Raiffeisen Oberösterreich hält laut aktuellem Bankenranking den größten Marktanteil bei erp-Krediten im ersten Halbjahr 2020 und ist damit stärkste Förderbank in Österreich

Unternehmen tätigen während der Corona-Krise mehr als 300 Millionen Euro an Neuinvestitionen 

17.07.2020 | In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 hat die Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich laut aktuellem Bankenranking des Austria Wirtschaftsservice (aws) 27 Prozent (= 158 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 58,9 Millionen Euro) aller in Österreich genehmigten aws erp-Kredite (Abkürzung von European Recovery Program = Europäisches Wiederaufbau-Programm) abgewickelt. „Die Auswertung des Austria Wirtschaftsservice zeigt, dass wir sowohl bei der Anzahl als auch beim vergebenen Kreditvolumen den mit Abstand größten Marktanteil halten und somit als klare Nummer 1 die stärkste Förderbank in Österreich sind“, sagt Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ). 

 

Gewerbe und Handwerk investieren auch während der Corona-Krise

Insgesamt wurden von Jänner bis Juni 590 erp-Kredite mit einer Gesamt-Finanzierungsleistung von 301,7 Millionen Euro über das aws an österreichische Unternehmen vergeben. „Diese Zahlen zeigen, dass österreichische Unternehmen auch während der Corona-Krise innovativ und mutig sind und Neuinvestitionen tätigen. Nach einem klar spürbaren Einbruch zu Beginn des Lockdowns hat sich die Nachfrage nach erp-Krediten übrigens relativ rasch wieder stabilisiert und liegt mittlerweile in Summe wieder ungefähr auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Branchenmäßig liegt der Schwerpunkt der über uns abgewickelten erp-Kredite bei Gewerbe und Handwerk“, so Schaller.

 

Vorteile durch günstigen und kalkulierbaren Zinssatz

Ein erp-Kredit ermöglicht über unterschiedliche Modelle langfristige Finanzierungen mit einem fixen und damit kalkulierbaren Zinssatz. Unternehmen profitieren von den deutlich unter dem Marktzinssatz liegenden Zinssätzen des erp-Fonds und von tilgungsfreien Zeiten. Zusätzlich können die erp-Kredite mit aws-Garantien (= Haftung durch den Bund) oder mit Landes- oder Bundeszuschüssen bzw. EU kombiniert werden. Die RLB OÖ fungiert als Schnittstelle zwischen den Unternehmen, den oberösterreichischen Raiffeisenbanken und dem aws und wickelt als erp-Treuhandbank den gesamten Prozess ab. „Unsere Spezialisten stehen in engem Kontakt mit den Förderstellen und kennen die Bedürfnisse unserer Kunden ganz genau. So können wir gemeinsam mit den Kundenbetreuern vor Ort von der zeitgerechten Antragstellung bis zur optimalen Finanzierungsstruktur eine umfassende Beratungsleistung garantieren. Daraus ergibt sich unsere hohe Kompetenz im Bereich Förderfinanzierung“, so Schaller. 

 

Kredite bis zu 30 Millionen Euro für alle Branchen

Der erp-Kredit steht grundsätzlich allen Branchen offen und kommt bei der Begleitung von Unternehmensgründungen, bei Expansionsplänen oder Innovationsvorhaben im Inland zum Einsatz. Die Kredithöhe bewegt sich bei einer möglichen Laufzeit von bis zu 14 Jahren zwischen 10.000 Euro und 30 Millionen Euro. Der erp-Fonds besteht seit 1962 und wird seit 2002 vom aws verwaltet.

 

Vorliegende Statistik des aws unabhängig von COVID-19-Hilfen

Die vorliegende Statistik des aws über die vergebenen 590 erp-Kredite hat übrigens nichts mit der Anzahl der teils auch vom aws abgewickelten Corona-Hilfen zu tun. „Unsere starke Förderkompetenz ist vor allem auch jetzt in der aktuellen Situation rund um die Bewältigung der Corona-Krise ein wichtiger und entscheidender Faktor. So sind wir auch bei der Abwicklung von Überbrückungsfinanzierungen und anderen COVID-19-Hilfen die wichtigste Drehscheibe für Klein-, Mittel- und Großbetriebe“, sagt Heinrich Schaller. Die Raiffeisenbankengruppe OÖ hat im Kontext von COVID-19 bisher mehr als 2.200 Anträge für Überbrückungshilfen der staatlichen Förderstellen wie aws, ÖHT oder OeKB bearbeitet, was einem Volumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro entspricht. Darüber hinaus wurden mehr als 12.300 Kreditstundungen abgewickelt, 59 Prozent davon betreffen Privatkunden. Das Stundungsvolumen beträgt 88,4 Millionen Euro. „Diese Zahlen machen deutlich, dass wir wirklich alles unternehmen, um unseren Kunden zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen. Unser oberstes Ziel ist es, niemanden im Regen stehen zu lassen“, so Schaller.
 

Fotos honorarfrei; Credit: ÖRV/RZ/Sabine Klimpt:

„Unsere Unternehmen tätigen auch während der Corona-Krise Neuinvestitionen – das zeigt, wie innovativ und mutig sie sind“, sagt RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller.

„Unsere Unternehmen tätigen auch während der Corona-Krise Neuinvestitionen – das zeigt, wie innovativ und mutig sie sind“, sagt RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller.
© Klimpt
F1: Generaldirektor Heinrich Schaller
Generaldirektor Heinrich Schaller
© Klimpt
F2: Generaldirektor Heinrich Schaller