Covid-19 Überbrückungs-Hilfe für Seilbahnen

Die OeKB hat anlässlich der Pandemie einen „Sonder-KRR“ (Sonder-Kontrollbank-Refinanzierungsrahmen) eingerichtet, der mit 3 Milliarden Euro dotiert ist und die Liquidität von Exportunternehmen sowie Arbeitsplätze in der Branche sichern soll.

 

Antragsberechtigte Unternehmen können dabei einen Überbrückungskredit zu günstigen Konditionen von bis zu 15% ihres letztjährigen Exportumsatzes mit 2 Jahren Laufzeit und einer individuellen Option auf Verlängerung beantragen. Der Antrag auf den Sonder-KRR ist zusätzlich zu einem eventuell bereits bestehenden KRR oder Exportfondskredit möglich. Als ergänzende Sicherheit kann eine Bundesgarantie von 50% des Kreditrahmens gewährt werden.

 

Viele heimische Seilbahnbetriebe haben in den Jahren vor der Pandemie kräftig in modernste Infrastruktur investiert und trotz des Ausbleibens ausländischer Gäste einen Schiwinter 2020/21 zu traumhaften Bedingungen für einheimische Wintersportler ermöglicht. Für sie waren jedoch die Liquiditätsstützungen über die aws und ÖHT nicht so leicht zugänglich, wie für andere Branchen. Auch wenn der Sommertourismus in den Gebirgsregionen durch attraktive regionale Angebote in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen hat, lässt sich für die Seilbahnbetreiber kaum ein positives Jahresergebnis ohne erfolgreiche Wintersaison erzielen. Das satte Minus unterm Strich für die Wintersaison 2020/21 wird daher niemanden überraschen. Während Gastronomie und Hotels seit der Öffnung am 19. Mai wieder optimistisch in Richtung Sommer blicken können, stehen viele Seilbahnbetreiber vor der finanziellen Herkulesaufgabe, noch länger durchzuhalten, bis „ihre“ Saison – der Winter – wieder startet.

 

Mit dem Sonder-KRR der OeKB, der weitgehend noch zu den „Geheimtipps“ unter den Fördermaßnahmen der Covid-19 Hilfsmaßnahmen zählt, bekommen heimische Seilbahnunternehmen rasche und maßgeschneiderte Unterstützung auf ihrem Weg in die kommende Wintersaison.

 

Weiterführende Informationen: