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122. Generalversammlung der Raiffeisenbank Montfort

Vorstand und Aufsichtsrat berichteten bei der 122. Generalversammlung am 6. Juli 2022 im Montforthaus Feldkirch über ein erfolgreiches Geschäftsjahr. 

2021 war auch aus Bankensicht von schnellen Veränderungen und besonderen Herausforderungen geprägt. Gestärkt durch die Fusion im September 2020 und dem großartigen Mit.Einander unserer Angestellten und Gremien, konnten wir trotz andauernder Pandemie, der damit einhergehenden Rezession und der bis Ende 2021 anhaltenden Negativzinsphase ein gutes Ergebnis erwirtschaften. „Das gute wirtschaftliche Fundament lässt uns auch Schritt halten mit unseren expandierenden Firmenkunden, deren Großprojekte wir nun ausschließlich aus eigener Kraft bedienen können. Es schafft uns zudem wertvollen Spielraum für künftige Aufgaben, wie etwa die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie oder bei der zu erwartenden notwendigen Wachstumsfinanzierung. Auch die Entwicklungen in der Ukraine und ihre Auswirkungen z. B. auf die Energiepreise, sowie die weltweite Rohstoffknappheit sind Bürden für die heimische Wirtschaft, die sich gerade von der Pandemie erholt“, berichtete Vorstandsdirektor Mag. Stefan Vetter.

 

Aktuelle Entwicklung

Das Jahr 2022 wird in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Weichenstellungen sein. „Das betrifft sowohl die Corona-Pandemie und ihren weiteren Verlauf, die Geopolitik mit Brennpunkt Ukraine, die globale Konjunktur samt Inflationsentwicklung und Geldpolitik sowie auch die Fragen, wie es auf den Finanzmärkten weitergeht; wie wir die Energiewende im Sinne der Klimaziele schaffen und weniger abhängig von Öl und Gas werden – und welche Auswirkungen diese Herausforderungen auf uns, unsere Kunden und unsere Region haben. Viele Themen beschäftigen uns heute, und die Auswirkungen werden uns auch noch in den nächsten Jahren beschäftigen“, führte Vetter weiter aus.

 

Mut machen. Möglich machen. Miteinander machen.

2021 war aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht ein herausforderndes Jahr. In vielerlei Hinsicht hat sich gezeigt, welche Parameter für ein gelingendes Leben wichtig sind: Gesicherte Erwerbsmöglichkeiten, soziale Kontakte, Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung oder sinnvolle Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche. Unsere vielen Partnerorganisationen, Vereine und Schulpartner wurden daher auch in den Monaten des Stillstands mit Sponsorenbeiträgen unterstützt. Dadurch wurden ihnen Rahmenbedingungen geschaffen, ihre Aktivitäten ehestmöglich wieder aufnehmen zu können. Zudem wurden zahlreiche soziale, kulturelle und Projekte im Jugendbereich durch Fördergelder unserer Raiffeisen Montfort Stiftung finanziell unterstützt.

 

Starke wirtschaftliche Basis

Das sehr zufriedenstellende Bilanzergebnis wurde von Vorstandsdirektor Mag. Richard Erne präsentiert. Das Kundengeschäftsvolumen hat sich um 264 Millionen Euro auf 3,4 Milliarden erhöht. Mit einer beachtlichen Steigerung von 123 Millionen Euro spiegelt sich dies in der Bilanzsumme mit 1,8 Mrd. Euro wider.

Trotz Ausweitung der vorsorglichen Risikokosten beläuft sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 9,15 Millionen Euro. Der ausgewiesene Bilanzgewinn beläuft sich auf 542.548,81 Euro. „Im letzten Jahr konnten wir die Eigenmittel um 6 Mio. Euro auf gesamt 187 Mio. steigern. Die gesetzlichen Eigenmittelanforderungen inkl. aller Kapitalpuffer liegen bei 126 Mio. und werden von uns somit um 61 Mio. übertroffen. Diese sehr gute Eigenmittelausstattung ist für eine starke und gesunde Bank sehr wichtig. Das ist die wesentlichste Voraussetzung, dass wir alle Finanzierungswünsche unserer Firmen- und Privatkunden erfüllen können“, betont Erne.
 

Erfolgreiche Geschäftsgebarung

Mag. Michael Alge, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, berichtete über die Revisions- und Jahresabschlussprüfung 2021. Er bestätigte die wirtschaftliche, zweckmäßige und rechtmäßige Geschäftsgebarung sowie die erfolgreiche Tätigkeit insbesondere angesichts des sehr herausfordernden Umfelds. Über die Prüfungstätigkeit des Aufsichtsrates berichtete Dr. Richard Forster als dessen stellvertretender Vorsitzender.

 

Aufsichtsrat verstärkt

Die Generalversammlung beschloss, zwecks Diversität die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder auf sieben zu erhöhen und wählte Frau Dr. Daniela Ebner einstimmig als neues Mitglied in den Aufsichtsrat. Frau Ebner ist seit dem Jahre 2008 für das Unternehmen ALPLA tätig

Als Mitglied des Führungskreises der ALPLA-Gruppe ist sie mit ihrem Bereich global verantwortlich für Produktion, Instandhaltung, Qualität und Arbeitssicherheit und der damit verbundenen stetigen Optimierung der Betriebsabläufe.

 

Im Anschluss an die Tagesordnung durften wir Stefan Vögel und Anna Gross auf der Bühne begrüßen. Mit einigen Episoden aus ihrem aktuellen Programm „Wo simmr stohblieba?“ sorgten sie für gute Unterhalten. Im Rahmen eines geselligen Ausklangs genossen wir mit unseren Mitgliedern kulinarische Höhepunkte der Montforthaus Gastronomie.