres nachhaltiges Wachstum in ihren Kernmärkten.


Ausblick: Solide Basis für die zweite Jahreshälfte

Die starke Kapitalausstattung, die stabile Entwicklung des Kerngeschäfts sowie die erfolgreiche Umsetzung strategischer Initiativen bilden eine robuste Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds erwartet die Bank für das zweite Halbjahr eine weiterhin stabile operative Entwicklung. Gleichzeitig wird die RLB OÖ ihre Investitionen in Digitalisierung, nachhaltige Infrastruktur, moderne Zahlungslösungen und die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells konsequent fortsetzen.

„Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen, dass wir auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich wirtschaften und gleichzeitig gezielt in die Zukunft investieren können. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um unsere Rolle als Stabilitätsanker und Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft auch künftig erfolgreich wahrzunehmen“, so Reinhard Schwendtbauer.

 

Der Halbjahresfinanzbericht 2026 ist auf der RLB-Website abrufbar.

Rückfragen gerne an

Mag. Jutta Oberweger

Unternehmenssprecherin
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG
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T +43 732 6596-22020
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