Sicherheit und Ertrag sind derzeit nicht kompatibel! Jeder, der das Gegenteil behauptet, lügt!

Die zertifizierten Finanz- und Anlageexperten Robert Friedl, CFP® EFA® und Michael Kargl, CFP® EFA® im Gespräch über ihre Abteilung Private Banking Murtal, ihre Ambitionen als Banker und warum Warren Buffett recht hat, wenn er sagt, „ab und an Geld zu verlieren, gehört zum Investieren dazu.“

Was versteht man unter der neu etablierten Marke der Raiffeisenbank Aichfeld, Private Banking Murtal?
Robert Friedl: Private Banking Murtal ist ein Spezialservice, das wir Kunden unserer Region ab einem Finanzvermögen von EUR 200.000,-- bieten. Dabei legen wir besonderen Wert auf individuelle, persönliche Beratung.

Warum soll ein Kunde gerade Sie mit der Veranlagung seines Vermögens betrauen?
Michael Kargl: Wir sind Experten auf dem Gebiet der Vermögensveranlagung. Indem wir uns um die individuelle Vermögensplanung unserer Kunden kümmern, sparen diese sich wiederum wertvolle Zeit.

Wie läuft ein Beratungsgespräch bei Ihnen ab?
Friedl:
Im Rahmen eines Erstgesprächs gilt es, sich kennen zu lernen, die Ausgangssituation zu analysieren und individuelle Ziele des Kunden abzuklären. Wie sieht die weitere Lebensplanung aus? Welche Anschaffungen sind nötig? Welche Wünsche sollen realisiert werden? Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse unterbreiten wir dem Kunden im Zuge eines zweiten Beratungstermins einen Veranlagungsvorschlag. In weiterer Folge gibt es mindestens zweimal jährlich ein Reporting und bei Bedarf eine Adaptierung des gemeinsam erarbeiteten Veranlagungskonzeptes.

Worin liegt der Mehrwert, der Sie von anderen Banken abhebt?
Kargl:
Was uns auszeichnet, ist die Zusammenarbeit mit internationalen Investmenthäusern, wie zum Beispiel JP Morgan, Flossbach von Storch, Black Rock, Credit Suisse oder Sarasin. Ein weiterer Mehrwert liegt in fachspezifischen Vorträgen renommierter Referenten zu denen wir unsere Kunden mehrmals jährlich einladen. Und zu guter Letzt steht uns bei Bedarf ein Netzwerk an Steuerund Rechtsexperten zur Verfügung, was eine ganzheitliche Beratung im Interesse unserer Kunden möglich macht.

Welchen Ratschlag würden Sie einem Anleger geben?
Friedl:
Wie schon Warren Buffett sagt: „Ab und an Geld zu verlieren, gehört zum Investieren dazu.“ Viele Anleger werfen bei Kursschwankungen sofort die Nerven weg. Sie müssen lernen, mittel- und langfristig zu denken und Volatilität nicht als Risiko, sondern als Chance zu betrachten.

Worin liegen Ihrer Meinung nach klassische Anlage-Fehler?
Kargl:
Ein Großteil der Kunden hält nach wie vor an der Vergangenheit und dem altbewährten Sparbuch fest. Hohe Volumina werden auf Sparbüchern und Girokonten gehortet, anstatt eine vernünftige Streuung in Erwägung zu ziehen. Ein weit verbreiteter Anlage-Fehler liegt außerdem im Irrglauben, Aktien seien spekulativ.

Was bedeutet für Sie Sicherheit?
Friedl
: Sicherheit ist ein sehr subjektives Empfinden. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass im Hinblick auf Veranlagung Sicherheit und Ertrag derzeit nicht kompatibel sind! Jeder, der das Gegenteil behauptet, lügt!

Geht es auch ohne Risiko?
Friedl:
Ja, aber auf Kosten der Erträge, sprich die Kaufkraft Ihres Geldes wird jährlich weniger.

Was reizt Sie an der Arbeit als Private Banker?
Kargl:
Die globale Marktwirtschaft und ihre Schnelllebigkeit, sowie ihre weitreichenden Verknüpfungen und die daraus resultierenden Folgen für die Aktienmärkte. Private Banker zu sein, heißt nicht, Dienst nach Vorschrift zu machen, sondern sich auch in seiner Freizeit laufend über alle möglichen Branchen und Sektoren zu informieren. Es gilt, den Markt zu beobachten und dafür entsprechendes Eigeninteresse aufzubringen.

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wären Sie nicht Banker geworden?
Friedl:
Ich würde wahrscheinlich in einem Büro in der freien Wirtschaft sitzen.
Kargl: Ich wäre ganz sicher im ITBereich gelandet mit Fokus auf IoT, Cloudservices etc.  

4 Köpfe - 1 Sache

Vor gar nicht allzu langer Zeit ist in der Raiffeisenbank Aichfeld die Idee geboren, vermögenden Privatkunden ein, im Murtal einzigartiges Spezialservice zu bieten. Vier Köpfe haben sich einer Sache verschrieben, nämlich ein exklusives Produkt- und Dienstleistungsangebot zu kreieren und dieses Privatkunden ab einem Finanzvermögen von EUR 200.000,-- zur Verfügung zu stellen.