Balsam für die Seele – 12 Tipps für richtiges Entrümpeln
Entrümpeln und ausmisten schafft nicht nur Platz in Ihren vier Wänden, sondern auch in Ihrem Inneren. Wir haben zwölf Tipps, wie Sie sich von nicht mehr gebrauchten Dingen trennen und davon nachhaltig profitieren.
Tipp 1: In kleinen Schritten ans Ziel
Um sich selbst den Einstieg zu erleichtern, sollten Sie klein anfangen: Kontrollieren Sie alle Kugelschreiber in Ihrer Schublade, ob Sie noch funktionieren, prüfen Sie, welche Ihrer Scheren noch gut schneidet oder sortieren Sie Ihre Lippenstiftsammlung aus. Erste Erfolge werden sich bald einstellen und so kommt die Motivation, genau da weiterzumachen!
Tipp 2: Die Drei-Kisten-Methode
Die Drei‑Kisten‑Methode eignet sich besonders gut für größere Aufräumprojekte – etwa beim Entrümpeln des Dachbodens, der Abstellkammer oder des Kleiderschranks. In die erste Kiste kommt alles, was Sie behalten möchten. Die zweite Kiste ist für Dinge vorgesehen, die Sie verschenken oder verkaufen wollen, und in die dritte wandert alles, was entsorgt werden kann. Sie werden überrascht sein, wie viel in Kiste zwei und drei landet!
Doch was tun, wenn die erste Kiste zu voll wird? Unser Vorschlag: Lagern Sie Dinge, die Sie aktuell nicht unbedingt benötigen, für ein halbes oder ganzes Jahr im Keller oder auf dem Dachboden zwischen. Alles, was Sie in diesem Zeitraum nicht vermisst haben, können Sie danach ohne schlechtes Gewissen aussortieren.
Tipp 3: Gut geplant ist halb gewonnen
Für alles, was nach der Drei-Kisten-Methode noch übrig ist, sorgt in Runde zwei die Kon-Mari-Methode: Sie nehmen jedes Stück in die Hand und fragen sich, ob es Sie (noch) glücklich macht. Danach besitzen Sie garantiert nur noch Ihre Lieblingsteile. Ein weiterer Vorteil dieser Methode: Die übrig gebliebenen Teile werden regelmäßig getragen und so verhindern Sie, dass Ihr Kleiderkasten einstaubt.
Tipp 4: Denken Sie nicht zu viel an den Kaufpreis
Es ist verständlich, dass man sich von Gegenständen mit hohem Kaufpreis nur schwer trennt. Auch Erbstücke oder Erinnerungsstücke haben einen besonderen emotionalen Wert und sollten nicht leichtfertig entsorgt werden. Unser Rat: Nutzen Sie hochwertige Dinge bewusst im Alltag. Wenn Sie trotz regelmäßiger Nutzung merken, dass Sie keinen wirklichen Nutzen daraus ziehen, fällt das Weitergeben anschließend deutlich leichter – ganz ohne schlechtes Gewissen. Schließlich hat niemand etwas von einem teuren Gegenstand, der nur ungenutzt herumliegt.
Tipp 5: Verkaufen oder wegwerfen?
Beim Vergleichen von Gebrauchtpreisen im Internet stellt man schnell fest, dass man für viele Dinge kaum noch etwas bekommt. Zudem ist ein Verkauf von Gegenständen über das Internet oft mit einem hohen Aufwand verbunden: Artikel fotografieren, Beschreibungen formulieren, Preise festlegen und die Auktion starten. Eine entlastende Möglichkeit ist es, gut erhaltene Dinge in Second-Hand-Geschäften abzugeben oder sie einfach zu verschenken.
Tipp 6: Gute Alternative: Spenden oder Verschenken
Schenken macht es leichter, sich von Dingen zu lösen. Seien Sie dabei ruhig großzügig: In den meisten Städten gibt es Kleiderkammern, Secondhandgeschäfte oder Initiativen für Geflüchtete, die sich über Ihre Spenden sehr freuen. Immer häufiger werden auch Kleidertausch-Partys organisiert – privat wie öffentlich. Vielleicht wäre auch das eine passende Möglichkeit für Sie.
Tipp 7: Von klein nach groß entrümpeln
Beginnen Sie beim Entrümpeln mit Schubladen, Schränken und Kommoden. Erst danach widmen Sie sich den freien Oberflächen. So findet jeder Gegenstand seinen festen Platz – und was keinen Platz bekommt, darf gehen. Die sichtbaren Erfolge motivieren zusätzlich und bringen Schritt für Schritt mehr Ordnung in Ihr Zuhause!
Tipp 8: Nicht alles vollstellen
Sie müssen nicht jedes Regal bis auf den letzten Zentimeter füllen – lassen Sie bewusst etwas Platz. Sortieren Sie Ihre Bücher nach Farben oder Größen und nutzen Sie freie Flächen, um Ihre liebsten Dekostücke schön in Szene zu setzen. Dadurch wirkt der Raum sofort luftiger und leichter.
Küchen-Tipp:
Nehmen Sie sich zweimal im Jahr Zeit für eine kurze Kücheninventur. Gegen lose Kleinteile in Schubladen helfen flexible Ordnereinsätze, die schnell für Übersicht und Struktur sorgen.
Tipp 9: Weniger ist mehr
Grundsätzlich gilt: Je ruhiger das Gesamtbild, desto angenehmer wirkt ein Raum. Verstauen Sie daher kleinteilige oder visuell „unruhige“ Gegenstände in passenden, nicht transparenten Körben. Das schafft automatisch mehr Klarheit. Nach dem Motto weniger ist mehr lassen sich so ganz nebenbei eine der häufigsten Einrichtungssünden leicht vermeiden.
Tipp 10: Badezimmer: Verstauen statt verstauben
Wenn im Badezimmer nicht zu viele Dinge offen herumstehen, setzt sich weniger Staub ab. Mit kleinen Unterteilungen lassen sich Spiegelschränke übersichtlich organisieren – so bekommen Cremes, Tiegel und Fläschchen ihren festen Platz. Ist alles ordentlich verstaut, geht das regelmäßige Putzen leichter von der Hand und macht sogar ein bisschen mehr Freude.
Tipp 11: Regelmäßiges Aufräumen lohnt sich
Im Idealfall werden große Aufräum- oder Putzaktionen gar nicht erst nötig. Es lohnt sich daher, lieber öfter aufzuräumen. Investieren Sie täglich drei Minuten pro Raum, um Ordnung zu machen. Sie werden sehen, wie leicht sich Chaos-Hotspots vermeiden lassen.
Tipp 12: Weniger Farben schaffen Klarheit
Orientieren Sie sich an einem einfachen Schema: Grau, Naturtöne, Weiß und Holz. So sieht Ihr Wohnalltag freundlich und ruhig aus. Sie können auch Bücher nach Farben sortieren, was zusätzliche Ruhe in Ihre vier Wände bringt.
Quelle: https://www.wohnnet.at/wohnen/ausmisten-seele-gesund-60802562