Wecker und Geld am Tisch

6 Geld- und Spargeschichten, die überraschen

Von alten Schillingen bis zum Sparschwein: Was Sie über Geld und Sparen vielleicht noch nicht wussten

Bild von Mailand

Warum der Weltspartag überhaupt erfunden wurde

Der Weltspartag hat bereits eine lange Tradition: Er wurde 1924 in Mailand ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war, das Sparen stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und zu zeigen, dass auch kleine Beträge langfristig einen Unterschied machen können. Seitdem erinnert der Weltspartag jedes Jahr daran, sich mit den eigenen Finanzen und den persönlichen Sparzielen zu beschäftigen.

 

Münze mit Wilhelm Raiffeisen
© TRUNG NGUYEN

Die schwerste Goldmünze der Welt

2011 schuf die australische Prägestätte Perth Mint mit der „Australian Kangaroo One Tonne Gold Coin“ eine Goldmünze der Superlative. Sie wiegt unglaubliche 1 000 Kilogramm und besteht aus 99,99 % reinem Gold. Mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern und einer Dicke von etwa 12 Zentimetern ist sie ein echtes Unikat. Ihr offizieller Nennwert beträgt eine Million australische Dollar, der tatsächliche Wert des enthaltenen Goldes ist allerdings um ein Vielfaches höher. Damit ist sie zehnmal so schwer wie die zuvor schwerste Goldmünze, der 100 Kilogramm schwere „Big Maple Leaf“ aus Kanada.

Alte Schillingnoten

Schillinge sind noch immer etwas wert

Wer beim Aufräumen alte Schilling-Banknoten findet, muss sie nicht gleich als Andenken behalten: Ausgewählte Schilling-Banknoten der letzten Serie können bei der Österreichischen Nationalbank auch heute noch unbefristet und kostenlos zum fixen Kurs in Euro umgetauscht werden. Und davon gibt es noch erstaunlich viele: Ende November 2025 waren noch Schilling-Banknoten und -Münzen im Gegenwert von rund 495 Millionen Euro im Umlauf.

 

Euromünzen und Scheine am Tisch
©Grecaud Paul - stock.adobe.com

Die Brücken auf unseren Euro-Scheinen gibt es gar nicht

Fenster, Tore und Brücken prägen das Design der Euro-Banknoten. Sie stehen für Offenheit, Begegnung und die Verbindung zwischen den europäischen Ländern. Das Überraschende: Die Bauwerke auf den Scheinen existieren gar nicht. Sie sind frei erfunden und orientieren sich an verschiedenen Epochen der europäischen Architektur. So wird kein einzelnes Land bevorzugt, sondern Europa als Ganzes symbolisch dargestellt. Übrigens: Die Euro-Scheine bekommen ein neues Design. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich Ende 2026.

Frau mit Sparschwein
© Miljan Zivkovic

Was hat das Schwein eigentlich mit Sparen zu tun?

Unser Sparschwein ist deutlich älter, als man vermuten würde: Bereits im Mittelalter wurden Spardosen in Form von Schweinen hergestellt. Ein besonders früher Fund stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde in Billeben in Thüringen entdeckt. Das Schwein galt damals als Symbol für Glück, Fruchtbarkeit, Nützlichkeit und Wohlstand – schließlich war ein eigenes Schwein für viele Familien eine wertvolle Absicherung. So wurde das Tier mit dem Gedanken des Sparens und Vorsorgens verbunden.

Kinder mit Sparschwein und Münzstapel

Mit Sparkarten spielerisch sparen lernen

In Österreich wurden Kinder schon vor mehr als 100 Jahren mit Sparkarten zum Sparen motiviert. Bei Raiffeisen gab es ab 1899 solche Karten: Kleine Beträge wurden nach und nach eingetragen, bis das Sparziel erreicht war. Sparen wurde damit fast zu einem kleinen Sammelspiel, denn jeder eingezahlte Betrag brachte die Karte ein Stück weiter.