spektakulär

Landschaftspanoramen

Mit dem Aufkommen des Alpinismus an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und dem wachsenden Interesse an naturwissenschaftlichen Vorgängen wandelte sich auch das Bild von den Bergen. Die extremen Höhenlagen galten nun nicht mehr in erster Linie als lebensfeindliche Zonen, sondern als in vielerlei Hinsicht reizvolle Landschaften. Sie wurden vermessen, kartografiert und durch ein dichtes Wegenetz erschlossen. Gleichzeitig entwickelte sich ein Empfinden für die Schönheit des Gebirges, dafür, dass die Betrachtung der imposanten Gipfel einen ebenso großen Genuss bereiten konnte wie ihre Besteigung.

All dies spiegelt sich in den Bergpanoramen wider, die im 19. Jahrhundert in großer Zahl produziert wurden. Die faltbaren Abbildungen dienten einerseits der Orientierung im Gelände und mussten deshalb möglichst exakt sein. Andererseits taten sie der Schaulust Genüge, indem sie den Blick von außergewöhnlichen Aussichtspunkten aus festhielten. Und schließlich erfüllten sie den Zweck der Werbung - als Erinnerung an vergangene und als Anstoß für zukünftige Reisen ins Gebirge.