Exportfinanzierung

Die Raiffeisenlandesbank OÖ arbeitet für Exportfinanzierungen ihrer Firmenkunden eng mit der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) zusammen. Sie hat in den letzten Jahren ihren Marktanteil deutlich ausbauen können und auch 2020 trotz Coronapandemie einige Benchmarkprojekte begleitet. 

Die Zukunftsaussichten für exportorientierte Unternehmen in Österreich sind vielversprechend: Die Auftragsbücher der Industrie sind voll und auch viele Nischenprodukte, speziell aus Oberösterreich, stehen am Weltmarkt hoch im Kurs. Wie wichtig das Exportgeschäft für Unternehmen aus Oberösterreich ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Laut Zahlen der oberösterreichischen Wirtschaftskammer ist jeder fünfte österreichische Exportbetrieb in Oberösterreich angesiedelt, ein Viertel der österreichischen Warenexporte und jeder dritte Hidden Champion kommen aus Oberösterreich. Mehr als die Hälfte davon ist in den Branchen Maschinenbau, metallverarbeitende Industrie und Elektronikindustrie angesiedelt, ihr Exportanteil liegt im Durchschnitt bei 85 Prozent. Zudem ist jeder zweite Arbeitsplatz im Bundesland direkt oder indirekt vom Export abhängig. 

 

Kunden profitieren von Netzwerk und Know-how

Die Raiffeisenlandesbank OÖ unterstützt Exporteure nicht nur bei der Finanzierung von Exportgeschäften oder hilft bei der Nutzung von Förderungen, sie ist vielmehr ein Rundum-Ansprechpartner für Unternehmen, die ihren Fokus auf Auslandsgeschäfte setzen. „Wir wollen für unsere Kundinnen und Kunden immer das Optimum herausholen, indem wir uns die individuellen Bedürfnisse ganz genau ansehen, einzelne Produkte zu einem Lösungspaket kombinieren und dadurch Konditionen optimieren bzw. das Risiko minimieren“, sagt Georg Bäck, stv. Leiter der Strukturierten Finanzierungen in der Raiffeisenlandesbank OÖ. Wesentlicher Partner dabei ist die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), die die Exportwirtschaft mittels günstiger Refinanzierungen und Haftungsübernahmen unterstützt. Als Treuhandbank für die OeKB wickelt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich diese Geschäfte ab. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Instrumente: die Finanzierung des laufenden Betriebsmittelbedarfs über Exportfondskredite für KMU und Kontrollbankfinanzierungsrahmen (KRR) für Großunternehmen. Finanzierungen von Investitionen im Ausland (Beteiligungsfinanzierung) oder im Inland (Auftrags- bzw. Exportinvest) sind ebenso möglich wie die Finanzierung des Abnehmers im Ausland – sogenannte Absatzfinanzierung. „Hier profitieren wir – und damit auch unsere Kunden – von der engen Partnerschaft mit der OeKB, die uns auch immer wieder in die Entwicklung neuer Produkte einbindet. Wir leisten auch Pionierarbeit, zuletzt mit dem Produkt Exportinvest-Leasing“, sagt Silvia Mühlböck, Expertin für Exportfinanzierung in der Raiffeisenlandesbank OÖ.

 

„Cash is King“ als goldene Regel in der Krise

„Wichtig ist, die eigene Hausbank in einem möglichst frühen Stadium der Überlegungen einzubeziehen, um alle Szenarien und möglichen Lösungswege zu erörtern“, so Bäck. Wenn bereits die Endverhandlungen mit den Unternehmen im Ausland laufen, sei es sehr spät, sich um das perfekte finanzielle Grundgerüst zu kümmern. „Cash is King“ – diese goldene Regel gilt vor allem in Krisenzeiten. So hatte für viele Unternehmen im Jahr 2020 Liquidität oberste Priorität. „Auch weil man aus der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 gelernt hat. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die fristenkonforme Finanzierung, das bedeutet, langfristige Investitionen auch langfristig zu finanzieren – auf diese Weise lässt sich ein Liquiditätsengpass verhindern“, so Mühlböck.

 

Raiffeisenlandesbank OÖ legt bei Marktanteilen deutlich zu

Die Raiffeisenlandesbank OÖ konnte den österreichweiten Marktanteil an Volumen bei Wechselbürgschaften der OeKB für Exportprodukte seit 2016 deutlich ausbauen. Waren es Ende 2016 mit einem Volumen von 982 Millionen Euro noch 7,4 Prozent, liegt der Marktanteil Ende 2020 mit 2,5 Milliarden Euro bei 11,5 Prozent. Die österreichweiten Investitionen lagen 2020 deutlich unter jenen der Boomjahre vor Corona. Silvia Mühlböck: „Die Raiffeisenlandesbank OÖ hat 2020 aber dennoch sehr erfolgreich einige absolute Benchmark-Finanzierungen begleitet.“ So wurde etwa mit einem Konsortium unter der Führung der Raiffeisenlandesbank OÖ eine OeKB-Beteiligungsfinanzierung für die Greiner AG in Höhe von 180 Millionen Euro finanziert. Zwei weitere innovative Großprojekte für nachhaltige Investitionen in Höhe von 125 Millionen Euro, darunter eine Exportinvest Green über 54 Millionen Euro, wurden mit dem Unternehmen Norske Skog aus Bruck an der Mur  – der österreichischen Tochter der norwegischen börsennotierten Norske Skog ASA – umgesetzt. Auch bei diesen innovativen Transaktionen hat die Raiffeisenlandesbank OÖ als Lead Arranger eine Finanzierung unter Einbeziehung österreichischer und internationaler Förderinstitute und Banken strukturiert und somit diese Großinvestitionen ermöglicht. „Die Raiffeisenlandesbank OÖ kann Projekte dieser Größenordnung auch dank ihrer Kapitalstärke umsetzen. Hinzu kommt, dass Kunden hier nicht nur von einem erfahrenen und gut eingespielten Team und der engen Zusammenarbeit zwischen Kundenbetreuern und Experten profitieren, auch kurze Entscheidungswege und hohe Flexibilität zeichnen unser Unternehmen etwa im Vergleich zu europäischen Großbanken aus“, so Georg Bäck. 


Die Zukunftsaussichten für exportorientierte Unternehmen in Österreich sind vielversprechend: Die Auftragsbücher der Industrie sind voll und auch viele Nischenprodukte, speziell aus Oberösterreich, stehen am Weltmarkt hoch im Kurs. Wie wichtig das Exportgeschäft für Unternehmen aus Oberösterreich ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Laut Zahlen der oberösterreichischen Wirtschaftskammer ist jeder fünfte österreichische Exportbetrieb in Oberösterreich angesiedelt, ein Viertel der österreichischen Warenexporte und jeder dritte Hidden Champion kommen aus Oberösterreich. Mehr als die Hälfte davon ist in den Branchen Maschinenbau, metallverarbeitende Industrie und Elektronikindustrie angesiedelt, ihr Exportanteil liegt im Durchschnitt bei 85 Prozent. Zudem ist jeder zweite Arbeitsplatz im Bundesland direkt oder indirekt vom Export abhängig. 

 

Kunden profitieren von Netzwerk und Know-how

Die Raiffeisenlandesbank OÖ unterstützt Exporteure nicht nur bei der Finanzierung von Exportgeschäften oder hilft bei der Nutzung von Förderungen, sie ist vielmehr ein Rundum-Ansprechpartner für Unternehmen, die ihren Fokus auf Auslandsgeschäfte setzen. „Wir wollen für unsere Kundinnen und Kunden immer das Optimum herausholen, indem wir uns die individuellen Bedürfnisse ganz genau ansehen, einzelne Produkte zu einem Lösungspaket kombinieren und dadurch Konditionen optimieren bzw. das Risiko minimieren“, sagt Georg Bäck, stv. Leiter der Strukturierten Finanzierungen in der Raiffeisenlandesbank OÖ. Wesentlicher Partner dabei ist die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), die die Exportwirtschaft mittels günstiger Refinanzierungen und Haftungsübernahmen unterstützt. Als Treuhandbank für die OeKB wickelt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich diese Geschäfte ab. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Instrumente: die Finanzierung des laufenden Betriebsmittelbedarfs über Exportfondskredite für KMU und Kontrollbankfinanzierungsrahmen (KRR) für Großunternehmen. Finanzierungen von Investitionen im Ausland (Beteiligungsfinanzierung) oder im Inland (Auftrags- bzw. Exportinvest) sind ebenso möglich wie die Finanzierung des Abnehmers im Ausland – sogenannte Absatzfinanzierung. „Hier profitieren wir – und damit auch unsere Kunden – von der engen Partnerschaft mit der OeKB, die uns auch immer wieder in die Entwicklung neuer Produkte einbindet. Wir leisten auch Pionierarbeit, zuletzt mit dem Produkt Exportinvest-Leasing“, sagt Silvia Mühlböck, Expertin für Exportfinanzierung in der Raiffeisenlandesbank OÖ.

 

„Cash is King“ als goldene Regel in der Krise

„Wichtig ist, die eigene Hausbank in einem möglichst frühen Stadium der Überlegungen einzubeziehen, um alle Szenarien und möglichen Lösungswege zu erörtern“, so Bäck. Wenn bereits die Endverhandlungen mit den Unternehmen im Ausland laufen, sei es sehr spät, sich um das perfekte finanzielle Grundgerüst zu kümmern. „Cash is King“ – diese goldene Regel gilt vor allem in Krisenzeiten. So hatte für viele Unternehmen im Jahr 2020 Liquidität oberste Priorität. „Auch weil man aus der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 gelernt hat. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die fristenkonforme Finanzierung, das bedeutet, langfristige Investitionen auch langfristig zu finanzieren – auf diese Weise lässt sich ein Liquiditätsengpass verhindern“, so Mühlböck.

 

Raiffeisenlandesbank OÖ legt bei Marktanteilen deutlich zu

Die Raiffeisenlandesbank OÖ konnte den österreichweiten Marktanteil an Volumen bei Wechselbürgschaften der OeKB für Exportprodukte seit 2016 deutlich ausbauen. Waren es Ende 2016 mit einem Volumen von 982 Millionen Euro noch 7,4 Prozent, liegt der Marktanteil Ende 2020 mit 2,5 Milliarden Euro bei 11,5 Prozent. Die österreichweiten Investitionen lagen 2020 deutlich unter jenen der Boomjahre vor Corona. Silvia Mühlböck: „Die Raiffeisenlandesbank OÖ hat 2020 aber dennoch sehr erfolgreich einige absolute Benchmark-Finanzierungen begleitet.“ So wurde etwa mit einem Konsortium unter der Führung der Raiffeisenlandesbank OÖ eine OeKB-Beteiligungsfinanzierung für die Greiner AG in Höhe von 180 Millionen Euro finanziert. Zwei weitere innovative Großprojekte für nachhaltige Investitionen in Höhe von 125 Millionen Euro, darunter eine Exportinvest Green über 54 Millionen Euro, wurden mit dem Unternehmen Norske Skog aus Bruck an der Mur  – der österreichischen Tochter der norwegischen börsennotierten Norske Skog ASA – umgesetzt. Auch bei diesen innovativen Transaktionen hat die Raiffeisenlandesbank OÖ als Lead Arranger eine Finanzierung unter Einbeziehung österreichischer und internationaler Förderinstitute und Banken strukturiert und somit diese Großinvestitionen ermöglicht. „Die Raiffeisenlandesbank OÖ kann Projekte dieser Größenordnung auch dank ihrer Kapitalstärke umsetzen. Hinzu kommt, dass Kunden hier nicht nur von einem erfahrenen und gut eingespielten Team und der engen Zusammenarbeit zwischen Kundenbetreuern und Experten profitieren, auch kurze Entscheidungswege und hohe Flexibilität zeichnen unser Unternehmen etwa im Vergleich zu europäischen Großbanken aus“, so Georg Bäck. 
 

Text: Johannes Grüner

TIPPS FÜR DAS EXPORTGESCHÄFT

  • Vertrauen: Ein zentraler Erfolgsfaktor für das Exportgeschäft ist, die Kunden und Abnehmer zu kennen.
  • Risiken kennen: Es sollten jene Risiken bedacht werden, die man im Inland nicht berücksichtigen muss – unter anderem die Bonität der ausländischen Banken oder auch fremde Rechtsordnung.
  • Offene Kommunikation und rasche Weitergabe von Informationen sind für die OeKB und die Hausbank wichtig, um auf geänderte Rahmenbedingungen rasch reagieren zu können.
  • Sicheres Auslandsgeschäft: Gerade in Krisenzeiten lässt sich schwer einschätzen, wie es dem Partnerunternehmen bzw. Abnehmer im Ausland wirklich geht. Dazu gibt es für Exporteure aber entsprechende Lösungen über Instrumente des Dokumentengeschäfts.
  • Währungsabsicherung: Im Zuge des Liefervertrags ist es wichtig festzulegen, wann Zahlungen fällig sind, um auf dieser Basis die Fremdwährung abzusichern.
  • Eingeschränkte Reisetätigkeit: Persönliche Kontakte können auch in Coronazeiten durch Video- und Telefonkonferenzen nicht zur Gänze ersetzt werden. Dadurch kann es für Vertriebsmitarbeiter von Exportunternehmen schwieriger sein, Neukunden zu akquirieren, weil die nötigen Beziehungen nicht wie gewohnt aufgebaut werden können.