Käserei Plangger – Nachhaltig mit Raiffeisen

Die Käserei Plangger in Niederndorf ist beispiellos ein Paradeunternehmen, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Es beginnt bei der Qualität der Milch, setzt sich fort in der Produktion und endet im Verkauf. Das Unternehmen hat 40 Mitarbeiter und ist fest in Familienhand: Gegründet von Großvater Herbert Plangger wird es heute von den Töchtern Martina und Anita und dem Enkel Käsemeister Ing. Reinhard Brunner geführt. Wir begleiten Reinhard und Martina bei einem Rundgang durchs Unternehmen:

Raiffeisen: Martina, die erste Station ist der Schauraum mit einem beeindruckenden Blick auf den Felsenkeller. Was ist das Besondere daran?

Martina Brunner: Der Felsenkeller besteht zu 90 % aus rohem Kalkstein, auf dem sich kein Schimmel entwickelt und der die notwendige Festigkeit hat. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 95 % und einer konstanten Temperatur von 12 Grad sind dies alles optimale Voraussetzungen für die Reifung unserer Käsesorten. In den Regalen, der Raum hat eine Länge von 160m, 8m Höhe und 10m Breite, lagern bis zu 650 Tonnen Käse – je nach Sorte mindestens 3 Monate bis hin zu 15 oder gar 20 Monate.

Im Schauraum vor dem beeindruckenden Felsenkeller.
© Atelier Hohlrieder
Im Schauraum vor dem beeindruckenden Felsenkeller. (v.l. n.r. Firmenkundenberater Gerald Mungenast (RBK) mit Ing. Reinhard Brunner und Geschäftsleiter Mag. (FH) Stephan Schwaiger (RB Erl))

Raiffeisen: Ist der Felsenkeller immer schon das Lager für eure Käsesorten?

Martina Brunner: Vor 40 Jahren hatten wir Lagerräume unter der Kufsteiner Festung gepachtet und damals schon festgestellt, dass der Käse im Felsenkeller besser reift als in anderen Räumen. Als dann das Gasthaus Sebi zum Kauf stand, nutzten wir die Chance. Mein Vater wusste, dass dahinter ein großer Felsen lag. Nach erfolgreichen Probebohrungen wurde der Felsenkeller ausgebaut und unser Firmenstandort Oktober 2015 hierher nach Niederndorf verlegt. Die neue Käserei wurde am 21.5.2021 in Betrieb genommen.

Reinhard erklärt den Käsefertiger in der neuen Käserei.
© Atelier Hohlrieder
Reinhard erklärt den Käsefertiger in der neuen Käserei.

Raiffeisen: Reinhard, euer Käse ist ein reines Naturprodukt. Ihr achtet nicht nur auf das Futter der Kühe, eure Philosophie beginnt schon viel früher?

Reinhard Brunner: Den eigentlichen Anfang nimmt der Käse im Boden. Mein Großvater hat sich viel mit dem richtigen Düngen beschäftigt und war dazu auch einige Zeit in Japan. Effektive Mikroorganismen schaffen ein Klima ohne Fäulnis- und Schimmelbildung und ohne üble Gerüche. Diese Kleinstlebewesen verbessern den Boden und das Pflanzenwachstum. Die Erfolge haben auch die 100 Bio-Bauern aus Ebbs, Niederndorf, Walchsee und Erl überzeugt, die uns die gesamte Milch – ausschließlich silofreie Heumilch und Bio-Heumilch – liefern.

Raiffeisen: Wie läuft die Vermarktung?

Reinhard Brunner: Wir produzieren 1.200 Tonnen Käse im Jahr und vermarkten diesen über unseren eigenen Laden, über Händler in Deutschland und Österreich für kleine Bioläden und über unsere Jausenstation Sebi-Alm, die wir gerade erst eröffnet haben. Dienstag bis Samstag von 8 bis 16 Uhr gibt´s hier Käseschmankerl aus eigener Produktion sowie Frühstück.

Raiffeisen: Ganz neu ist auch die Auszeichnung mit dem zertifizierten Markensiegel „Solar-Food“?

Reinhard Brunner: Als erstes Unternehmen in Österreich können wir sagen, dass unser gesamter Hart- und Schnittkäse ausschließlich mit erneuerbarer Energie produziert wird. Mit dem Neubau der Käserei wurde eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, die unseren gesamten Betrieb mit Strom versorgt.

Raiffeisen: Und noch eine letzte Frage: Was verbindet euch mit Raiffeisen?

Martina Brunner: Uns verbindet eine persönliche Beziehung mit der Raiffeisenbank Erl, die auf hohem Vertrauen basiert. Gemeinsam mit der Raiffeisen Bezirksbank Kufstein haben wir jetzt starke Partner, um unsere Projekte zu verwirklichen, und die für dieselben Werte stehen wie wir: Regionalität und Nachhaltigkeit.

mit dem Gütesiegel „Solar Food“
© Atelier Hohlrieder
mit dem Gütesiegel „Solar Food“
Das Plus zählt!

Wir gratulieren der Käserei Plangger zum gelungenen Neubau und zum wahrlich verdienten Gütesiegel “Solar-Food”.

Käsemeister Reinhard Brunner
© Atelier Hohlrieder
Käsemeister Reinhard Brunner
Reinhard Brunner mit Mama Martina vor der neu eröffneten Sebialm.
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Reinhard Brunner mit Mama Martina vor der neu eröffneten Sebialm.
In der Sebialm am SB-Buffet.
© Atelier Hohlrieder
In der Sebialm am SB-Buffet.
Beim Frühstück in der Sebi-Alm werden die leckeren Käsesorten verkostet.
© Atelier Hohlrieder
Beim Frühstück in der Sebi-Alm werden die leckeren Käsesorten verkostet.
Im Schauraum vor dem beeindruckenden Felsenkeller.
© Atelier Hohlrieder
Im Schauraum vor dem beeindruckenden Felsenkeller.
Auch fürs Auge sind die Frühstücksvariationen ein Genuss.
© Atelier Hohlrieder
Auch fürs Auge sind die Frühstücksvariationen ein Genuss.
Rundgang in der neuen Käserei.
© Atelier Hohlrieder
Rundgang in der neuen Käserei.
Die Wärmepumpen der Photovoltaik-Anlage, das Herzstück des neuen Produktionsgebäudes.
© Atelier Hohlrieder
Die Wärmepumpen der Photovoltaik-Anlage, das Herzstück des neuen Produktionsgebäudes.
Beim Abtanken der gelieferten Milch (ohne Pumpe und damit ohne Bewegung läuft die Milch in die Tanks – Garant für absolute Spitzenqualität!).
© Atelier Hohlrieder
Beim Abtanken der gelieferten Milch (ohne Pumpe und damit ohne Bewegung läuft die Milch in die Tanks – Garant für absolute Spitzenqualität!).
vor den riesigen Milchtanks
© Atelier Hohlrieder
vor den riesigen Milchtanks
Im Verkaufsladen – feinste Käsespezialitäten direkt vom Erzeuger, hier gibt´s auch das berühmte Plangger Mikroflor.
© Atelier Hohlrieder
Im Verkaufsladen – feinste Käsespezialitäten direkt vom Erzeuger, hier gibt´s auch das berühmte Plangger Mikroflor.