Covid-19 - Hilfe für Unternehmen
Unser Service in schwierigen Zeiten

Um Unternehmen während der Corona-Krise die Aufnahme von Überbrückungskrediten zu erleichtern, bietet Raiffeisen geförderte Finanzierungen an. Informieren Sie sich über alle Details, die Möglichkeiten zur Kurzarbeit sowie den Härtefallfonds für Selbstständige und Landwirte.

Corona-Krise: Die wichtigsten Hilfsprogramme

Die Corona-Krise hat gravierende wirtschaftliche Folgen für Unternehmen. Damit es in diesem Zusammenhang nicht zu einer existenzbedrohenden Gefährdung für österreichische Unternehmen kommt, hat die Bundesregierung den  Corona-Hilfsfonds eingerichtet. Abgewickelt werden die Hilfsprogramme über Ihre RaiffeisenBank St. Ulrich - Waidring als Hausbank Ihres Unternehmens. 

Ziel der Maßnahmen

Mit dem Corona-Hilfsfonds werden Unternehmen und Branchen unterstützt, die durch die im Zuge der Corona-Krise verhängten Maßnahmen besonders betroffen sind und Liquiditätsprobleme haben. Der Gesamtrahmen des Corona-Hilfsfonds beträgt EUR 15 Mrd.  Die Mittel werden flexibel und nach unmittelbarem Bedarf eingesetzt. Mit Garantien der Republik und direkten Zuschüssen soll der Liquiditätsbedarf von Unternehmen abgedeckt werden. 

Da eine Antragstellung nur nach Abstimmung mit der Hausbank erfolgen kann, bitten wir Sie vor Einreichung eines Antrags, Kontakt mit Ihrem Berater aufzunehmen.

Sie erreichen uns telefonisch, per E-Mail oder über die sichere Mailbox im Online-Banking. 

Geschäftsmann im Büro am Handy vor Laptop
©dima_sidelnikov - stock.adobe.com

Überbrückungsgarantien im Überblick

Über drei Förderstellen (Oesterreichische Kontrollbank für Großunternehmen, Austria Wirtschaftsservice für KMU sowie die Österreichische Hotel- und Tourismusbank) werden von der neu gegründeten COFAG (Covid-10 Finanzierungsagentur) Garantien für Kredite ausgestellt, die von Banken an Unternehmen vergeben werden.

Die Garantie der Republik deckt bis zu 100 Prozent der Kreditsumme ab. Damit werden Betriebsmittelkredite besichert. Die Obergrenze dafür beträgt maximal 3 Monatsumsätze oder maximal EUR 120 Mio. 
 

Voraussetzungen

Standort und Geschäftstätigkeit müssen in Österreich sein. Es muss ein Liquiditätsbedarf für den heimischen Standort bestehen. Zudem gibt es bei Aktiengesellschaften Beschränkungen hinsichtlich der Auszahlung von Dividenden und der Auszahlung von Boni an die Vorstände. 

Geschäftsfrau stehend, im Hintergrund Kollegen
© Rido

Fixkostenzuschüsse im Rahmen des Corona-Hilfsfonds

Dabei werden Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten für Unternehmen in der Coronakrise gewährt. 

  • Der Standort und die Geschäftstätigkeit müssen in Österreich sein und die Fixkosten müssen in Österreich operativ angefallen sein.
  • Das Unternehmen erleidet im Jahr 2020 während der Corona-Krise (ab 16.3.2020 bis zum Ende der Covid-Maßnahmen, längstens jedoch bis 15.9.2020) einen Umsatzverlust von zumindest 40%, der durch die Ausbreitung von COVID-19 verursacht ist.
  • Zuschüsse gibt es für Betriebe, die vor der Corona-Krise ein gesundes Unternehmen waren.
Geschäftsmann mit aufgespanntem Regenschirm vor einer Stadt

Kreditmittel für Exporteure

Ab sofort können Exportunternehmen – mit Unterstützung ihrer Hausbank – einen Kreditrahmen in Höhe von 10 Prozent (Großunternehmen) bzw. 15 Prozent (Klein- und Mittelunternehmen) ihres Exportumsatzes bei der OeKB beantragen. Die Höchstgrenze liegt dabei pro Kunden bei EUR 60 Mio.

Dieses Angebot ist unabhängig davon, ob das jeweilige Unternehmen bisher schon Kunde bei der OeKB ist und ob ein etwaiger bisheriger Kreditrahmen bereits ausgeschöpft ist.

Jüngerer Geschäftsmann mit Anzug und Krawatte

Härtefallfonds für Selbstständige

Der Härtefallfonds für Ein-Personen- und Kleinstunternehmen soll Selbstständige, die wegen der Corona-Krise und der angeordneten Maßnahmen derzeit keine Umsätze haben, bei der Bestreitung ihres Lebensunterhaltes unterstützen. Das Geld ist ein einmaliger Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden. Anspruchsberechtigt sind unter anderem Ein-Personen- und Kleinstunternehmer, neue Selbstständige oder auch freie Dienstnehmer wie EDV-Spezialisten und Nachhilfelehrer.

Aktuell: Anträge für die Phase 2 des Härtefall-Fonds können noch bis einschließlich 31. 07. 2021 gestellt werden. Die Phase 2 umfasst insgesamt 15 Betrachtungszeiträume, der letzte Betrachtungszeitraum der Phase 2 ist 16. 05. 2021 – 15. 06. 2021.

Mit Juli 2021 geht der Härtefall-Fonds in die Verlängerung. Die Richtlinie für die Phase 3 des Härtefall-Fonds wird derzeit ausgearbeitet. Die Antragstellung für die Phase 3 (Betrachtungszeiträume Juli, August, September 2021) startet voraussichtlich am Montag, 02. 08. 2021.

Bauer hält zwei Flaschen Milch in den Händen, im Hintergrund sieht man seine Kühe

Förderungen für Landwirte

Die  Land- und Forstwirtschaft ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv betroffen. Der Härtefallfonds der Bundesregierung unterstützt nicht nur Kleinunternehmen in der Wirtschaft sondern auch kleinere land- und forstwirtschaftliche Betriebe. 

Die Förderung besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss und wird über die Agrarmarkt Austria abgewickelt.

Landesförderungen in Österreich

Es sind in allen Bundesländern Förderungen verfügbar.

Die Möglichkeiten zur Kurzarbeit

Kurzarbeit nach Sozialpartnervereinbarung

Corona-Kurzarbeit Phase 5

Um die weiter von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen treffsicher zu unterstützen, haben sich die Sozialpartner und die Bundesregierung auf eine Neuregelung der Corona-Kurzarbeit geeinigt.

Die Corona-Kurzarbeit Phase 5 gilt ab 01. 07. 2021 bis 30. 06. 2022 für Kurzarbeitsprojekte von höchstens jeweils 6 Monaten. Neu ist, dass es 2 Schienen der Kurzarbeit gibt, eine für besonders betroffenen Betriebe (bis 31. 12. 2021 befristet) und die andere für die übrigen Betriebe. Für letztere wird die Beihilfe gegenüber der Phase 4 um 15 % reduziert und beträgt damit 85 % der bisher ausbezahlten Beihilfe.

  • Besonders betroffene Betriebe (ab 50 % Umsatzrückgang im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 oder Betriebe mit Betretungsverbot) erhalten bis längstens 31. 12. 2021 weiterhin die ungekürzte Beihilfe, müssen aber die restlichen 15 % − bis zur Anpassung in der AMS-IT − im Rahmen eines Änderungsbegehrens gegenüber dem AMS extra beantragen. 
  • Betriebe, die neu in Kurzarbeit gehen (keine Kurzarbeit zwischen dem 01. 04. 2021 und 30. 06. 2021), müssen vor Beginn der Kurzarbeit ihre regionale Geschäftsstelle des AMS kontaktieren und ein − in der Regel 3-wöchiges Beratungsverfahren absolvieren.
  • Die Mindestarbeitszeit beträgt 50 % bzw. 30 % (bei besonders betroffenen Betrieben), Ausnahmen sind weiterhin möglich.

Ihre RaiffeisenBank St. Ulrich - Waidring als Hausbank kann über einen Betriebsmittelkredit die Zwischenfinanzierung der Kurzarbeit in Ihrem Unternehmen übernehmen.