Wissenswertes zu Genossenschaftswohnungen

Wenn es um leistbares Wohnen geht, dann sind auch Genossenschaftswohnungen ein Thema. Welche Vorteile gibt es, was müssen Sie zahlen und was gibt es Wissenswertes bezüglich der Kaufoption?

Die Vorteile auf einen Blick

Leistbar

Die Miete einer Genossenschaftswohnung ist meistens niedriger als der sonst übliche Marktpreis.

Flexibel

Die Mietverträge sind unbefristet. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie die Wohnung auch kaufen. 

Keine Provision

Sie ersparen sich die Provision und in den meisten Fällen ist auch keine Kaution zu bezahlen. 

Wohnhausanlage
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Voraussetzungen und Finanzielles

Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Genossenschaftswohnung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Überall gilt ein Mindestalter von 18 Jahren. Die Wohnung muss Ihr Hauptwohnsitz sein. Das Einkommen der in der Genossenschaftswohnung lebenden Personen darf eine bestimmte Höchstgrenze nicht übersteigen, muss aber auch über einer festgesetzten Mindestgrenze liegen. Sie müssen darüber hinaus Mitglied der Genossenschaft werden.
 

Finanzielles

Neben der regelmäßigen Miete ist in den allermeisten Fällen ein so genannter Finanzierungsbeitrag (auch Eigenmittel, Baukostenbeitrag bzw. Grundkostenbeitrag genannt) fällig – dies ist Ihr Beitrag zu den Grund- bzw. Baukosten der Genossenschaft.

Wenn Sie ausziehen, dann erhalten Sie diesen Finanzierungsbeitrag rückerstattet – abzüglich einer jährlichen Abschreibung von 1 Prozent. Ebenso verhält es sich mit dem so genannten Genossenschaftsanteil (Genossenschaftsbeitrag). Dies ist sozusagen Ihr Beitrag als Mitglied der Genossenschaft.

Die Kaufoption bei Genossenschaftswohnungen

Grundsätzlich können Sie laut Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) eine Genossenschaftswohnung nach zehn Jahren kaufen. Einen Anspruch auf die nachträgliche Übertragung ins Eigentum gibt es allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen (unter anderem, wenn ein Einmalbetrag von mehr als 69 Euro pro Quadratmeter eingehoben worden ist und wenn das Objekt unter Zuhilfenahme öffentlicher Fördermittel errichtet worden ist). Die Kaufoption kann übrigens längstens bis zum Ablauf von 15 Jahren ab Erstbezug ausgeübt werden. Die Ermittlung des Kaufpreises ist im Gesetz geregelt.

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