Finanzreise Raiffeisen Steiermark

Wir möchten Ihr finanzielles Leben einfach, übersichtlich und langfristig erfolgreich gestalten. Sie müssen kein Profi sein, um erfolgreich zu investieren.
Wir helfen Ihnen, die wichtigsten Grundregeln zu erlernen und Erfolgsfaktoren für sich zu nützen.
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  • Dieses Wissen hilft Ihnen dabei, in Zukunft bessere und perfekt passende Entscheidungen zu treffen.
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Hier finden Sie alle bisher erschienenen Artikel der Raiffeisen Finanzreise zur Nachlese

Viele Leser:innen baten uns letzten Sommer, auf dieses Thema nochmals genauer einzugehen. In diesem Artikel haben wir deshalb 11 Erfolgstipps vorbereitet, die Sie beim Einstieg ins Investieren in Wertpapiere - wie Fonds, ETFs, Aktien oder Anleihen - beachten sollten. Es sind wenige, aber wichtige Regeln.

Erfolgstipp # 1: Kaufen Sie, was Sie kennen
Häufig investieren Anleger:innen in Dinge, die sie nicht verstehen oder deren Chance/Risikoverhältnis zu optimistisch dargestellt ist oder nicht dem eigenen Risikoprofil entspricht.
Informieren Sie sich grundsätzlich über das Investieren an der Börse und eignen Sie sich ein Fundament an Finanzwissen an. Hier können Gespräche mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater hilfreich sein. Außerdem gibt es umfangreiche Finanzliteratur, spezialisierte YouTube-Kanäle und natürlich die Raiffeisen Finanzreise.

Die berufliche Tätigkeit eröffnet uns spezifisches Branchen-Know-how, das auch beim Investieren von Nutzen sein kann. IT-Spezialist:innen werden sich im Feld von Digitalisierung, Technologie oder Cybersecurity gut zurechtfinden, Ingenieur:innen im Anlagen- und Maschinenbau sowie im produzierenden Gewerbe, Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal kennen alle namhaften Player im Gesundheits-, Pharma- und Telemedizinbereich. Denken Sie zudem an jene Unternehmen, deren Produkte Sie im täglichen Leben verwenden. Grundsätzlich ist bei diesem Ansatz immer auch auf das Prinzip der Risikostreuung zu achten (siehe Erfolgstipp # 4).

Erfolgstipp # 2: Setzen Sie sich klare Ziele

Sie sollten ein klares Bild haben, wofür Sie investieren wollen und für welche Ziele Sie regelmäßig Geld anlegen. Sie schließen idealerweise einen Vertrag mit sich selbst, der Sie später immer wieder an den Kern des Vorhabens erinnert. Es schadet nicht, diese Ziele auch aufzuschreiben oder zumindest gedanklich fest zu verankern. Unterteilen Sie große Ziele in kleinere Etappenziele, um die Motivation langfristig aufrechtzuerhalten.

Ein Ziel könnte sein, langfristig Vermögen für den Ruhestand aufzubauen. Ein anderes, finanziell unabhängig zu werden, damit Sie sich mehr Freiheiten im Job oder Privatleben verschaffen. Oder Kapital für Kinder oder Enkelkinder als Unterstützung für die erste Eigenheimschaffung aufzubauen und einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. 

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Erfolgstipp # 3: Investieren an der Börse ist eine langfristige Angelegenheit
Langfristig liefern Aktienmärkte eine positive Rendite. Warum das so ist, haben wir in einem früheren Artikel genauer beschrieben.
Allerdings gibt es immer wieder Schwankungen, Rücksetzer und Korrekturen. Die Investitionen können zwischendurch negativ sein, was allerdings nur einem Buchverlust gleichkommt. Das wird erst dann zu einem Realverlust, wenn Sie auch tatsächlich mit Verlust verkaufen. Daher ist es wichtig, einen langen Atem zu beweisen, idealerweise über Jahrzehnte. Denn erst dann können Kursverluste wieder aufgeholt werden und der Zinseszinseffekt kann voll zum Tragen kommen.

Es ergibt wenig Sinn, über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren in Aktien, Fonds oder ETFs zu investieren, da hier die Verlustgefahren in ungünstiger Relation zu den Gewinnchancen stehen. Wenn Sie in zwei Jahren ein neues Auto kaufen wollen, parken Sie das Geld besser auf dem Sparkonto.

Das Gegenteil von Investieren nennt man Spekulieren. Dabei geht es im Kern darum, ein Wirtschaftsgut in der Absicht zu kaufen, es kurzfristig zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen.

Erfolgstipp # 4: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte (Prinzip der Risikostreuung)
Verteilen Sie Ihr Vermögen auf mehrere Anlageklassen. Ihr Wertpapierdepot sollte immer ein Teil Ihres Gesamtportfolios sein. Neben Fonds, ETFs und Aktien sind Bargeld, Anleihen, Gold und Immobilien weitere beliebte Anlageklassen. Es gibt viele weitere Investmentmöglichkeiten, auf die wir in einem späteren Artikel noch genauer eingehen werden.
Das Prinzip der Risikostreuung bewahrt Sie bei Fehleinschätzungen vor hohen Verlusten. Das bedeutet nicht, dass Sie im Umkehrschluss automatisch eine geringere Rendite (Risikoprämie) auf Ihr eingesetztes Kapital bekommen.

Viele Leser:innen starten aus gutem Grund mit einem breit gestreuten Fonds oder ETF und besparen diesen monatlich.

Erfolgstipp # 5: Achten Sie auf Kosten, Steuern und die Inflation
Kursgewinne bei Wertpapieren sind erfreulich und die Grundabsicht aller Investitionen. Beachten Sie, dass der Betrag im Depot im Falle eines Verkaufes nicht identisch mit dem Auszahlungsbetrag auf dem Verrechnungskonto ist. Vom Gewinn sind aktuell 27,5 Prozent Kursgewinnsteuer abzuführen, zusätzlich fallen Transaktionskosten an.
Weniger offensichtlich, aber trotzdem relevant und zu berücksichtigen ist die Inflation. Inflation bedeutet, dass Preise von Waren und Dienstleistungen steigen. Dies führt zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei jenen Unternehmen, die diese Waren und Dienstleistungen produzieren bzw. anbieten. Die Inflation übt jedoch gewaltigen Druck auf die Kaufkraft von gering verzinsten Einlagen auf Giro- und Sparkonten aus.

Die Kaufkraft des Geldes zu erhalten ist im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine große Herausforderung, die Sie durch langfristige Anlage in Wertpapiere aktiv adressieren können.
Sollten Sie auf einen gewissen Geldbetrag hinsparen, dann setzen Sie diesen gleich etwas höher an, damit er am Ende der Ansparphase auch nach Inflation noch den benötigten Wert hat.

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Erfolgstipp # 6: Eigenverantwortung für die getroffenen Entscheidungen
Treffen Sie die Anlageentscheidungen aus eigener Überzeugung. Nur wenn man sich mit den Investments wohlfühlt und sie auch zu einem passen, werden Sie in unruhigen Zeiten leichter daran festhalten.
Beim Investieren ist es aber auch sehr wahrscheinlich, manchmal falsche Entscheidungen zu treffen. Niemand liegt immer zu 100 Prozent richtig, Fehleinschätzungen gehören dazu. Wichtig ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Meist ist mangelnde Geduld der Auslöser für Verluste. Ein langer Anlagehorizont kann vieles "ausbügeln" und ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Haken Sie Misserfolge rasch ab und blicken Sie zuversichtlich nach vorn.

Erfolgstipp # 7: Bleiben Sie cool!

Das Investieren an der Börse kann emotional eine große Herausforderung sein. Euphorie- und Korrekturphasen wechseln einander ab, die Anleger:innen erleben zwischen Gier und Angst mitunter eine Achterbahn der Gefühle. Es liegt an Ihnen, ob Sie das zulassen.
Versuchen Sie, die Emotionen bestmöglich auszublenden, lassen Sie sich nicht von Gerüchten, Gurus oder Untergangspropheten verunsichern und vermeiden Sie den täglichen Blick auf die Kursticker. Behalten Sie das große Ganze im Blick. Nämlich, dass steigende Weltbevölkerungszahlen langfristig zu einem Wachstum der Weltwirtschaft führen werden. Bleiben Sie Ihrer Anlagestrategie daher treu und verfolgen Sie sie konsequent.

Erfolgstipp # 8: Ertrag und Risiko  
Seien Sie sich bewusst, dass Ertrag immer mit Risiko einhergeht. Je höher die Ertragsmöglichkeiten, desto höher ist auch das Verlustrisiko. Seien Sie skeptisch, wenn zweistellige Renditen (Risikoprämien) im Internet als sicher dargestellt werden. Als Gradmesser bzw. Ausgangslage dient der risikolose Zins. Das ist der Zins auf das Tagesgeld oder auf Staatsanleihen höchster Bonität, sogenannte AAA-Anleihen. Dieser liegt aktuell bei 0 bzw. bei Letzteren mitunter sogar im negativen Bereich.

Die Weltaktienmärkte haben über die letzten 50 Jahre im Durchschnitt rund 7 Prozent pro Jahr an Rendite geliefert (vor Steuern, Gebühren und sonstigen Abgaben, Quelle). Das ist zwar kein Gradmesser für die Zukunft, eine Rendite im mittleren einstelligen Prozentbereich über die nächsten 50 Jahre erscheint je nach Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt und unter Berücksichtigung der Wertschwankungen dennoch wahrscheinlicher als einerseits Werte um 0 bzw. andererseits jenseits der 10 bis 15 Prozent.

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Erfolgstipp # 9: Beachten Sie Megatrends - Nachhaltigkeit ist gekommen, um zu bleiben
Megatrends sind massiv und lang andauernd und transformieren gesellschaftliche, soziale und ökonomische Systeme. Beispiele sind die Globalisierung, die Bildung, das Internet, die Verstädterung, die Verschiebung der Altersstrukturen und die Individualisierung. Die Coronapandemie hat die Dynamiken dieser Trendwelten zusätzlich beschleunigt. Aktuell kristallisieren sich die Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung der Weltwirtschaft heraus.

Ein Gefühl für Innovationen und zukünftige (Makro-)Trends kann einem dabei helfen, die Gewinner von morgen zu entdecken. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt und beobachten Sie, was um Sie herum passiert und was die Menschen kaufen.

Erfolgstipp # 10: Legen Sie los!
Theoretisches Wissen ist wichtig, noch wichtiger ist aber, praktische Erfahrungen zu sammeln. Alles, was Sie für den Start brauchen, ist ein Depot und ein Verrechnungskonto bei einer Bank oder einem Broker.

Es hat sich bewährt, mit kleinem Geld zu starten, Erfahrungen zu sammeln und dann die Position nach und nach aufzubauen. In jedem Fall sollten Sie Geld investieren, das Sie die nächsten Jahre nicht anderweitig verplant haben. Auch lohnt sich eine Anlagestruktur wie ein 3-Konten-Modell, das in Kombination mit Spardaueraufträgen den Job des Vermögensaufbaues für Sie erledigt. Sobald Sie es eingerichtet haben, brauchen Sie sich um (fast) nichts mehr zu kümmern.

Sprechen Sie für die Eröffnung eines Wertpapierdepots am besten direkt mit ihrer Raiffeisenberaterin bzw. Ihrem Raiffeisenberater. Die Expertinnen begleiten Sie als Coach und Mentor auf Ihrem Weg zum Vermögensaufbau und werden Ihnen dabei helfen, eine immer bessere Anlegerin bzw. ein immer besserer Anleger zu werden.

Wenn Ihnen eine rein digitale Lösung zusagt, können Sie diese im Internetbanking "Mein ELBA" unter der Bezeichnung "WILL - Digitale Vermögensverwaltung" direkt von zu Hause aus eröffnen.

Erfolgstipp # 11: Finden Sie Ihren Investmentstil

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neu eröffneten Wertpapierdepot. Damit haben Sie eine wichtige Tür zur Vermögensbildung für sich geöffnet. Idealerweise haben Sie sich als Basis bereits für einen (oder mehrere) breit gestreute und nachhaltig investierende Fonds oder ETFs entschieden.

Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen: Was passt denn noch zu mir? Welcher Investitionstyp bin ich? Was bedeutet aktiv, was passiv zu investieren? Was versteht man unter Value und Growth?

Unser letzter Tipp für heute: Geben Sie sich Zeit, freuen Sie sich über den erfolgten Start und sammeln Sie Erfahrungen. Das größte Risiko in diesem Zinsumfeld ist, nicht am Aktienmarkt investiert zu sein. Dieses Risiko haben Sie mit der Eröffnung eines Depots und dem regelmäßigen Sparen in breit gestreute Wertpapiere vielleicht schon für sich eliminiert.

Und denken Sie immer daran: Die Zeit ist Ihr wichtigster Verbündeter. Und bei Fragen sind Ihre Raiffeisenberaterin bzw. Ihr Raiffeisenberater immer in Ihrer Nähe.

Weiterführender Artikel: Die 9 aufschlussreichsten Fragen für Wertpapieranfänger:innen

Hier kommen Sie zum Blog-Artikel

Beim aktuell niedrigen Zinsniveau ist vielen Österreicherinnen und Österreichern die Lust aufs Sparbuchsparen gehörig vergangen. Die Zeiten sind vorbei, wo selbst täglich fällige Einlagen hoch verzinst wurden. Und das wird noch länger so bleiben. Mittlerweile erfüllen Zinsanlagen nur noch den Zweck des kurzfristig verfügbaren Notgroschens. Immerhin, ist man versucht zu sagen. Wer Erträge auf sein angespartes Geld erwirtschaften möchte, muss in Sachanlagen (Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen) investieren. Das ist kein kurzfristiges Vorhaben, vielmehr müssen wir beim Anlagehorizont dafür von "täglich" auf "mehrere Jahre" umdenken.

Die gute Nachricht

Erfolgreiche Geldanlage ist auch in Zeiten des heutigen Niedrigzinses möglich. Sie ist nur anspruchsvoller geworden und verlangt als Basis eine kurz-, mittel- und langfristige Struktur ("3-Konten-Modell"), statt wie früher mit einem (Spar-)Konto weitgehend alles abdecken zu können.

Für den Erfolg muss der heutige Anleger drei Dinge tun:

  • Klare Ziele in der Geldanlage definieren
  • Diese Ziele in eine Strategie übersetzen und mit passenden Produkten strukturieren - idealerweise mit Hilfe des Raiffeisenberaters
  • Diszipliniert und konsequent an der Strategie festhalten - je länger, desto besser
Gieskanne

Anlagestruktur folgt Anlagestrategie - und schlägt dem Nullzins obendrein ein Schnippchen
Sechs Vorteile sprechen für dieses sogenannte 3-Konten-Modell, die Sie unbedingt für sich nützen sollten:

  1. Es passt für jeden! Ganz einfach weil auch jeder kurz-, mittel- und langfristige Sparziele hat.
  2. Pro Sparziel hat sich ein eigenes Konto/Produkt bewährt, das genau diese bestimmte Aufgabe in Ihrer persönlichen Anlagestrategie erfüllt. Beim aktuellen Zinsniveau kann ein einziges Konto (Girokonto, Sparbuch) unmöglich alle Ziele und Vorhaben abbilden. Auch weil sich diese in Höhe und Laufzeit deutlich voneinander unterscheiden können.
  3. In Kombination mit dem Spardauerauftrag sorgt das 3-Konten-Modell dafür, dass Sie Ihre Ziele regelmäßig und dauerhaft besparen, egal was gerade auf den Märkten passiert. Mehr zu den Superkräften des Dauerauftrags finden Sie hier.
  4. Das 3-Konten-Modell ist das Fundament jeder Geldanlage. Es gewährleistet den Erfolg für Ihren langfristigen Vermögensaufbau genauso wie Ihre Flexibilität bei ungeplanten kurzfristigen Ausgaben. Sei es eine dringende Autoreparatur oder der Ankauf eines neuen Elektrogerätes. Sie haben das Geld für die Ausgabe sofort parat und verschonen Ihre Konten für mittel- und langfristige Sparziele. Somit kann dieses Geld ungestört weiter für Sie arbeiten.
  5. Eine passende Anlagestruktur macht optimistischer und zufriedener, weil Sie damit sicherstellen, dass aus Überraschungen keine finanziellen Überraschungen mehr werden.
  6. Das 3-Konten-Modell ist die empfohlene Basis. Bei mehreren oder größeren Zielen kann daraus durchaus ein 10-Konten-Modell werden. Ganz wie es für Sie passt. Und vergessen Sie nicht Ihr persönliches "Spaß- und/oder Wünschekonto"…

    Unsere pfiffige Infografik fasst das Ganze nochmals zusammen. Weil ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte:

Unser Tipp:
Richten Sie Ihre Daueraufträge zeitlich kurz (ein bis drei Tage) nach dem monatlichen Gehalts-/Lohneingang ein. So sparen Sie, wenn Geld zum Sparen da ist und nicht erst am Ende des Monats. Ganz nach dem Motto: Zuerst sich selbst bezahlen und danach erst die anderen.

Starten statt warten
Sie wollen mit Ihrem persönlichen 3-Konten-Modell loslegen und die Chancen auf die Erreichung Ihrer Spar- und Anlageziele damit wesentlich erhöhen? Dann kommen Sie in Ihre Raiffeisenbank und nützen Sie die laufenden Oktobergespräche für mehr Überblick, eine optimale Anlagestruktur und neue Möglichkeiten, Ihr Geldleben noch erfolgreicher zu gestalten. Oder natürlich für alle anderen Fragen, die Sie derzeit beschäftigen. Ganz egal ob klassisch oder modern, gemeinsam finden wir die passende Lösung.

"Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es." (Immanuel Kant)

 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Traditionellerweise wäre jetzt die "langweiligste" Zeit an der Börse. Von Mitte August bis Mitte Oktober war in der Vergangenheit meist mit den schwächsten Kursen im Jahr zu rechnen. Aber nicht so 2021. Was für ein Sommer!

Der Deutsche Aktienindex DAX erreichte im August ein neues Allzeithoch. Das Gleiche gilt für den Dow Jones, den ältesten Aktienindex, der die 30 größten Unternehmen der USA repräsentiert. Er läuft von einem Rekordhoch zum nächsten.

Was viele Analysten für den Herbst erwartet hatten, trat bereits im August ein: Höchststände, wohin man schaut. Die Stimmung ist gut, aber nicht übertrieben euphorisch, was ein Warnsignal wäre. Es ist aus heutiger Sicht auch keine spekulative Blase zu erkennen. Die Kurse erreichen ihre Höchststände dank starker Unternehmensdaten. In den USA berichten 86 Prozent der 500 größten Unternehmen bessere Umsatzzahlen als erwartet. Weiters wirken sich die konjunkturstützenden Maßnahmen der Notenbanken positiv auf die Märkte aus.

Nur China geht einen eigenen Weg

Die chinesische Zentralregierung erfindet ständig neue Gründe, gegen die private Industrie im eigenen Land vorzugehen. Betroffen waren Unternehmen wie der Technologiekonzern Tencent oder der Internetkonzern Alibaba. Weil die Partei offensichtlich die Tech-Industrie stärker unter ihre Kontrolle bringen will, sind für die betroffenen Unternehmen in den letzten Monaten rund 823 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren gegangen. An diesen Beispielen sehen wir, wie schädlich staatliche Eingriffe in die Wirtschaft sein können.

Börsezeiten

Auch in der Kryptoszene spielt es sich ab
Bitcoin hat mit "Taproot" ein Update bekommen, womit Smart Contracts auch auf diesem Netzwerk möglich werden. Bei Ethereum gab es den "London Hard Fork", mit dem nachhaltig die Transaktionsgebühren gesenkt werden sollen. Und Cardano avisiert das "Alonzo-Update", die Einführung von Smart Contracts, mit Mitte September. All diese Entwicklungen und die damit verbundenen Erwartungen haben eine regelrechte Kursrally bei den Kryptowährungen ausgelöst. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass auch die Inflation zu neuen Hochständen unterwegs ist. Denn auch die ist im Sommer auf mittlerweile 2,9 Prozent gestiegen.

Wie die aktuelle Situation nützen?

Investoren stellen sich die Frage: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt einzusteigen? Die Inflation verringert kontinuierlich die Kaufkraft unserer Guthaben auf Spar- und Giroeinlagen. Aber zahlt man jetzt nicht Höchstpreise für Aktien, Fonds oder ETFs? Soll man doch lieber zuwarten?

Schauen wir uns die Sache etwas genauer an:
Betrachten wir dazu den MSCI World, einen globalen Aktienindex, der die Kursentwicklung von gut 1600 Unternehmen aus 23 Industrieländern umfasst.

Chart
Quelle: www.onvista.de/index/chart/MSCI-WORLD-Index-3193857 Hinweis: Die Performance bezieht sich auf die Vergangenheit und stellt keine Garantie für die Zukunft dar.

Seit seinem Start im Jahre 1969 hat noch nie ein Investor, der mindestens 15 Jahre investiert geblieben ist, einen Verlust erlitten. Also selbst wenn man zum damaligen Höchstpreis eingestiegen ist und am nächsten Tag eine Finanzkrise ausbrach, hat ein langfristig denkender Anleger immer einen Gewinn gemacht oder es wurde zumindest die Inflation ausgeglichen.

Dieses Beispiel soll zeigen, es lohnt immer, investiert zu sein. Die Auswahl der Titel und der Einstiegszeitpunkt haben natürlich Auswirkungen auf die Rendite. Darum ist es in einer Hochphase durchaus sinnvoll, kleinere Beträge einzusetzen und dann immer wieder nachzukaufen.

Für Insider: Das Instrument der Wahl für diese Strategie heißt "Fonds-Step-Invest". Damit passiert das Kaufen in kleineren Tranchen automatisch.

Unsere Empfehlung:

Versuchen Sie nicht, den optimalen Zeitpunkt für den Einstieg zu finden. Den findet man so gut wie nie, genauso wenig wie den ertragreichsten Moment für den Verkauf. Dieser Versuch wird "Timing the Market" genannt. Er wird aber immer von "Time in the Market" geschlagen. Darunter versteht man die Zeit, die Ihr Kapital im Markt verbringt, um dort für Sie zu arbeiten.

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Kaufkraft erhalten und Vermögen aufbauen.
Schutz vor Inflation und Vermögen aufbauen.
Wie baue ich optimal ein Vermögen auf?
Wie einen Vermögensaufbau beginnen?


Viele Österreicherinnen und Österreicher lassen ihr Erspartes auf ihrem Sparbuch oder, da die Spareinlagen nur mehr sehr gering verzinst werden, auf ihrem Girokonto liegen. Das bedeutet, dass nennenswerte Erträge wegen der nahezu unverzinsten Giro- und Sparbuchkonten kaum mehr möglich sind. Ganz im Gegenteil. Die Inflation führt dazu, dass die Kaufkraft der Ersparnisse Jahr für Jahr geringer wird.

Wertpapierfonds können ergänzend und langfristig - unter Inkaufnahme von Kursschwankungen - die Chance bieten, zumindest die Kaufkraft zu erhalten und langfristig einen realen Vermögensaufbau zu ermöglichen.

Viele fragen sich: Wie soll ich das machen? Wir empfehlen Ihnen, suchen Sie den Kontakt mit Ihrem Kundenberater und lassen Sie sich persönlich und abgestimmt auf Ihre individuelle Situation beraten.
Eine ganz wesentliche Frage ist: Wie beginnen?
1.    Mit einem Einmalerlag in Fonds?
2.    Oder zunächst mit einem monatlichen regelmäßigen Fondssparvertrag?

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Variante 1: Einmalerlag in einen Fonds mit sehr breiter Streuung
Wichtig: Ziehen Sie nur jenen Teil Ihrer Ersparnisse dazu heran, den Sie zumindest die nächsten 10 bis 15 Jahre nicht benötigen. Nur mit einem längeren Zeithorizont können Sie auch gelassen stärkere Kursschwankungen "durchstehen". Langfristige Betrachtungen zeigen uns, dass bei der überwiegenden Anzahl der Fälle nach dieser Behaltedauer die Veranlagung in breit gestreute Portfolios (globale Mischfonds in Aktien und Anleihen) einen höheren Ertrag als das Sparbuch erzielt hat.
Nehmen wir an, Sie verfügen über ein "Startkapital" von 10.000 Euro, das Sie in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht benötigen, da Sie über ausreichende liquide Mittel (Bargeld, Geld auf dem Girokonto und Sparbuch/Online Sparen) als finanzielle sichere Basis verfügen.
Wie kann sich dieser Einmalerlag entwickeln? Das kann Ihnen niemand sagen, geschweige denn garantieren. Die Vergangenheit kann Ihnen Orientierung geben, in der Zukunft kann es jedoch ganz anders aussehen. Eine definitive Aussage ist daher nicht möglich!

Sehen wir uns ein Beispiel mit einer Wertentwicklung von 3 Prozent p. a. über 10 Jahre bzw. 15 Jahre an:

Einmalerlag Endkapital nach 10 Jahren Endkapital nach 15 Jahren Verdoppelung des Anfangkapitals
10.000,-- 13.439,16 15.579,67 ca. 23,5 Jahre

Die Berechnungen wurden mit dem Raiffeisen Vorsorgerechner erstellt.  

Variante 2: Einmalerlag in einen Fonds mit sehr breiter Streuung, kombiniert mit einem regelmäßigen monatlichen Fondssparvertrag in der Höhe von 100 Euro pro Monat, Wertentwicklung von 3 Prozent p. a.:

Einmalerlag Monaliches Fondssparen
Endkapital nach 10 Jahren Endkapital nach 15 Jahren
10.000,-- 100,-- 27.418,36
38.259,41

Sie sehen, dass sich eine Ergänzung mit einem regelmäßigen monatlichen Fondssparen sehr positiv auf die Entwicklung auswirken kann. Zusätzlich können Sie beim regelmäßigen monatlichen Fondssparen von den Kurschwankungen profitieren, indem Sie in Zeiten tieferer Kurse auch zu niedrigeren Börsenkursen kaufen. Auch für das monatliche Fondssparen gilt: Wählen Sie eine monatliche Betragshöhe, die für Sie passt und für Sie auch längerfristig frei zur Verfügung steht.

Bitte berücksichtigen Sie: Investitionen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden. Wir empfehlen Ihnen daher, eine ausführliche Beratung in Anspruch zu nehmen.
 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Laut dem Zukunftsforscher Matthias Horx handelt es sich dabei um "massive und lang andauernde Triebkräfte des Wandels, die gesellschaftliche, soziale und ökonomische Systeme transformieren. Sie wirken global, langfristig und tiefgehend und verändern unsere Welt von innen heraus." Megatrends sind so stark, dass sie Gegentrends erzeugen, gut zu erkennen am Beispiel der Globalisierung. Als weitere Beispiele nennt Horx Bildung, Vernetzung der Welt durch das Internet, Verstädterung, Verschiebung der Altersstrukturen und Individualisierung. Obwohl viele Menschen diese Entwicklungen als unübersichtlich, chaotisch oder sogar apokalyptisch empfinden, erzeugen Megatrends durch ihre Vielschichtigkeit und Vernetzung insgesamt robustere Gesellschaften, die eher als frühere in der Lage sind, neue Wege zu gehen.
(Quelle: Das Megatrend-Prinzip)

Man kann sich diese Trendwelten gut als U-Bahn-Plan vorstellen. Die Megatrends stellen quasi die U-Bahn-Linien dar, die sich an mehreren Punkten mit anderen Linien kreuzen können. Die Coronapandemie hat die Dynamiken dieser Trendwelten zusätzlich beschleunigt, jedoch keine maßgeblich neuen Trends geschaffen.

Megatrend

Zum Thema Vernetzung der Welt möchten wir Ihnen ein Praxisbeispiel aus dem Leben eines Finanzreise-Crewmitglieds geben:
Studiensemester in den USA 2003. Apples MP3-Player "iPod" kam gerade in dritter Generation auf den Markt, iTunes wurde zum Standard-Audioplayer aller Apple-Fans und die Werbeflächen wurden mit bunten iPod-Plakaten tapeziert. Endlich konnte das nerdige MP3-Audioformat in elegantem Design und hochwertiger Verarbeitung sowie in bislang nicht gekannter Bedienungsergonomie mittels Touchwheel genutzt werden. Und kurze Zeit später kam auch das MacBook Pro auf den Markt - neu und exklusiv im Aluminiumgehäuse mit 17-Zoll-Bildschirm.

Mit dem heutigen Wissen hätte man sich folgende Fragen stellen können: Entwickelt sich hier ein Megatrend im Konsumgüterbereich? Wird Apple in Zukunft Produkte anbieten können, die nahezu jeder auf dieser Welt haben will? Schließlich sollte das iPhone erst vier Jahre später präsentiert werden.

Der Kurs der Apple-Aktie stand 2003 im Mittel bei rund 1,30 Euro. Das Unternehmen konnte sich bis dahin mit den Mac-Computern nur in einer Nische designaffiner und zahlungsbereiter Grafikdesigner wirklich etablieren. Die Konkurrenz der Windows-PCs war übermächtig, das Risiko neu eingeführter Produkte wie des iMac, aber vor allem des geplanten Wandels zum Konsumgüterhersteller war sehr hoch.

Megatrend

Wir alle kennen heute die Erfolgsgeschichte von Apple und wissen, wie es dem Unternehmen in den Jahren danach gelungen ist, zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufzusteigen. Aber nur mutige Anleger, die die Vision des Apple-Chefs Steve Jobs damals teilten, der Innovationskraft des Unternehmens vertrauten und letztlich ihr Geld in Apple investierten UND - und das ist eigentlich der wichtigste Punkt - auch in Krisenzeiten dauerhaft investiert blieben, konnten in den letzten 18 Jahren kräftig am Erfolg von Apple mitverdienen.

Am Mittwoch, dem 19. August 2020, schrieb das Unternehmen erneut Wall-Street-Geschichte: Zum ersten Mal war der Börsenwert über die magische Grenze von 2 Billionen oder zweitausend Milliarden oder in Zahlen 2.000.000.000.000 (!) US-Dollar gestiegen. Höher als bei jedem anderen US-Unternehmen zuvor.
Das Bemerkenswerte dabei ist, dass Apple für die erste Billion über 42 Jahre gebraucht hatte. Die zweite kam in kaum zwei Jahren hinzu. Dies zeigt einerseits die Marktmacht des Unternehmens und die hohe Nachfrage nach seinen Produkten und Services. Andererseits aber auch die ambitionierten Bewertungen von US-Tech-Unternehmen im Allgemeinen und den Anlagedruck, der durch die extreme Liquiditätspolitik der Notenbanken entstanden ist.
(Quelle) 

Fazit:
Ein Gefühl für Innovationen und zukünftige (Makro-)Trends kann einem dabei helfen, die Gewinner von morgen zu entdecken. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt, beobachten Sie, was um Sie herum passiert, wofür sich die Menschen interessieren und was sie kaufen.

Sein hart verdientes Geld zu investieren und über viele Jahre auch in schwierigen Phasen dabeizubleiben, das sind die Voraussetzungen dafür, langfristig mit außerordentlich hohen Renditen belohnt zu werden. Es ist also so einfach und gleichzeitig doch so schwer, weil wir uns dafür selbst kennen und manchmal entgegen unseren Gefühlen und Intuitionen handeln müssen.
Der Grundsatz der Risikostreuung (Diversifikation) gilt natürlich auch hier: Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, sondern verteilen Sie sie.
 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

 

In der Welt der Börsen gibt es zahlreiche Sprichwörter, Zitate und Weisheiten. Nicht jeden Spruch sollte man für bare Münze nehmen, geschweige denn unüberlegt danach handeln. In manchen stecken dagegen Wahrheit und auch einiges an Weisheit.

Wie schon im Vorjahr haben wir wieder intensiv recherchiert und wünschen Ihnen Inspiration und Spaß beim Lesen!

Top 10

1. Der Herr, der Hund und der Anleger
Die Börsenkurse passen oft nicht zur wirtschaftlichen Realität. André Kostolany sagte einst: "Das Verhältnis von Wirtschaft und Börse ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund." Mal läuft der Hund (symbolisch für die Börse) voraus, mal zurück. Aber langfristig bewegt er sich in dieselbe Richtung wie sein Herr  (symbolisch für die Wirtschaft). 

2. "Breit gestreut, nie bereut." - "Ein Crash ist gut für Leute mit Mut." - "Meide die gefährlichen Vier: Euphorie, Panik, Angst und Gier." - "Kein Fluch, sondern Segen, langfristig anlegen."

Die ehemalige Lehrerin Beate Sander wurde 82 Jahre alt, war Buchautorin, Vortragende, Finanzexpertin, Millionärin. Und das wirklich Bemerkenswerte ist: Sie startete ihre Börsenkarriere erst in der Pension mit einem eher bescheidenen Anfangskapital. Sie war als Finanzexpertin beliebt und gab ihr Wissen gerne weiter. 50 Fachbücher schrieb Beate Sander. Sie hatte einen echten Riecher für die Börse und startete mit 30.000 Euro vor 20 Jahren. Daraus sind bis zum Herbst 2020 rund 2,7 Millionen Euro geworden. 

3. "Um mit Wertpapieren Erfolg zu haben, muss man einfach damit beginnen."

Mark Twain sagte einmal, dass das Geheimnis des Erfolgs darin liegt, etwas in Angriff zu nehmen. Auf Englisch: "The secret of getting ahead is getting started." Doch das Zitat geht noch weiter: "Das Geheimnis des Anfangs besteht darin, komplexe, überwältigende Aufgaben in kleine, überschaubare Aufgaben zu zerlegen und mit der ersten zu beginnen."
Betrachten wir die weiteren Erfolgsfaktoren in der Wertpapieranlage - nämlich langfristiges Investieren und Risikostreuung - kommt man fast zwangsläufig auf Raiffeisen Fondssparen. 

4. "Selbst der kluge Investor braucht wahrscheinlich beträchtliche Willenskraft, um der großen Masse zu widerstehen."
Der US-Wirtschaftswissenschaftler und Investor Benjamin Graham gilt als Vater des Value-Investings. Sein empfehlenswertes Standardwerk: "The Intelligent Investor" 

5. "Wenn du eine bessere Rendite als die Masse haben willst, musst du anders handeln als die Masse."
John Templeton, Gründer des Templeton Growth Fund  
 

Investor

6. "Eine Aktie, die man nicht bereit ist zehn Jahre zu halten, sollte man auch nicht zehn Minuten besitzen."
Warren Buffett, Gründer und Vorstandschef von Berkshire Hathaway 

7. "Drei Dinge treiben den Menschen zum Wahnsinn. Die Liebe, die Eifersucht und das Studium der Börsenkurse."

John Maynard Keynes, einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts 

8. "Wenn Sie ein Problem damit haben, sich einen 20-Prozent-Verlust am Aktienmarkt vorzustellen, dann sollten Sie am Aktienmarkt nicht investiert sein."
John Bogle, Gründer der Vanguard Group 

9. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird. Ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden."
André Kostolany, ungarischer Börsen- und Finanzexperte mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft (1906-1999)
Nichtstun kann an der Börse sehr lukrativ sein. Weil wir unsere Füße nicht stillhalten können und (zu) häufig zu- und verkaufen, liegt der Anlageerfolg des Durchschnittsanlegers deutlich unter der langjährigen Rendite der großen Börsenindizes. Werden Sie dauerhafter Langfristanleger. 

10. "Sie haben viel mehr Kontrolle, wenn Ihnen bewusst ist, wie wenig Sie kontrollieren können."
Benjamin Grahams Sichtweise zur Angst vieler Anleger, auf kurzfristige Schwankungen mit einem hastigen Verkauf ihrer Wertpapiere zu reagieren.
Dadurch verringert sich nicht das Risiko, es steigt in Wahrheit sogar. Denn durch den Verkauf läuft der Anleger Gefahr, die selbst gesteckten Ziele nicht zu erreichen. Erfahrene Anleger akzeptieren Schwankungen als Preis für die hohen Renditen, die sie benötigen. 

Bonuszitat: "Du willst über ein großes Reich herrschen? Dann beherrsche dich selbst."
Publilius Syrus, römischer Dichter und Mimen-Autor im 1. Jh. v. Chr.
Umgelegt auf moderne Investments: Angst ist ein denkbar schlechter Ratgeber. Das größte Risiko für jeden Anleger ist der Anleger selbst.  

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Ins finanzielle Verderben läuft man leichter, wenn man seine Gefühle nicht kontrollieren kann. Wie Gier und Angst, aber auch moderne Technologie uns zu unvernünftigem Verhalten veranlassen können, zeigen die folgenden Beispiele:

1. Es locken üppige Zinsen und Provisionen
Im Jahr 2016 startete ein Bitcoin-Geschäftsmodell "made in Austria“ unter dem Namen Optioment. Anlegern wurden je nach Bindungsdauer des Vertrags zwischen 1,5 und 4 Prozent Zinsen pro Woche (!) garantiert. (Quelle: bitcoin-anwalt.org)

Unsere klugen Leserinnen und Leser der Finanzreise erkennen natürlich auf den ersten Blick, dass es sich hierbei um ein höchst unseriöses Angebot handelt. Aber hätten Sie es auch im Herbst 2017 erkannt, wenn Sie Teilnehmer der Optioment-Roadshow inmitten hunderter anderer Begeisterter gewesen wären?

Pyramidenspiele ziehen alle paar Jahre ihre Kreise und bringen gutgläubige Menschen um ihr hart verdientes Geld. In Zeiten des vernetzten Internets gilt es umso mehr aufzupassen, weil die vermeintliche Chance auf Reichtum oft nur einen Klick entfernt ist.
 

2. Der ultimative Internettipp, reich zu werden. Oder: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm!
Denken Sie immer daran, dass nichts umsonst ist. Seien Sie skeptisch bei allzu wohlklingenden Angeboten. Sie sind garantiert nicht der Erste, der auf diese Jahrhundertchance aufmerksam wird. Der Verkäufer wird sehr gute Gründe für den gewählten Zeitpunkt und den ausgerufenen Kaufpreis haben.

Ende Oktober 2020 boten Kleinanleger an den Börsen in Hongkong und Shanghai umgerechnet drei Billionen (!) US-Dollar für neu auszugebende Aktien von Ant Financial, der Finanzsparte des chinesischen Onlinegiganten Alibaba. Sie wollten damit 800-mal mehr Aktien im Zuge des Börsenganges erwerben, als für Privatanleger vorgesehen waren. Viele hatten die Kaufaufträge auf Kredit finanziert.

Der US-Wirtschaftswissenschaftler Benjamin Graham hat in seinem lesenswerten Standardwerk "The Intelligent Investor" eine klare Meinung zu Börsengängen, im Englischen Initial Public Offering genannt: "IPO - It's probably overpriced!" - "Es ist wahrscheinlich überteuert!"  

Vorsicht

3. Dieses Mal ist es anders (This time it's different)
Das sind mitunter die gefährlichsten Worte an der Börse. Meist sind es Heerscharen von neuen oder jungen Anlegern, die am Ende der Euphoriephase die Kurse weiter anheizen, weil sie denken, es geht ewig weiter nach oben. Wahrscheinlicher ist aber ein zwischenzeitlicher Rücksetzer, der an der Börse immer wieder vorkommen kann. Schmerzhaft wird es dann, wenn die Einsätze hoch sind und der Einbruch abrupt kommt.

Dann wird aus der oft kurzfristigen Spekulation, wo man letztlich darauf hofft, jemanden zu finden, der einem das teuer gekaufte Papier noch teurer abkauft, zwangsweise ein längerfristiges Engagement. Also genau das, wofür man sein Geld überhaupt an der Börse investieren sollte. Ebenso kommt es dann auf die Qualität des Unternehmens an.

Gehypte Aktien ohne Substanz verlieren tendenziell an Wert, entscheidend ist jedoch die Qualität in Form erfolgreicher Geschäftsmodelle mit Alleinstellungsmerkmalen. Langfristig orientiert sich der Aktienkurs vorwiegend an den Gewinnen eines Unternehmens.

4. Kaufen Sie "die nächste Amazon" oder "die nächste Apple" schon heute. Aber nur heute!
Kennen Sie das? Ein Freund oder Arbeitskollege kommt mit einem heißen Börsentipp daher, der schnellen Reichtum verspricht. Oder ein Börsenbrief im Internet preist eine Jahrhundertchance in einem Zukunftsmarkt an, selbstverständlich gegen Gebühr. Hier sollten alle Alarmglocken läuten, denn meist ist der Kurs zu diesem Zeitpunkt bereits stark gestiegen. Steigt man dann selbst ein, kann es leicht passieren, dass der Kurs nicht wie erhofft weiter steil nach oben ansteigt, sondern genau das Gegenteil passiert. Viele Anlegerskandale in der Vergangenheit sind genau nach diesem Muster abgelaufen. Wie wir wissen, preist der Markt alle verfügbaren Informationen stets vor dem Privatanleger ein.

Daher ist es überlegenswert, gleich den ganzen Markt zu kaufen, etwa über einen globalen Misch- oder Aktienfonds. Warum?

  1. Ist "die nächste Amazon" oder "die nächste Apple" erst einmal groß genug, kaufen Sie sie automatisch.
  2. Kommt die nächste Amazon oder Apple aus Asien, Amerika oder Europa? Das ist egal, Sie kaufen Sie dann ja automatisch.
  3. Welche Branchen werden die Gewinner von morgen sein? Auch das ist egal, Sie kaufen Sie ja ebenfalls automatisch.
    Damit haben Sie auch gleich die passende Antwort für den Kollegen parat: "Ich weiß es nicht und es kümmert mich nicht."  
Vorsicht

5. Falsches Mindset zu Geld
Geldanlage in einem Satz: Sie geben es heute nicht aus, um morgen mehr zu haben. Das bedeutet, Sie verzichten heute bewusst auf Konsum zugunsten eines höherstehenden mittel- bis langfristigen Ziels. Sie schmieden Pläne und erarbeiten eine Struktur, wie Sie dieses Ziel erreichen können.

Dies erfordert zuerst eine bewusste Entscheidung für dieses Ziel sowie den Willen und das Durchhaltevermögen, auch langfristig daran festzuhalten. Wenn es für Sie wichtig ist, dann lassen Sie sich nicht davon abbringen. Unterteilen Sie große Ziele in mehrere kleinere, leichter zu erreichende Zwischenziele. So behalten Sie die Motivation weiterzumachen und haben immer wieder Freude am Erreichten.

Wenn Sie diese Entscheidung nicht oder noch nicht für sich getroffen haben, können auch unerwartete und große Geldgeschenke (wie Erbschaft oder Lottogewinn) mehr Last als Freude bereiten. Es gibt viele Geschichten von Menschen, die das Geld in kürzester Zeit ausgegeben haben und letztlich sogar in die Insolvenz geschlittert sind.

Die passende Geldanlage zu finden, kann man lernen. Die Finanzreise und Ihr Raiffeisenberater helfen Ihnen dabei. 

6. Unser Temperament
Warren Buffett sagte einst: "Wenn du deine Emotionen nicht kontrollieren kannst, dann vergiss das mit dem Geld!" Das größte Risiko ist der Anleger selbst, indem er in gierigen oder ängstlichen Gemütszuständen unvernünftig (irrational) handelt. Menschen handeln sogar vorhersehbar irrational. Unser Buchtipp dazu: "Predictably irrational" von Dan Ariely

Smartphones sind wahre Wunderwerke der Technik, aber es liegt an uns, sie auch zu unserem Vorteil zu nutzen. Es passiert nichts, wenn wir in temperamentvollen Phasen unsere elektronische Geldbörse unangetastet lassen. Es kann aber sehr schädlich für unsere Langfristziele sein, wenn wir den "Kaufen"- oder "Verkaufen"-Knopf unüberlegt drücken. Und das war eben noch nie so leicht wie heute.

Halten Sie nüchterne Distanz und handeln Sie wohlüberlegt. Bleiben Sie souverän.

 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

In Krisenzeiten steigt der Goldpreis. Aber ist Gold wirklich der sichere Hafen? Dieser Artikel zeigt, dass es beim Goldkauf einiges zu beachten gibt.

Was schätzen Sie, wie groß ist ein Kilo Goldbarren? Und wenn man den gesamten Goldbestand der Erde in einen Würfel pressen würde, wie groß wäre dieser? Die Antworten sind erstaunlich: Der Kilobarren ist kleiner als eine Zigarettenschachtel (9 x 4 x 2 cm) und alles Gold, das jemals geschürft wurde, ergibt einen Würfel mit einer Kantenlänge von 21,7 Metern. Allerdings wäre er 200.000 Tonnen schwer!

Diese Vergleiche zeigen zweierlei: Gold hat eine sehr hohe Wertdichte, nimmt daher wenig Raum zur Aufbewahrung ein, und es gibt nicht allzu viel Gold auf der Welt. Alles, was begrenzt verfügbar ist, hat seinen Preis, folgt also dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. 

Ein kurzer Abriss der jüngeren Geschichte: Vor knapp 50 Jahren nahm die Geschichte der Gelddruckerei und damit die unseres heutigen Wirtschaftssystems ihren Anfang. 1971 wurde der Goldstandard von Richard Nixon aufgehoben und der Dollar vom bis dahin hinterlegten Gold entkoppelt. Seitdem kann Geld von Notenbanken in beliebigen Mengen vermehrt werden. Gold dagegen bleibt eine begrenzte Ressource und findet seine Nachfrage gerade in Krisenzeiten. Der Preis steigt, wenn eine steigende Nachfrage auf ein gleichbleibendes oder geringer steigendes Angebot trifft. Diesen Effekt konnte man bei Gold über die letzten Jahre gut beobachten.  

Gold

Um Gold ranken sich viele Mythen, darum sprechen wir kurz über die Vor- und Nachteile von Gold.

Vorteile:

  • Seit Jahrtausenden werden Goldmünzen als Zahlungsmittel verwendet. Besonders in Krisenzeiten stellt Gold oftmals eine Möglichkeit dar, das vorhandene Vermögen zu schützen.
  • Physisches Gold unterliegt im Falle einer Wertsteigerung keiner Vermögenszuwachssteuer.
  • Gold hat den Vorteil, schnell zu Geld gemacht werden zu können. Mit einem Handelsvolumen von 240 Mrd. Dollar pro Tag gehört es zu den liquidesten Vermögenswerten überhaupt.

Nachteile:

  • Eine Investition in Gold ist nicht risikolos. Gold kann zwar zu einem langfristigen Werterhalt führen, jedoch aufgrund von Kurs- und Währungsschwankungen auch zwischenzeitlich hohe Verluste verursachen.
  • Der Goldpreis wird immer in US-Dollar gehandelt. Das heißt, der Kauf- bzw. Verkaufspreis hängt nicht nur vom aktuellen Goldpreis, sondern auch vom Wechselkurs zwischen Euro und Dollar ab.
  • Was ein Investor auch bedenken muss, ist, dass physisches Gold keine Zinsen oder sonstigen Erträge abwirft.
  • Die Lagerung kostet Geld und kann - abhängig von der zu lagernden Menge - bauphysikalisch durchaus anspruchsvoll sein.
Gold

Warum also Gold kaufen?
Auch wenn Gold keine Zinsen abwirft, so behält es doch langfristig seine Kaufkraft. Mit einer Unze Gold kann man heute einen ähnlichen Güterkorb kaufen wie vor 100 oder bereits vor 1000 Jahren. Die Geschichte zeigt, Gold ist langfristig ein gutes Wertaufbewahrungsmittel. Gold kann die Funktion einer eisernen Reserve in Form eines kurzfristig verfügbaren Notgroschens übernehmen. Gold wird auch von vielen Anlegern als ein weiteres Element in einer breit gestreuten Veranlagungsstrategie gesehen. 

Wie viel Gold sollte ich kaufen?
Eine Anlegerregel sagt, der Anteil am Finanzvermögen sollte zwischen 5 und 10 Prozent betragen. Je unsicherer der Anleger in die Zukunft blickt, umso mehr Gold sollte er halten. Auch zeigen Vergleiche der Kursentwicklungen auf dem Kapitalmarkt, dass ein Goldanteil eine stabilisierende Wirkung auf das Gesamtportfolio hat. Gold übernimmt also eine ähnliche Funktion wie früher die Beimischung von Staatsanleihen. Wer 5 bis 15 Prozent seines Gesamtvermögens in Gold investiert, kann inflationsbedingte Verluste ausgleichen. 

Wann soll ich Gold kaufen?
Grundsätzlich gilt: Wer kein Gold besitzt, für den ist immer der richtige Zeitpunkt. Ansonsten ist es durchaus sinnvoll, immer wieder Gold über einen längeren Zeitraum zu kaufen, damit man vielleicht von günstigen Kursentwicklungen profitieren kann. 

In welcher Form soll ich Gold kaufen?
Die Frage, ob in physisches Gold oder in Goldderivate, also z. B. in ETCs (Exchange-Traded Commodities) oder ETFs (Exchange-Traded Funds), investiert werden soll, ist für den Privatanleger einfach zu beantworten: Am besten fährt man mit anerkannten Anlagemünzen (wie Philharmoniker, Krügerrand, Maple Leaf) bzw. Goldbarren. Diese können mehrwertsteuerfrei in jeder Raiffeisenbank erworben werden.

Sie sehen: Ein Goldkauf kann im Rahmen einer strategischen "asset allocation" (Vermögensstrukturierung) eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark
 

Was hat Ihre Crew der Finanzreise in insgesamt 75 Jahren an der Börse persönlich gelernt? Was können wir empfehlen und was nicht? Manches wird Ihnen wahrscheinlich bekannt vorkommen.

1. Die Börse erzieht den Charakter, man wird geduldig. Der Grashalm wächst auch nicht schneller, wenn man täglich daran zieht.

2. Man kann niemand anderem die Schuld geben, wenn sich die Wertpapiere nicht wie erwartet entwickeln. Die selbst getroffene Anlageentscheidung wird manchmal schonungslos auf den Prüfstand gestellt. Selbst wenn man richtig liegt, kann es lange dauern, bis die erhoffte Kursentwicklung eintritt. Kostolany sagte einst: "Börsengewinne sind wie Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann kommt das Geld."

3. Der Anfang ist am schwierigsten. Die ersten 1.000 Euro, später 10.000 Euro oder noch höhere Meilensteine, erscheinen anfangs kaum schaffbar. Warum? Weil uns der Zinseszinseffekt noch nicht unterstützt. Die gesamte Sparleistung muss anfangs vom mühsam abgesparten Geld erbracht werden. Aber mit der Zeit wird es leichter und schneller, weil jeder gesparte UND auch gut investierte Euro ab diesem Zeitpunkt unaufhörlich für uns Geld verdient. Daher ist es so wichtig, früh zu beginnen.

4. Kennen Sie Ihre Gefühle und halten Sie Gier und Angst - die beiden schlechtesten Ratgeber in der Geldanlage - unter Kontrolle. Es wird sich für Sie auszahlen, wenn der Zinseszinseffekt langfristig seine volle Kraft entfalten kann.

5. Die Buy-and-hold-Strategie hat sich langfristig bewährt. Am besten mit Sparplänen als Fundament Ihrer Investitionsstrategie, damit der Durchschnittskosteneffekt (cost average effect) genutzt wird.

Das ist der Cost Average Effect

Börse

6. Statt ständig den Kursverlauf von Wertpapieren zu verfolgen, sollte man seinen Fokus beim Investieren stets auf Unternehmen mit starken und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen legen. Immerhin wird man Eigentümer dieser Unternehmen, mit Anspruch auf Gewinnausschüttung (Dividende) und weiteren Rechten (z. B. Besuchs- und Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung). Denken Sie an die Marke, die Produkte, die Persönlichkeiten des Unternehmens und nicht primär an die Kurse.

7. Zwischenzeitliche Kursverluste fühlen sich weniger schmerzhaft an, wenn das Geld mittels monatlichen Sparplans investiert wurde als zu einem spezifischen Zeitpunkt als Einmalbetrag.

8. Niemand, wirklich niemand kann die Börsenentwicklung oder Kurse einzelner Aktien voraussagen. Seien Sie daher immer skeptisch, wenn es jemand doch behauptet.

9. Laufen Sie keiner Aktie hinterher und verlieben Sie sich schon gar nicht. Erfolgskritisch ist eine nüchterne Distanz und möglichst wenig Emotion. Haken Sie Misserfolge rasch ab, seien Sie skeptisch bei tief gefallenen Werten oder wenn sich schlechte Nachrichten häufen. Dafür gibt es immer einen oder mehrere Gründe. Die Chance, dass sich schlecht gelaufene Papiere rasch erholen, ist deutlich geringer, als dass bereits gut gelaufene Papiere im Momentum noch weiter steigen. Legen Sie eine Beobachtungsliste an und warten Sie auf attraktive Einstiegsgelegenheiten.

10. Mit Qualitätsaktien ist es wie mit Mode, Möbeln, Reisen und vielen anderen Dingen. Wer sich bewusst für eine entscheidet, sehnt sich nicht ständig nach anderen. Ständiges Kaufen und Verkaufen belastet zudem Nerven und Geldbörse - "hin und her macht Taschen leer". Die Reue nach getroffener Entscheidung ist viel stärker als beispielsweise bei Konsumgütern, weil uns die späteren Kurse schonungslos die Qualität unserer Entscheidung vor die Nase halten. Ob wir das zulassen, liegt wiederum an uns selbst. Eigenverantwortung in Reinform sozusagen.

Börse

11. Die Börse handelt die Zukunft und ist der Realwirtschaft gut 9 bis 12 Monate voraus. Insofern kann es zu Entwicklungen kommen, die mit den Tagesnachrichten oft auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Auch spielen das Zinsniveau und das Ausmaß der Liquiditätsprogramme der Notenbanken entscheidende Rollen.

12. Der Markt preist Informationen IMMER vor uns (dem Privatanleger) ein. Achtung daher vor angeblichen Geheimtipps im Internet.

13. "An realisierten Gewinnen ist noch niemand zugrunde gegangen." Stimmt, aber große Vermögen entstehen dadurch nicht. Das funktioniert nur durch langfristiges Festhalten an den Gewinnern. Wären Sie beispielsweise Besitzer der Los Angeles Lakers, würden Sie jemals den Topscorer LeBron James verkaufen? Oder ist es weise, Tesla zu verkaufen, solange das exzentrische Genie Elon Musk am Ruder ist?

14. Sollten Sie Einzeltitel - gerade in aufstrebenden Zukunftsbranchen - kaufen, ist es unumgänglich, früher oder später eine Niete dabeizuhaben. Etwaige Totalverluste können jedoch mit Gewinneraktien kompensiert werden - vorausgesetzt, Sie halten langfristig an den Gewinnern fest. Einfacher ist es jedoch, Zukunfts- oder Nischenmärkte durch breit gestreute Branchenfonds oder ETFs abzudecken. Dadurch wird das Risiko von Einzeltiteln erheblich reduziert.

15. Börse kann so einfach und gleichzeitig doch so schwierig sein. Nur unser eigenes Temperament entscheidet.
 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

1. Generelle Gedanken:

  • Rechnen Sie in die Zukunft: Aus jedem Euro, der für unnötige Konsumgegenstände heute NICHT ausgegeben und stattdessen langfristig und ertragreich veranlagt wird, können über die Jahre und Jahrzehnte 10, 20, 50 oder sogar 100 Euro werden. Das 35. T-Shirt im Sonderangebot kostet uns mit dieser Betrachtung somit nicht nur 20 Euro, sondern möglicherweise 200 Euro und mehr.
  • Kleinvieh macht Mist: Werbung wirkt. Beträge wie 1,99 Euro, 4,99 Euro oder 19,99 Euro wirken billig. Lockangebote wie "Kauf 2, zahl 1" oder Ähnliches verführen uns zu Hamsterkäufen. Viele Artikel werden nicht selten ungenutzt wieder weggeworfen.
  • Organisation hilft: Schreiben Sie einen Einkaufszettel. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass unnötige Artikel in Ihrem Einkaufskorb landen. Gleiches gilt für Geburts- und Feiertage. Wer seine Geschenkideen unterjährig notiert und diese dann rechtzeitig besorgt, vermeidet, kurzfristig irgendein Geschenk kaufen zu müssen. Das ist dann meistens teuer und trifft selten den Geschmack des Beschenkten.
Autofahrer

2. Für Autofahrer: Gebraucht-Pkw statt Neuwagen
Die durchschnittliche Behaltedauer eines Autos liegt in Österreich bei rund 5 Jahren. Für einen Neu- oder Vorführwagen gaben Herr und Frau Österreicher bereits 2017 im Schnitt 31.000 Euro aus. Für einen Gebrauchtwagen waren es rund 18.000 Euro. (Quelle: OTS)

Stellen wir ein theoretisches Rechenbeispiel zur Veranschaulichung an:

  • Jeder Autofahrer kauft im Laufe seines Lebens 12 Autos. Alle 5 Jahre ein anderes für insgesamt 60 Jahre - Führerschein mit 18, letzter Autotausch mit Ende 70. Die monatliche Ersparnis bei Gebraucht- statt Neuwagenkauf liegt bei rund 220 Euro (bei einem Kaufpreis von 31.000 gegenüber 18.000 Euro, die Differenz ist auf 60 Monate gerechnet) - alters- oder laufleistungsbedingte Differenzen bei Reparaturkosten bleiben unberücksichtigt.
  • Werden diese 220 Euro vom 18. Lebensjahr an in einen monatlichen Wertpapier-Sparplan investiert, so kann man zum Pensionsantritt nach 47 Jahren auf ein stattliches Endkapital kommen:

Versehen wir die Sparrate für den Kaufkrafterhalt außerdem mit einer jährlichen Indexanpassung von 2 Prozent, spüren wir die etwas höheren Sparraten über die Jahre nur wenig, aber wir erhöhen die Chancen auf langfristig deutlich höhere Ertragseffekte beträchtlich.

Autofahren ist also teuer. Alle 2 bis 3 Jahre halbiert sich der Wert eines Autos. Wenn Sie ein Auto nur für wenige Monate im Jahr benötigen, etwa im Winter, weil Sie von Frühling bis Herbst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, könnte ein Mietmodell für Sie interessant sein.

3. Für Raucher: 1 statt 2 Schachteln am Tag
Mediziner sprechen von "Pack Years", um die langfristigen Folgen des Rauchens am menschlichen Körper zu kategorisieren. Der Verzicht auf eine Schachtel (ab 1. Oktober 2020 durchschnittlich 5,30 Euro) pro Tag bringt Ihnen rund 160 Euro im Monat bzw. 1.908 Euro im Jahr. Gerechnet auf die durchschnittliche Raucherzeit (beispielsweise 20 Jahre) kann Ihnen ein hoher fünfstelliger Betrag entgehen, wenn Sie Ihr Geld für Zigaretten ausgeben, anstatt es in Indexfonds zu investieren. Der Gewinn für Ihre Gesundheit ist dagegen unbezahlbar.

4. Für Kaffeetrinker: der tägliche Coffee to go
Nicht zuletzt Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda machten den Coffee to go in der beliebten Fernsehserie "Sex and the City" in den frühen 2000er-Jahren auch bei uns salonfähig. Abgesehen davon, dass der Kaffee im Kaffeehaus viel besser schmeckt, als wenn man ihn auf der Straße hastig aus dem Pappbecher hinunterstürzt, geht diese Angewohnheit mit der Zeit ganz ordentlich ins Geld. Genauer betrachtet sind es nach 10 Jahren rund 10.000 Euro. Diese sind in Indexfonds wohl besser investiert und schonen zudem die Umwelt.

Spartipps

5. Für Sportler wie Couchpotatoes: nicht genutzte Abos (Fitnessstudio oder Pay-TV)
Mit Abos und Mitgliedsbeiträgen ist es so eine Sache: Sie schleichen sich fast unbemerkt herein, aber von selbst nie wieder hinaus. Überprüfen Sie daher regelmäßig (beispielsweise einmal im Jahr), ob die Abos und Mitgliedschaften den Zweck und den Nutzen für Sie weiterhin erfüllen. Unsere Gewohnheiten ändern sich, die Verträge tun es oft nicht.

6. Für gesundheitsbewusste Genießer: selbst kochen statt Restaurantbesuche

In der Coronazeit haben viele - mehr oder weniger freiwillig - wieder das Kochen für sich entdeckt. Neben dem bewussten Umgang mit regionalen Lebensmitteln und der neu gewonnenen Qualitätszeit mit unseren Liebsten bietet das kulinarische Do-it-yourself auch einen nicht zu unterschätzenden Kostenvorteil gegenüber dem regelmäßigen Restaurantbesuch oder der bequemen Essenshauszustellung.

7. Für Shopping-Queens und -Kings: günstiger und/oder gebraucht - das neue Neu
Denken Sie bei Mode und Textilien auch einmal an den Secondhandladen ums Eck oder erwerben Sie das neue Handy oder Tablet bei zertifizierten Aufbereitern (beispielsweise bei www.refurbed.at). Refurbed bedeutet gebraucht, vollständig erneuert und dadurch wieder wie neu - und das mit Garantie. Obendrein kann man bis zu 40 Prozent sparen. In allen Fällen gilt: Man spart Geld und tut selbst bei Elektronikartikeln etwas Gutes für die Umwelt.

Fazit:
Bei allen Beispielen gilt: Der gänzliche Verzicht dieser Konsumausgaben bringt ein Vielfaches der errechneten Beträge. Das wollen und schaffen aber nur Puristen mit eisernem Willen. Komfort, Sicherheit und Genuss kann und soll man sich durchaus etwas kosten lassen. Gerade auch, weil uns die Erfahrungen des letzten Jahres viel abverlangt haben.
Bei allen Beispielen gilt daher auch: Diese sollen nur Möglichkeiten aufzeigen, das eigene Konsumverhalten von Zeit zu Zeit kritisch zu hinterfragen und zugunsten Ihres Portemonnaies und der Umwelt ganz bewusst - und sei es nur zwischendurch - auf eine Annehmlichkeit zu verzichten.

Es liegt an Ihnen, ob und was Sie ändern möchten.

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Anfang der 1980er-Jahre bis 2009 konnte man durch konservative Veranlagungen wie Spareinlagen, aber auch Staats- und Bankanleihen Erträge erzielen, die den Kaufkraftverlust durch die Inflation über weite Strecken ausgleichen konnten. Seit dem Ausbruch der Finanzmarkt- und Eurokrise und den damit verbundenen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich das Umfeld für diese Geldveranlagungen allerdings radikal verändert:

Der Geldmarktzinssatz, als wesentlicher Richtwert für kurzfristige Verzinsungen auf Girokonten und Sparbüchern, wurde auf mittlerweile 0 Prozent bzw. sogar darunter gesenkt. Bei den langfristigen Zinsen interveniert die EZB verstärkt seit 2015 im Rahmen eines breit angelegten Anleihenkaufprogrammes. Dies hat dazu geführt, dass Anleihen guter Schuldner ebenfalls keine Erträge bringen.

Geld.Flut und Zins.Ebbe

Was ist die Konsequenz dieser Entwicklung? Wenn man im Jahr 2009 auf einem Sparbuch 10.000 Euro angelegt hatte, wurden daraus nach 10 Jahren 10.312 Euro (nach Steuer). Rechnet man die Inflationsrate mit ein, so wurden aus 10.000 nur noch 8.498 Euro*. Das bedeutet einen Kaufkraftverlust von ca. 15 Prozent.

Kaufkraft geht verloren
Dieses Zinstief wird uns voraussichtlich noch jahrelang begleiten. Für Sparer und Anleger mit traditionellen, sicheren Geldanlagen bedeutet das: In der neuen Zinswelt verliert ihr Erspartes durch Inflation Jahr für Jahr an Kaufkraft.

Wie kann man sich langfristig vor Inflation schützen? Inflation bedeutet, dass Preise von Waren und Dienstleistungen steigen. Dies führt zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei jenen Unternehmen, die diese Waren und Dienstleistungen produzieren bzw. anbieten.

Eine gute Möglichkeit, sich langfristig gegen steigende Preise abzusichern und die Kaufkraft zu erhalten, ist eine Beteiligung an diesen Unternehmen (Aktien). Breit gestreute Aktienveranlagungen sind daher auch ein fixer Bestandteil in unseren Wertpapieranlagestrategien. Der Aktienanteil sollte sich nach dem Anlageziel, der Anlegermentalität und der Risikobereitschaft orientieren.

Achten Sie auf den Zinseszinseffekt
Es ist gut und richtig, dass Sie ein Sparbuch haben. Ein Sparbuch war immer sinnvoll und wird auch immer sinnvoll sein: als finanzielles Ruhekissen, als Fundament jeder vernünftigen Anlagestrategie. Das Sparbuch erfüllt somit tadellos den Zweck der Absicherung und erfüllt seine Funktion für eine rasche Verfügbarkeit. Bei mittel- bis langfristigen Anlagezielen sollte jedoch der Zinseszinseffekt nicht unterschätzt und auf den realen Kaufkrafterhalt geachtet werden. 

* Quelle Kaufkraftberechnung: www.rcb.at, Inflationsrechner (Abfrage am 17.11.2020)

 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

  1. Aktien verbriefen Eigentum an Unternehmen. Als Eigentümer haben Sie Anspruch auf Gewinnbeteiligung (Dividende) und können - abhängig von der gewählten Aktiengattung - die Geschäftsentwicklung im Rahmen der jährlichen Hauptversammlungen mitbestimmen. Dem Auswahlprozess, also der Wahl, in welche Unternehmen man nun investiert, kommt daher entscheidende Bedeutung zu. Die gute Nachricht: Mit Fondsmanagern gibt es Profis, die Sie hierbei unterstützen.
  2. In einer Informations- und Wissensgesellschaft liegt der Schlüssel zum Erfolg genau darin. Wir sind täglich mit Geld und Finanzen konfrontiert und haben die Grundlagen oft nur unzureichend erlernt. Die größten Lebensentscheidungen haben immer mit Geld zu tun. Wer die Grundmechanismen nicht nur versteht, sondern sie auch für sich anzuwenden vermag, wird früher oder später sprichwörtlich frei sein.
  3. Sie nehmen Ihr Geldleben selbst in die Hand, beweisen dadurch Eigenverantwortung und werden unabhängig von anderen Meinungen und Einflüssen. Sie beweisen Fantasie und Mut, in die Zukunft zu schauen und aktiv zu handeln.
  4. Überlegen Sie, welche Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich auf dem Markt sind und - noch wichtiger - Ihrer Meinung nach auch noch in 50 Jahren existieren werden. Oft sind es Hersteller jener Produkte, die wir privat oder beruflich täglich brauchen, die uns das Leben einfacher und bequemer machen oder auf deren Dienstleistungen wir einfach nicht mehr verzichten wollen.
  5. Aktien sind ein basisdemokratisches Instrument. Jeder kann sie kaufen, unabhängig von sozialer Schicht, Einkommen, Hautfarbe, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder anderen Merkmalen.
  6. Wer Aktien kauft, ist Optimist. Schließlich glauben Sie daran, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart.
  7. Es sind letztlich immer die Menschen in den Unternehmen, die für Wertschöpfung sorgen, indem sie nachgefragte Produkte und Dienstleistungen herstellen. Wer anderes behauptet, unterliegt einem Irrtum.
  8. Wer sich selbst wirklich kennenlernen will, kommt um die Börse nicht herum. Nirgendwo sonst lernen Sie Ihre Gefühle besser kennen. Nirgendwo sonst sind Ihre Meinung und Ihre Entscheidung eindeutiger als dort, wo Sie Ihr Geld investieren.
  9. Aktien verringern die Einkommensungleichheit. Gemäß einer Studie der WU Wien vom November 2020 sind die Kapitaleinkommen - also das Einkommen aus Zinsen und Dividenden - in Österreich annähernd gleich konzentriert wie in den USA. Bei den reichsten 10 Prozent der Österreicher machen sie mehr als ein Drittel, beim reichsten Prozent sogar knapp 60 Prozent vom noch nicht versteuerten Einkommen aus. Bei den unteren 90 Prozent beträgt der Anteil lediglich 10 Prozent. Lernen Sie von den Reichen und kaufen auch Sie Aktien.
  10. Es gibt kaum eine andere Sachanlage, die langfristig für die benötigten Renditen sorgt, damit Sie auch den "längsten Urlaub des Lebens" - den Ruhestand - würdevoll und ohne Einbußen des gewohnten Lebensstandards verbringen können. Würdevoll bedeutet, auch sämtliche ungeplante Ausgaben ohne Abhängigkeit von Dritten und somit unter Wahrung der eigenen Interessen zu bestreiten. Zudem sollte die zu aktiven Erwerbszeiten aufgebaute (Sach-)Anlage auch die in 30 Jahren benötigte Kaufkraft gewährleisten. Und für diese finanzielle Lebensaufgabe ist langfristiges Investieren in erstklassige Unternehmen in Form von Aktien oder Aktienfonds nun einmal die bevorzugte Lösung.

    Bleiben Sie gesund und optimistisch, aber auch geduldig!

 

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Früher haben wir getauscht, dann mit Gold und Silber bezahlt, später Schuldscheine ausgestellt und beglichen, heute benutzen wir Bargeld oder Karten. Unser Finanzsystem ist einem ständigen Wandel unterworfen. Auch wenn die Skepsis gegenüber Kryptowährungen groß ist, werden sich im Internetzeitalter unsere Zahlungsarten weiter verändern. So könnten wir in Zukunft auch virtuell mit Kryptowährungen bezahlen.

Kryptowährungen existieren ausschließlich digital, also in den Netzwerken der Teilnehmer, ohne von einer Bank oder Behörde zentral reguliert zu werden. Der Gegenwert ergibt sich allein aus dem Vertrauen der Nutzer in die Kontrollfunktion des gemeinsamen Netzwerkes. Es gibt heute mehr als 7000 verschiedene Kryptowährungen, deren Gesamtmarktkapitalisierung Anfang Februar 2021 bei über 1 Billion US-Dollar lag. Die bekannteste Kryptowährung ist sicherlich Bitcoin, die 2008 von Satoshi Nakamoto (ein Pseudonym für den bis heute unbekannten Erfinder) entwickelt wurde.

Kryptowährungen

Wie funktionieren Kryptowährungen?
Am Beispiel Bitcoin wollen wir den Aufbau und die Funktion von Kryptowährungen kurz erklären: Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit in einem weltweiten, dezentralen Netzwerk. Mit Bitcoins kann man bezahlen. Das bedeutet, Geldeinheiten können von einer Person zur anderen übertragen werden: also Peer to Peer, ohne dass Banken benötigt werden, wie es im klassischen Zahlungssystem üblich ist.
Bitcoins werden in digitalen Geldbörsen - sogenannten Wallets - auf dem Smartphone oder PC gespeichert. Damit liegt die volle Verantwortung beim Besitzer der Wallet.

Der Programmiercode von Bitcoin ist Open Source, somit von jedem einsehbar. Die maximale Anzahl von Bitcoins ist auf 21 Millionen beschränkt. Hier unterscheidet sich Bitcoin von klassischen Fiatwährungen wie Euro oder Dollar, aber auch in Hinblick auf andere Kryptowährungen, wo die mögliche Anzahl der Coins nicht limitiert ist.

Wie Transaktionen durchgeführt werden und Bitcoins entstehen
Alle Transaktionen, die jemals im Bitcoin-Netzwerk durchgeführt wurden, sind im "Ledger" gespeichert. In diesem Kassenbuch sind alle Transaktionen mit Höhe, Sender und Empfänger enthalten.

Die "Miner" - das sind Mitglieder im dezentralen Netzwerk - sind für die Entstehung von Bitcoins und für die Validierung der Transaktionen verantwortlich. Verschiedene Bitcoin-Transaktionen sammeln sich in verschiedenen Blöcken an. Um die Gültigkeit und Sicherheit der Transaktionen in den Blöcken zu gewährleisten, müssen die Miner einen Schlüsselcode finden, der es ihnen ermöglicht, die unvalidierten Transaktionen mit ihrem Kassenbuch zu verknüpfen. Dazu ist eine große Rechenleistung notwendig (Proof-of-Work-Methode). Es arbeiten immer mehrere Miner an einem Block.

Derjenige, der den Schlüssel als Erster findet - also die Rechnungen als Erster löst -, gibt damit die Transaktionen frei. Er erhält eine Belohnung in Form von neuen Bitcoins. Der bestätigte Block wird dann an die bestehende Kette angefügt und kann nicht mehr verändert werden (Blockchain). Die Rechenaufgaben werden mit der Zeit immer schwieriger und die Belohnung für die Miner immer geringer. Diese Reduktion passiert regelmäßig und wird als "Halving" (Halbierung) bezeichnet. Die Miner erhalten nicht nur Rewards, sondern verdienen auch an den Transaktionsgebühren.

Weiterentwicklungen
Neuere Kryptowährungen wie ADA arbeiten nicht mehr mit dem Proof-of-Work-, sondern mit einem Proof-of-Stake-Verfahren. Hierbei hinterlegen die Miner einen bestimmten Betrag in der jeweiligen Kryptowährung (Coins), um an Konsensverfahren zur Bestätigung der Transaktion mitmachen zu können. Die Idee ist: Wer sein Geld als Sicherheit hinterlegt, wird nicht dem Netzwerk schaden, da er sonst selbst Verluste erleiden würde. Für das Hinterlegen der Coins wird eine Vergütung in Form neuer Coins gewährt. Bei diesem Verfahren ist wesentlich weniger Energie notwendig als im Bitcoin-Netzwerk.

Kryptowährungen

Vorteile von Kryptowährungen:

  • Weltweite Überweisungen zu sehr geringen Transaktionsgebühren und ohne Beschränkungen
  • Von überall auf der Welt nutzbar
  • Das Netz ist völlig transparent.
  • Die Wallets sind aber anonym.

Nachteile:

  • Kryptowährungen können missbraucht werden zur Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Terrorfinanzierung.
  • Kryptowährungen unterliegen erheblichen Preisschwankungen.
  • Die Verwendung und Aufbewahrung verlangt ein gewisses technisches Verständnis.
  • Jeder ist für die Sicherheit seiner Wallet verantwortlich. Wer den Zugang zur Wallet verliert, verliert seine Coins. Man geht davon aus, dass rund 4 Millionen Bitcoins unwiederbringlich verloren gegangen sind, weil die Benutzer ihre Zugangsdaten nicht mehr finden.
Ist es sinnvoll, in Kryptowährungen zu investieren?
Niemand kann heute sagen, wie sich die Kryptowährungen in der Zukunft entwickeln werden oder welche der vielzähligen Varianten es in den nächsten Jahren überhaupt noch geben wird. Auch wird von staatlichen Seiten über Regulierungen nachgedacht. Und es bleibt immer das Risiko der extremen Volatilität. Das Einzige, was wir wissen: Diese Technologie wird nicht mehr verschwinden.

Wer trotzdem den Umgang mit digitalem Geld erlernen und selbst Erfahrungen sammeln möchte, kann Kryptowährungen an eigenen Börsen kaufen. Über diese Börsen erfolgt die Kursfestlegung und es können beispielsweise Bitcoins gegen Fiatwährungen (wie Euro) gekauft oder verkauft werden. Beispiele für regulierte Märkte sind die Digital Exchange Börse Stuttgart (BSDEX) oder das österreichische Unternehmen Bitpanda.

Je nach Risikobereitschaft mischen manche Anleger Kryptowährungen ihrem Portfolio bei und sehen es als weitere Möglichkeit der Diversifikation. Beim Investieren ist zu beachten, dass es sich um eine reine Spekulation und keinen langfristigen Vermögensaufbau handelt.

Wie immer Sie sich entscheiden, halten Sie es bitte wie der große Börsen- und Finanzexperte André Kostolany. Er investierte sein Leben lang nur in Werte, die er auch selbst verstand.

 
Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Jedes Investment auf dem Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Es handelt sich nicht mehr um das gewohnte Sparbuch, wo das Risiko auf die jährliche Geldentwertung beschränkt, aber beim jetzigen Zinsniveau leider auch garantiert ist.

Investieren Sie in Einzeltitel, ist ein Totalverlust möglich. Jede Firma kann pleitegehen und Ihre Investition wäre damit wertlos. Darum ist eine Risikostreuung so wichtig. In je mehr Unternehmen Sie investieren, desto unwahrscheinlicher wird ein Totalausfall. Gerade darum empfiehlt es sich, für den Einstieg in den Kapitalmarkt einen breit aufgestellten Fonds zu wählen. Ein weiterer Vorteil bei Investmentfonds besteht darin, dass sie ein Sondervermögen sind. Das bedeutet, Ihr dort investiertes Vermögen wäre weder von einem Konkurs einer Bank noch einer Fondsgesellschaft betroffen.

Wertpapiere

Wird mein Geld nachhaltig veranlagt?
Wenn Sie sich bei Ihrer Veranlagung für einen Nachhaltigkeitsfonds von Raiffeisen Capital Management entscheiden, dann können Sie sicher sein, dass Ihr Geld nach strengen sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien angelegt wird. Nachhaltige Fonds werden regelmäßig geprüft. Unabhängige Gütesiegel bestätigen die hohe Qualität.

Aber wie gehen die Fondsmanager vor, um diesen hohen Standard zu garantieren? Im ersten Schritt werden Unternehmen und Staaten mit kontroversen Geschäftspraktiken ausgeschlossen. Dann wird geprüft, ob ein Unternehmen Umweltauflagen erfüllt, Menschen- und Arbeitsrechte einhält und ob es verantwortungsvoll und gesetzeskonform geführt wird. Durch das Mitspracherecht des Investors wird auf das Unternehmen Einfluss genommen, damit es auf einem nachhaltigen Wirtschaftsweg geführt und gehalten wird.

Video: Auswahlkriterien für nachhaltige Geldanlage


Komme ich jederzeit an mein Geld?

Die einfache Antwort auf diese Frage ist: Ja. Ein Fonds hat keine Mindestlaufzeit und es gibt keine Einschränkungen, wenn Sie Ihre Anteile wieder verkaufen wollen.
Allerdings sollten Sie Folgendes beachten: Je nach Fondstyp gibt es eine empfohlene Mindestbehaltedauer. Das ist die Zeitspanne, in der Sie den Fonds unbedingt halten sollten, damit mögliche Schwankungen des Kapitalmarktes ausgeglichen werden können.
Auch kann es passieren, dass sich genau zum geplanten Verkaufszeitpunkt die Kurse ungünstig entwickelt haben. Hier kommt es Ihnen zugute, wenn Sie nur das Geld langfristig investiert haben, das Sie langfristig auch nicht anderweitig benötigen. Somit können Sie die ungünstige Kursphase aussitzen und später ohne Verlust verkaufen.
  
Wie lange läuft der Dauerauftrag beim Fondssparen?

Beim Fondssparen entscheiden Sie als Anleger, um welchen Betrag Sie regelmäßig Fondsanteile kaufen möchten. Wie bei einem Dauerauftrag auf ein Spar- oder Girokonto können Sie die Durchführung jederzeit stoppen. Sie sollten sich aber vorher überlegen, welches Sparziel Sie haben und ob Sie dieses wirklich schon erreicht haben, denn sonst nehmen Sie Ihrem Geld die Chance, weiter aktiv an Ihrem Vermögensaufbau zu arbeiten.

Junge Menschen haben hier klar einen Vorteil. Sie haben die Chance, einen Fondssparer auch länger als 20 Jahre laufen zu lassen. Dann wird der Wertzuwachs den von ihnen eingezahlten Betrag um ein Vielfaches übersteigen. Schauen wir uns das an einem Beispiel an:

Was tun, wenn die Kurse fallen?
Wenn man an der Börse investiert ist und die Kurse plötzlich fallen, fällt es sehr schwer, ruhig zu bleiben. Die erste, nur zu menschliche Reaktion ist: Ich muss alles verkaufen, damit ich nicht noch mehr verliere. Diese Reaktion ist aber in 99 Prozent der Fälle falsch! Bedenken Sie: Einen Verlust machen Sie erst, wenn Sie zu einem ungünstigen Kurs verkaufen. Vorher ist noch nichts passiert. Was also tun in turbulenten Zeiten? Ganz einfach ruhig bleiben, sich informieren, eine Expertenmeinung einholen und darüber nachdenken, ob nicht jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, nachzukaufen. Denn wenn die Kurse auf einem tiefen Niveau sind, können Sie beispielsweise um das gleiche Geld mehr Anteile Ihres Fonds zukaufen und profitieren davon, wenn die Kurse wieder nach oben gehen.  

Muss ich mich jetzt ständig mit Aktienkursen beschäftigen?
Für diese Frage gibt es eine einfache Antwort: nur, wenn Sie das wirklich möchten. Wenn Sie die bewusste Entscheidung treffen, in Einzeltitel zu investieren, sollten Sie auch die Kurse Ihrer Unternehmen im Auge behalten. Wenn Sie sich aber dafür entschieden haben, das Management Ihres Vermögens Experten zu überlassen, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Gerade darin liegt der Vorteil, wenn Sie sich entscheiden, in einen Fonds zu investieren. Experten der Fondsgesellschaft wählen für Sie die lukrativsten Unternehmen aus, die zu Ihrer Anlagestrategie passen, und übernehmen für Sie die Beobachtung der Kursverläufe. Sie haben bei dieser Anlagestrategie zwei Vorteile: Ihr Vermögen wird auf viele Einzeltitel aufgeteilt und die Unternehmensanteile in Ihrem Fonds werden laufend beobachtet und - wenn notwendig - automatisch angepasst. 

Wäre es nicht besser, in Gold zu investieren?
Auf diese Frage gibt es kein eindeutiges Ja oder Nein, sondern vielmehr ein Sowohl-als-auch. Es kann durchaus sinnvoll sein, einen Teil Ihres Geldes in Gold zu investieren, aber eben nur einen Teil. Der Goldkurs unterliegt hohen Kursschwankungen, sodass Sie bei einem ungünstigen Verkaufszeitpunkt auch Geld verlieren könnten.
Auf die Vor- und Nachteile von Gold als Anlage gehen wir in einem eigenen Artikel der Finanzreise genauer ein. Kurz zusammengefasst lässt sich aber sagen, wenn Sie die Kaufkraft Ihres Geldes über längere Zeit absichern wollen, führt kein Weg an den Kapitalmärkten vorbei. Gold hat nach wie vor seine Berechtigung bei der Diversifikation Ihrer Veranlagung, kann aber langfristig nicht mit der Wertentwicklung mithalten, die Sie mit Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien erzielen können.


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

In unserer 7. Ausgabe der Finanzreise verraten wir Ihnen, warum beim Sparen die Zeit Ihr wichtigster Verbündeter ist.

Zudem laden wir Sie zur Premiere des Raiffeisen Investment Channels am 19. April 2021 ein, wo Sie alles rund um unsere brandneue digitale Vermögensverwaltung WILL erfahren. Details zur Online-Veranstaltung sowie den Link zur kostenlosen Anmeldung finden Sie am Ende dieser Ausgabe.   

Denn zuerst beantworten wir die Frage, ob Sie bei dem aktuell tiefen Zinsniveau überhaupt sinnvoll vorsorgen können. Diese Frage ist vergleichsweise einfach mit "JA" zu beantworten, wenn man sich das 3-Konten-Modell und die kurz-/mittel-/langfristige Geldanlagestruktur in Erinnerung ruft. Die Formel für die finanzielle Unabhängigkeit lautet:  

Kapital x Rendite x Zeit  

Gerade der dritte Faktor - nämlich Zeit - bedeutet, dass junge Menschen einen entscheidenden und äußerst kostbaren Vorteil gegenüber älteren haben. Der geflügelte Spruch "Lass dein Geld für dich arbeiten, anstatt immer selbst dafür zu arbeiten" manifestiert sich bei konsequenter Einhaltung dieser Formel durch den Zinseszinseffekt zu handfesten und nachhaltigen Vermögensvorteilen. Verstrichene Zeit kann nicht aufgeholt werden. Jedes Jahr, jeder Monat zählt.  

Auch der Prozess des Vermögensaufbaus ist relativ einfach erklärt:

  1. Verdienen
  2. Sparen
  3. Investieren
  4. Wachsen (lassen)

Die Punkte 1 und 2 können so gut wie nicht ersetzt oder abgekürzt werden. Der Lottogewinn, Glück im Casino, die reiche Erbtante in Amerika oder erfolgreiches Day-Trading bleiben vernachlässigbare Ausnahmen. Wer die ersten beiden Punkte verinnerlicht, kann sich bereits überdurchschnittlicher Erfolgsaussichten gewiss sein.

Beim 3. Punkt "Investieren" ist es ratsam, sich mit einem Teil seines verfügbaren und mittelfristig nicht anderweitig verplanten Kapitals an Unternehmen in Form von Aktien oder Aktienfonds zu beteiligen. Achten Sie auf eine vernünftige Streuung, dann investieren Sie in einen steigenden Markt. Warum? Die Aktienkurse steigen langfristig mit den Gewinnentwicklungen der Unternehmen. Gewinnsteigerungen entstehen im Wesentlichen dadurch, dass eine wachsende Weltbevölkerung und bessere Lebensstandards eine erhöhte Menge aus Produkten und Dienstleistungen nachfragen. Auch steigende Preise (Inflation) und Produktivitätssteigerungen führen zu höheren Gewinnen. Ein Investment in Aktien bietet daher einen langfristigen Schutz gegen Inflation.
Risikohinweis: Mit den höheren Ertragschancen von Aktien, insbesondere durch Kurssteigerungen und Dividenden (Gewinnausschüttungen), gehen auch höhere Risiken einher, bis hin zu Kapitalverlusten.

Der 4. Punkt "Wachsen (lassen)" kann in turbulenten Zeiten - wir erinnern uns an den März 2020 - ein großes Hindernis werden, weil uns das eigene Temperament einen Streich spielt.

Dauerhaft investiert bleiben
Wer in Phasen des Abschwungs aussteigt und verkauft, der schafft es nicht mehr zeitgerecht zurück. Die Kurse erholen sich oft zügig und man steht an der Seitenlinie. Mit dem angesammelten Bargeld kauft man dann zu höheren Kursen nach, im schlechtesten Fall sogar teurer als zum Verkaufszeitpunkt.
Die alte Börsenweisheit "Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen" ist dann nur ein schwacher Trost.

Bleiben Sie daher dauerhaft investiert, um langfristig Renditen über der Inflation zu erwirtschaften. Mutige Langfristanleger kaufen in Abschwungphasen weiter hinzu oder stocken ihre laufenden Ansparpläne auf.

Bleibt noch die abschließende Frage: Wie viel soll man nun monatlich investieren?
Dies ist eine persönliche Entscheidung und abhängig von Ihren individuellen Zielen. Viele unserer Kunden orientieren sich an Faustregeln, etwa indem sie 10 bis 15 Prozent vom monatlichen Nettoeinkommen für langfristigen Vermögensaufbau chancenreich an der Börse anlegen. Andere rechnen so: einen Stundenlohn für jeden Tag im Monat. Egal welche Rechnung für Sie passt, wichtig ist, möglichst frühzeitig zu starten. Der Faktor Zeit gilt umso mehr, wenn Sie Kinder oder Enkelkinder haben. 

"Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt."(Konfuzius)  

Bleiben Sie optimistisch und gelassen.  

Einladung zur Premiere des Raiffeisen Investment Channels am 19. April 2021 um 16:00 Uhr
Sie möchten Ihr Vermögen nachhaltig veranlagen und Ihr Portfolio von Topexperten managen lassen? Und Sie wollen das Ganze einfach und schnell online abschließen? Raiffeisen hat mit "WILL" eine nachhaltige Vermögensverwaltung geschaffen, die Investments in den Kapitalmarkt online möglich macht - und das bei voller Transparenz und Kosteneffizienz. Bei der Premiere des Raiffeisen Investment Channels "Ich WILL nachhaltig veranlagen" erfahren Sie am 19. April 2021 um 16:00 Uhr mehr zu den wichtigsten Kapitalmarkttrends sowie zur brandneuen digitalen Vermögensverwaltung von Raiffeisen.


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Anlegen in Immobilienobjekte hat einen sehr guten Grund: Anleger- bzw. Vorsorgewohnungen sind eine dauerhafte monatliche Einnahmequelle! Immobilien in Form einer Anlegerwohnung haben den Vorteil, dass diese neben der Chance auf Wertsteigerungen auch regelmäßige Einkünfte bringen. Ähnlich wie für Unternehmensbeteiligungen, Aktien und Aktienfonds gilt auch hier ein Veranlagungshorizont von zumindest 10 bis 20 Jahren. Also nichts für Zocker - sondern für Anlagestrategen mit guten Nerven!

Was ist eine Anlegerwohnung?

Im Prinzip eine Eigentumswohnung, die man vermietet. Der Hauptzweck liegt darin, die Wohnung weiterzuvermieten und aus den Mieteinnahmen auf lange Sicht zusätzliche Einkünfte zu generieren, anstatt selbst darin zu wohnen.

Immobilien

Sie haben Interesse an einer Anlegerwohnung? Dann sollten Sie zunächst Ihre Zielsetzungen definieren:

  1. Soll diese Wohnung für eine Zusatzpension sorgen?
  2. Soll diese Wohnung zunächst vermietet werden und später von Ihren Kindern fürs Studium genutzt werden?
  3. Soll diese Wohnung mit Kredit finanziert werden und soll mit Hilfe der Mieteinnahmen der Kredit getilgt und die Wohnung beispielsweise nach 20 Jahren verkauft werden?
  4. Soll diese Wohnung aus Eigenmitteln finanziert werden, damit mit den regelmäßigen Mieteinnahmen eine zusätzliche Einkommensquelle geschaffen wird?
  5. Soll diese Wohnung zunächst vermietet werden und dann in Ihrer Pension von Ihnen selbst bewohnt werden?

Ihr konkretes Ziel bestimmt maßgeblich die weitere Vorgangsweise und Auswahl einer geeigneten Eigentumswohnung.  

Welche Wohnung sollte ich dann kaufen?

Natürlich eine, die für Ihre Zielsetzung am besten passt. Es gibt drei entscheidende Punkte für den Kauf nahezu jeder Immobilie:

1. Lage, 2. Lage und 3. Lage

Dazu gehören beispielsweise fußläufige Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und Infrastruktur, wie Spielplätzen, Kindergarten, Schule, Fachhochschule oder Universität, Bauernmarkt, Supermärkten, Kultur- und Sportmöglichkeiten. Für viele Mieter ist natürlich außerdem eine (verkehrs-)ruhige Lage sehr wichtig und wahrscheinlich auch für Sie, wenn Sie selbst oder Familienangehörige einmal darin wohnen wollen. Im Optimalfall sind auch Grünflächen, kleine Parks etc. zu Fuß von der Wohnung aus erreichbar. Langfristig ist die Lage der Wohnung wesentlich wichtiger als der Kaufpreis (sofern der Preis im Rahmen Ihrer Kalkulation noch vertretbar ist). 

Größe, Ausstattung und Einrichtung der Wohnung

Für die Vermietung besonders interessant sind 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen bis zu ca. 45 m2. Da es immer mehr Singles und Alleinstehende gibt, sind Nachmieter für kleinere Wohnungen meist leichter zu finden als für größere. Wesentlich ist auch eine "freie Sitzfläche" in Form von Terrasse, Balkon oder Loggia. Von der Einrichtung her sind hochwertige Küchen und Sanitärräume zu bevorzugen, Küche und Bad sollten Fenster haben. Auch sollte die Wohnung zumindest über einen Autoabstellplatz verfügen. 

Immobilien

Kosten der Wohnung
Ihr Ziel wird sein, die Wohnung zu einem angemessenen Preis zu erwerben. Wichtig sind auch geringere Betriebskosten, denn von der Bruttomiete gehen auf alle Fälle die Betriebskosten an die Hausverwaltung.
Wie kommen Sie zu einer Anlegerwohnung?

  1. Bauträger: Viele Bauträger bieten heutzutage Anlegerwohnungen an, insbesondere im städtischen Bereich.
  2. Immobilienmakler
  3. Banken bzw. Ihr Kundenberater: Nahezu jede österreichische Bank bietet auch Anlegerwohnungen an.
  4. Sie begeben sich selbst auf die Suche nach der geeigneten Wohnung, beispielsweise über Inserate in Tageszeiten oder auf Immobilien-Websites. Auch mit Hilfe von Google werden Sie auf Angebote stoßen.

Wie finanziere ich eine Anlegerwohnung?
Das hängt natürlich von Ihrem Eigenkapital ab bzw. wie viel Sie von Ihrem Eigenkapital investieren wollen. In jedem Fall empfiehlt sich ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Finanzierungsspezialisten Ihres Vertrauens. Lassen Sie sich verschiedene Möglichkeiten aufzeigen. Aufgrund der aktuellen Zinssituation empfiehlt sich aus Renditesicht sogar ein höherer Fremdkapitalanteil. 

Und Risiken gibt es keine?
Natürlich, alles im Leben hat seinen Preis! Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie für sich eine Plus-Minus-Liste anlegen. Zu den Risiken gehören sicher Leerstände bzw. ob es durchgehend gelingt, die Wohnung immer wieder neu zu vermieten. Was ist, wenn meine Mieter nicht (mehr) zahlen? Was ist, wenn die Kreditzinsen wieder sehr stark steigen sollten? 

Ist eine Anlegerwohnung steuerfrei?
Grundsätzlich sind Mieteinnahmen aus dieser Wohnung steuerpflichtig. Allerdings ist der Gewinn aus der Vermietung (Mieteinnahmen abzüglich Spesen bzw. Ausgaben) dann steuerfrei, wenn er 730 Euro jährlich nicht übersteigt. Bei Ihrer ersten Anlegerwohnung kann es daher durchaus sein, dass diese mit Berücksichtigung aller Ausgaben (z. B. Kreditzinsen), insbesondere der 1,5-Prozent-Abschreibung auf den Gebäudeanteil der Wohnung, steuerfrei ist.
Beim Kauf mehrerer Anlegerwohnungen empfiehlt es sich, das Vorhaben mit einem Steuerberater zu besprechen.

Tipp zum Schluss: Suchen Sie das Gespräch, und zwar mit Profis - mit Ihrem Kundenberater, mit einem Makler Ihres Vertrauens oder mit Bekannten oder Freunden, die bereits eine Anlegerwohnung haben!


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Warum scheuen so viele Menschen davor zurück, in Wertpapiere zu investieren? Unsere Beraterinnen und Berater hören immer wieder ähnliche Fragen und Argumente, wenn es um den Einstieg in die Wertpapierwelt geht. Es sind die Ängste, sich mit einer vermeintlich komplexen Materie beschäftigen zu müssen und womöglich auch noch Geld verlieren zu können, die Menschen davon abhält, den Schritt zu wagen.

Grund genug, die häufigsten Fragen kompakt zusammenzufassen und kurz zu beantworten.
  
Mein Geld liegt doch sicher auf dem Sparbuch. Warum soll ich Wertpapiere kaufen?  
Die kurze Antwort lautet: Um Ihre Kaufkraft zu erhalten!
Wir leben in einer Zeit der Niedrigzinsen. Auf Sparkonten zahlen österreichische Banken meist nur mehr 0,01 Prozent Zinsen. Manche Onlinebanken verrechnen sogar Negativzinsen auf Einlagen. Viele Wirtschaftsexperten sind der Meinung, dass diese Phase noch viele Jahre anhalten wird. Manche meinen sogar, wir werden nie wieder Zinsen auf Spareinlagen sehen.
Die Inflation führt zu einem Kaufkraftverlust Ihres Geldes. Ein einfaches Beispiel zeigt, dass bei nur 2 Prozent Inflation pro Jahr von 1000 Euro nach 10 Jahren nur mehr die Kaufkraft von 826 Euro übrig bleibt. Das ist der Grund, warum an einer Veranlagung in Wertpapiere eigentlich kein Weg vorbeiführt. Nur so ergeben sich für den Anleger Möglichkeiten, an der ertragreichen Entwicklung von Unternehmen mit zu partizipieren.
Risikohinweis: Das Risiko-Ertrags-Profil von Wertpapieren und Fonds ist nicht mit dem eines klassischen Sparbuchs vergleichbar. Veranlagungen in Wertpapiere und Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.

Wertpapiere

Wann ist der richtige Einstiegszeitpunkt?
Da niemand von uns eine Kristallkugel besitzt, mit der man in die Zukunft schauen kann, ist die Antwort ganz einfach: Immer!
Kein Anleger, auch nicht der beste Finanzmarktexperte, erwischt immer den optimalen Zeitpunkt. Darum empfehlen wir, regelmäßig Wertpapiere zu kaufen. Wenn Sie beispielsweise monatlich in einen Fonds investieren, kaufen sie bei fallenden Kursen mehr Anteile um das gleiche Geld und bei steigenden Kursen weniger. Im Durchschnitt steigen Sie also besser aus, als wenn sie lange zögern und dann zu einem vermeintlich günstigen Zeitpunkt kaufen. Sie profitieren vom so genannten Cost-Average-Effekt. Wichtig ist, immer investiert zu sein, auch wenn die Kurse einmal runtergehen. Denn nur so haben Sie die Chance, dabei zu sein, wenn die Kurse wieder steigen. Sie möchten mehr darüber wissen?

Hier kommen Sie zum Video (youtube)

Was ist ein Fonds? Was ist Fondssparen?
Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern und investiert das Kapital auf den Finanzmärkten. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung. Er investiert nicht nur in eine Aktie oder eine Anleihe, sondern in viele.

Was ist ein Fonds? Hier kommen Sie zum Erklärvideo (youtube)

Fondssparen funktioniert im Prinzip nicht anders, als wir es vom normalen Sparen gewohnt sind. Der vom Anleger gewählte Sparbetrag fließt in einen Investmentfonds. Schritt für Schritt investieren Sie so auf dem Kapitalmarkt. Der Vorteil: Sie kaufen regelmäßig und nicht nur dann, wenn alle kaufen und die Kurse besonders hoch sind. Über die Jahre ergeben die regelmäßigen Käufe meist einen attraktiven Durchschnittskurs, der zu einer höheren Rendite führen kann.

Was ist Fondssparen? Hier kommen Sie zum Erklärvideo (youtube)

Risikohinweis: Veranlagungen in Fonds sind dem Risiko von Kursschwankungen bzw. Kursverlusten ausgesetzt. Fonds bieten keine Garantie auf Erträge und das eingezahlte Kapital. Durch das regelmäßige Fondssparen besteht das Risiko steigender Ankaufskurse.

Wertpapiere

Welchen Fonds soll ich kaufen?
Je nach Interesse, Risikobereitschaft und Anlagezeitraum steht Ihnen eine große Auswahl von Fonds zur Verfügung. Das verwirrt am Anfang. Um eine grundsätzliche Orientierung zu bekommen, sollten Sie sich überlegen, welche Erwartungen Sie an Ihr Investment stellen.
Soll es möglichst wenige Schwankungen geben? Dann empfiehlt sich ein großer Anteil von Anleihen im Fonds.
Steht der Ertrag im Vordergrund, kommen Sie um einen größeren Anteil an Aktien nicht herum. Oder Sie greifen überhaupt zu einem reinen Aktienfonds.
Wenn für Sie Nachhaltigkeit in der Geldanlage eine wichtige Rolle spielt, dann sollten Sie sich nach einem zertifizierten Nachhaltigkeitsfonds umsehen.

Mit dem FondsFinder verschaffen Sie sich einen Überblick


Wie lange läuft der Fonds? Und wie lange muss ich ihn behalten?
Wir sind gewohnt, dass ein Bausparvertrag nach 6 Jahren ausläuft und ein Prämiensparbuch nach 4 Jahren. Aber wann läuft ein Fonds aus?
Die einfache Antwort: Nie! Sie selbst bestimmen, wie lange Sie Ihr Geld in einen Fonds investieren wollen. Es gibt je nach Zusammensetzung des Fonds eine empfohlene Mindestbehaltedauer. Als grobe Orientierung kann man sagen, dass Sie für ein Investment in einen Fonds mindestens 5 Jahre einplanen sollten. Das heißt, Sie investieren bitte hier nur den Teil Ihres Geldes, den sie in dieser Zeitspanne nicht anderweitig benötigen werden.

Wie viele Zinsen bekomme ich?

Auch hier sind wir geprägt von unseren Erfahrungen mit Sparbüchern, Bausparverträgen und Anleihen. Bei all diesen Produkten gibt es fixe Zinsen und man kann zu Beginn der Laufzeit vorausberechnen, wie hoch der Ertrag am Ende sein wird. Anders ist es bei einem Investment in einen Fonds. Kein seriöser Berater kann Ihnen einen bestimmten Ertrag garantieren. Bei einem Fonds kann sich der Ertrag aus Zinsen von Anleihen, aus Kurssteigerungen und aus Gewinnausschüttungen von Unternehmen zusammensetzen.
Risikohinweis: Das Risiko-Ertrags-Profil von Wertpapieren und Fonds ist nicht mit dem eines klassischen Sparbuchs vergleichbar. Veranlagungen in Wertpapiere und Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten.  
 
Wie also orientieren?
Historische Kursentwicklungen können einen ersten Anhaltspunkt liefern, sind aber keine Garantie für die Zukunft. Grundsätzlich gilt: Je risikoreicher der Fonds investiert (höherer Aktienanteil, Schwellenländer, Hochzinsanleihen), desto höher sind auch die Gewinnchancen. Hier muss man aber auch bereit sein, höhere Schwankungen und eine Behaltedauer von 10 Jahren und mehr zu akzeptieren.


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Im Jahr 2018 waren 73 Prozent der österreichischen Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren mit Kindern unter 15 Jahren teilzeitbeschäftigt. Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern hat sich zwar verringert, Frauen verdienen aber immer noch deutlich weniger als Männer, was sich in niedrigeren Pensionen und einem höheren Armutsrisiko niederschlägt. Das zeigen die Daten von Statistik Austria.

Zum gleichen Schluss kommt die beliebte deutsche Moderatorin Birgit Schrowange in ihrem Buch "Birgit ungeschminkt. Vom Leben gelernt". Sie formuliert es sogar noch drastischer: "Armut ist weiblich." 

Was soll Frau also tun?

Lassen Sie sich von gut gemeinten, aber veralteten Glaubenssätzen wie "Geld verdirbt den Charakter", "Geld macht nicht glücklich" oder "Glück kann man nicht kaufen" nicht daran hindern, Ihr Geldleben selbst in die Hand zu nehmen. Wer ohne Berührungsängste über finanzielle Herausforderungen spricht, findet auch die beste Lösung. Und ein offenes Gespräch schafft die nötige Klarheit dafür, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Fakt ist, dass Geld dabei hilft, Dinge zu tun oder eben nicht zu tun.

Schreiben Sie Ihre wichtigsten Wünsche und Ziele auf und priorisieren Sie sie. Legen Sie Laufzeiten fest, wann diese Realität werden sollen - beispielsweise:

  1. kurzfristig - bis 12 Monate
  2. mittelfristig - bis 5 Jahre
  3. langfristig - ab 10/20/30 Jahren

Das ist entscheidend, da die Auswahl der passenden Finanzprodukte ganz wesentlich vom Eintrittstermin und der Höhe der benötigten Geldmittel abhängt.  

Frauen

Frau Schrowanges Empfehlungen:

  1. Sucht auf Instagram oder bei Podcasts nicht nur nach Schminktipps, sondern auch mal nach dem Handwerkszeug für Finanzanlagen. Dort gibt es viele Frauen, die sich engagiert für das weibliche Finanzwissen einsetzen: Madame Moneypenny, Investorella Larissa Kravitz, die Finanzheldinnen oder What The Finance? sind nur ein paar davon. Wir empfehlen zusätzlich die Finanzreise von Raiffeisen ;-)
  2. Sprechen Sie mit Ihrer Beraterin bzw. Ihrem Berater. Sie oder er hilft Ihnen, Ordnung in Ihr Geldleben zu bringen und im regelmäßigen Gespräch die Lösungen an Ihre persönlichen Ziele anzupassen.
  3. Keine Meisterin fällt vom Himmel. Starten Sie möglichst früh, legen Sie zu Beginn 50 Euro im Monat zur Seite, erhöhen Sie später den Sparbetrag und halten Sie langfristig daran fest.
  4. Es gilt, finanziell selbstständig zu werden und eine seriöse Vorsorge für später zu finden. So finden Sie bereits in der Jugend eine der Antworten auf die kaum gestellte Frage: Wie werde ich irgendwann eine wohlhabende ältere Dame?
Frauen

Die gute Nachricht:
Frauen sind die besseren Anleger, weil sie selten übertriebene Risiken eingehen und Nischenmärkte wie Cannabis, Hot- oder Pennystocks vermeiden.
Sie streuen Risiken effektiv, indem sie häufiger in Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds = börsengehandelte Indexfonds) investieren als Männer. Die tragen oftmals das "Zocker-Gen" in sich und gehen dadurch weniger diszipliniert zu Werke.

Für Männer und Frauen gilt aber gleichermaßen: Man muss kein Profi sein, um mit dem Investieren zu beginnen. Wichtig ist der Start! Mit der Zeit kommen Motivation, Erfahrung und Erfolg dann von selbst.
Sprechen Sie mit Ihrer Raiffeisenberaterin, die passende Lösungen für Ihre Situation finden wird. Ihre persönliche Zieleplanung ist die perfekte Vorbereitung für ein erfolgreiches Gespräch.

Bleiben Sie neugierig und offen gegenüber Veränderungen!


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Wir erklären Ihnen, warum die Angst vor Wertpapieren unbegründet ist.

Trotz des niedrigen Zinsniveaus sind viele Österreicherinnen und Österreicher bei Wertpapieren noch immer skeptisch. Insbesondere wenn es um Aktien oder Aktienfonds geht. Heute analysieren wir die Gründe, woher die Angst kommt und wie Sie richtig handeln. Denn wer die Grundregeln beachtet, muss kein Profi sein, um sein Geld unter Inkaufnahme der Risiken langfristig und ertragreich anzulegen.

Paradigmenwechsel in der Geldanlage
Die weltweiten Börsenindizes steigen seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Das allgemeine Zinsniveau war bis vor 12 Jahren ebenfalls auskömmlich. Täglich fällige Spareinlagen wurden mit bis zu 4 Prozent pro Jahr verzinst, es gab für den sicherheitsorientierten Anleger keine Notwendigkeit, zusätzliches Risiko einzugehen. Mit den Nullzinsen, die uns möglicherweise noch über Jahre erhalten bleiben, erfüllen Zinsanlagen nur noch den Zweck des kurzfristig verfügbaren Notgroschens. Wer Erträge auf sein angespartes Geld erwirtschaften möchte, muss in Sachanlagen (Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen) investieren. Wir müssen beim Anlagehorizont also von "täglich" auf "mehrere Jahre" umdenken. Erfolgreiche Geldanlage verlangt heute eine kurz-, mittel- und langfristige Struktur, statt wie früher mit einem Konto weitgehend alle Zwecke abdecken zu können.

Statt Verlustangst auf die langfristigen Gewinnmöglichkeiten schauen
Blickt man auf die Grafik, ist ein langfristiger Trend erkennbar. Wobei historische Kursentwicklungen keine Garantie für die Zukunft sind. Trotzdem haben so viele Leute Respekt oder sogar Angst vor Aktien. Wenn Angst im Spiel ist, handelt der Mensch emotional statt rational, also unvernünftig statt vernünftig. Und die Angst vor Verlusten ist bei uns Menschen viel stärker ausgeprägt als die Freude auf Gewinne, noch dazu wenn sie zwar langfristig wahrscheinlich, aber keineswegs sicher sind.

Der US-amerikanische Verhaltensökonom Paul Samuelson untersuchte dieses irrationale Verhalten bereits in den 1960er-Jahren. Er schlug einem Kollegen folgende Wette vor:

"Wir werfen eine Münze. Bei Kopf zahle ich dir 200 Dollar, bei Zahl bezahlst du mir 100 Dollar." Die Chancen standen somit 50 : 50 und sein Kollege hätte bei "Kopf" das Doppelte von dem gewonnen, was er bei "Zahl" hätte verlieren können. Er stieg jedoch auf die Wette nicht ein, da ihm die Angst, 100 Dollar zu verlieren, einfach zu groß war.
Er schlug aber eine kluge Gegenwette vor: "Wirf die Münze doch hundertmal." Dadurch hätten sich die Wettkonditionen deutlich zu seinen Gunsten verändert. Das Risiko, überhaupt etwas zu verlieren, hätte bei 1 : 2300 gelegen. Da Paul Samuelson ebenfalls sehr gut rechnen konnte, stieg er wiederum auf diese neue Wette nicht ein. (Quelle: manager-magazin-Podcast vom 7. August 2020)

Kopf oder Zahl

Kopf oder Zahl - worauf würden Sie setzen?
Die erste Wette abzulehnen, ist nachvollziehbar mit dem Wissen, dass die Angst vor Verlusten überwiegt.
Das Interessante ist aber, dass die meisten Menschen mit ihrem Anlageverhalten auch die zweite Wette ablehnen, obwohl die langfristigen Gewinnchancen die Verlustrisiken deutlich übersteigen.

So setzen kluge Leserinnen und Leser der Raiffeisen Finanzreise die Idee des Münzwurfes erfolgreich in der Praxis um:
 
1. Starten statt Warten
Zeit ist kostbar - gerade in der Geldanlage. Bieten Sie dem Niedrigzins die Stirn, indem Sie einen Teil Ihres verfügbaren monatlichen Einkommens in langfristige Wertpapiersparpläne investieren. Welche Lösung für Sie passt, klären Sie am besten mit Ihrem Berater bzw. Ihrer Beraterin.

2. Breit gestreut - nie bereut
Streuen Sie das Risiko, indem Sie auf Produkte setzen, die Ihr Geld in viele unterschiedliche Anlagen (wie etwa Unternehmen oder Immobilien) investieren.

3. Langfristiger Horizont statt täglichen Kursstudiums
Die Tageskurse gleichen einem Münzwurf, es kann hinauf-, aber genauso hinuntergehen. Blenden Sie sie möglichst aus, damit aus der verlorenen Zeit nicht auch noch verlorenes Geld wird. Finanzmedien stellen die täglichen Kursänderungen gerne quotenwirksam in den Vordergrund, anstatt Geschäftsmodelle von erfolgreichen Unternehmen seriös zu untersuchen. Auf lange Sicht sind Investitionen auf dem Kapitalmarkt deutlich weniger riskant.

4. Schalten Sie auf Autopilot

Einmal eingerichtet, sorgt der Spardauerauftrag dafür, dass Sie die Münze über die Jahrzehnte sprichwörtlich hunderte Male werfen. Sie sparen Zeit, Nerven und werden langfristig für Ihre Geduld belohnt.

Wer selbstverantwortlich handelt, ist aktiv und packt an. Das gilt in der Ausbildung, im Beruf oder im Sport - und natürlich auch in der Geldanlage.


Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Mein Name ist Alois Schmied und ich bin begeisterter Vater. Und natürlich macht man sich immer wieder Gedanken, wie man seinen Kindern den Start ins Leben erleichtern kann. Wie man sie fördern kann, insbesondere im Bereich ihrer Fähigkeiten und Stärken bis hin zur schulischen und beruflichen Ausbildung. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch, wie man als Elternteil dem Kind einen guten Umgang mit Geld, Sparen und auch längerfristiger Anlage beibringen kann.

Finanzerziehung

Deshalb hier unsere Tipps zur Finanzerziehung für Kinder:

  1. Nachhaltiger und wertschätzender Umgang mit Ressourcen:
    In der heutigen Zeit entsteht sehr oft der Eindruck, dass alles im Überfluss vorhanden ist. Wir wollten unsere Kinder aber von Anfang an davon überzeugen, bewusst und nachhaltig mit Wünschen umzugehen. Wenn man nicht immer alles bekommt, wird wohl das, was man bekommt, umso wertvoller. Ganz wesentlich ist für uns beim Einkaufen, keinerlei Spontankäufe im Kassenbereich mehr zuzulassen.
  2. Für Wünsche ansparen:
    Für wirklich wichtige Wünsche unserer Kinder stellen wir gemeinsam einen Art Sparplan auf. Wir beschriften dazu eine Sparbüchse mit diesem Wunsch, werfen dann immer wieder auch mal Geld ein und schreiben auf einem Blatt mit, wieviel wir schon angespart haben. Auch wenn uns Kleingeld übrig bleibt, werfen wir dieses gemeinsam mit den Kindern in die Sparbüchse. Unsere Kinder erhalten auch für kleine Hilfsdienste im Haushalt oder Garten Geld, das ebenfalls in die Büchse wandert. Wir wollen damit auch vermitteln, dass Geld aus Arbeit und Zeitinvestition entsteht. Der größte Lerneffekt daraus ist, dass Wünsche mit Zielorientierung und Beharrlichkeit Realität werden!
  3. Längerfristig Kapital aufbauen:
    Unsere Kinder bekommen auch immer wieder Geld von den Großeltern und Verwandten. Natürlich macht es kurzfristig sehr großen Spaß, das auch gleich für Spielzeug, Süßigkeiten, Spiele etc. auszugeben. Unser Ziel ist es, den Kindern Folgendes zu vermitteln: Einen Teil sofort zu verbrauchen ist okay, doch denkt auch an später. Wir lösten es dann so, dass je 5 Euro für die Kinder frei verfügbar sind, der Rest in einen langfristigen Vermögensaufblauplan mit Wertpapieren fließt. Dieses Geld sparen wir gemeinsam für ein Studium bzw. ein Startkapital für die Volljährigkeit an.
  4. Taschengeld:
    Selbstverständlich erhalten unsere Kinder auch Taschengeld. Einerseits ist es uns sehr wichtig, dass sie völlig frei darüber verfügen können, andererseits, dass sie darüber nachdenken, wofür sie dieses Geld ausgeben. Besonders freuen wir uns, dass wir sehr oft beobachten können, dass sie auch einen Teil des Taschengelds in die Sparbüchse werfen, um sich die wichtigen Wünsche später selbst erfüllen zu können.
  5. Was tragen wir als Eltern bei?
    In den Anfangsjahren, als wir unser Haus bauten, war das nicht so einfach. Wir nahmen uns aber trotzdem vor: Zwei Euro pro Tag und Kind können wir beide für die Zukunft unserer Kinder auf die Seite legen! Daher wurden monatlich 60 Euro pro Kind in den langfristigen Vermögensaufbauplan mit Wertpapieren eingezahlt. Über die Jahre und auch dank der Einzahlungen der Großeltern und Verwandten wird ein sehr schönes Startkapital bei Volljährigkeit unserer Kinder zusammenkommen und ihnen zur Verfügung stehen.
Finanzerziehung

Als begeisterter Vater ist mir das Wohlergehen meiner Kinder am wichtigsten. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht. Ich hoffe, es waren für alle Eltern ein paar sinnvolle Geldtipps dabei! Uns würde jetzt sehr interessieren: Wie sehen Sie dieses Thema? Haben Sie weitere Vorschläge, Ideen und auch ganz andere Erfolgsbeispiele?

  
Wenn Sie mehr über das Thema wissen möchten, empfehlen wir folgende weiterführende Artikel:

Kindern den richtigen Umgang mit Geld beibringen
Taschengeld - nur ein Meilenstein in der Gelderziehung der Jüngsten
Wie ich als Teenager lernte, mit Geld umzugehen

Der deutsche Moneycoach Bodo Schäfer sagte einst:
"Schulbildung hilft dir, deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Finanzielle Bildung macht dich reich."

Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Finanziell zukunftsfit werden - kristallklarer Durchblick statt Fischen im Trüben: Wofür entscheiden Sie sich?

Sie erfahren in diesem Artikel:

  • Warum eine Gegenüberstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben unverzichtbar für eine Verbesserung Ihrer Finanzen ist
  • Wie wenig Zeit man tatsächlich braucht, um die Ausgangslage zu kennen und an den richtigen Stellhebeln anzusetzen
  • Wie Sie Ihr Raiffeisenberater als "MoneyCoach" unterstützen und fit für Ihre finanzielle Zukunft machen kann
Finanzreise

Vier von fünf Privatkunden haben keinen genauen Überblick, was auf ihrem Konto vor sich geht. Was sind meine Fixkosten? Was sind meine variablen Kosten? Was bleibt mir am Monatsende wirklich übrig? Fragen wie diese sind eher die Regel als die Ausnahme. Jeder kennt sie, jeder empfindet sie als unangenehm und daher werden sie gerne beiseitegeschoben. Hoffnung kommt meist von selbst, nämlich in Form des nächsten Gehalts. Die schlechte Nachricht: Wenn wir keine Antwort auf diese Fragen finden und auch danach handeln, ändert sich nichts. Die gute Nachricht: Es braucht nicht viel für nachhaltige Verbesserungen.
 
Die Voraussetzung dafür ist, dass SIE etwas verändern wollen! Weil: Vermögend werden Sie langfristig nicht (oder nicht nur) durch Ihre Einnahmen, sondern durch Ihre vermiedenen Ausgaben, sprich Ihre Sparsamkeit. Sie brauchen kein höheres Einkommen und schon gar keinen Lottogewinn, wenn Sie finanzielle Unabhängigkeit oder Freiheit anstreben. Es hilft natürlich, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Keine schlechte Ausgangslage - oder?

Wenn Sie typische Denkfehler und dadurch überflüssige Ausgaben erkennen und vermeiden können, ist bereits ein wesentlicher Schritt getan. Behalten Sie Ihre Finanzen im Blick und betrachten Sie sie realistisch.

Finanzreise

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Investieren Sie 1 Stunde Ihrer wertvollen Zeit und erhalten Sie volle Transparenz über Ihre finanzielle Situation.

Sprechen Sie mit Ihrem Raiffeisenberater und profitieren Sie umfassend von den Vorteilen einer genauen Kontoanalyse:

  • Sie erhalten einen vollständigen und ehrlichen Überblick über Ihre Finanzen.
  • Sie kennen Ihre notwendigen und nicht notwendigen Ausgaben und entscheiden selbst über Veränderungen.
  • Sie lernen Lösungen kennen, wie Sie Ihren Finanzpolster optimal und angepasst an Ihre Lebenssituation nutzen können.
TIPP:
Mein ELBA bzw. die Mein ELBA App bieten mit dem "Finanzmanager" in der Ansicht "Einnahmen & Ausgaben" einen guten Überblick über Ihre monatliche Kontoentwicklung. Im persönlichen Gespräch erfahren Sie darüber hinaus, wie andere Kunden in ähnlicher Situation vorgehen und welche Lösungen optimal für Sie passen können.
 
Bis bald und herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Geldanlage ist bekanntlich kein 100-Meter-Sprint, sondern ein Marathon.

Die erste Finanzreise geht zu Ende und wir freuen uns, dass Sie bei dieser Entdeckungstour in die Finanzwelt mit an Bord waren. Wir hoffen, Ihre Erwartungen wurden erfüllt und Sie konnten bestehendes Wissen vertiefen und neues gewinnen. 

Schreiben Sie uns, wenn Sie etwas vermisst haben oder wenn gewisse Themen zu kurz gekommen sind. Empfehlen Sie uns bitte weiter, wenn die Idee und Inhalte der Finanzreise auch für Ihre Freunde, Ihre Familie oder Ihre Bekannten interessant sind.
 
In Kürze verlosen wir unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern attraktive Preise. Wir drücken die Daumen, dass Sie zu den Gewinnern gehören.

Abschließend laden wir Sie ein, auch im Frühjahr 2021 wieder dabei zu sein, wenn es heißt: Leinen los für mehr Wissen und Erfolg in allen Geldfragen! Denn wer die Zusammenhänge kennt, trifft die besseren Anlageentscheidungen.

Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie interessiert und bleiben Sie vor allem gesund!

Herzliche Grüße
Ihre Finanzreise-Crew der Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Nachhaltig investieren zahlt sich aus und ist eine Antwort auf die großen Fragen unserer Zeit. Nachhaltige Geldanlage ist die aktive Entscheidung, mit dem zur Verfügung stehenden Kapital in bestimmte Unternehmen und Staaten zu investieren.

Ziel der nachhaltigen Geldanlage ist es, in jene Gesellschaften zu investieren, die ihre soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Kunden wahrnehmen, die Corporate-Governance-Strukturen etabliert haben sowie Menschen- und Umweltrechte respektieren und in ihrer Kultur leben. Bei einem Großteil nachhaltig investierender Fonds kommen sogenannte Ausschluss- oder Negativkriterien zum Einsatz. Hierbei werden explizit Unternehmen oder Staaten ausgeschlossen, die beispielsweise in der Produktion von Waffen und Rüstungsgütern tätig sind oder gegen Menschen- und Arbeitsrechtskonventionen verstoßen.
 

Wie können Sie erkennen, ob eine Geldanlage oder ein Fonds nachhaltig ist?

Auch anhand verschiedener Gütesiegel erkennen Sie, ob die ESG-Kriterien (ESG steht für Environment, Social und Governance bzw. auf Deutsch für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) bei der Veranlagung der Gelder als Maßstab gelten. Ein sehr bekanntes Gütesiegel ist das FNG-Siegel.

Die ganzheitliche Methodik des FNG-Siegels basiert auf einem Mindeststandard. Dazu zählen Transparenzkriterien sowie die Berücksichtigung von Arbeits- und Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung, wie sie im weltweit anerkannten UN Global Compact zusammengefasst sind.

Auch müssen alle Unternehmen des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeitskriterien hin analysiert werden. Investitionen in Atomkraft, Kohlebergbau, bedeutsame Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung sind tabu.

Hochwertige Nachhaltigkeitsfonds erhalten bis zu drei Sterne. Die Sterne zeigen an, inwiefern der Fonds echte Wirkung im Sinne von Nachhaltigkeit erzielen kann.

WICHTIG: Das FNG-Siegel gilt nur für jeweils ein Jahr. Das heißt, die zugrunde liegende Nachhaltigkeitszertifizierung muss jährlich erneuert werden.

Hier erfahren Sie mehr zum FNG-Siegel

Disclaimer:
Das Risiko-Ertrags-Profil von Fonds ist nicht mit einem klassischen Sparbuch vergleichbar. Veranlagungen in Fonds unterliegen Wertschwankungen und sind mit höheren Risiken bis hin zu Kapitalverlusten verbunden. Sie bieten auch keine Garantie auf Erträge und auf Rückzahlung des eingezahlten Kapitals. Dies ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder eine bestimmte Veranlagungsstrategie.

Was wir von Profis über die Geldanlage und über uns selbst lernen können!

In der Welt der Börsen gibt es zahlreiche Sprichwörter, Zitate und Weisheiten, die aus uns bessere Anleger machen und uns beim Erreichen unserer Anlageziele helfen wollen. Gerade im schwierigen Börsenjahr 2020 wurden diese oft und gerne zitiert. Nicht jeden Spruch sollte man für bare Münze nehmen, geschweige denn unüberlegt danach handeln. In manchen stecken jedoch Wahrheit und auch einiges an Weisheit. Wir haben intensiv recherchiert und 10 der besten Börsenweisheiten für Sie zusammengestellt.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Auswahl gefällt und wünschen Ihnen Inspiration und Spaß beim Lesen!

1. "An der Börse ist 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das Minus 1 auszuhalten."
André Kostolany - Börsen- und Finanzexperte mit ungarischer Staatsbürgerschaft (1906 - 1999)

2. "Der einzige Investor, der nicht diversifizieren sollte, ist derjenige, der immer 100 Prozent richtigliegt."
Sir John Templeton (1912 – 2008) - britischer Unternehmer und Fondsmanager. Managte mit dem Templeton Global Growth Fund einen der größten Fonds der Welt.

3. "Geldanlage ist kein 100-Meter-Sprint, Geldanlage ist ein Marathon. Es ist gut, hin und wieder auf die Zwischenzeit zu achten. Das Wichtigste sind aber Rhythmus und Durchhaltevermögen, um das Ziel zu erreichen."
Quelle: RLB Steiermark

4. "Kaufe günstig, verkaufe nie."
Warren Buffett - US-amerikanischer Starinvestor und Chairman der Beteiligungsholding Berkshire Hathaway. Aufgrund seiner über Jahrzehnte erfolgreichen Investments hat Buffett den Spitznamen "das Orakel von Omaha" bekommen.

5. "When you're sitting in traffic, it feels like switching lanes will get you there faster. When you're sitting in stocks, it feels like buying and selling will get you rich faster. But buying smart the first time an holding is better."
The Motley Fool (amerikanischer Finanzblog www.fool.com, auch in Deutsch verfügbar unter www.fool.de)

6. "Preis ist, was du bezahlst; Wert ist, was du bekommst."
Warren Buffett

7. "Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich!“
Diese Aussage von André Kostolany gehört wohl zu den bekanntesten Börsenweisheiten und soll zum Ausdruck bringen, dass sich Geduld am Aktienmarkt langfristig auszahlt.

8. "Der Erfolg beim Investieren hängt nicht vom Intelligenzquotienten ab. Wenn du durchschnittlich intelligent bist, brauchst du das richtige Temperament, um die Emotionen zu kontrollieren, die andere Menschen beim Anlegen in Schwierigkeiten bringen. Das Investieren ist kein Spiel, bei dem der Spieler mit einem IQ von 160 den anderen Spieler mit einem IQ von 130 besiegt."
Warren Buffett im Interview mit der amerikanischen Wirtschaftszeitung "Businessweek" im Juni 1999

9. "Kaufe einen Dollar, aber bezahle nicht mehr als 50 Cent!" Oder: "Ob es sich um Socken oder Aktien handelt, ich kaufe gerne Qualitätsware, wenn sie heruntergesetzt ist."
Warren Buffett bringt damit den Grundsatz der Value-Investment-Strategie auf den Punkt: günstig bewertete Unternehmen mit hohem inneren Wert zu finden. Oft handelt es sich hierbei um vermeintlich langweilige (geringe Kurskapriolen oder wenig Newsflow) aber solide finanzierte Firmen mit hohen Cashflows.

10. "Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen."
Samuel Langhorne Clemens (1835 - 1910) - besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain - war ein amerikanischer Schriftsteller.

Bonuszitat: "Die Investoren haben weit mehr verloren, wenn sie sich auf Korrekturen einstellten oder diese frühzeitig erkennen wollten, als letztlich durch die eigentlichen Korrekturen verloren ging."
Peter Lynch - von 1977 bis 1990 Manager des Fidelity Magellan Fund. In diesem Zeitraum erreichte der Magellan-Fonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2 Prozent. (Quelle: Wikipedia)

Überbordende Absicherungsstrategien oder der zwanghafte Versuch, den idealen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu treffen, kosten den Anleger langfristig Rendite. Die geringeren Verluste in Abschwungphasen können die entgangenen Gewinne in (meist längerfristigen) Aufschwungphasen nicht kompensieren.  

Bei einem Fondssparplan wird monatlich in einen oder mehrere Wertpapier-Investmentfonds investiert. Wegen ihrer hohen Flexibilität und der sehr hohen Risikostreuung sind sie besonders beliebt als Ansparform für die persönliche finanzielle Freiheit, den Vermögensaufbau und auch für die private Altersvorsorge.  

 

Die Vorteile eines Fondssparplans sind:

1. Sehr einfaches und bequemes Sparen
Jeder kann jederzeit bereits mit kleinen Summen einen Sparplan starten. Am besten mit einem monatlichen Betrag am Beginn des Monats. Der investierte Betrag geht so monatlich einfach und automatisch vom Konto in den persönlichen Fondssparplan.

2. Hohe Flexibilität

Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Und bereits mit einer monatlichen Ansparsumme von 50 Euro kann man seinen persönlichen Vermögensaufbau mittels Fondssparplan beginnen. Sie können diesen Plan auch jederzeit stilllegen oder stornieren.

3. Starke Risikostreuung und professionelles Vermögensmanagement

 Der jeweilige Fonds investiert in viele unterschiedliche Wertpapiere und dadurch verteilt sich das Risiko. Professionelle Fondsmanager "managen" Ihr Geld.

4. Sehr hohe Chance, nachhaltig ein Vermögen aufzubauen

Hier sehen Sie die Entwicklung Ihres monatlichen Fondssparplans in der Höhe von 100 Euro über 30 Jahre bei einer jährlichen Rendite von 2, 4 oder 6 Prozent

Die wichtigsten Bedingungen beim Vermögensaufbau sind: damit zu beginnen, Zeit und Geduld.  

Der Dauerauftrag begleitet uns schon viele Jahrzehnte durch unser Geldleben. Er sorgt verlässlich dafür, dass wir regelmäßige Zahlungsverpflichtungen erfüllen und unser übrig gebliebenes Geld zu hübschen Sümmchen ansparen können. Einmal eingerichtet brauchen wir nicht weiter daran denken. Der Autopilot bringt uns zuverlässig an unser Ziel.

Aber ist das alles? Kann dieser Autopilot noch mehr? Gibt es vielleicht sogar versteckte Superkräfte, von denen wir nichts wissen?
Ja, die gibt es. Und um diese zu verstehen, braucht es einen tieferen Einblick in die menschliche Psyche.

Marathon statt Sprint 

Der Dauerauftrag stellt für Sie sicher, dass Sie regelmäßig investieren. So schaffen Sie über die Zeit einen Kapitalstock, über den Sie frei verfügen können und der idealerweise einem Verwendungszweck gewidmet ist, beispielsweise als täglich verfügbarer finanzieller Schutz, als Polster für mittelfristige Anschaffungen oder als langfristiger Vermögensaufbau, durchaus mit dem Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Mit dem Spar-Dauerauftrag nützen Sie auch günstige Kaufgelegenheiten konsequent und sind dauerhaft investiert. Dies ist gerade bei Wertpapierveranlagungen von Vorteil, bei denen die Kurse zwischenzeitlichen Schwankungen unterworfen sind. Genau so, wie es auch beim Marathon Schwächephasen gibt.

Und genau hier liegt der Schlüssel zum Erfolg
Da Anleger in vielen Fällen nur zwei Gemütszustände kennen, nämlich Gier und Angst, befallen uns bei Kursverlusten sofort Fluchtgedanken, die uns zum Verkauf der Papiere veranlassen. Profis sagen: Diese Anleger haben zittrige Hände, weil sie schnell den Verkaufsknopf drücken.
Fallen die Kurse, bekommen wir es mit der Angst zu tun. Angst lässt unser Gehirn Stresshormone ausschütten und die Evolution - konkret unser Hirnstamm als ältester und tiefliegender Teil - überfällt in Sekundenbruchteilen auch den modernen Menschen. Unser "Reptiliengehirn" übernimmt die Kontrolle. Und die guten Vorsätze, das Geld langfristig arbeiten zu lassen, sind in solchen Momenten längst vergessen!

Bezwinger der Angst

Angst ist leider ein sehr schlechter Ratgeber in Bezug auf Entscheidungen am Aktienmarkt. Phasen mit Kurseinbrüchen können kurz, aber heftig ausfallen, wodurch Anleger den optimalen Zeitpunkt für den Verkauf leicht übersehen können. Zum Zeitpunkt der Bodenbildung ist das Timing des Wiedereinstiegs von entscheidender Bedeutung. Der Grund: Aktienmärkte preisen sich abzeichnende Verbesserungen üblicherweise recht rasch ein und die Kurse können sich daraufhin wieder stark erholen.

Hier spielt uns die menschliche Psychologie oftmals einen Streich: Die Kursverluste noch immer im Hinterkopf warten wir auf sichtbare Verbesserungen und positive Nachrichten. Das kann in Korrekturphasen mehrere Wochen oder Monate dauern, in Phasen von größeren Einbrüchen durchaus auch länger.

Erfolgt dann der Wiedereinstieg, ist ein Teil der Kursrückgänge meist wieder aufgeholt. Dieses Vorgehen kann zwar langfristig ebenfalls mit deutlichen Kursgewinnen belohnt werden, die Gewinne bleiben aber deutlich hinter jenen der dauerhaft investiert gebliebenen Anleger zurück.

Dennoch ist diese Strategie besser, als beim Tief zu verkaufen und sich gänzlich vom Aktienmarkt zu verabschieden. Investiert zu bleiben, beugt schlechtem Markttiming vor und sorgt langfristig für bedeutend höhere Erträge. "Time in the market" schlägt "Timing the market". 

Fazit:

Ein Spar-Dauerauftrag ist in Kombination mit einem langfristigen Veranlagungshorizont ein sehr geeignetes Instrument für die Schaffung einer ordentlichen Kapitalreserve. Übersteigen die Zinsen der Investition zudem die Inflationsrate, also erwirtschaftet man einen positiven realen Zins auf sein Kapital, kann auf diese Weise langfristig ein beträchtliches Vermögen entstehen. Durch die Sparautomatik hilft uns der Dauerauftrag zudem, unsere Emotionen und Ängste zu kontrollieren, indem nicht unüberlegt ge- oder verkauft wird. Nicht zuletzt dadurch ist der Dauerauftrag ein unverzichtbarer Bestandteil einer langfristig ausgerichteten Anlagestrategie. Und manchmal braucht es eben Superkräfte, um unsere Emotionen kontrollieren zu können.

Zusatztipp für Fondssparer:
Mit der automatischen Indexanpassung schützen Sie Ihre monatliche Sparrate gegen Inflation (Wertverlust) und erhöhen damit beispielsweise beim Fondssparen die Chance auf die Verwirklichung Ihrer langfristigen Sparziele ganz beträchtlich.

Struktur folgt Strategie - gerade im Finanzleben
Warum eine passende Anlagestruktur Sie optimistischer und zufriedener machen kann

Seit die Japanerin Marie Kondo mit ihrer Aufräummethode "Magic Cleaning" dem Chaos in den Kleiderkästen dieser Welt ein Ende bereitet, bekommt das alte Sprichwort "Ordnung ist das halbe Leben" wieder aktuelle Bedeutung. Manche sind der festen Überzeugung, dass uns die Trennung von überflüssigen Dingen sogar glücklicher machen kann.

Aber welche Rolle spielt das für unsere Geldanlage? Wie räumt man hier richtig auf? Reicht ein Konto für alles, oder braucht man mehrere?

Die Antwort ist eindeutig: Jedes Konto sollte eine bestimmte Aufgabe in Ihrer persönlichen Anlagestrategie erfüllen. Somit ist ein einziges Konto auch nur bedingt geeignet, um alle Ihre Ziele und Vorhaben bestmöglich abzubilden. Auch weil sich diese in Höhe und Laufzeit deutlich voneinander unterscheiden können.

Eine passende Anlagestruktur hilft Ihnen dabei, in Monaten mit höheren oder ungeplanten kurzfristigen Ausgaben - beispielsweise wenn kurzfristig das Auto repariert oder ein neuer Laptop angeschafft werden muss - Ihre Konten für mittel- und langfristige Sparziele zu schonen. So vermeiden Sie, im schlechtesten Fall sogar einen gebundenen, langfristigen Vertrag auflösen zu müssen. Läuft dagegen alles nach Plan, kann Ihr Geld für Ihre zukünftigen Sparziele ungestört weiterarbeiten und Sie bleiben entspannt.

Unsere pfiffige Infografik kann Ihnen dabei helfen, passende Lösungen für kurz-, mittel- und langfristige Sparziele zu finden:

Und falls Sie Hilfe beim Erstellen Ihres persönlichen Finanzplans brauchen, ist Ihr Berater immer für Sie da.

TIPP:  
Richten Sie Ihre Daueraufträge zeitlich kurz (ein bis drei Tage) nach dem monatlichen Gehalts-/Lohneingang ein. So sparen Sie, wenn Geld zum Sparen da ist, und nicht erst am Ende des Monats. Ganz nach dem Motto „Zuerst sich selbst bezahlen und erst danach die anderen“.

3-Konten-Modell - das Zauberwort heißt Struktur
Dieses Modell führt Sie langfristig zum finanziellen Erfolg!

Auch wenn es um die Themen Geldanlage, Vermögensaufbau und Vermögensmanagement geht, ist eine nachhaltige Struktur ganz wesentlich. In der Praxis hat sich dabei das sogenannte "3-Konten-Modell" besonders bewährt. Dieses Modell stellen wir Ihnen hier in den wesentlichsten Grundzügen vor.

Konto 1: Basiskonto

Das erste Konto ist Ihr Basiskonto. Über dieses Konto gehen sowohl Ihre Einnahmen als auch alle Fixkosten bzw. die Aufwendungen des täglichen Lebens. Die gute Nachricht: Dieses Basiskonto haben Sie bereits. Das ist Ihr Giro-, Gehalts- oder Privatkonto. Also jenes Konto, auf dem grundsätzlich alle Ihre Einnahmen und Ihre Zahlungen verbucht werden.

Konto 2: Spar- oder Anlagekonto

Auf Ihr zweites Konto geht ein fixer Sparbetrag mit monatlichem Dauerauftrag, am besten bereits am Monatsbeginn. Das kann ein Subkonto Ihres Girokontos, oder noch besser ein Taggeldkonto oder Online Sparkonto sein. Auf diesem sparen Sie zunächst eine Geldreserve an, am besten in der Höhe von drei Monatsgehältern. Diese drei Monatsgehälter sind eine fixe "Notfallsreserve" und dürfen auch nur im "Finanznotfall" angegriffen werden. Beispielsweise weil die Waschmaschine kaputt ist oder eine dringende Reparatur vom Auto ansteht. Der monatliche fixe Sparbetrag dient dann natürlich wiederum dazu, auf diesem Sparkonto zumindest die Höhe von drei Monatsgehältern anzusparen.
UND GANZ WICHTIG: Von diesem Sparkonto geht dann auch ein monatlicher Betrag für einen Vermögensaufbau weg. Das ist bereits mit einem Betrag von 50 Euro pro Monat möglich. Als "Faustregel" sollten in den monatlichen Vermögensaufbau zumindest 5 bis 10 Prozent Ihres Einkommens fließen. Und das zumindest für die nächsten 15 Jahre! Überlegen Sie sich sehr gut, welchen Betrag Sie wirklich monatlich entbehren können!

Konto 3: Spaßkonto

Richten Sie sich ein weiteres Taggeldkonto oder Online Sparkonto ein. Dieses Konto dient Ihnen für alles, was Ihnen so richtig Spaß macht: Urlaub, Hobbies, Gaming, Restaurantbesuche mit Family & Friends.
Wie viel Sie dafür ansetzen möchten, hängt natürlich von Ihrem Lebensstil ab und davon, wie viel Sie monatlich zur Verfügung haben.

Tipp:
Die Umsätze Ihres Kontos zu analysieren, hilft Ihnen sehr gut dabei festzulegen, wie viel Sie auf das Spar- und Anlagekonto am Beginn des Monats geben können und wie viel auf das Spaß- und Sozialkonto.

Ist es Ihnen auch schon mal so gegangen? Sie kaufen Dinge, die Sie nicht brauchen, von Geld, das Sie nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die Sie nicht mögen.

Der Kauf auf Kredit schränkt Ihre finanzielle Freiheit ein. Eine Studie der Universitäten Mainz und Erlangen-Nürnberg hat ergeben, dass Menschen mit Schulden häufiger unter physischen und psychischen Erkrankungen leiden als Menschen, die ihre Finanzen im Griff haben.

Aber warum verschulden sich Menschen? Das Konsumieren ist ein fester Bestandteil unserer Alltagskultur geworden. Shoppen gehen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Onlineshopping wird oft aus Langeweile betrieben. Dabei bedenken die wenigsten, dass das alles nur ein sehr kurzfristiges Vergnügen ist. Der größte Glücksmoment beim Shoppen ist der Kauf selbst. Spätestens nach dem dritten Tragen versetzt einen das neue Kleidungsstück nicht mehr in Ekstase.

Aber wann ist ein Kauf auf Kredit sinnvoll?  
Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie nur Dinge auf Kredit, die Sie im Notfall auch wieder verkaufen können, um den Kredit abzudecken.

Aber müssen Sie jetzt auf alles verzichten, was Ihnen Freude bereiten könnte? Nein, Verzicht ist keine dauerhafte Lösung. Gehen Sie strukturiert vor. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, Ihr Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und Ihr Geld sinnvoll einzusetzen.

Drei Tipps gegen den Kaufrausch:

  1. Machen Sie eine Liste mit sechs Dingen, die Sie im nächsten halben Jahr unbedingt kaufen möchten. Wann immer Sie etwas online oder offline kaufen wollen, gleichen Sie den Artikel mit Ihrer Liste ab. Wenn er nicht oben steht, hat er offenbar keine Priorität für Sie.
  2. Überlegen Sie gerade beim Onlinekauf genau, ob Sie den Artikel wirklich brauchen. Legen Sie den Artikel in den Warenkorb, aber lassen Sie mindestens zwei Tage vergehen, bevor Sie ihn bestellen. Fragen Sie sich dabei, welchen Unterschied es für Sie macht, ob Sie den Artikel besitzen oder nicht.
  3. Stecken Sie einen Zettel mit der Frage "Ist das jetzt wirklich notwendig?" in die Brieftasche. Damit werden Sie vor dem Bezahlen daran erinnert, zu hinterfragen, was Sie wirklich brauchen.
  4. Mit der Anwendung dieser einfachen Tipps wird es Ihnen gelingen, eine gewisse Immunität gegen den Kaufrausch zu entwickeln und Ihr Geld selbstbestimmt einzusetzen.
     

 

Und nun zur Antwort auf die Frage in der letzten Reiseetappe:  
"Was wäre wohl besser - 1 Million Euro heute oder einen Monat (31 Tage) lang 1 Cent pro Tag verdoppeln?"

Die Antwort fällt überraschend eindeutig aus:
1 Cent, der 31 Tage lang verdoppelt wird, wächst auf über 10,7 Millionen Euro an. Diejenigen, die sich für den 1 Cent und dessen tägliche Verdopplung entschieden hätten, wären schlussendlich mit zehnmal mehr belohnt worden als diejenigen, die sofort die Million genommen hätten.

Das ist die Macht des Zinseszinses!

Albert Einstein soll auf die Frage nach der stärksten Kraft im Universum spontan mit "Das ist der Zinseszins" geantwortet haben.
Andere Quellen besagen, dass diejenigen, die ihn verstehen, daran verdienen, und ihn diejenigen, die ihn nicht verstehen, bezahlen.
 

Was ist der Zinseszinseffekt?

Sie stellen Kapital zur Verfügung und bekommen dafür Zinsen. Zinsen sind demnach der Preis für die befristete Überlassung dieses Kapitals. Diese Zinsen werden dem Kapital hinzugefügt und nun gemeinsam mit dem Kapital zum geltenden Zinssatz weiter verzinst.
Der Effekt ist umso stärker, je länger die Laufzeit der Investition und je höher der zugrunde liegende Zinssatz ist. Dieser Effekt verstärkt sich zusätzlich, wenn der Zinssatz während der Laufzeit der Veranlagung weiter erhöht wird, beispielsweise wenn ein Unternehmen die ausgeschüttete Dividende jährlich erhöht. Das Zinswachstum über die Laufzeit erfolgt also nicht kontinuierlich (linear), sondern exponentiell (zum Ende hin stärker ansteigend).

Vergleichen Sie anhand der drei Planrechnungen, welchen Unterschied eine Laufzeit über 10, 20 oder 30 Jahre bei einem monatlichen Ansparbetrag von 100 Euro ausmachen kann:

Sie sehen: Je früher Sie beginnen und je länger Sie investiert bleiben, desto mehr kann Ihr Geld für Sie leisten.
Langfristiges Investieren in Dividendenfonds oder -aktien kann so ein praktikables Instrument sein, um den Zinseszinseffekt für sich zu nützen.

Testen Sie zum Abschluss Ihr erworbenes Wissen:

Was wäre wohl besser:
•eine Million Euro heute bekommen oder
•einen Monat (31 Tage) lang einen Cent pro Tag verdoppeln?
Die Antwort auf diese Frage gibt's in der nächsten Reiseetappe.

Bleiben Sie neugierig und reiselustig!

Wann gilt man als finanziell unabhängig?

Voraussetzung ist, so viel Vermögen aufzubauen, dass man aus den passiven Erträgen dieses Vermögens seine monatlichen Ausgaben decken kann. Zwei Stellschrauben sind daher ganz wesentlich dafür, das Ziel finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen: zunächst Ihre monatlichen Ausgaben und dann natürlich Ihre passiven Erträge aus Ihrem Vermögen, zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder auch Mieteinnahmen. Auch sehr erfolgreiche Buchautoren, Musikproduzenten oder Softwareentwickler können aus den Tantiemen bzw. Lizenzeinnahmen ihrer Werke einen passiven Ertragsstrom erzeugen.

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Wenn Sie nicht zu den Glücklichen gehören, die bereits ein derartig großes Vermögen für sich aufbauen konnten oder z. B. geerbt haben, ist natürlich die zentrale Frage: Wie erreiche ich ein so großes Vermögen, dass die passiven Erträge daraus meine Lebenskosten bzw. meine monatlichen Ausgaben vollständig oder zumindest teilweise abdecken?

Wie viel Vermögen braucht man, um finanziell unabhängig zu sein?

Es kommt drauf an ...

Ist Ihr Ziel "nur", erst in der Pension 300 Euro mehr zu haben (und bis dahin in einem Beschäftigungsverhältnis zu sein), brauchen Sie natürlich nicht so viel Kapital.

Ist Ihr Ziel jedoch zum Beispiel, sich mit 45 Jahren zur Ruhe zu setzen und mit dem angesparten Kapital nicht nur bis zum 70. Lebensjahr auszukommen, sondern zumindest bis zum 90. Lebensjahr, und soll zumindest ein monatlicher passiver Ertrag von 2.000 Euro (plus Inflationsanpassung) zur Verfügung stehen, dann müsste Ihr angespartes Vermögen schon zumindest rund eine Million sein.

Finanzielle Unabhängigkeit kann aber auch bedeuten, bereits in jungen Jahren, beispielsweise bereits mit dem ersten Einkommen, zumindest einen kleineren Betrag langfristig automatisch Monat für Monat in einen Ansparplan zu investieren.

Ist finanzielle Unabhängigkeit ein ganz wichtiges Ziel für Sie?
Falls Ja: Was bedeutet für Sie ganz persönlich finanzielle Unabhängigkeit?

Erst eine genaue, ganz persönliche, für Sie maßgeschneiderte Zieldefinition ermöglicht die nächsten Schritte.

Ziel für die finanzielle Unabhängigkeit: Bitte versuchen Sie, dieses Ziel, wenn es für Sie wirklich wichtig ist, schriftlich auszuformulieren.

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Die nächsten Schritte entscheiden, ob Sie dieses Ziel wirklich schaffen wollen oder können.

1. Ihre finanzielle Ausgangssituation analysieren, dazu gehören

  • + Ihr monatliches Nettoeinkommen
  • - Ihre monatlichen Ausgaben
  • + Ihr bisher angespartes Vermögen, wie es sich zusammensetzt und welche Rendite es für Sie abwirft


Natürlich werden Sie Ihr Ziel umso leichter erreichen können, je höher Ihr monatliches Nettoeinkommen ist.

2. Analysieren Sie Ihre Ausgaben der letzten 3 Monate (auch wenn das wahrscheinlich weh tut) und fragen Sie sich sehr kritisch, welche davon wirklich notwendig waren und vor allem, welche Ausgaben Sie in Zukunft nicht mehr tätigen wollen. Das bedeutet dann wahrscheinlich auch einen "Konsumverzicht".

3. Definieren Sie Ihre neue Sparquote, um Ihr persönliches Ziel der finanziellen Unabhängigkeit zu erreichen. Voraussetzung ist natürlich der konsequente Verzicht auf die unter Punkt 2 erhobenen Ausgaben, die Sie in Zukunft nicht mehr tätigen wollen.

Eine deutlich höhere monatliche Sparquote bzw. eine Erhöhung des monatlichen Betrages, der in Ihren Ansparplan fließt, wird Sie Ihrem Ziel der finanziellen Freiheit deutlich näherbringen. Ganz wesentlich dabei ist, welche Rendite p. a. Sie damit schaffen und mit welchen Lösungen dies langfristig möglich ist.

Nur langfristig, mit sehr viel persönlicher Konsequenz und auch KONSUMVERZICHT und mit einem monatlichen Betrag, den Sie längerfristig NICHT benötigen, können Sie ein großes bzw. auch sehr großes Kapital als Voraussetzung für finanzielle Unabhängigkeit = finanzielle Freiheit aufbauen!

Wir empfehlen Ihnen, sich zumindest eine Stunde Zeit zu nehmen und mit Ihrem Kundenberater Ihren persönlichen und langfristigen Spar- und Anlageplan zu entwickeln.

Kommen Sie bitte mit auf unsere Finanzreise: Diese startet heute auf dem Großglockner!

Wir lieben es, in den Bergen unterwegs zu sein. Ein ganz besonderer Moment ist es, auf dem Gipfel angekommen zu sein. Obwohl man erst die Hälfte geschafft hat, ist dieser Gipfel ein Ziel, das man erreicht hat und das man nach all der Anstrengung zuvor so richtig genießen kann.
Bei einer Bergtour ist es - zumindest für viele - absolut selbstverständlich, sich sein Ziel und den Weg dorthin klar zu definieren, sich gedanklich und körperlich sehr intensiv darauf vorzubereiten. Und natürlich überlegen wir uns auch sehr genau, was wir für diese Bergtour brauchen, um gesund rauf- und vor allem auch wieder gesund runterzukommen. Sehr wichtig dabei sind die Schlüsselstellen (die schwierigsten Teile der Bergtour, die eventuell auch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände erfordern).

Wir überlegen uns, was wir noch zusätzlich mitnehmen, um auch bei einem plötzlichen Wetterumschwung unseren Weg fortsetzen zu können und notfalls auch zumindest eine Nacht in einem Notbiwak ausharren zu können. Wir nehmen uns 30 bis 60 Minuten Zeit, um sehr gut vorbereitet unsere Bergtour starten zu können.

Großglockner
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Wenn es um Geld geht bzw. darum, sich ein Vermögen aufzubauen, kann es auch absolut sinnvoll sein, sich 30 bis 60 Minuten Zeit zu nehmen (und nicht nur Woche für Woche 40 Stunden hart dafür zu arbeiten) und darüber nachzudenken, wie sein Geld für einen optimal langfristig arbeiten kann.

Ziele-Tabelle
Als Hilfestellung dient dieser Vergleich mit einer Bergtour

Bitte nehmen Sie sich jetzt ein paar Minuten Zeit und halten Sie - am besten schriftlich, auf einem Blatt Papier - Ihre Ziele fest und schreiben Sie auf, bis wann Sie diese erreichen wollen.

Bitte überlegen Sie sich, welche Geldbeträge Sie dafür ansparen sollten. Natürlich kann es sein, dass es zu viele Ziele sind und es finanziell nicht möglich ist, alle zu erreichen. Bitte halten Sie fest, welche Ziele die höchste bzw. zweithöchste Priorität für Sie haben.
Geld allein macht nicht glücklich. Sie brauchen auch Zeit, um es mit Freude auszugeben. Machen Sie Geld nicht zu Ihrem Götzen. Es hilft bei der Erfüllung Ihrer Ziele und der Ziele Ihrer Liebsten. Geld kann für Sie arbeiten; es kann langfristig sehr smart, einfach und sogar völlig automatisiert für Sie arbeiten - nutzen Sie diese Chance. Geld macht vieles möglich.

Kaufkraft und Inflation: warum unser Geld immer weniger wert wird und was Sie dagegen tun können

Ein Sparbuch war immer sinnvoll und wird auch immer sinnvoll sein: als finanzielles Ruhekissen, als Fundament jeder vernünftigen Anlagestrategie. Der Wermutstropfen dabei: Sie bekommen dabei immer weniger Zinsen. Und mittlerweile sind wir beim Nullzins angekommen. Dieses Zinstief wird uns voraussichtlich noch jahrelang begleiten. Für Sparer und Anleger mit traditionellen, sicheren Geldanlagen bedeutet das: In der neuen Zinswelt verliert Ihr Erspartes durch die Inflation - also den Kaufkraftverlust des Geldes - Jahr für Jahr an Wert.

Beispiel Entwicklung Spareinlage
Beispielhafte Entwicklung einer Spareinlage anhand eines Warenkorbs

Und gerade weil Sie Ihr Fundament so stabil gebaut haben, wäre es schade darum, wenn Sie auf diesem Fundament nicht aufbauen! Das Sparbuch erfüllt zwar tadellos den Zweck der Absicherung, aber bei der derzeitigen Wirtschaftslage bringt es Ihnen keine Zinsen ein. Schlimmer noch: Es ersetzt Ihnen nicht einmal die Inflation. Das heißt, mit einem Sparbuch allein können Sie in Zeiten wie diesen Ihre Kaufkraft nicht sichern. Ein konkretes Beispiel: Angenommen, Sie hätten im Jahr 2009 10.000 Euro auf ein Sparbuch gelegt, dann wären das heute zwar nominell um die 10.240 Euro. Aber wenn wir davon erstens die Kapitalertragsteuer abziehen und zweitens die Inflation berücksichtigen, dann sieht die Sache ganz anders aus. Real wäre Ihr Geld dann heute nur noch rund 8.850 Euro wert! Im Klartext: Sie haben etwas mehr als 1.150 Euro an Kaufkraft verloren!

Entwicklung einer Spareinlage
Beispielhafte Entwicklung einer Spareinlage von EUR 10.000

Inflation bedeutet, dass Preise von Waren und Dienstleistungen steigen. Das bedeutet, dass Unternehmen für diese höhere Preise auf dem Markt verlangen. Dies führt langfristig zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Eine gute Möglichkeit, sich langfristig gegen steigende Preise abzusichern und die Kaufkraft zu erhalten, ist daher eine Beteiligung an diesen Unternehmen (Aktien). Daher ist eine Beteiligung an vielen unterschiedlichen Unternehmen (breit gestreute Aktienveranlagung) auch ein fixer Bestandteil einer langfristigen Vermögensanlage.

Haben Sie weitere Fragen zur Inflation?
Unser Raiffeisen Blog gibt Ihnen fünf Antworten auf die brennendsten Fragen zum Thema Inflation.

Bleiben Sie neugierig und reiselustig!

Erfahren Sie, wie Sie jedes Jahr mehr sparen, ohne sich einschränken zu müssen.

Sparquote? Was ist das? Laut Definition ist es eine Kennzahl, die den Anteil des nicht ausgegebenen Einkommens wiedergibt. Laut Statistik Austria ist die Sparquote in Österreich in den letzten Jahren gesunken. Der aktuelle Wert liegt nur mehr bei 7,4 Prozent. Das ist wenig. Denn wenn Sie eine größere Anschaffung vorhaben, sich auf den Weg zur finanziellen Freiheit machen oder im Alter gut abgesichert sein möchten, dann sollte Ihre Sparquote auf jedem Fall zweistellig sein.

Aber wie hoch sollte die Sparquote nun wirklich sein?

Experten empfehlen, jeden Monat zumindest 20 Prozent des Einkommens zu sparen - gemäß der 50/30/20-Regel. 50 Prozent des Budgets gehen für essenzielle Dinge wie Miete, Mobilität und Essen auf, 30 Prozent für beliebige Ausgaben und mindestens 20 Prozent sollten fürs Sparen eingeplant werden.

Ein Tipp, wie Sie auf eine Sparquote von 20 Prozent oder höher kommen, ohne Ihren Lebensstandard einschränken zu müssen:

Damit Sie nicht auf die schönen Dinge im Leben verzichten müssen, kann die Sparquote nur über einen längeren Prozess hinweg gesteigert werden. Darum gilt gerade für junge Menschen: Verwenden Sie 50 Prozent von jeder Gehaltserhöhung zur Erhöhung Ihrer Sparquote. Dieses Geld hatten Sie bisher nicht zu Verfügung, es wird Ihnen nicht fehlen, aber es kann Ihnen helfen, langfristig ein Vermögen aufzubauen.
 

Bleibt die Frage: Was machen Sie jetzt mit dem Ersparten? Das beantworten wir in den nächsten Stationen der Finanzreise!

Machen Sie den Test und finden Sie es heraus!

So unterschiedlich wie unsere Wünsche, Ziele und Interessen, so unterschiedlich sind auch unsere Einstellung und unser Umgang mit Geld.

Mit unserem Quiz erfahren Sie in weniger als 5 Minuten, welcher Geldtyp Sie sind, was Sie im Umgang mit Geld auszeichnet und in welchen Handlungsfeldern Sie sich weiter verbessern können.

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Toll, wenn Sie bereits über ausführliches Finanzwissen verfügen und eine klare Strategie zur Erfüllung Ihrer finanziellen Wünsche und Ziele für sich gefunden haben!

Sie möchten Ihre Strategie überprüfen oder neu ausrichten? Dann nützen Sie die Möglichkeit, sich von Ihrem Raiffeisen Berater ausführlich und angepasst an Ihre Lebenssituation beraten zu lassen.

In der nächsten Ausgabe erfahren Sie, worum es sich bei einer Sparquote handelt und wie Sie Ihre persönliche ermitteln und langfristig steigern können, ohne sich dafür einschränken zu müssen. 

Warum eigentlich sparen?
Die einen nennen es sparen, die anderen sich selbst bezahlen.


Sparen bedeutet zu nächst einmal Verzicht und der macht keinen Spaß, aber wenn man sich folgende zwei Fragen stellt, relativiert sich vieles:

  • Wie viel haben Sie in den letzten fünf Jahren verdient?
  • Wie viel von diesem Geld besitzen Sie heute noch?


Wenn wir ehrlich sind, ist es doch für die meisten von uns erschreckend, wie wenig Geld nach fünf Jahren übrig geblieben ist - und vor allem, wofür wir den Rest ausgegeben haben. Ist es nicht so, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben und zu viele "Wegwerfartikel" kaufen, auf die wir in Wahrheit leicht hätten verzichten können?

 

Es spricht vieles fürs Sparen. Das sind nur ein paar ausgewählte Gründe:

  • Sparen vergrößert den Optimismus. Eine 2019 durchgeführte Studie zeigt, dass junge Menschen, die Geld zurücklegen, unbelasteter in die Zukunft blicken, als Nichtsparer.
  • Sparen bringt (finanzielle) Freiheit und Selbstbestimmtheit. Sparen ist eine Gehaltszahlung an sich selbst, um sich kontinuierlich ein Vermögen aufzubauen zu können.
  • Sparen schafft Sicherheit. Kurzfristige finanzielle Engpässe gibt es in jedem Leben, darum beruhigt das Wissen, auf eine Reserve zurückgreifen zu können.
  • Sparen macht Spaß. Wirklich? Ja, sich Sachen nicht auf Kredit kaufen zu müssen, sondern sie sich einfach leisten zu können, das macht Spaß.


Tipp: Denken Sie daran, sich selbst zu bezahlen und das schon am Monatsanfang!
Der Trick, damit man Sparen nicht als Verzicht empfindet, besteht darin, einen Dauerauftrag einzurichten, der am Tag des Gehaltseingangs einen fixen Betrag aufs Sparkonto umleitet. Das Geld, das erst gar nicht auf dem Girokonto landet, werden Sie auch nicht vermissen.
 

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Risikohinweis gemäß WAG 2018: Das Risiko-Ertrags-Profil von Fonds oder Zertifikaten ist nicht mit einem klassischen Sparbuch vergleichbar. Veranlagungen in Fonds oder Zertifikate sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten. Diese Darstellung ist weder eine Empfehlung, noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder eine bestimmte Strategie.