Seit 1886 ist Raiffeisen Niederösterreich der starke Partner, um Ideen für die Region umzusetzen.
Gemeinsam stark für Niederösterreich
Als größte Bankengruppe in Niederösterreich übernehmen wir Verantwortung – für Menschen, Unternehmen und die regionale Entwicklung. Dabei sind wir mehr als eine Bank: Unser gesellschaftliches Engagement und unser Beitrag zur Gesamtwirtschaft spiegeln unsere tiefe Verwurzelung in der Region wider.
Raiffeisen in Niederösterreich und Wien:
Meilensteine im Bank- und Beteiligungsgeschäft
1848
Bauernbefreiung und soziale Umbrüche führen zu wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Kreditbedürfnissen – Grundlage für Genossenschaften
1862
Hilfe zur Selbsthilfe, Erster Darlehenskassen-Verein
F. W. Raiffeisen gründet den ersten Darlehenskassen‑Verein in Anhausen (DE) und ermöglicht gemeinschaftliche Kredite. Übergang von Wohltätigkeit zur organisierten Selbsthilfe – Grundmodell der späteren Raiffeisenbanken
1886
Erste Raiffeisenkasse in Österreich (Mühldorf, NÖ)
gegründet – Menschen schaffen ihre eigene Bank. Beginn der genossenschaftlichen Bankenbewegung und Start einer Gründungswelle in Österreich
1898 – 1899
Start der Niederösterreichischen Genossenschafts-Centralcasse, Gründung Raiffeisenverband & Lagerhaus-Genossenschaften
Raiffeisen entwickelt sich zum Netzwerk für Landwirtschaft und regionale Kooperationen. Grundstein zur heutigen Raiffeisen-Struktur gelegt
1900
Krone löst Gulden ab
1902
Großinvestition Schreibmaschine
Anschaffung der ersten Schreibmaschine, Kaufpreis höher als das Jahresgehalt des einzigen Kanzleibeamten
1914-1918
Krieg verändert Wirtschaft
Erster Weltkrieg verändert wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Lagerhaus-Genossenschaften unterstützen Heeresversorgung und Lebensmittelverteilung, steigende Umsätze ermöglichen Investitionen und rasche Modernisierung
1925
Schilling löst Krone ab
1927
Gründung eines österreichweiten Spitzeninstituts
„Girozentrale der österreichischen Genossenschaften" – später Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB), jetzt Raiffeisen Bank International (RBI)
1930
Das erste „fru fru“ (NÖM) wird verkauft.
Für das mit Abstand älteste Fruchtjoghurt Österreichs der MIAG – heute NÖM – wirbt Wunderteam-Star Matthias Sindelar
1936
Start „Niederösterreichische Zuckerfabriks AG“
Heutige Tullner Zuckerfabrik (AGRANA)
1945-1955
Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg
Raiffeisen unterstützt wirtschaftlichen Wiederaufbau und Stabilisierung regionaler Strukturen. Es herrscht Nahrungsmittelmangel, durch die Raiffeisen Genossenschaften ist es möglich, die Selbstversorgung der
1961
Wien bekommt seine Raiffeisenbank
Als letztes Bundesland erhält Wien mit der Gründung der „Raiffeisen Spar- und Darlehenskasse“ eine eigene Genossenschaftsbank
1969
Start ins Computerzeitalter
Gründung des Raiffeisen Rechenzentrums: Was als Zwei-Mann-Betrieb startete, ist heute, als Raiffeisen Informatik, ein leistungsstarker IT-Dienstleister mit rund 1.100 Mitarbeiter:innen in drei Ländern
1972
Niki, Thomas, Herminator & Marcel
Bundes- und Landeswerbevereine werden gegründet. Raiffeisen hilft mit, dass Niki Lauda in die Formel 1 kommt und setzt Maßstäbe im Sportsponsoring - Legenden wie Thomas Muster, Hermann Maier und Marcel Hirscher werden den Werbeauftritt von Raiffeisen prägen.
Bildinformation: "Niki Nazionale" startet in den 1970ern mit Raiffeisen durch
1975
Raiffeisenhaus am Donaukanal (RHW 1) wird eröffnet
Raiffeisenbank Wien startet Online-Betrieb
1979 folgt mit Krems die erste niederösterreichische Raiffeisenkasse
1980
Erster Bankomat
Raiffeisen zeigt Vorreiterrolle im Bereich der Technologie und installiert einen der ersten Bankomaten in Österreich im Raiffeisenhaus Wien
1994
„Wiener Zucker“
Die Marke von AGRANA, die bis heute Teil der österreichischen Mehlspeiskultur ist, löst die Marke „Natürlich Zucker“ ab
1997
Gemeinschaft
Raiffeisenbank Wien und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien fusionieren
2001
Gründung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien
Trennung des Bank- und Beteiligungsgeschäftes
2002
Euro löst Schilling ab
2008
GoodMills Group: „Fini’s Feinstes“ und „Farina“
Raiffeisen Holding NÖ-Wien entschließt sich, sieben Mühlengruppen an 29 Standorten in einer europaweiten Holding zu vereinen. Die Mühlen, teils im 19. Jahrhundert errichtet, sind in ihren Ländern bis heute von Bedeutung
2013
Neues Raiffeisenhaus Wien (RHW 2) eröffnet
Als weltweit erstes Bürohochhaus gemäß Passivhausstandard zertifiziert
2017
RBI und RZB verschmelzen
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien hält 22,6% der Anteile an der RBI und bleibt damit der bei weitem größte Aktionär, 2024: Aufstockung auf 25% + 1 Aktie
2024
Neue Strategien
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien setzt auf „Absolute Kundenzentrierung in jeder Entscheidung“
Mit „Gemeinsam nachhaltig wachsen“ erschließt die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien die neuen Geschäftsfelder Energie und Gesundheit
Wir sind Partner der Menschen und der regionalen Wirtschaft
Es liegt in unserer Tradition, Erfolge möglich zu machen – vom ersten Sparbuch bis zu großen Lebensträumen. Heute betreuen wir über 1,3 Millionen Kund:innen – ein starkes Vertrauen in Raiffeisen NÖ-Wien. Tief verwurzelt in der Region unterstützen wir als starker Partner auch über 53.000 Unternehmen – vom Ein-Personen-Unternehmen über Klein- und Mittelbetriebe bis hin zum Großkonzern. Wir ermöglichen Investitionen und treiben Innovationen voran.
Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes im Interview:
Herr Präsident, Raiffeisen steht seit 140 Jahren für genossenschaftliche Werte wie Solidarität und Selbsthilfe. Warum sind diese Werte heute wichtiger denn je? Wie werden sie gelebt?
Hameseder: Die aktuelle geopolitische Situation zeigt die Verletzlichkeit und die Abhängigkeiten des globalen Wirtschaftssystems sehr deutlich auf. Das solidarische Miteinander und die regionale Zusammenarbeit sind gelebte Raiffeisen-Werte, die unsere Arbeit seit jeher prägen, uns von anderen unterscheiden. Und es sind genau jene Prinzipien, die wir in einer Zeit multipler Krisen dringend brauchen – für die Stabilität in den Regionen, für die Kundenähe und im Sinne unseres Grundsatzes, dass wirtschaftlicher Erfolg dann am nachhaltigsten ist, wenn er gemeinschaftlich erarbeitet wird.
Wenn Sie auf die letzten Jahrzehnte zurückblicken: Was waren aus Ihrer Sicht die prägendsten Veränderungen im Raiffeisen-Sektor und was würde Friedrich Wilhelm Raiffeisen an der heutigen Raiffeisen-Organisation wohl am meisten überraschen?
Hameseder: Die größte Veränderung brachte mit Sicherheit die Digitalisierung. Was heute digital möglich ist, wie groß der Grad der Vernetzung der Gruppe ist, würde Friedrich Wilhelm Raiffeisen wohl überraschen. Angesichts der vielen Umbrüche und Neuentwicklungen ist für uns entscheidend: Wir halten an unserer positiven Grundhaltung fest, sehen Herausforderungen als Chancen und gehen mutig neue Wege – immer mit dem Ziel, die besten Lösungen für die Menschen und Unternehmen in der Region zu erarbeiten.
Wo sehen Sie Raiffeisen in Österreich in weiteren 20 oder 30 Jahren – und welche Rolle wird unsere Region dabei spielen?
Hameseder: Seit 140 Jahren steht Raiffeisen Niederösterreich für ein Prinzip, das aktueller denn je ist: Verantwortung für die Menschen, Unternehmen und für die Region. Seit der Gründung 1886 ermöglichen wir Wirtschaft, schaffen Fortschritt, entwickeln Infrastruktur und stärken die regionale Wertschöpfung. Wir fördern die heimische Landwirtschaft, unterstützen kleine und mittlere Unternehmen, investieren in Innovation, sichern Arbeitsplätze und engagieren uns gesellschaftlich, sozial und kulturell. Allen Veränderungen und Zäsuren zum Trotz, diesen Weg wird Raiffeisen Niederösterreich auch in der Zukunft erfolgreich weitergehen.
Unser gesellschaftliches Engagement:
Hinter jedem Bereich – sei es im Sport, in der Kultur oder im sozialen Engagement – stehen Menschen. Raiffeisen in Niederösterreich steht hinter ihnen und leistet einen spürbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.
- Partner von mehr als 1.200 Sportvereinen und 1.300 Kulturprojekten
- 5,9 Millionen Euro Sponsoring, davon fast ein Drittel für Sport und Kultur
- 1,7 Millionen Euro Spenden, vor allem für Blaulichtorganisationen, Soziales, Karitatives
- 1,9 Millionen Euro regionale Ausgaben für Bildung, Landwirtschaft, Wirtschaft
- 8,6 Millionen Euro Bruttowertschöpfung (91 Porzent heimische Wertschöpfung für NÖ und Wien)
- 3 Millionen Euro Fiskaleffekt
Unser gesamtwirtschaftlicher Beitrag:
Wir schaffen regionale Wertschöpfung, sichern Arbeitsplätze vor Ort und wirtschaften nachhaltig.
- 3 Milliarden Euro trägt Raiffeisen NÖ-Wien jährlich zur österreichischen Wirtschaft bei.
- Jeder 56. Euro, der in Niederösterreich erwirtschaftet wird, hängt mit Raiffeisen zusammen.
- 1,1 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben werden jährlich geleistet.
- Jeder 85. Arbeitsplatz in Niederösterreich steht mit Raiffeisen in Verbindung.
- 13.000 Menschen sind bei Raiffeisen NÖ-Wien direkt beschäftigt.
- Der gesamte Beschäftigungseffekt (inkl. indirekte Beschäftigte) beträgt 23.700 Personen. Das entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Amstetten.
Wir sind eine Genossenschaft
- Genossenschaften genießen 27 Prozent mehr Vertrauen als Kapitalgesellschaften – ein klarer Vorsprung in Glaubwürdigkeit.
- 65 Prozent sehen sie als starke Kraft für die regionale Entwicklung.
- Für 53 Prozent steht langfristiger Erfolg vor kurzfristigem Profit.
- 51 Prozent halten Genossenschaften für besonders vertrauenswürdig.
- 49 Prozent schätzen die Möglichkeit, mitzuentscheiden und mitzugestalten.
Die Daten beziehen sich auf den exemplarisch betrachteten Zeitraum 2024.
Quelle: Ökonomischer Fußabdruck® von Raiffeisen NÖ-Wien:
Laufender Betrieb und Investitionen 2024. Auswertung durch Economica Institut für Wirtschaftsforschung (2026).
Media IV Studie 2026.