Im Interview: Klaudia Paulitsch
Warum bist du Funktionärin bei Raiffeisen geworden?
Der genossenschaftliche Gedanke „was einer allein nicht bewältigen kann, vermögen viele" und die genossenschaftliche Struktur für wichtige Wirtschaftsbereiche im ländlichen Raum hat mich schon in meiner Studienzeit angesprochen und interessiert, weil in der Genossenschaft neben den wirtschaftlichen streben nach Vorteilen vor allem auch das „Miteinander" gelebt und damit die Region und die Gesellschaft nach vorne gebracht wird.
Was macht dir an deiner Aufgabe am meisten Freude?
Zu sehen, wie durch die Stärkung unserer regionalen Betriebe durch die professionelle Begleitung der Raiffeisenbanken als Geldgeber auch die Attraktivität unsere Region stetig gesteigert wird. Weiters freut es mich, dass unsere Bankfilialen in den Dörfern und unsere Lagerhäuser sich immer mehr zu wichtigen Begegnungsstätten entwickeln.
Woran merkt man, dass sich Engagement auszahlt?
Durch die gegenwärtige Energiekrise war ein dringender Bedarf an alternativen Energiequellen notwendig geworden und es haben sich binnen kürzester Zeit Energiegenossenschaften mit erneuerbarer Energie etabliert. Dörfer mit bestehenden Fernwärmegenossenschaften haben nun einen echten komparativen Wettbewerbsvorteil, der wiederum der Region zugutekommt. In unserer Region wurden neue Fernwärmegenossenschaften gegründet und in kürzester Zeit in Betrieb genommen. Verarbeitet werden Energieträger aus der Region für die Region.
Warum zahlt sich Engagement aus, trotz voller To-Do-Liste?
Teil solcher Projekte zu sein und diese weiterzubringen ist eine sehr schöne und erfüllende ehrenamtliche Aufgabe. Dabei sind volle To-Do-Listen kein Hindernis, weil man durch das Engagement nicht nur die Region stärkt und weiterentwickelt, sondern durch das gewonnene Netzwerk selbst profitiert und sich weiterentwickelt. Ich habe in meiner Tätigkeit als Funktionärin stets einen wertschätzenden Umgang und ein inspirierendes Umfeld erfahren und ein wertvolles Netzwerk geschenkt bekommen.