Raiffeisen OÖ wird weiblicher

Erstmals sind in den Gremien aller 75 oberösterreichischen Raiffeisenbanken auch Frauen vertreten

05.11.2019 | Das Engagement des Raiffeisen-Funktionärinnenbeirates in Oberösterreich trägt Früchte: Erstmals seit heuer sind in den Gremien aller 75 oberösterreichischen Raiffeisenbanken auch Frauen vertreten. Diese erfreuliche Entwicklung präsentierte Anita Straßmayr, Vorsitzende des Funktionärinnenbeirates in Österreich und Oberösterreich, in der Raiffeisenlandesbank OÖ bei der Netzwerkveranstaltung „Zukunft miteinander. Verantwortung übernehmen. Zukunft Frauen“. Seit 2014 konnte der Anteil der Funktionärinnen bei Raiffeisen Oberösterreich von 16,5 Prozent auf aktuell 20,5 Prozent gesteigert werden. Raiffeisen OÖ hat damit im Vergleich mit den Raiffeisenbankengruppen der restlichen Bundesländer den höchsten Anteil weiblicher Funktionäre.

Straßmayr: Funktionärinnen wollen etwas bewegen

Straßmayr präsentierte darüber hinaus die Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage unter den Funktionärinnen bei Raiffeisen OÖ. Bei dieser wurden die Themenbereiche persönliche Motivation, Identifikation mit Genossenschaft und Bank, Zusammenarbeit sowie fachliche Fitness abgefragt. Etwas bewegen zu wollen, ist demnach für die Funktionärinnen der Hauptgrund für ihr Engagement bei Raiffeisen OÖ. „Ein weiterer wichtiger persönlicher Grund ist, auch andere Frauen motivieren zu wollen, sich bei Raiffeisen OÖ aktiv zu engagieren“, so Straßmayr weiter. Positives Feedback gab es auch für die Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen im Sektor. „Die Befragten gaben an, dass in der Gremienarbeit die Beiträge von Männern und Frauen gleichermaßen geschätzt werden“, führte Straßmayr aus. Besonders positiv bewertet wurde auch das Bildungsangebot für Funktionärinnen. 

Auer: Brauchen Diversität 

Jakob Auer, Aufsichtsratspräsident der Raiffeisenlandesbank OÖ, hob in seinen Grußworten die starke Stellung von Raiffeisen Oberösterreich als Gestalter und Impulsgeber in der Region hervor. „Als wichtigster finanzieller Nahversorger setzen wir unsere Gestaltungskraft für die Standortentwicklung und Lebensqualität vor Ort ein“, so Auer. Um auch in Zukunft weiterhin so erfolgreich zu sein, brauche es noch mehr Funktionärinnen. „Frauen bringen neue Sichtweisen in den Meinungsbildungsprozess ein und diese Diversität brauchen wir“, so Auer, der sich auch bei Anita Straßmayr und Anneliese Holly-Schiemer, der stellvertretenden Vorsitzenden des Funktionärinnenbeirates in Oberösterreich, bedankte: „Ziel ist es, bis 2025 den Funktionärinnenanteil bei Raiffeisen OÖ auf 25 Prozent zu erhöhen. Ihr habt den Willen und die Fähigkeit dazu, dass wir das schaffen.“ 

Eichinger: Frauenanteil weiter erhöhen

„Wenn rund 50 Prozent unserer Kunden und Mitarbeiter weiblich sind, dann muss sich dies auch in unseren Gremien widerspiegeln. In der letzten Zeit hat sich diesbezüglich auch vieles getan, wenngleich noch Potenzial da ist“, betonte Norman Eichinger, Verbandsdirektor des OÖ Raiffeisenverbandes, in seinen Grußworten. Während es im Jahr 2000 beim Raiffeisenverband OÖ bei den Revisoren nur eine Frau und keine einzige Funktionärin gab, erhöhte sich der Anteil der Revisorinnen auf aktuell fast 40 Prozent und der Anteil der Funktionärinnen auf 20 Prozent. 

Glaser: Rahmenbedingungen schaffen

Michael Glaser, Vorstand der Raiffeisenlandesbank OÖ, betonte in seinem Statement, dass es wichtig sei, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen Führungspositionen besetzen können. Dazu zähle beispielsweise die Unterstützung vom familiären Umfeld sowie die Möglichkeit zu Teilzeitarbeit nach der Karenz. 

„RBG OÖ 2025 – Vom Kunden her denken“ 

Helmut Kern, in der Raiffeisenlandesbank OÖ Leiter des Geschäftsbereichs „Strategie RBG OÖ & Sektorkoordination“, präsentierte das neue Strategieprojekt bei Raiffeisen OÖ „RBG OÖ 2025 – Vom Kunden her denken“. Dieses sucht Antworten auf die zukünftigen Herausforderungen der Raiffeisenbankengruppe OÖ. Dabei stehen die Kundenbedürfnisse mehr denn je im Mittelpunkt. 

„Die Macht der Stimme“

Ein mitreißender und interaktiver Vortrag von Ingrid Amon, Expertin für Stimm- und Sprechtechnik, zum Thema „die Macht der Stimme“ rundete den Abend beeindruckend ab. 

Sie zeigte mit zahlreichen Beispielen auf, wie deutlich Stimme, Sprache und Rhetorik auf die Zuhörer wirken. Dabei wies sie anschaulich auf schlechte Sprechgewohnheiten hin und machte deutlich, wie wichtig die Beschäftigung mit der eigenen Stimme ist, um im beruflichen und privaten Umfeld zu überzeugen, zu begeistern und zu motivieren. 

Foto (honorafrei, Credit: RLB OÖ/Strobl)

Jakob Auer, Aufsichtsratspräsident der Raiffeisenlandesbank OÖ, Anita Straßmayr, Vorsitzende des Funktionärinnenbeirates in Österreich und Oberösterreich, Stimmexpertin Ingrid Amon, Anneliese Holly-Schiemer, stellvertretenden Vorsitzende des Funktionärinnenbeirates in Oberösterreich, RLB OÖ-Vorstand Michael Glaser, Norman Eichinger, Verbandsdirektor des OÖ Raiffeisenverbandes
© FOTO STROBL
Jakob Auer, Aufsichtsratspräsident der Raiffeisenlandesbank OÖ, Anita Straßmayr, Vorsitzende des Funktionärinnenbeirates in Österreich und Oberösterreich, Stimmexpertin Ingrid Amon, Anneliese Holly-Schiemer, stellvertretenden Vorsitzende des Funktionärinnenbeirates in Oberösterreich, RLB OÖ-Vorstand Michael Glaser, Norman Eichinger, Verbandsdirektor des OÖ Raiffeisenverbandes