Anlagewissen: Geldanlage-Begriffe einfach erklärt

Hier finden die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt rund um das Thema Veranlagung.

Was ist der Aktienindex?

Der Aktienindex gibt Aufschluss über die Entwicklung von verschiedenen Aktienkursen in einem bestimmten Markt. Der Aktienindex der Wiener Börse heißt ATX (Austrian Traded Index) und enthält die rund 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse. Die Anteilsscheine werden dabei nach ihrem Wert gewichtet, wodurch die Aktien größerer Unternehmen im ATX "schwerer wiegen" als die Aktien kleinerer Unternehmen.

 

Was versteht man unter Anlagehorizont?

Der Anlagehorizont beschreibt den Zeitraum, der für eine Geldanlage zur Verfügung steht. Häufig finden sich – etwa in Fondsprospekten – dafür die Bezeichnungen Haltedauer oder Behaltedauer. Man kann den Anlagehorizont auch anders definieren: Das ist der Zeitraum, in dem man vorübergehend auf das eingesetzte Geld verzichten kann.

 

Blue Chips sind …?

Das ist der Börsenjargon für die meistgehandelten, höher kapitalisierten Aktien an einer Börse, also Aktien großer Unternehmen. Der Ausdruck geht übrigens auf die Jetons im Casino von Monte Carlo zurück, wo die höchsten Chips die Farbe blau hatten.

 

Was hat es mit Bullen und mit Bären auf sich?

Die meisten haben in Zusammenhang mit Aktien oder dem Aktienmarkt schon von Bullen und Bären gelesen. Aber wer ist jetzt wofür "zuständig"? Mit einem einfachen Bild über die unterschiedlichen Angriffsmethoden der beiden Tiere lässt sich das anschaulich erklären: Der Bulle spießt mit seinen Hörnern die Aktienkurse auf und schleudert sie nach oben, während der Bär mit seinen Tatzen von oben nach unten schlägt und damit die Kurse nach unten befördert. Steigende Kurse werden deswegen auch als "bullish" bezeichnet, fallende als "bearish".

 

Wofür steht das Kürzel KGV?

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer Aktiengesellschaft zur aktuellen Börsenbewertung steht. Es errechnet sich aus dem Kurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Bei einem niedrigen KGV gilt eine Aktie als günstig, bei einem hohen KGV als ungünstig.

 

Der wichtigste Referenzzinssatz für Anlageprodukte heißt?

Das ist der EURIBOR. Die Abkürzung steht für Euro Interbank Offered Rate. Der EURIBOR ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander kurzfristig (bis zu zwölf Monate) Geld leihen. Er dient häufig als Referenzzinssatz für Kredite und Darlehen mit variabler Verzinsung, aber auch für Anlageprodukte wie etwa variabel verzinste Anleihen oder diverse Sparprodukte.

 

Mit dem Begriff Volatilität wird welches Phänomen beschrieben?

Volatilität ist das Maß für die Intensität, mit der Kurse schwanken. Sie gibt das Ausmaß und nicht die Richtung der Kursschwankungen an.

 

WAS SIND AD-HOC-MITTEILUNGEN?

Börsennotierte Unternehmen sind verpflichtet, über Ereignisse, die den Aktienkurs beeinflussen könnten, so schnell wie möglich zu berichten (Pflichtmitteilungen). Zu diesen Ereignissen zählen etwa die vierteljährliche Publikation der Geschäftsergebnisse, mögliche Firmenkäufe oder Änderungen im Aufsichtsrat oder Vorstand. Damit soll dem Insiderhandel vorgebeugt werden.

WAS IST EIN DEPOT?

Das ist die Bezeichnung für bei einer Bank verwahrte Gegenstände (Verwahrstücke) und Wertpapiere.