Geschichte

125 Jahre Raiffeisenbank Au

Raiffeisenbank

Die Anfänge unserer Raiffeisenbank Au reichen bis ins Jahr 1892 zurück. Bei der Gründung in diesem Jahr wurde Josef Anton Albrecht zum ersten Obmann ernannt. Sein Stellvertreter war damals Pfarrer Hiller. In den ersten vier Jahren leitete Lehrer Wiedemann von Au die Geschäfte. Diese übernahm ab dem Jahr 1897 Kaspar Fuchs aus Au bis zum Jahr 1899. Von diesem Jahr an stand Josef Erath aus Au der Spar- und Darlehenskasse bis 1921 vor. Ab 1921 übernahm Anton Fuchs aus Au die Aufgaben des Zahlmeisters bis zu seinem Tod im Jahr 1953. Anschließend übernahm Josef Beer die Geschäfte bis zu seiner Pensionierung im Oktober 1985.

In diesen 32 Jahren, in denen Josef Beer die Spar- und Darlehenskasse bzw. ab 1954 die Raiffeisenkasse Au leitete, gab es viele Veränderungen. Bis zum Jahr 1955 spielte sich zum Beispiel das Bankgeschäft immer in den Wohnräumen des Zahlmeisters ab – heute natürlich unvorstellbar. 1954 konnte dann ein Grundstück in Argenau erworben und anschließend das Kassagebäude bzw. in weiterer Folge ein Warenlager errichtet werden. Die Pläne des Gebäudes stammten damals vom akadem. Bildhauer Kaspar Albrecht aus Au.

Doch bereits 11 Jahre nach der Übersiedelung ins neue Kassagebäude 1955 wurde eine Vergrößerung  aufgrund des sich rasch entwickelnden Geschäftsumfanges nach den Plänen von  Architekt Jakob Albrecht durchgeführt.

1974 konnte das angrenzende Grundstück mit dem sich darauf befindlichen Wohnhaus Nr. 118 von den Erben Olga Moosmann und Maria Moosbrugger nach Josef Kaufmann aus Au erworben werden.

Rasch ging man an die Planung eines neuen Bankgebäudes. Der Aufschwung des Tourismus in unserer Region führte bald dazu, dass das Geldgeschäft der Raiffeisenkasse Au das bisher dominierende Warengeschäft überflügelte. Am 12. Juni 1977 war es dann so weit: das neue Kassagebäude, direkt neben dem bisherigen Gebäude, konnte bezogen werden. Der dazu veranstaltete Tag der offenen Tür fand großen Anklang bei der Bevölkerung und es erschienen zahlreiche Besucher.

 

Neubau

Entwicklung der Nachbargemeinden

Die Entwicklung unserer Region, im Besonderen die Gemeinden Au, Schoppernau, Damüls und Schröcken, war schon immer ein großes Anliegen der Raiffeisenkasse Au.

So fanden die ersten Kassatage in Schoppernau zuerst noch im Haus Nr. 31 bei August Erath und ab 1964 im Haus Nr. 24 bei Heribert Metzler statt. 1969 eröffneten wir schließlich unsere Bankstelle im neu erbauten Gemeindehaus.

In Schröcken wurden die Kassatage am Sonntag nach dem Gottesdienst im Gasthof Tannberg abgehalten. Als Verkehrsmittel wurde das Postauto bzw. ein Roller genutzt. Danach zogen wir ins Gemeindehaus von Schröcken um.

Die Bankstelle in Damüls betreiben wir seit der Fusion mit der Raiffeisenkasse Damüls im Jahr 1971 im Gemeindehaus von Damüls ganzjährig.

 

Veränderungen

Aufgrund der Änderung des Kreditwesengesetzes im Jahr 1977 waren anstatt des Zahlmeisters nun zwei Geschäftsleiter für die Führung von Banken erforderlich.

So wurden Josef Beer und Rudolf Berbig aus Au zu den ersten Geschäftsleitern ernannt.  Nach der Pensionierung von Josef Beer im Jahr 1985 übernahm Reinhard Moosbrugger aus Schoppernau die Tätigkeit als Geschäftsleiter der Raiffeisenkasse Au.

Eine weitere Veränderung spielte sich 1986 ab: Die Bilanzsumme überstieg in diesem Jahr 300 Millionen Schilling und die Raiffeisenkasse wurde aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zu einer Raiffeisenbank.

Neubau
© HARALD GEIGER

Erweiterung des Bankgebäudes

Aufgrund des Bevölkerungszuwachses in den Einzugsgemeinden, der erfreulich starken Weiterentwicklung des Tourismus, der immer größer werdenden Produktvielfalt und der laufend strenger werdenden  Auflagen im Bankgeschäft reichte das Bankgebäude in Argenau nicht mehr aus.

Es gab einen Architekturwettbewerb für den Umbau des bestehenden Gebäudes. Doch aufgrund der  Bauweise und der Lage des Gebäudes entschied man sich dafür, das Gebäude an dem derzeitigen Standort in Au (Lisse 94) zu errichten. Am 06.09.1996 konnte das neue Bankgebäude mit einer großen Feier eröffnet werden.

Im Jahr 2003 trat der langjährige Geschäftsleiter Rudolf Berbig seine Pension an. Seine Aufgaben übernahm ab dem 01.03.2003 Betr.oec. Thomas Bayer aus Au.

Die Modernisierung der Bankstellen in Damüls und Schoppernau erfolgte 2004 und die Schalterhalle in unserer Hauptanstalt wurde im Jahr 2005 umgebaut und den neuen Erfordernissen des Bankgeschäfts angepasst. Um der steigenden Mitarbeiteranzahl entsprechende Arbeitsplätze zu bieten,  bauten wir zwei Jahre später das Obergeschoss um.

Im Oktober 2017 beendete Thomas Bayer die Tätigkeit als Geschäftsleiter. Im März 2018 wurde Clemens Sutter M.A. aus Au als neuer Geschäftsleiter in den Vorstand berufen. Am 30. November 2019 beendete der langjährige Geschäftsleiter Reinhard Moosbrugger seine aktive Tätigkeit bei der Raiffeisenbank Au und übergab seine Aufgaben an Roman Berbig. Als neuer Geschäftsleiter wurde Roman Berbig im März 2020 in den Vorstand berufen. Seither leiten Clemens Sutter M.A. und Roman Berbig die Raiffeisenbank Au.

GESCHICHTE - Eine Idee wird zum Erfolg

Eine Idee wird zum Erfolg

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) war Bürgermeister in einer von Hungersnöten und Armut geprägten Gemeinde im Westerwald. Er stellte sich die Aufgabe, die große wirtschaftliche Not der Bevölkerung zu lindern. 1862 schuf Raiffeisen einen Darlehenskassen-Verein in Anhausen (Deutschland) und legte den Grundstein für die heute weltumspannende Organisation der Raiffeisengenossenschaften.

Was hinter dem Giebelkreuz steckt

Raiffeisen steht für Sicherheit und Stabilität. Das wird auch durch unser Markenzeichen symbolisiert. Das gemeinsame, alle Aktivitäten verbindende Zeichen der Raiffeisen-Gruppe ist das Giebelkreuz. Das Giebelkreuz war ursprünglich das germanische Symbol für ein behütetes Haus und wurde früher am Dachgiebel zum Schutz der Bewohner vor Gefahren angebracht.

Die Raiffeisenorganisation hat dieses Schutzzeichen zu ihrem Symbol gewählt, weil sich ihre Mitglieder durch den Zusammenschluss in der Genossenschaft vor wirtschaftlichen Gefahren selbst schützen. Heute ist das Giebelkreuz eine der bekanntesten Marken Österreichs und die führende Marke unter den österreichischen Finanzdienstleistern.