Infos zu COVID19

Derzeitige Situation auf dem Versicherungsmarkt

Vorab möchten wir uns bei Ihnen in das in uns gesetzte Vertrauen bedanken und wir hoffen Ihnen und Ihren Familien geht es auch in der momentanen Situation gesundheitlich gut.

Wir leben aktuell in sehr ungewissen Zeiten, daher versuchen wir zumindest im Versicherungsbereich ein wenig Klarheit zu schaffen.

Die aktuelle Situation, verursacht durch COVID-19, ist eine massive Herausforderung für jene, die von Betriebsunterbrechungen betroffen sind. Insbesondere dann, wenn es Deckungsfragen mit der eigenen Betriebsunterbrechungsversicherung (BUFT, Seuchen-BU) gibt.

Die österreichischen Versicherer haben sich entschlossen im Rahmen einer freiwilligen Hilfsaktion die KMU und Einzelunternehmen, die durch ein verordnetes Betretungsverbot betroffen sind, durch freiwillige Zahlungen in der Corona-Krise zu unterstützen.

Diese Aktion kann als begrüßenswert gesehen werden, jedoch birgt diese Aktion auch Gefahren.

Ob eine der angebotenen Hilfestellungen angebracht ist oder nicht, muss in jedem Fall separat und individuell beurteilt werden, da jedem Vertrag unterschiedliche Bedingungen zugrunde liegen.

Voreilige Handlungen, wie eine Reduktion der Prämie durch Umstellung auf einen verminderten Deckungsumfang, sollten tunlichst vermieden werden.

Gleiches gilt für ein etwaiges Abfindungsangebot für einen Schadenfall, in der die Deckungsfrage noch nicht geklärt ist und der Versicherer mittels einer Entschädigungsquittung den Schaden einer raschen (und finalen) Erledigung zuführen will.

Durch die Unterfertigung einer solchen Vereinbarung wird auf alle eventuellen Rechtsansprüche verzichtet

Wenn für Sie Unklarheiten zu ihrem Betriebsunterbrechungsvertrag (BUFT, Seuchen BU) bestehen bitten wir Sie um Kontaktaufnahme mit unserem Büro. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei zusammen, welche uns besonders in dieser Zeit rechtlich beratet.

Gemeinsam schaffen wir das!

Aktuelle Informationen zu COVID 19

Die uns bisher bekannte Welt wurde in Österreich mit Freitag, den 13.3.2020, in einer bisher unvorstellbaren Art und Weise auf den Kopf gestellt. Wir erleben momentan eine sehr herausfordernde Zeit und viele unserer Kunden trifft die neue Situation mit voller Wucht, unvorbereitet und sofort, insbesondere wenn man an die zahlreichen Unternehmen im Handel, Gewerbe, in der Hotellerie oder Gastronomie denkt.

Natürlich wird diese Situation auch an uns Versicherungsmaklern nicht spurlos vorübergehen. Umso mehr wollen wir Ihnen weiterhin als kompetenter und stabiler Ansprechpartner für Ihre Anliegen aufgrund der derzeitigen Pandemie mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Es herrscht momentan auch auf dem Versicherungsmarkt viel Unklarheit und Ungewissheit da ein solches Szenario wie wir momentan erleben für uns alle Neuland ist. Deshalb wollen wir Ihnen als Unterstützung für Ihre versicherungstechnischen Fragen einen Leitfaden zur Hand geben. Wenn ihr Betrieb von einer behördlichen Schließung betroffen war/ist sind folgende Punkte zu beachten: Das Epidemiegesetz sieht in §32 einen Anspruch auf Ersatz des Verdienstentganges durch den Bund vor.

Dieser Anspruch auf Vergütung des Verdienstentganges gemäß §32 ist binnen sechs Wochen vom Tage der Aufhebung der behördlichen Maßnahmen (26.03.2020) bei der Bezirksverwaltungsbehörde, in deren Bereich diese Maßnahmen getroffen wurden, geltend zu machen, widrigenfalls erlischt der Anspruch. Bitte machen Sie diesen Anspruch rechtzeitig geltend!

Für einen Antrag auf Entschädigung nach dem Epidemiegesetz genügt grundsätzlich ein formloses Schreiben an die Bezirksverwaltungsbehörde mit folgendem Inhalt:

  • Bezeichnung als "Antrag auf Vergütung des Verdienstentganges gem. § 32 Epidemiegesetz"
  • Bezeichnung der Firma
  • Zeitpunkt der Absonderung (ggf. Bescheid über Anordnung)
  • Zeitpunkt der Aufhebung der Absonderung (ggf. Bescheid über Aufhebung)
  • Kontoverbindung des Unternehmens

Wir empfehlen sich hier mit dem Steuerberater abzustimmen und den Antrag fristgerecht einzureichen.

Wir werden Sie als unseren Kunden weiterhin mit allen Kräften, die uns zur Verfügung stehen, unterstützen. Für die kommende Zeit mit einigen Einschränkungen wünschen wir Ihnen alles Gute!

Wichtige Hinweise während Ihrer Betriebsschließung

Die Betriebsschließungen können unter Umständen zu einer Gefahren- bzw. Risikoerhöhung führen und sind daher beim Versicherer anzeigepflichtig. Bitte informieren Sie uns daher dahingehend ehestmöglich. Bitte achten Sie darauf, dass alle Sicherheitseinrichtungen gewährleistet bleiben. Der Betrieb muss geordnet heruntergefahren werden, um ein ebenso geordnetes Hochfahren zu gewährleisten

Sämtliche Sicherheits- und Schutzeinrichtungen (wie automatische Löschanlagen, Brandmeldeanlage, Einbruchmeldeanlage, etc.) müssen voll funktionsfähig bleiben. Brandschutztoren und -türen sollen generell geschlossen gehalten werden, auch wenn diese grundsätzlich über eine automatische, an die Brandschutzeinrichtung gekoppelte Feststellanlagen verfügen

Eine ununterbrochene Alarmierungskette (Aufschaltung an eine ständig besetzte Stelle, Bereitschaftsdienst, Deaktivierung der Interventionszeit, etc.) muss gewährleistet sein. Um eine Minimierung der Zündquellen zu erreichen, sollten alle elektrischen Anlagen inkl. Kleingeräte vom Stromnetz getrennt werden (wo gefahrlos und ohne Beeinträchtigung der technischen Schutzeinrichtungen möglich)

Brandlastenminimierung durch Entfernung sämtlicher zusätzlicher Brandlasten aus den Produktionsbereichen und gründlicher Reinigung (inklusive Absaugungs- und Filtersysteme, Förderbänder, etc.) Es sollte ein Abschalten sämtlicher, während des Stillstandes nicht benötigter Versorgungseinrichtungen (wie Gas, Druckluft, Wasser, Dampf, etc.) erfolgen (unter Berücksichtigung der Frostsicherheit wasserführender Leitungen)

Aufrechthaltung der nötigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden und technischen Einrichtungen inkl. Brand- und Werksschutzeinrichtungen Aufrechterhaltung des Werksschutzes zur Sicherung gegen Brandstiftung, Diebstahl und Vandalismus (Zugangsbeschränkung, Außenlagerung brennbarer Materialen minimieren und einen Abstand von mind. 10 Metern zum nächstgelegenen Gebäude einhalten, Aufrechterhaltung des Wachdienstes und Durchführen regelmäßiger Betriebsrundgänge, Aktivierung von Alarmanlagen, Einbruch-Diebstahl-Meldeanlagen etc.)

Alle vertraglich vereinbarten Obliegenheiten und Sicherheitsvorschriften des Versicherungsvertrages bleiben unverändert gültig – eventuell erforderliche Abweichungen, wie z.B. das Abschalten von Sicherheitseinrichtungen, können nur im Einvernehmen mit dem Versicherer festgelegt werden.