Editorial

Vorwort zur aktuellen Ausgabe des Raiffeisenblatts

Liebe Leser!

Der digitale Euro sorgt nach wie vor für einige Sorgenfalten bei manchen Bankern. Wie wirkt sich dieses Projekt auf die Stellung der Banken aus? Sind Geschäftsbanken im Zahlungssystem nur noch Statisten? Kann eine solche neue Form des Zentralbankgeldes gar zu einer Gefährdung der Finanzmarktstabilität führen? Diese Fragen stehen nach wie vor im Raum. OeNB-Gouverneur Robert Holzmann erklärt in seinem Beitrag die Hintergründe des Pilotprojekts und die möglichen Auswirkungen auf die Geschäftsbanken. Wir als Fachverband werden uns weiterhin für eine starke Einbeziehung der Banken einsetzen, andernfalls wird das Projekt auch scheitern.

Ebenso lesen Sie in dieser Ausgabe über die neuen Vorschläge der EU-Kommission zur Geldwäschebekämpfung. Die Vorgaben sollen noch stärker vereinheitlicht und eine eigene EU-Geldwäschebehörde geschaffen werden. Ob das im Interesse der Raiffeisenbanken ist, bleibt abzuwarten. Ganz zu schweigen von einer vorgeschlagenen Obergrenze von 10.000 Euro für Bargeldzahlungen…

Abschließend geben wir einen Überblick über das neue Restrukturierungsverfahren für Unternehmen, das gerade in COVID-19-Zeiten an Bedeutung gewinnen könnte.

Herzlich,
Ihr Johannes Rehulka