Kleiner Würfel mit großer Wirkung

Der neuartige Luftreiniger „Cubusan“ von Wintersteiger soll Räume in Corona-Sperrzonen verwandeln. Vom kleinen Würfel erhofft sich der Spezialmaschinenhersteller und Nischen-Big-Player auch große internationale Wirkung.

Erfolge in Nischen basieren auch auf immer neuen Ideen. Es geht um Innovationen mit Mehrwert und nachhaltiger Resonanz“, sagt Daniel Steininger. Als General Manager der Division Sports & Hygiene kennt er sich in kleinen, aber globalen Märkten bestens aus. Auch sein Arbeitgeber, die Wintersteiger AG, fühlt sich als Hersteller von Maschinen und Anlagen in schmalen, hoch spezialisierten und durchaus unterschiedlichen Marktsegmenten sichtlich wohl. Das Unternehmen ist im Verleih und Service rund um Ski und Snowboard ebenso Weltmarktführer wie etwa in der Feldversuchstechnik. Dazu kommen noch der Ruf als globales Kompetenzzentrum für Richttechnik samt Peripherie, enormes Know-how im hochpräzisen Holzdünnschnitt, Geräte zur Anpassung von Sportschuhen und vieles mehr.

Jetzt hat Wintersteiger schon wieder etwas erfunden – und zwar ein Gerät, dessen Anwendungsgebiet automatisch massives Interesse verspricht. „Cubusan“, so der Name der Innovation, soll in geschlossenen Räumen vor Viren und Bakterien schützen. Vor allem vor dem derzeit wütenden SARS-CoV-2, in Laienkreisen als Coronavirus berüchtigt. Was für Außenstehende so spektakulär klingt, ist für Steininger ganz logisch. Schließlich zählen auch Geruchsbeseitigung und Keimreduktion zu den Kernkompetenzen der Nischenkaiser aus Ried im Innkreis. Schon seit vielen Jahren beschäftigt man sich bei Wintersteiger mit Themen wie hygienischem Trocknen von Berufsbekleidung oder Skischuhen im Skiverleih. Das geballte Know-how spiegelt sich in neuen Konzepten wie der „Sterex-Plasmatechnologie“ wider. Diese so futuristisch klingende Kreation ist das Herzstück des stylischen Pandemie-Terminators aus Oberösterreich. Die Entwicklung erfolgte gemeinsam mit der zur Gruppe gehörenden STA GmbH aus Altach und externen Forschungspartnern. Nach nur sechs Monaten war der Cubusan serienreif – mit einer Reinigungskraft, die sich laut Steiniger ganz deutlich von den Konzepten diverser Mitbewerber unterscheidet: „Der Cubusan ist kein weiteres System, das erst Luft ansaugt, filtert oder mit UV-C-Licht bestrahlt. Solche Vorgänge dauern Stunden und liefern nicht den wichtigen Echtzeitschutz.“

Das um knapp 2.000 Euro erhältliche Gerät von Wintersteiger soll seine Sache viel besser machen. Statt Chemie werden Naturabläufe zum Vorbild. Als Hauptakteure fungieren Hydroxyl-Radikale, die durch Wasserdampf in Verbindung mit Sonnenlicht entstehen.

So wie nach einem Sommergewitter: Auch danach wirkt die Luft frisch und sauber. Der Generator im Würfel erzeugt kaltes, atmosphärisches Plasma mit unzähligen dieser Moleküle. Diese werden via Lüfter gleichmäßig im Raum verteilt und beseitigen bis zu 99,99 Prozent der Viren, Bakterien oder Pilzsporen. Inklusive Covid-19 und seiner Mutationen.

Zusätzlich funktioniert das ebenso leise wie geruchslose Tool im Plug-&-Play-Modus ohne Wartung oder Pflege. Gegen solche Talente sehen andere Coronablocker doch etwas blass aus. Tatsächlich, so Steininger, biete Cubusan sogar einen 100-fach besseren Schutz als FFP2-Masken. Die wissenschaftliche Legitimation dafür stammt von einem deutschen Hygieneinstitut zusammen mit heimischen Spezialisten, validiert durch die Universität Innsbruck. Zusätzliches Argument für Praxistests an Orten wie Ordinationen, Schulen, Shops, Restaurants, Pflegeeinrichtungen, Kantinen und Büros. Der Cubusan wirkt nachhaltig: Die damit gesäuberte Luft ist ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit von Mitarbeitern, Krankenstände können so längerfristig reduziert werden.