Anlegerwohnung

Anlegerwohnungen erfreuen sich immer mehr Beliebtheit – doch worauf ist zu achten?

Ihre Anlegerwohnung soll rasch vermietbar sein. Das heißt, es kommt auf die Massentauglichkeit an. Denn wenn Ihre Wohnung leer steht, dann vermindert das Ihre Rendite. Aus diesem Grund eignen sich etwa absolute Luxuswohnungen als Anlegerwohnungen kaum.
 

  • Größe: Rasch vermietbar sind Wohnungen, die etwa 40 bis 70 Quadratmeter groß sind. Die Wohnungen sollten zwei bis drei Zimmer haben. Garconnieren werden nicht mehr so stark nachgefragt wie einstmals. Auch bei Singles geht der Trend vermehrt zu Zwei- bis Dreizimmer-Wohnungen.

  • Mietpreis: Im Sinne einer raschen Vermietbarkeit sollte der Mietpreis zwischen 500 Euro und 800 Euro liegen.

  • Ausstattung: Küche und Badezimmer sollten voll eingerichtet sein. Gediegene Böden (Parkett, Laminat oder Ähnliches) sind von Vorteil. Der Grundriss soll funktional sein. Ein Lift ist praktisch unumgänglich, wenn die Wohnung in einem höheren Stockwerk liegt. Die vorhandene Einrichtung sollte "neutral" sein.

  • Lage: Die Lage sollte natürlich gut sein (mit entsprechender Verkehrsanbindung, Infrastruktur in der Umgebung). Ausgesprochene Luxusgegenden sind aber nicht zu empfehlen, da die Anschaffungskosten in keiner Relation zu den erzielbaren Mietpreisen stehen und dadurch Ihre Rendite sinkt.

  • Alter: Zu empfehlen sind Neubauwohnungen, die ab den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts errichtet worden sind. Ältere Wohnungen können teilweise schon Baumängel aufweisen und sanierungsbedürftig sein und sind nur dann zu empfehlen, wenn Sie selbst gewisse Sanierungsarbeiten durchführen können.

 

Welche steuerlichen Bestimmungen gibt es?

Einen Teil der Rendite Ihrer Anlegerwohnung machen die steuerlichen Möglichkeiten aus, die Sie nutzen können. So ersparen Sie sich – wenn Sie die Wohnung mindestens 20 Jahre lang vermieten – beim Wohnungskauf die Umsatzsteuer. Darüber hinaus können Sie zahlreiche Ausgaben von der Steuer absetzen – dadurch zahlen Sie auf Jahre hinaus weniger Steuern.

 

Vorteile bei Vorsorgewohnungen

  • Sicherheit und geringes Risiko: Die Investition in eine Vorsorgewohnung ist die Veranlagung in einen Realwert und bietet somit eine hohe Sicherheit.
  • Steuerliche Vorteile: Der wesentlichste Vorteil ist die Rückerstattung der Umsatzsteuer beim Immobilienkauf.
  • Inflationsschutz: Die Mieterträge sind an den Verbraucher-Preis-Index angepasst. Dadurch verfügen Sie über ein Investment mit Inflationsschutz.
  • Wertsteigerung aufgrund steigender Wohnungspreise

 

Risiken bei Vorsorgewohnungen

  • Leerstände bzw. Schwierigkeiten mit einem Mieter: Mit einem Mietenpool kann dieses Risiko geringgehalten werden. Dabei fließen die Mieterträge einer Wohnhausanlage in einen Topf und werden dann aliquot auf alle Eigentümer aufgeteilt. Wird eine Wohnung einmal nicht vermietet, so wird dieser „Leerstand“ auf alle Eigentümer aufgeteilt, wodurch das Leerstandsrisiko für den Einzelnen minimiert wird.
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  • Eingeschränkte Liquidität: Das Investment in eine Vorsorgewohnung ist eine langfristige Angelegenheit. Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Geld damit auf längere Zeit gebunden ist. Auf der anderen Seite erhalten Sie bei einer Vermietung laufend zusätzliche Einnahmen.

  • Keine Wohnbauförderung: Für die Finanzierung Ihrer Anlegerwohnung können Sie keine Wohnbauförderung in Anspruch nehmen.

Quellen:
https://www.raiffeisen.at/de/immobilien/kaufen-verkaufen/vorsorgewohnungen.html