Bauen und Wohnen auf fremdem Grund

Warum Sie zum Bauen einen guten Plan, die richtige Finanzierung, aber nicht unbedingt ein Grundstück brauchen. Welche Vorteile bringt ein so genanntes Baurecht?

Günstiger

Die Einmalkosten für den Grundstückskauf entfallen.

Planbar

Die mögliche lange Vertragsdauer sorgt für hohe Planungssicherheit.

Verfügbarkeit

Das Gebäude kann selbst genutzt, weitervermietet oder auch vererbt werden.

Baustelle mit Rohbau und Bauplänen
©Eisenhans - stock.adobe.com

Baurecht: Vorteile und Voraussetzungen

Baurecht bedeutet, dass man ein Bauwerk auf fremdem Grundstück besitzen bzw. errichten kann. Das Gebäude selbst gehört Ihnen, am Grundstück selbst haben Sie zwar kein Eigentums-, dafür aber das (alleinige) Nutzungsrecht.

  • Vorteil: Mit einem Baurecht ersparen Sie sich die zusätzlichen Kosten für das Grundstück. Stattdessen wird ein laufendes Entgelt für die Benutzung vereinbart – ähnlich einer Miete oder Pacht.
  • Zeitdauer: Ein Baurecht muss für mindestens 10 Jahre bestellt werden. Die längst mögliche Dauer eines Baurechts beträgt 100 Jahre.

Wann erlischt ein Baurecht?

  • Das Baurecht erlischt mit dem vertragsgemäßen Auslaufen.
  • Das Baurecht erlischt, wenn der Bauzins zumindest zwei Jahre lang nicht gezahlt wurde. Dies muss aber vertraglich vereinbart werden.
  • Eine einvernehmliche vorzeitige Beendigung des Baurechts ist möglich.

Ist das Baurecht erloschen, so fällt das Gebäude an den Grundeigentümer. Dieser muss dann dem Bauberechtigten für das Bauwerk eine Entschädigung zahlen. Sollte nichts anderes vereinbart worden sein, so beträgt diese ein Viertel des Bauwertes zum Zeitpunkt der Beendigung des Baurechts. Eventuelle Pfandrechte gehen auf das Grundstück über.