15.10.2018 - Steirer sorgen sich um sozialen Unfrieden, Krankheit und finanzielle Engpässe

15.10.2018 - Steirer sorgen sich um sozialen Unfrieden, Krankheit und finanzielle Engpässe
© Riedler Peter
Foto: UNIQA Österreich Vorstand Klaus Pekarek, RLB-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer, Rainer Schnabl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen KAG

Raiffeisen hat die Steirerinnen und Steirer gefragt, was ihre größten Sorgen sind. Und die Antwort war eindeutig: Auf Platz Eins war für 87 Prozent der soziale Unfriede, dann folgen auf den Plätzen Zwei bis Vier die Angst um Krankheit/Pflegebedürftigkeit (77 Prozent), finanzielle Sorgen (70 Prozent) und eine unzureichende Pension (57 Prozent). „Diese Ergebnisse zeigen uns deutlich, wie klar die Steirerinnen und Steirer bereits erkannt haben, dass das staatliche Pensionssystem alleine ihnen nicht den erhofft sorgenfreien Lebensabend garantieren kann“, zu diesem Schluss kam Rainer Stelzer, Vorstandsdirektor der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, heute bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit UNIQA Österreich Vorstand Klaus Pekarek, der für den Bankenvertrieb und damit für die Marke Raiffeisen Versicherung verantwortlich ist und Rainer Schnabl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen KAG. Stelzer: „Wir bringen daher mit der Fondsgebundenen Lebensversicherung ein Produkt auf den Markt, das unseren Kunden die Chance bietet, sich gegen Risiken abzusichern und gleichzeitig chancenreich für die Pension zu veranlagen.“


Die Pensionslücke wird größer

„Es wird immer wichtiger, für die Pension privat vorzusorgen, weil die Differenz zwischen Letztgehalt und monatlicher Pension größer wird. Das ist die sogenannte Pensionslücke“, erklärt Stelzer. Grund sind die Entwicklungen im staatlichen Pensionssystem. Wurden früher zum Beispiel die besten fünf Verdienstjahre als Grundlage für die Berechnung der Pension herangezogen, sind es heute mittlerweile die besten 30 Jahre. Dieser Beobachtungszeitraum wird sukzessive ausgeweitet, weshalb die Berechnungsgrundlage – und somit auch die monatliche Pension bei Antritt – weiter sinken wird. Stelzer misst der frühzeitigen Beratung einen hohen Stellenwert zu: „Als führende Bank in der Steiermark sehen wir unsere Verantwortung, unsere Kunden umfassend zu beraten. Je früher man mit der privaten Vorsorge beginnt, umso besser.“


Die Fondsgebundene Lebensversicherung

Das Pensionssystem, wie es heute da steht, stößt auch aufgrund demografischer Entwicklungen an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Die erste Säule – die staatliche Pension – ist zwar ein wichtiges Fundament, wird aber zunehmend zu einer Grundsicherung. „Mit der Fondsgebundenen Lebensversicherung bringen wir ein Produkt auf den Markt, das den Kunden hilft, die drohende Pensionslücke zu schließen“, begründet Klaus Pekarek den Vorstoß. „Pensionsvorsorge ist eines der ganz großen Zukunftsthemen. Daher haben wir jetzt dieses neue Vorsorgeprodukt zu unserer Lösungspalette hinzugefügt. Fondsgebundene Lebensversicherung bedeutet versichern und veranlagen in einem.“ Bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung gibt es eine Ansparphase, in der Geld für die Pension in Fonds investiert wird. In dieser Phase kann man sich gegen Risiken, die das Leben mit sich bringt, wie Ableben, Berufsunfähigkeit oder schwere Erkrankung versichern. Damit steht dem Kunden, sobald der in der Auszahlungsphase ist, eine Pension in der zugesagten Höhe uneingeschränkt bis an sein Lebensende zu.


Raiffeisen Strategiefonds und Risiko gemeinsam mit dem Bankberater steuern

Während der Ansparphase wählt der Kunde gemeinsam mit dem Bankberater, abgestimmt auf das Anlegerprofil, die individuelle Veranlagungsstrategie aus. Aus den vier Strategien „Sicherheit“, „Ertrag“, „Wachstum“ oder „Active Aktien“ kann entsprechend der Risikoneigung gewählt werden.  Am Ende der Ansparphase – also je näher die Pension kommt – bietet Raiffeisen an, ihr angespartes Kapital automatisch in einen sicherheitsorientierteren Fonds umzuschichten. „In den vergangenen 20 Jahren haben die Fonds solide und nachhaltig performt. An der Wertentwicklung von durchschnittlich vier Prozent pro Jahr – wie beispielsweise in der Ausgestaltung „Ertrag“ –  zeigt sich die hohe Qualität der Produkte“, so Rainer Schnabl zum langjährigen track record. Die Veranlagung beruht auf einer breiten Streuung von Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und Schwellenländern.


Ein Rechenbeispiel

Was bedeutet die fondsgebundene Lebensversicherung in konkreten Zahlen? Ein Rechenbeispiel mit einer angenommenen Fondsperformance von 4 Prozent pro Jahr gilt als Grundlage, was der bisherigen über 20-jährigen Entwicklung des „Raiffeisen Strategiefonds Ertrag“ entspricht. Zahlt ein heute 30-Jähriger bis zum Pensionsantritt mit 65 Jahren pro Monat 100 Euro ein, erhält er eine monatliche Rente von 204 Euro oder 2.448 pro Jahr aufs Konto. Wünscht der Kunde eine Einmalauszahlung mit 65 Jahren, ergäbe sich ein Betrag von rund 69.300 Euro.

„Der Zeitpunkt, wann mit dem Ansparen begonnen wird, ist ganz entscheidend dafür, wie hoch die Pension am Ende ausfällt“, erklärt Pekarek. Je früher man damit anfängt, desto höher wird die Pension sein, weil für deren Bemessung die Berechnungsgrundlagen zum Abschlusszeitpunkt herangezogen werden. Der dritte große Vorteil einer Lebensversicherung gegenüber einem klassischen Ansparprodukt ist der Steuervorteil, weil sich über die Jahre die Versicherungssteuer weniger stark niederschlägt als die Kapitalertragsteuer.

Pekarek: „Wir wenden uns mit der Fondsgebundenen Lebensversicherung an den ertragsorientierten Anleger, der Sicherheit sucht und steuerlich optimieren will. Wenn man kurzfristig denkt, kann bei Wertpapieren ein gewisses Risiko bestehen. Aber Statistiken zeigen, dass je länger eine Veranlagung – beispielsweise in Aktien – besteht, die Wahrscheinlichkeit von Verlusten zurückgeht. Außerdem können Wertpapiere langfristig höhere Renditen bieten als viele andere Geldanlagen.“