langmütig

Die Gletscher

Während der letzten großen Vergletscherung vor 20.000 Jahren, in der Würm-Kaltzeit, dehnten sich die Gletscher über die gesamten Alpen aus. Nur einzelne Bergspitzen ragten aus der Eisdecke hervor. Die heutigen Landschaftsformen Tirols, die Täler, Berghänge und Seen, entstanden weitgehend in dieser Zeit.

Später zogen sich die Gletscher so weit zurück, dass wesentlich größere Flächen eisfrei waren als heute. Dies lässt sich an Fundstücken im Eis ablesen, etwa an Bäumen, die damals in großer Höhe wuchsen und später von den Fernern (=Gletschern) eingeschlossen wurden.

Mit der "Kleinen Eiszeit", die um 1300 begann, erhielten die Gletscher wieder mächtigen Zuwachs. Bis 1850 erstreckten sie sich weit in die Täler, erst seit damals sind sie wieder auf dem Rückzug. Die Gletscher in der Gemeinde Sölden stellen noch heute das größte vergletscherte Gebiet der Ostalpen dar.